Ausgabe 
(19.5.1915) 116. Erstes Blatt
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haupt nicht erhalten. Der Preis für ausländische Valuta ist in deu letzten Tagen merklich gestiegen. Er stellt sich für das Pfund Sterling auf 11,97, für schwedische Kronen auf 65,25(früher 51) und für französische Franks auf 47,50(früher 38).

Russische Ausfuhrverbote.

5 Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Es ist ein 5 allgemeines Ausfuhrverbot aus Rußland für Fourage, Roggen, . Weizen, Hafer, Gerste, Buchweizen, Hülsenfrüchte, Reis, Mehl, 5 Graupen, Pferde, Häute und Messing erlassen worden. Auch

nach den verbündeten Ländern ist dre Ausfuhr

5 verboten. 8 ö*

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a Der Kaiser im Osten. 8 Berlin, 19. Mai. WTB. Amtlich.) S. M. der Karser wohnte vorgestern den Kämpfen beim Ueberschreiten des San Abschnittes auf den Gefechtsständen eines General- kommandos und spüter einer Division bei. Deutsche Luftschiffe über England.

London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des RNeuterschen Buregus. Ein Lotse, der heute an Land kam, teilte 4 mit, daß er vier Meilen von Northforeland fünf deutsche Luftschiffe gesehen habe, die in nordwestlicher Richtung land⸗ einwärts flogen. Er sah Feuerblitze, als Bomben abgeworfen wur⸗ * den. Die Luftschiffe müssen sich später zerstreut haben, denn eines flog um 2 Uhr morgens über Deal. Auf die Stadt wurden keine 11 Sa ben abgeworfen. Wehr as 20 ficken in die benachbarten 8

Die Not Englands.

1 g London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Im Ober⸗ hause erklärte Kitchener, er brauche 300 000

0 mehr Rekruten um neue Armeen zu bilden Fer⸗ ner erklärte Kitchener, die britische und französische Regie⸗ kung seien zu der Erkenntnis gekommen, daß ihre Truppen

gegen die giftigen Gase durch Anwendung ähnlicher Metho- den ausreichend geschützt werden müßten. ö

8 London, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die letzte Liste 5 gibt die Offiziers verluste mit 400 an, von denen 99 ge⸗ lallen find: 350 Namen werden unter dem 11. Mai angeführt, wo das Gefecht bei Aubers und Fromelles stattfand.

London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Marine⸗Mit⸗

arbeiter desDaily Telegraph erfährt, daß in politischen Kreisen das Verhältnis des ersten Lords der Admiralität Churchill zum ersten Seelord Fisher erörtert wird. Man erzählt, daß es am Sauastag zwischen ihnen zu einem Wort⸗ wechsel gekommen sei. Man weiß nicht, was das Kabinett be⸗ schlossen hat, glaubt aber, daß Fisher sein Amt niederlegen werde, und daß dies heute im Unterhause mitgeteilt werden wird. 1 Rotterdam, 18. Mai. DerRotterdamsche Courant * meldet aus London: Die liberalen Mitglieder des Un⸗ terhauses, Dalziel, Handewl und Booth, sprachen sich gestern im Unterhause für die Bildung eines Koalitions⸗ 5 ministeriums aus.

8 London, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie dieDaily a News melden, wird unter den Gründen für die Erhöhung der Fleischpreise die Schwierigkeit des Transports infolge 4 deutschen Unterseeboote angeführt. Die Engrospreise seien um 2 0 Prozent gestiegen. Die Detailpreise müßten folgen.

1 Die Polizei besahl allen Deutschen, Oesterreichern und Ungarn, von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens zu Hause zu bleiben. Die Internierung wird fortgesetzt. An verschiedenen

1 Ausschreitungen vor, in einigen Fällen mußte qufgeboten und die Aufruhrakte verlesen werden. Der Straßenbahn verkehr Londons hat völlig auf⸗ gehört, mit Ausnahme der Linie nach dem Arsenal in Woolwich. 6 Der Direktor des Regierungskomitees für die Herstellung von Munition entsendet eine rdnung nach Kanada, die geeignete Arbeiter zur Herstellung von Munition anwerben soll. Eine An⸗ ahl Kanadier befindet sich bereits hierzu in England. l

Euglische Blätter über die Kriegslage.

