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richten: Anzeiger Gleßen. ii A. deer bis vormittags 9 Uhr.
Gießen
Großes Hauptquartier, 18. Mal.(WTB.
1 Westlicher K 5 er Kriegsschauplatz. Nördlich von pern am Kanal bei Steenstraate und et Sas herrschte gestern Ruhe.. Auf dem östlichen Kanalufer, südöstlich Boesinghe, ickelten sich an einzelnen Stellen Kämpfe, die noch fort⸗
rn. 1 Südlich von Neuve Chapelle versuchten die Eng⸗ länder gestern und heute nacht vergeblich, weiteren Boden zu gewinnen. Alle Angriffe wurden unter starlen Verlusten für den Feind abgewiesen. 5 Erneute französische Angriffe an der Lorettohöhe, bei Ablain und westlich Souchez, scheiterten; 170 Gefangene blieben in unserer Hand. 8 Bei Ailly kam der Infanteriekampf zum Stillstand. Ein französischer Vorstoß im Priesterwald brach in unserem flankierenden Feuer zusammen. 5 Qestlicher Kriegsschauplatz. * An der Dubissa wurden in der Gegend von Eiragola wiederum starke feindliche Angriffe abgewiesen. Gegen die wiederum starke feindliche Kräfte abgewiesen. Gegen die süd⸗ lich des Niemen herangeführten russischen Kräfte gingen un⸗ sere Truppen in allgemeiner Richtung Gryszkabuda, Syn⸗ towty, Szaki zum Angriff vor. Die Kämpfe dauern noch an. Gestern wurden 1700 Russen gefangen. Nördlich der Wysoka warf unsere Kavallerie die feindliche. Russische Angriffe auf Mariampol scheiterten. Südöstlicher Kriegs schauplatz. Nördlich Przemysl, von südlich Jaroslau bis zur Einmündung des Wyslok in den San, haben sich deutsche und österreichisch⸗ungarische, Truppen den Uebergang über den San erkämpft. Der Gegner geht hier wei⸗ ter nach Often und Nordosten zurück.
Zwischen Pilica und oberer Weichsel(bei Ilza und Lago), füdöstlich Przemyfl, sowie in der Gegend von Stryj sind seit gestern größere Kämpfe im Gange.
Oberste Heeresleitung.
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Die kurze Arbeitstagung des Reichstags, die gestern begonnen hat, fällt in eine kritische Zeit; Italien steht am Scheidewege, und wenn damit nach unserem Glauben auch nicht das Endergebnis dieses Weltkrieges, auf dessen für Deutschland günstigen Ausgang wir hoffen, entschieden wird, so hängt doch die Gestaltung der Geschicke Europas für die nächste Zukunft sehr wesentlich davon ab. Es war also gut, daß der deutsche Reichskanzler Gelegenheit fand, vor aller Oeffentlichkeit und auch vor dem Auslande auf die Bedeu— tung der Stunde hinzuweisen. Nicht etwa, um das deutsche Volk zu beruhigen und zu beschwichtigen, dessen bedarf es wahrlich nicht. Alldeutschland ist nach wie vor auch an-
gesichts neuer Gefahren einig und sich seiner starken Kraft bewußt. Stimmt doch sogar auch der„Vorwärts“ heute mit uns darin überein, daß die beiden verbündeten Mächte treu zusammenhalten und sich als Sieger erweisen würden. Nein, 12 die Kanzlerrede, die nur Deutschlands ruhiges Gewissen und Ausharren bestätigt und unterstrichen hat, galt in erster Linie den Aufhorchern im Auslande. Italiens Parlament wird am morgigen Tage, so hat es wenigstens den An⸗ schein, die Entscheidung über Krieg oder Frieden fällen. Da jsollte das Land über Stimmung und Gesinnung seiner bis⸗ herigen Bundesgenossen auch aus der direkten Quelle unter 7 1 werden. Noch ist es ja unsicher, ob das Kabinett Sa⸗ landra nicht schon fertige Vorschläge in der Tasche trägt, bob es gewillt ist, dem Parlament vollen Einblick in die bis— herigen Verhandlungen zu gewähren oder es vor vollendete Tatsachen zu stellen. So war es passend und zeitgemäß, daß Derr v. Bethmann Hollweg die Einzelheiten der Zugeständnisse
Oesterreich-Ungarns enthüllte. Damit wurde im wesentlichen
bestätigt, was man schon durch die Presse erfahren hatte;
es wurde aber offenbar, daß außerdem von Wien noch Zu—
Elen gemacht worden sind, die bisher unbekannt waren.
