Ausgabe 
(2.1.1915) 1. Erstes Blatt
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

mittags,(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: An

7

05 5 f erschein täglich, außer

Sonntags. Beilagen: Sicherer geniiendlater ier, 5 weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freiiaa), zweimal Land wirtschaftlic Ferusprech schlüsse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

ießener A General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruc und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. gange. Schriftleitung, SGeschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

.. 5 ö 165. Jahrgang 4

N

nze

GBunnstag, 2. Januar 1015

BSezugsvreiz: monatl. 75 Pfl., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.: durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz;

mischtes und, Gerichts- saal: Karl Neurath; fürStadt und Land:

Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Eine laiserliche Kundgebung zum Jahreswechsel. Ein englisches Schlachtschiff vernichtet. Fast 600 000 Gefangene in Deutschland.

*

Kaiserworte zum Jahreswechsel.

(WTB) Großes Hauptetzartier, 31. Dezember Amtlich.) An das deutsche Heer üno die deutsche Marine! Nach fünf Monate langem. schwerem, heißem Ringen treten wir ins neue Jahr. Glänzende Siege sind er foch⸗ ten und große Erfolge errungen. Die deutschen Armeen stehen faft überall in Feindesland und wiederholte Versuche der Gegner, mit ihren Heeresmassen deutschen Vo⸗ den zu überschwemmen, sind gescheitert.

In allen Meeren haben sich Meine Schiffe mit Ruhm bedeckt. Ihre Besatzungen bewiesen, daß sie nicht nur siegreich zu fechten, sondern von der Uebermacht erdrückt, auch heldenhaft zu sterben vermögen. Hinter Heer und Flotte steht das deutsche Volk in beispielloser Ein⸗ tracht bereit, sein bestes herzugeben für den heiligen heimi⸗ schen Herd, den wir gegen frevelhaften Ueberfall verteidigen.

Viel ist im alten Jahre geschehen; noch aber sind die Feinde nicht niedergerungen. Immer neue Scharen wälzen sie gegen uns und unserer treuen Verbündeten Heere heran. Doch ihre Zahlen schrecken uns nicht. Ob auch die Zeit ernst, die vor uns liegende Aufgabe schwer sst, voll fester Zu⸗ versicht dürfen wir in die Zukunft blicken. Nächst Gottes weiser Führung vertraue Ich auf die unvergleichliche Tapferkeit Meiner Armee und Marine und weiß Mich eins mit dem ganzen deutschen Volke. Darum unverzagt dem neuen Jahre entgegen zu Taten und neuen Siegen für unser geliebtes Vater⸗ and.

Großes Hauptquartier, 31. Dezember 1914.

5 gez. Wilhelm J. R.

*.**

*

(W TB.) Gro ßes Hauptquartier, 31. Dez. vor⸗

der e war im allgemeinen Ruhe. Der Feind legte sein Artilleriefeuer auf Westende⸗Bad, zerstörte einen Teil der Häuser, ohne militärischen Schaden anzurichten. In der von uns gesprengten Alger Auberge Ferme, südöstlich Reims, wurde eine ganze französische Kompagnie ver⸗ nicht et. Starke französische Angriffe nördlich des Lagers von Chalons wurden überallabgewiesen.

Im westlichen Teil der Argonnen gewannen unsere Truppen unter Fortnahme mehrerer hintereinander liegen⸗ der Gräben und Gefangennahme von über 250 Franzosen erheblich Boden. In der Gegend Fliren nördlich Toul scheiterten französische An⸗ griffsversuche. Im Oberelsaß in der Gegend west⸗ lich Sennheim brachen sämtliche Angriffe der Franzosen in unserem Feuer zusammen. Systematisch schossen sie Haus für Haus des von uns besetzten Dorfes Steinbach in Trüm⸗ mer. Unsere Verluste sind aber gering.

Lage in Ostpreußen und in Polen nördlich der Weichsel unverändert. ü

An und östlich der Bzura dauern die Kämpfe fort. In der Gegend von Rawa machte unsere Offensive Fort⸗ schritte. Auf dem Ostufer der Pilica sst die Lage un⸗ veründert. Oberste Heeresleitung.