Es Finanzlage

seit Kriegsbeginn. ese 9 e Matt Deutschland ein äußerst gefährlicher Feind.

Ibr Kriegsgllc Die heftigen Ge⸗

5 ihrem Leitartikel über die e Se b in, daß England außer Stande sei, seine Flotte zur direkten Offensive gegen die deutsche Küste zu verwenden, daß Rußland am Anfang große Schwierig⸗ keiten hatte, seine Soldaten zu bewaffnen, und daß es mangels isfreier Häfen und der Eisenbahnen unter Trans portschwierig⸗ keiten leide. Die deutschen Generäle hätten meister⸗ 995 haft die furchtbare Waffe benutzt, welche die deutsche Industrie und deutscher Unternehmungsgeist ihnen durch das Eisenbahnnetz an der Ostfront dargeboten hätten.

* Stimmen ans Numänien. 3 Bukarest, 18. Mai.(WB Nichtamtlich) DieInds⸗ pendance Roumaine schreibt: Nicht ohne tiefe Verblüf⸗ fung verfolgt man die Entwicklung der Aktion, man könnte auch 5des rusfischen Dramas, in Galizien. In den ersten Tagen der Offensive konnte man annehmen, daß die Russen über⸗ aucscht wurden und daß sie sich in der zweiten oder dritten Lirie

1

metern zurück. Angesichts eines solchen Wechsels der Kulissen, 5 wo die Räumung des nördlichen Galiziens vor der Titre steht, sieht man nicht ohne Verwunderung die neue Offensive gegen Czernowitz; durch diese wird die Gefahr nicht beschworen, die auf die Russen im Norden lauert. 5 Daas russenfreundliche BlattDimineatza schreibt über die Kriegslage in Galizien: Die Russen ziehen sich andauernd ruck, ohne bisher das Gleichgewicht gefunden zu haben, das für * einen Gegenangriff oder einen ernstlichen Widerstand ig wäre. Der Verlust der Sanlinie hat eine große strategische Be⸗ deutung. Trotz aller Erfolge am Dnjestr wird es ihnen nicht möglich sein, ihre strategische Entwickelung am Dnjestr durch⸗ zuführen. Die Gefahr, die ihnen droht, besteht jetzt nicht mur N in der Zurückwerfung ihrer Front, sondern inleinem Durchbruch des Gegners nach Nordost. Die Lage der russischen Armee beginnt kritisch zu werden. Der Mangel an Einheitlichkeit in den Pyerationen im Westen und Osten ist unerklärlich. Wenn die Rus⸗ sen behaupten, daß starke deutsche Kräfte vom Westen abgezogen. worden sind, wie war es dann möglicht daß das englische und 5 sranzösische Kommando, das sich der drohenden Gefahr bewußt war, nichts tat, um den Schlag zu parieren? ***

Der türtische Bericht.

Konstantinopel, 17. Mai, abends.(WTB. Nicht⸗ amtlich) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dar⸗ danellenfront bei Ari Burnu fand gestern außer schunachem Artillerie- und Infanteriefeuer keine wichtige Attion ftatt. Ein lleiner Transport wurde durch unsere Granaten beschädigt. Im Süden bei Sedd ul Bahr nah⸗

men Truypen unseres rechten Flügels die Höhe wieder, die 200 Meter von unferen Stellungen liegt. 5

Ein französischer Kreuzer landete gestern bei Sars Kaleh westlich Mekri an der Südküste von Smyrna 60 Soldaten, die wieder die Fluchtergriffen, als un⸗ sere Küstenposten das Feuer erwiderten. Ein anderer Kreuzer landete etwa 100 Soldaten bei Sefat westlich Fenike. Unsere Truppen vertrieben den Feind, der zehn Tote resp. Verwundete hatte. In der Nacht vom 15. zum 16. Mai zogen sich zwei vor den Forts von Smyrna fahrende Kreuzer zurück, nachdem einer durch das Feuer un⸗ serer Batterien beschädigt worden war. a

1 den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts Wichtiges zu melden.