les in allem: ein ungewöhnlich großes Entgegenkommen, das mit allen möglichen Bürgschaften und in offener, nicht Rur für den Augenblick, sondern auch für die spätere euro— päis Politik berechneter Absicht Italien angeboten worden ist. Deutschland und Oesterreich gehen von dem Gesichts— bpPauunkte aus, daß sie nicht nur siegen wollen, sondern auch nach dem Kriege eine gesunde und für den Frieden ersprieß⸗ liche Politik treiben wollen. Darum wurden von Oester— reich keine Opfer gescheut, um Italien im Dreibunde zu erhalten. Aber des Kanzlers Worte hatten noch einen andern weck. Die Italiener sollen für beide Möglichkeiten, für rieden sowohl als auch für Krieg, volle Klarheit haben. utschland wird, so klang es aus der Rede des obersten Beamten, nicht zögern, im Kriegsfalle mit seiner ganzen. Stärke neben den bedrohten Bundesgenossen zu treten. Die Italiener, die wohl nicht alle, sondern nur in der Min⸗ derheit vom Kriegsrausch und Taumel erschüttert sind, haben nach dieser deutschen Darlegung noch eine kurze Frist zur
Besinnung und Ueberlegung. Sie müssen die kurze Mah⸗
8—5 des deutschen Reichskanzlers prüfen, bevor sie sich bin-
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g n. In ihrer Ruhe und Sachlichkeit, Schlichtheit und Gläu— bigkeit an eine noch mögliche Verständigung, muß die deut— 0 Erklärung, einen großen, Eindruck machen. In sturm—
bter Zeit ee Ereiferung, keine Drohung
hmeic r stolzes Kraftbewußtsein und— in
Der Reichskanzler vor dem
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der Flut nüchterner Händlerpolitik, die überall um uns her wahrnehmbar ist— dieses neue Zeugnis deutscher Nibelun— gentreue! Wir beg es, daß alle Abgeordneten sich er hoben und dem Kanzler begeisterten Beifall spendeten. Im deutschen Volke wi an nur den Nachhall willensstarker Zustimmung spüren.
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kitarbeiter schreibt uns noch:
r Abtretungspläne:„Hergabe nur der echender Bevölkerung bewohnten führt. In ganz Oesterreich gibt es heute, itzählt, der Sprache nach 768 000 Ita⸗ Ungarn zusammen 803 000. Sie wohnen o in der adriatischen Provinz„Küsten⸗ land“, deren drei Krei on Westen nach Osten„Görz⸗Gradiska“, „Triest“ und„Istrien“ sind. Aber diese Gebiete sind keineswegs rein italienisch. Auch Südtirol ist nicht ohne Sprachinseln anderer Art. Im Grenzbezirk„Görz⸗Gradiska“ wohnen 155 000 Slawen, in Triest 57000(neben 12 000 Deutschen), in Istrien 223 000! Man erinnert sich ja noch des Winkes, den Italien kürzlich von Peters burg hinsichtlich Istriens erhielt. Von Istrien wird kein Quadratmeter zugestanden. In Triest soll lediglich der italienische Stadtcharakter gewahrt und die heißbe⸗ gehrte italienische Universität errichtet werden. Preisgegeben wird mur das südliche Ti d das westliche Ufer des Isonzo nebst Gradiska. Südtirol Görz-Gradiska stellt zusammen ein Gebiet im Umfange Kors(8722 Quadratlilometer) nit ungefähr 400 000 Italienern— darunter drei Viertel Frauen und Kinder
Ein Berliner
Der Grundgedan von italienisch Gebiete“ ist streng dur wenn man die Latin liener, in Oesterreich größtenteils in Tirol
erfahren, als Oesterr⸗ Weiler an der Grenze
Ungarn diejenigen Orte, Dörfer und hält, die nicht rein italienisch sind. Es ß man in Wien bereit ist, das Urteil über
„feierlicher Erklärungen“ seitens iei ahme seitens Deutschlands.