(WTB) Großes Hauptquartier, 1. Jan., vor⸗ mittags.(Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Nieuport ereignete sich nichts Wesentliches. Von einer Wiedereinnahme des durch feindliches Artilleriefeuer voll⸗ kommen zusammengeschossenen Gehöftes St. Georges wurde mit Rücksicht auf den dort befindlichen hohen Wasser⸗ stand abgesehen.

ich Béthune südlich des Kanals entrissen wir den Engländern einen Schützengraben.

n Argonnen kamen unsere Angriffe weiter

vorwärts: wieder fielen 400 Gefangene, 6 Maschinen⸗

gewehre, 4 Minenwerfer und zahlreiche andere Waffen und

ition in unsere Hände. nordwestlich St. Mihiel bei Lahaymeirx

eu bee Lager schossen wir in Brand. An⸗

griffe bei Flirey und westlich Sennheim, die sich

gestern wiederholten, wurden fümtlich abgeschlagen. Oestlicher Kriegsschauplatz: An der ost⸗

breußischen Grenze und in Polen blieb die Lage

a* unverändert. Starker Nebel behindert die Operationen.

8

1

Oberste Heeres leitung. * * Vernichtung des englischen LinienschiffesFormidable. (TB. Berlin 1. Jan.(Nichtamtlich.) Aus London wird amtlich gemeldet: Das englische Linienschiff Formidable ist heute früh im Kanal gesunken. 71 Mann der Besatzung sind durch einen kleinen Kreuzer gerettet. Es ist möglich, daß weitere Ueberlebende von an⸗ deren Schiffen aufgenommen wurden. Das englische Preß⸗ bureau fügt hinzu, es sei noch unsicher, ob die Ursache eine Mine oder der Torpedoschuß eines Unterseebootes sei. Notiz: DieFormidable, ein Schwesterschiff des untergegangenenBulwark, ist ein älteres Linienschiff aus dem Jahre 1898, hat eine Wasserverdrängung von 15 240 Tonnen, eine Armierung von vier 30,5⸗Zentimeter-, zwölf 15-JZentimeter, 18 leichteren Geschützen und vier Torpedo⸗ ausstoßrohren. Die Maschinenleistung beträgt 15 000 PS, die Heschwindigkeit 18 Seemeilen, die Befatzung 760

a M ann. DieFormidable gehört zum dritten Linienschiff

geschwader und wurde mehrfach unter den Schiffen genannt, die die belgische Küste in letzter Zeit beschossen. ** * 586013 Kriegsgefangene in den deutschen Lagern.

(WTB) Berlin, 31. Dez. Die amtliche Gesamt⸗ zahl der bei Jahresschluß in Deutschland befindlichen und internierten Kriegsgefangenen(keine Zivilgefange

darunter

nen) beträgt 8138 Offiziere, 577875 Mann. Ii dieser Zahl ist ein Teil der bei der Verfolgung in Russisch⸗ Polen gemachten, sowie alle im Abtransport noch befindlichen Gefaugenen noch nicht enthalten. Die Gesamtzahl fetzt sich folgendermaßen zusammen: Franzosen 3459 Offiziere, 215905 Mann, darunter 7 Generale, Russen 3575 Offiziere, 306 294 Mann, 18 Generale, Belgier 612 Offiziere, 36852 Mann, darunter 3 Generale, Engländer 492 Offiziere, 18 824 Mann.

Die über Kopenhagen verbreitete, angeblich vom russi⸗ schen Kriegsminister stammende Meldung, daß sich in Ruß⸗ land 1140 Offiziere und 134700 Mann deutsche Kriegs- gefangene befünden, ist irreführend. Die Russen zählen in die Gesamtzahl alle Ziuilgefangenen hinein, die zum Kriegsbeginn zurückgehalten und interniert worden sind. Kriegsgefangene sind allerhöchstens fünfzehn Pro⸗ zeut der angegebenen Summe zu veranschlagen. Hierbei ist zu beachten, daß ein großer Teil auch dieser Gefangenen ver⸗ wundet in die Hände der Russen gefallen ist. 1

Die Beute bei unserer neuen Ofssensive in Polen.

Berlin, 31. Dez.(Wish. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir, daß unsere in Polen kämpfenden Truppen bei der an die Kämpfe bei Lodz und Lowicz anschließenden Verfolgung über 56 000 Gefangene gemacht und viele Geschütze und Maschinen⸗ gewehre erbeutet haben. Die Gesamtbeute unserer am 11. November in Polen einsetzenden Offensive ist somit auf 136000 Gefangene über 100 Geschütze und über 300 Maschinengewehre gestiegen.