Konstantinopel, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗ front gestern zu Lande keine Veränderung. Auf dem Meere beschossen feindliche Schiffe von weitem ohne Erfolg unsere am Eingang der Meerenge aufgestellten Batterien. Das PanzerschiffAlbion wurde von einem un⸗ serer Geschosse getroffen. Unsere Flieger führten er⸗ folgreich Flüge über Sedd ul Bahr aus. Auf der übrigen Front hat sich nichts von Bedeutung ereignet.

Konstantinopel, 18. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Die Agence Milli dementiert auf das entschiedenste die am 29. April in der Sofigter ZeitungUtro veröffentlichte Nachricht, wonach ein französisches Unterseeboot das türkische PanzerschiffBar ba⸗ rossa im Marmara-Meer versenkt habe.

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Der amtliche französische Bericht.

Paris, 17. Mai.(Ctr. Frift.) Die amtlichen Mittei⸗ lungen vom Montag lauten:

3 Uhr nachmittags: In der Gegend von Het Sas dauerten unsere Fortschritte an. Wir nahmen gestern abend ein vom Feinde stark hergerichtetes Haus. Wir überschritten am östlichen Ufer des Yerkanals die erste deutsche Linie, vobei wir 145 Ge⸗ sangene machten und vier Maschinengewehre erbeuteten. Ein feind⸗ licher Gegenangriff scheiterte vollständig. Nichts Neues im Nor⸗ den von Arras, wo der Regen zu fallen beginnt, außer einem heftigen Artilleriekampf in der Gegend von Lorette und außer einer blutigen Schlappe, welche wir in der nämlichen Gegend bei vier Gegenangriffen den Deutschen, die schwere Verluste er⸗ litten, beigebracht haben. Auf dem Rest der Front nichts zu mel⸗ den. An, der Oise stellten die Deutschen bei Bailly eine grüne türkische Fahne mit einem Halbmond auf, um auf unsere Schützen⸗ gräben Eindruck zu machen. Unsere afrikanischen Truppen erwider⸗ ten auf die Herausforderung, indem sie die Fahne mit Gewehr⸗ feuer herunterholten. Ein Schütze machte sich sodann auf, sie zu holen, und trug sie in unsere Linien.

11 Uhr abends: In Belgien hat der Feind, durch unsere glücklichen Angriffe der letzten Tage mit vollständiger Ein⸗ schließung bedroht, vergangene Nacht die Stellungen geräumt, die er noch westlich des Merkanals besetzt hielt. Wir unserer⸗ seits haben unsere ganzen Gewinne auf dem östlichen Ufer be⸗ hauptet. Nördlich von La Bassée haben die britischen Trup⸗ pen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag starke Gegen angriffe auszirhalten hatten, siegreich weiter gekämpft. Am Mon, tag haben wir mehrere deutsche Schützengräben genommen und dem Feinde sehr große Verluste zugefügt. Eine Abteilung von 700 Deutschen, die in das Feuer der deutschen Maschinengewehre und das ihrer eigenen Artillerie geriet, wurde in diesems Kreuz⸗ feuer vollständig vernichtet. Unsere Verbündeten haben etwa 1000 Gefangene gemacht und Maschinengewehre erbeutet. Nördlich von Arras verhi e den ganzen Tag über dichter Nebel auf bei⸗ den Seiten jede bedeutendere Aktion, nichtsdestoweniger dauerte der Kampf bei den Lorettohängen lebhaft fort. Wir haben hier alle deutschen Gegenangriffe zurückgeschlagen. Bei Ville au Bois in der Nähe von Berry au Bac hat der Feind unsere! Schützengräben A Der Angriff wurde glatt aufgehalten. Im Gefechte bei Ville sur Tourbe haben wir 350 unver⸗ wundete Gefangene und 50 verwundete Gefangene gemacht. Heute früh haben wir im Wald von Ailly einen Angriff ausgeführt, mehrere deutsche Werke erobert, 3 Mac e erbeutet und 250 Gefangene gemacht, darunter mehrere Offiziere. Am Rande des Priesterwaldes haben zwei deutsche Bataillone zu wie⸗ derholten Malen versucht, aus ihren Gräben vorzugehen. Sie wurden durch unser Feuer glatt aufgehalten.