N 2 3 1 a Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Mai( TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, den 18. Mai, mittags: Die verbündeten Trup⸗ pen hatten nach erbitterten Kämpfen an mehreren Stellen den San forciert und am Ostufer des Flusses Fuß gefaßt. Gegenangriffe der Russen wurden über⸗ allblutig abgewiesen, der Feind in östlicher Rich⸗ tung zurückgeworfen.. N g Am oberen Dujestr sind heftige Kämpfe im Gange. An der Pruthlinie leine besonderen Ereignisse. Ver⸗ einzelte Vorstöße der Russen nördlich Kolomea wurden ab— gewiesen. 5 0 Die Gesamtsum me der in der ersten Hälfte Mai eingebrachten Gefangenen hat sich auf 174000 Mann erhöht. Hierzu kommen 128 eroberte Ge— schütze und 368 Maschinengewehre. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Bulgarien und die Zentralmächte.
Köln, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Köln. Zeitung“ meldet aus Sofia vom 16. Mai: Die hiesige Presse bringt, an⸗ geblich aus Berlin, die Mitteilung, daß Bulgarien durch eine Note an Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu wissen verlangt habe, welche Zugeständnisse gegebenenfalls Bulgarien von Deutschland und Oesterreich-Ungarn erlangen werde. Hierauf habe Bulgarien die Versicherung erhalten, daß ganz Mazedonien, ferner ein Teil von Altserbien, sodann von Griechenland Serres, Drama Kavalla und ein Teil der rumänischen Dobrudscha, von der Türkei eine Grenzverbesserung an der Maritza und bei Kirkilisse Bulgarien verbürgt werde. In dieser Nachricht sei viel Phantasie enthalten. Deutschland und Oesterreich-Ungarn hätten Bulgarien über die guten Folgen einer günstigen Haltung Bulgariens keinen Zweifel gelassen, hätten aber bisher, in Anbetracht der noch ausstehenden Entscheidung, keine Bürgschaft für irgendwelchen Gebietszuwachs Bulgariens übernommen. Noch weniger würde überhaupt erwogen, Bulgarien heute schon rumänische oder griechische Gebiete zu ver sprechen, solange die Haltung dieser beiden Staaten keine feindliche ist. Schließlich ist bekannt, daß Deutschland etwaige Verhandlungen über bulgarisch-türkische Abgrenzungen diesen beiden Ländern über läßt in der Ueberzeugung, daß die Gemeinsamkeit ihrer Interessen ihnen den Weg zur Verständigung offen halten wird.
Italien.
Wien, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Freie Presse“ meldet über Chiasso: Für heute abend 9 Uhr 30 Min. ist ein neuer Ministerrat nach Rom einberufen worden. 5 5
Rom, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich,)„Giornale alte meldet: Sonnino empfing heute 1 1 den
ü Bü l o w Freiherrn von. 2 0 Wart— 8. Mal. 2 E. Nichtamtlich) Die ganze Presse be grüßt die Nachricht, daß der König von Italien die e Salandras nicht angenommen habe, als ein Zeichen für die 5 3 Intervention Italiens an der Seite der Verbündeten. Der 1— kois“ schreibt, der König hätte, falls er die Politik 1 nicht billigte, Giolitti berufen müssen. Nun lehre 3 größerem Prestige als i eee 12 3.
sse F Giolitti nicht versuchen werde, durch seine Parta g — 155. 4 in der Politik herbeizuführen. 1 und das Volk seien einig, das Parlamont, könne doch Lallenischen beiden Kräfte nichts ausrichten. Eine Auflösung der i
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Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen
notationsdrud und verlag der Brühl schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen.
eichstage über die behandlungen mit Italien. Seit J. Mai 174000 Russen in Galizien gefangen.