*

Der Kaiser hat zu dem weltgeschichtlichen Jahres⸗ wechsel im Völkerkriege in einer wuchtigen Kundgebung zu seinem Heer und seiner Flotte und zum deutschen Volke gesprochen. Wenn es gegenüber dem Auslande noch eines flammenden Beweises für deutsche Kraft und Einigkeit und im Inlande einer noch innigeren Knüpfung der Bande des Zusammengehörigkeitsgefühls bedurft hätte die markigen Kaiserworte haben sie gegeben. Das Ausland weiß: das Wort des Deutschen Kaisers ist hart wie Stahl und durch⸗ sichtig wie Kristall, und wenn in dem Augenblick, wo die beiden gewaltigsten Jahre der ganzen Geschichte zusammen⸗ stoßen, der Kaiser die Stimme erhebt, um festzustellen, daß Deutschlands Heere den Krieg trotz riesengroßer Uebermacht auf feindlichen Boden zu tragen vermochten, und daß in Deutschland an ihrem Siege niemand zweifelt, wenn der Kaiser in stolzer Zuversicht das völlige, restlose Sicheins⸗ wissen mit dem Volkswillen und empfinden betont, dann müssen sich auch die größten Optimisten und Verdrehungs⸗ künstler im feindlichen Lager sagen: Solche Worte sind nicht Schall und Rauch, sie sind die Einleitung des kom- menden furchtbaren Gerichts, denn so kann nur der sprechen, der nicht nur den Willen zum Siege, sondern auch die 8 durch nichts zu erschütternde und auf eherne

atsachen gegründete Zuversicht sein eigen nennt, daß er das Schwert nicht in die Scheide zu werfen braucht, ehe es ihm den Sieg erstritten hat. Diesen Glauben hat der Kaiser seinem Volke zum neuen Jahre aufs neue bekräftigt.

Glaube und Kraft auf der einen, Mißtrauen und Schwanken auf der anderen Seite. Während bei uns Kaiser, Führer und Volk in einem großen Wollen zusammenstehn, mehren sich bei unseren Feinden von Tag zu Tag die An- zeichen der wachsenden Unzufriedenheit des einen mit dem andern. Rußland fordert von Frankreich, was es selbst nicht leisten kann, Frankreich wirft Rußland Fehler und Schwäche vor, und beide vereint mäkeln an Englands ungenügender Unterstützung. Joffres Jahresbilanz findet in der Presse seines Landes schwächlichen Widerhall; man er⸗ wartet mehr, bekrittelt die Maße des Erreichten, verlangt größere Anstrengungen, greifbarere Resultate, ruft nach fremder Hilfe, stellt ängstlich abwägend die deutschen Erfolge den eigenen gegenüber. Das Unbehagen wird vermehrt durch die entschiedene Haltung Amerikas, daß englischer Schikane müde die entscheidende Frage gewagt hat. Bezeichnend für die Unsicherheit im gegnerischen Lager sind gerade die letzten französischen Berichte: Mit tönenden Phrasen werden kleine und kleinste Episoden zu ruhmreichen Taten aufgebauscht, aber statt der großen Dezember⸗Offensive heißt es am Jah⸗ resschluß:Wir sind keinen Fuß breit zurückgewichen. Und wir? 5. 2

Eine Neujahrsfreude von der besten, zeitgemäßesten Art brachte der 1. Januar des begonnenen Jahres als willkom menes Vorzeichen: Das englische SchlachtschiffFor mi dable sank im Kanal, und weit über 600 Mann von seiner Besatzung fanden den Tod in den Fluten. Auf wessen Konto die Katastropbe zu setzen ist, ob eine Mine oder ein deutsches

Unterseeboot der Urheber war, steht dahin Die Tatsache, daß die englische Admiralität die zweite Möglichkeit zugibt, läßt es für uns zur Wahrscheinlichkeit werden, daß unsere Marine das zweite Kriegsjahr mit einem würdigen Auftakt begonnen und ein deutsches Unterseeboot den eng⸗ ischen Schrecken vor dieser unserer überlegenen Waffe ver⸗ mehrt hat. Verstärkt wird diese Wahrscheinlichkeit durch die Erwägung, daß das Erscheinen eines unserer vielbeschäftigten, unermüdlichen Tauchboote im Kanale eher anzunehmen ist

fürFeuilleton,Ver⸗

als die Anwesenheit von Minen, die gerade dort in der Nähe

der Küste schwerlich von uns gelegt sein können. Sei dem wie ihm wolle, die Genugtuung, daß England wieder eines wert⸗ vollen Bestandteiles seiner Flotte verlustig gegangen ist, wird nicht davon berührt, wem wir sie zu danken haben.