Der Austausch von Kriegsgefangenen.

Berlin, 17. Mai.(WTB. Amtlich.) DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Ueber die Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich wegen des Austausches dienstuntauglicher Kriegsgefangener wurden kürz⸗ lich von französischer Seite Preßmeldungen verbreitet, die das Ver⸗ hältnis der deutschen Regierung gänzlich entstellten. Namentlich wird dabei der deutschen Regierung das Bestreben nachgesagt, die Verhandlungen zu verschleppen und sich der eingegangenen Ver⸗ pflichtungen nachträglich zu entziehen. Die erhobenen Vorwürfe sind, wie sich aus nachst ergibt, völlig unbegründet. Der erste Austausch dienstuntauglicher* fand zwi⸗ schen Deutschland und Frankreich Anfang März 1915 statt. Bei den vorhergehenden Verhandlungen, deren Erb von der deut⸗

Verfahren.

das, soweit hier bekannt, in licher Weise auch von französischer Seite zur Anwendung 3 sion ließ sich bei der endgültigen Auswahl der zu Entlassenden aus⸗ schlicßlich von dem vorerwähnten Grundsatz leiten. Di i von dem Austausch 0 tatsächlich nicht dien hig, oder operationsbeditrftig, oder nicht weiter trans portfähig. Die franzöfische Behauptung, daß deutscherseits versucht wurde, den verabredeten allgemeinen Austausch durch eine Auswechselung nach der Kopfzahl zu ersetzen, wird schon durch die Tatsache wider⸗ legt, daß von 2 iere, 160 Unteroffiziere und rund 1520 Mannschaften, von Frankreich 5 Offiziere, 20 Unter⸗ offiziere und rund 830 Mannschaften herausgegeben wurden. Ebenso unrichtig ist die Behauptung, daß die deutsche Regierung der Ant⸗ wort auf den französischen Vorschlag auswich, bei der Auswahl der auszutauschenden Liste die die Dienstuntauglichkeit begründenden Gebrechen zugrunde zu legen. Eine solche Liste ist der deutschen Regierung zur Durchführung des ersten Austausches überhaupt nicht zugegangen. Nachdeni dies Ende 1915 geschehen war, empfahl die deutsche Regierung zunächst für die von ihr in Vorschlag ge⸗ brachte monatliche Fortsetzung des Austausches die Beibehaltung des don ihr bei dem ersten Austausch zur Anwendung gebrachten weitherzigen Verfahrens, erklärte sich aber neuerdings zur Ver⸗ meidung einer ferneren Verzögerung bereit, auch auf das fran⸗ zösischerseits vorgeschlagene Listen verfahren einzugehen. Hier⸗ nach ist ein befriedigender Abschluß der dlungen und damit der ungestörte Fortgang des Austausches in e ar.

Ans dem Reiche.

Berlin, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Bund deutscher Getreide, Mehl, Saaten⸗, Fut⸗ ter- und Düngemittelhändler ist heute in Berlin von einer großen Anzahl Firmen dieser Branchen aus allen Teilen Deutschlands ündet worden. Der Bund

.

Futter-, Düngemittel⸗, Mehl⸗ und Saatenhandel betel mit dem Konsum arbeitenden Firmen. 5 und deren gewerbliche und berufliche ellen tandes interessen wirkungsvoll zu vertreten. Dagegen erstreckt si das Gebiet des Bundes nicht auf den Spekulations⸗ handel. Es wird zunächst in Berlin eine 1. sammlung der Bundesmitglieder erfolgen, um die 9 des endgültigen Vorstandes und die Beratung der Satzun⸗ en.. sammlung des Vereins deuts

verleger. Heute fand in Berlin die versammlung deutscher Zeitungsverleger statt.

heimer Allgemeine Zeitung), Direktor Helfreich Neueste Nachrichten), Knittel 8 5 a Simon(Frankfurter Zeitung) wur iedergewählt.