— dar. Dieses Gebiet würde aber insofern noch eine Verkleinerung
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Bezugspreis: monatl. 75 B.., viertel jährl. Mk. 2.20: durch Abhole⸗ u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Vost Mk. 2.— viertel jährl. auisschl. Bestellg. Zeilenpreis: lotal 15 U.., answ. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H.
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4 185 7 g. zalichkeit Kammern sei jetzt unmöglich und so bleibe nur noch die Möglichke. eines Plebiszites, aber das 588 habe in den letzten Tagen bereits
ezei ß es den Krieg wolle. a f. 3 hezecde d Matin erfläel, die Exeignisse bewiesen,(. nichts mehr ausrichten könne. Italien. wolle die Jure er „Petit Parisien“ führt aus, daß für Italien eine neue Aera anbreche. Salandra trete sein neues Amt mit der vollen Zustim⸗ mung von ganz Italien an.
Ein bewegter Tag in Turin. f a
Berlin, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kriegs zeitun g des„Berliner Lokalanzeigers“ meldet aus Chiaf so: In Turin ist gestern abend der Belagerungszustand erklärt worden, nachdem die Stadt während des ganzen Tages der Schauplatz ernstester Tumulte war. Nach dem„Avanti“ hätten 80000 Arbeiter einen 24stündigen Generalstreik erklärt, um gegen den Präfekten und die Polizei zu protestieren, die den Studenten alle Ausschreitungen, das Einwerfen der Fenster der Zeitung „Stampa“ und anderes erlaubt, aber mit Gewalt jede friedliche Kundgebung der Neutralisten verhindert hätten. Am General⸗ streik beteiligte sich ausnahmslos die gesamte Arbeiterschaft Turins. Ungeheure Menschenmassen ström⸗ ten gegen 10 Uhr vormittags zum Corso Siccardo, wo vor Lokal der Arbeiterkammer eine Massenversammlung abgehalten wurde. Zahlreiche Redner erklärten die absolute Abnei⸗ gung des Volles von Turin gegen den Krieg. Als sich 7 der Demonstrationszug nach dem Platz Castello, wo sich das Königsschloß befindet, bewegte, wurden Barrikaden gebaut und von beiden Seiten beschossen. Die Tumulte dauerten bis Abend, obgleich nachmittags ein mehrstündiges heftiges Gewitt, die Massen stark verringerte. Ein Waffenladen wurde gestürmt und ausgeplündert, ein Arbeiter durch den Revolverschuß eines Offiziers getötet; viele Perfonen wurden verletzt. Auch unter den Soldaten gab es viele Verwundete. 4
Kriegs zustand in Tripolis.
Mailand, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Dem„Cor⸗ riere della Sera“ zufolge ist in Tripolis infolge der seit den jüngsten Ereignissen hmenden Tätigkeit der Eingeborenen der Kriegszustand proklamiert worden.
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Der russische Bericht.
