Wochenblatt. 29?
da es immittelst zu Marburg immer schlimmer wurde, unb gar Feme Collegia mehr gehalten werden konnten. Um dieser Ursache willen reifete er mit D. LNeno Hannekermrs von Marburg nach Lübeck / wo er dieses hochgelehrten Mannes Information genoß , bis in die Halste des 1647^11 Jahres.
Auf dessen Gutbefinden setzte er sich zu Lübeck zu Schiff, und segelte von dar ab nach Riga in Liesland/ wo er durch sonderbare Schickung Gottes viele gute Freunde fand, sonderlich Gotthard ^egesa<ck, Rathsverwandten in Riga, der ihn zu sich in seine Behausung nahm ; und Vollmar Rothhansen/ einen gottesfürchtigen und verständigen Kaufmann, der ihm den Tisch z. ganzer Jahre lang gegeben; dagegen er lies einzigen Sohn Thomas.Vegesack welcher sich hernach in Giesen, einige Jahre bey ihm ausgehalten, und dieses letzteren Töchter treulich informiret; auch damit so viele Ehre eingeleget, daß ihm sein Tischherr versprochen, so lang er ein Siudiofus bleiben würde, jährlich io Rthlr. zu einem Buch zu schenken, welches auch nach bald daraus erfolgtem seinem und seiner Frauen Tod, der ihm gemachten Verordnung gemäß in das zehende Jahr, von den Erben ist gehalten worden.
165-0. am rrten Jun. begab er sich von dannen zu Schis, nach Schweden zu seeglen, die Krönung der Königin Christina mit amuse- hen, und selbiges Königreich, besonders die Universität blpsal zu besuchen, und feinen Smdiis daselbst ferner obzuliegen. Er kam am 2 Juiii, nach ziemlich hastigem erlittenen Sturm, zu Stockholm an. Weil aber die Krönung aufgeschoben, und in Schweden es sehr theuer; auch die Universität von Marburg nach Giesen verleget war: so entschloß er sich, in fein Äatterlanb wieder zurückzukehren. Jedoch thät er seinem ersteren Vorhaben darinnen ein Genüge, daß er zuvor das Königreich Schweden, und besonders dessen Universität Upsala besähe, hernach einen Theil von Dännemark/ und folgendes von Holland durchreisete; worauf er den L7 Sept, gedachten Jahres zu Giesen glücklich angelangt, und bey seiner Mutter sich aufgebalten bis aus den ?ren April ,65-2 da er inzwischen unter Dem seel. D. Feuerborn / D. Haberkorn / und v.kNenzer/ Collegia iheologica, concionatoria und hebraica gehöret. Um dieselbe Zeit hielte er eine in lateinischen und teutschen Versen abgefaßte Oration von der Geburt Christi uu Auditorio dieol. in Veysein sehr vieler Zuhörer;
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