Beginn der Versammlung wurde nach den einleitenden Wor⸗

Be⸗ tzer, soeben im

endlichen Sieg unserer guten Sache.. ät aber bitten wir, den ehrfurchtsvollen Gruß der deutschen Zei⸗ tungsverleger entgegennehmen zu wollen, deren hin⸗ gebungsvolles Wirten jetzt und immerdar der und Herrlichkeit des Deutschen Reiches und der Wohlfahrt und Kultur des deutschen Volkes gewidmet ist. Verein deutscher Zeitungsverleger; der Vorsitzende Faber. Auf die Be⸗ grüßung ist noch während der Tagung folgende Antwort eingegangen: 1 Verein Deutscher Zeitungsverleger, Vorsitzender Fa⸗ ber, Hotel Prinz Albrecht, Berlin. S. M. der Kaiser und König lassen der Hauptversammlung des Vereins deutscher Zeitungsverleger für die freundliche Begrüßung und für das Gelöbnis treuer Mitarbeit für die Macht des Deutschen Rei⸗ ches und zum Wohl des deutschen Volkes vielmals danken. allerhöchsten Befehl, Geheimer Kabinettsrat von Va- entini. f 9

1

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Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 19. Mai 1915. Die Wohnungsverhältnisse in Gießen.

In der letzten Sitzung der Stadtverordneten wurde vereinzelt die Ansicht vertreten, es seien in unseren Stadt sehr viele Wohnungen leer, so daß der Hlein⸗ wohnungsbau durch eine Genossenschaft keine Not⸗ wendigkeit sei. Es wurde dem allerdings energisch, be⸗ sonders durch den Stadtverordneten Dr. Ebel, wieder⸗ sprochen und schließlich auch die Ma me mit großer Mehrheit angenommen, welche der Bau- genossenschaft die Errichtung einer Anzahl von Wohn⸗ gebäuden erst 3

Wie die Verhältnisse für die Mieter in Gießen sich im Laufe der Alahelich 7 ee durch das Polizeiamt alljährlich getroffenen Feststellungen vorhan⸗ dener leerer Wohnungen und die dafür verlangten Miets⸗ preise. Vor uns liegen die Ergebnisse für den 1. 1913 und 1914(für das Jahr 1915 ist leider diese Wohnungs⸗ * base 5 ter de 5 N

ir hatten in Gießen na amtlichen. Feststellungen 1913 208 leere 2 bis 8Zimmerwohnungen, deren Zahl sich nach einem Jahre auf 134 verringerte. Be man 3 im einzelnen, so ergibt sich das tehende

Zimmer 2 3 4 5 6 7 8 0 1913 48 70 39 35 12 5 4 05 2 1914 36 37 37 10 6 3 5

weniger 7 33 2 25 6 2

Tatsache ist auch, daß bis zum 5

in unserer Stadt eine Steige er 8.

zu verzeichnen war. Dies allein schon ist ein daß

Zeiten nicht

die der

4.

rhanden war. f Wer die Wohnungsverhältnisse, insonderheit kleinen Wohnungen in der Altstadt kennt, wird mütssen, daß besonders in Nebenstraßen in b bäuden Wohnungen vermietet werden, die im gesundheit⸗ licher Beziehneng viel zu wirrschen iibrig lassen, für aber recht hohe Mieten eingehen, so daß die N dieser Häuser die Besitzer Neubauten

verbreiterungen ein solches Grundstück erwerben die hohen Mieteingänge bestimmt sich natürlich wert der Gebäude. An der Erbauung neuer Häuser an Stel alter und unzulänglicher hat die All inheit in gesund⸗ N Beziehung ein 8 1 8 ichtig ist, daß augenblicklich durch die Verhältnisse, die der Krieg vorübergehend geschaffen hat, eine Anzahl 6 Wohnungen mit 6, 7 und 8 Zimmern frei geworden sind und vorläufig keine neuen Mieter finden konnten. N dieser Rückschlag ist im Interesse der Mehrheit unf ö völkerung von Vorteil geworden, denn die Preise, die in

tabler war, wendig, da genügend We

alle im Deutschen vorhandenen, am Gelbetde⸗,

een

˙