Petersburg, 17. Mai.(Ctr. Frkft.) Die Petersb Tele⸗ graphen-Agentur meldet: Die Kämpfe in der Gegend von S za wie finden nunmehr auf einer Front von über 30 Werst statt. Der Feind läßt täglich neue Umgehungskolonnen bald gegen die eine, bald gegen die andere Flanke unserer Dislokation vorrücken. Ob⸗ wohl die Deutschen in ihren Kämpfen mehr als zwei Divisionen Infanterie engagiert haben, sind wir doch gegen das Zentrum vorgedrungen und haben sogar den Feind auf seinem Rückzug gegen den Pruth angegriffen. Eines unserer Reserveregimenter hat sich besonders ausgezeichnet, indem es am 13. Mai in unwider⸗ stehlichem Vordringen eine ausgebaute Stellung bei den Dörfern Jukow und Juköbin nördlich von Kolomeg eroberte. Der Regimentskommandeur Oberst Osowsky, der im Laufe der Aktionen verwundet wurde, marschierte im Sturme an der Spitze seiner Kompagnien. Im Verlaufe dieser Kämpfe machte die In⸗ fanterie 1000 Gefangene und erbeutete zahlreiche Maschinengewehre. Die Kosaken haben 1500 Oesterreicher gefangen genommen. In der Gegend nördlich von Czernowitz hat Oberst Karlowitsch mit drei Husarenschwadronen mehrere Male eine Kolonne ein⸗ gedrückt, die sich zurückzog, und zahlreiche Gefangene gemacht. Im Laufe eines dieser Angriffe wurde eine feindliche Kompagnie von 200 Mann vollständig niedergesäbelt. Im Verlaufe des Rückzuges der dritten Armee vom Dunajec gegen den San haben wir im ganzen höchstens 50 Geschütze zurück⸗ gelassen, von denen die Mehrzahl unbrauchbar gemacht worden ist. Wir haben alle Kunstbauten in die Luft gesprengt. Am 13. Mat konnte unsere bei der Nachhut verbliebene Kavallerie den Angriff einer deutschen Radfahrabteilung bei Truchnik nordwestlich von Przemyfl aufhalten. 50 Radfahrer wurden niedergesäbelt, 30 ge⸗ fangen genommen. Am 13. Mai haben die Kosaken aus einem Hinterhalt von Kielce mit Erfolg die in die Stadt einrückenden feindlichen Truppen beschossen. Die Kosaken waren Zeugen, wie eine Delegation von Juden diese Truppen begrüßte.
Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die f Prefsse versucht auf jede Weise das Publikum über den 92 Umfang der Niederlage in den Karpathen zu be⸗ ruhigen und verweist zu diesem Zweck auf Teilerfolge bei Szawle usw. Nach dem„Rußkoje Slowo“ haben die deutschen Soldaten in Kurland erklärt, daß sie das Land als deutsches Land betrachten. Viele sprechen gut lettisch, sie beruhigen die Bevölkerung und fordern sie auf, die Aecker ruhig weiter zu bestellen, da ihnen kein Haar gekrümmt wer⸗ den wird. Die Bevölkerung nimmt unter diesen Umständen den Einmarsch mit erstaunlicher Ruhe auf, ohne irgendwie eine Panik zu zeigen. Ulanen sind an eine Schar von Frauen herangeritten und erklärten dieser, daß sie gänzlich unbe- sorgt sein könnten, denn die Bevölkerung würde in keiner Weise belästigt. Die Soldaten bezahlten alles, was sie kauf⸗ ten, mit deutschem Gelde. Ihr Hauptaugenmerk lenken die Deutschen auf das Tukkumer und Windauer Gebiet.
Ein Ukas des Zaren.
Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Ükas des Zaven soll den Angehörigen der Soldaten, f die nachweislich kampflos die Waffen streckten, die Kriegsunterstützung entzogen werden.
Die russischen Finanzen.
Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die zweite innere Anleihe von einer Milliarde Rubel ist am 12. Mai be⸗ geben worden. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent.— Nach dem „Rußkoje Slowo“ bildet in Petersburg die überaus ungünstige Erscheinung des Sinkens des Rubelpreises für Einkäufe im. Auslande große Besorgnis. Eine große Bank, die für eine
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Million Rubel Sterlinge Wechsel kaufen wollte, konnte diese über⸗ 8 a 5.
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