Die Tagesberichte der verbündeten Heere von gestern und vorgestern wissen wiederum von größeren und leineren Fortschritten und namentlich von einem Stillstand des russischen Vorgehens gegen die österreichischen Kräfte in den Karpathen zu melden, durch das die Russen eine Einwirkung auf die verzweifelte Lage auf ihrem rechten Flügel zu erzielen hofften. Der russische Vorstoß gegen den Bila-Abschnitt, der diesem Zwecke hauptsächlich dienen sollte, ist wiederholt an der neuen Aufstellung der Oester⸗ reicher blutig zerschellt und endete vorgestern mit dem Verlust von 2000 Gefangenen.

Ins Zeitbild fügt es sich weiterhin erfreulich, daß die deutsche Heeresleitung zum Jahresschluß die Gesamtzahl der in deutschen Lagern befindlichen Kriegsgefangenen bekanntgegeben hat. Fast 600 000 Mannschaften und Offi⸗ ziere bevölkern die Baracken in deutschen Landen als leben⸗ der Beweis für die Unwiderstehlichkeit unserer Heere.

Gaben so schon die Betrachtungen, die an das Scheiden des alten Jahres geknüpft wurden, das Recht zu festem Vertrauen und schönster Hoffnung, so wird man von Be⸗ gleiterscheinungen, unter denen das Jahr 1915 in die deutsche Geschichte trat, ebenfalls freudigen Mut hernehmen lönnen. Wo ein Kaiser so zu seinem Volke sprechen darf, wo das Schwert seinem Wort solchen Nachdruck leiht, da ist die stolzeste Hoffnung auf Waffenheil zund Vaterlandes Größe heilig und gerecht.

**

* 1 Die österreichischen Tagesberichte.

Wien, 31. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird bekanntgegeben: 31. Dezember mittags. Gestern entwickelten die Russen in der Bukowina und in den Karpathen eine lebhaftere Tätigkeit. Unsere Truppen halten am Suc⸗ zawa-Flussei m oberen Gebiet des Czermemosz, weiter west⸗ lich und auf den Kammhöhen der Karpathen, dann im Nagy-Ag⸗Tale bei Gekörmezs, wo gestern wieder ein An⸗ griff des Feindes unter schweren Verlusten schei⸗ terte, endlich im obersten Gebiet der Latrocza und nörd⸗

lich des Ueczeker Passes. Nördlich dieses Passes hat der 1 Gegner, der seine Vorrückung hier einstellte, teinen Kar⸗

pathenübergang in Händen. N Im Raume von Gorlice und nordöstlich Zaklizun wur⸗ den die Gefechte auch in der vergangenen Nacht fortgesetzt. Heftige Angriffe der Russen wurden überall abgewiesen. An der Nida herrschte Ruhe; weiter nordwärts schrei tet der Angriff der Verbündeten fort.

Vor Przemysl wurden russische Patrouillen in

österreichisch⸗ungarischen Uniformen festge⸗ stellt. Offiziere und Mannschaften des Feindes, die sich dieser unzulässigen Kriegslist bedienen, haben auf die Be⸗ günstigung der internationalen Gesetze und Gebräuche im Kriege keinen Anspruch. b

Die Ruhe auf dem hält an. Oestlich Trebinje zwang unsere Artillerie die Mon⸗ tenegriner nach mehrstündigem Geschützkampfe zum Rück⸗

zuge. * Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Wien, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. Januar 1915 mittags: Die Kämpfe in den Karpathen und in der Bukowina dauern an. Sie führten gestern zu keiner Aenderung der Situation.

*

Balkan⸗Kriegsschauplaz

1 5 2

2

4

2

5

N. 18775

5 7 *

1

55 1 1 8 7 .

U

*

Am Bila⸗Abschnitt südlich von Tarnow wurden

tagsüber und während der Nacht wiederholte feindliche An⸗ griffe unter schweren Verlusten des Gegners abgewiesen. Unsere Truppen machten hierbei 2000 Gefangene und erbeuteten sechs Maschinengewehre.

Nördlich der Weichsel behindert andauernd starker Nebel die Gefechtstätigkeit. waren kleinere Fortschritte gemacht.

Am südlichen Kriegsschauplatz hat sich nichts er⸗

eignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs:

v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 Neujahr im Hauptquartier..

8 Berlin, 1. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Im Anschluß an

den Neujahrsgottedienst nahm der Kaiser im Großen

Hauptquartier eine Gratulationscour entgegen und ließ

sich die neubeförderten Offiziere vorstellen. Der Monarch, der einen ungemein frischen und bei allem tiefen Ernst einen stol z⸗ zuversichtlichen Eindruck machte, zeichnete die Vertreter der verbündeten österreichisch-ungarischen Heeresmacht besonders freundlich durch Ansprachen aus. Die im Großen Hauptquartier an⸗

Es herrscht daher teils Ruhe, teils

1

1

2