Ausgabe 
(2.1.1915) 1. Erstes Blatt
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wesenden Kriegs berichterstatter begrüßte der Kaiser mit fi. und 9 Worten:Meine Herren! hoffe, da im neuen Jahre recht viel Gutes zu berichten werden. Wir werden nicht eher ruhen, als bis wir den endgiltigen Sieg erfochten haben! Eine Ansprache des Generalstabschefs. (Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 31. Dezember. Bei der Weihnachtsfeier des Großen Generalstabes im Großen Hauptquartier hielt der Generalstabschef v. Falklenhayn folgende Ansprache:Wir weihen unser Glas heute den Brüdern, die in der kalten Erde oder auf dem Grunde des Meeres ruhen, den Kameraden, die ihre Brust dem Feinde bieten, dem Kaiser, unsern Lieben daheim und dem Frieden, der auf den Sieg folgt! err Neujahrsdank an seine Truppen. rlin, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieBerliner 712 meldet: General seldmaxschall v.* denburg hat anläßlich des Jahreswechsels folgenden Tagesbesehl an seine Armee erlassen: Hauptquartier-⸗Ost, 30. Dez. 1914. Soldaten des Ostheeres! Am Jahresschluß ist mir Herzensbedürfnis, Euch meinen wärmsten Dank und meine vollste Anerkennung für das auszusprechen, was Ihr in dem abgelaufenen Zeitabschnitt vor dem geleistet Was Ihr an Entbehrungen ertragen und an t ausgeführt habt, das wird die Kriegsgeschichte aller Zeiten stets zu den größten Taten zählen. Die Tage von r an den Masurischen Seen, von Opato, Iwangorod und Warschau, von Wloclawek, Kutno und Lodz, von der Vilica, Dura und Rawka können Euch nie vergessen werden. Mit Dank gegen Gott, der uns die Kraft zu solchem Tun gegeben hat,

und mit festem 9 en auf seine weitere Hilfe wollen wir in das neue Jahr eintreten. Treu unserem Soldateneide werden wir

unsere Pflicht auch ferner tun, bis unserem tapferen Vaterlande ein ehrenvoller Frieden gewiß ist. Und nun weiter frisch drauf, wie 1914 so auch 1915 Es lebe der Kaiser und König, unser N 17 Kriegsherr, Hurra! v. Hindenburg, Generalfeldmarschall. Oberbefehlshaber der gesamten Streitkräfte im Osten.

Der Senior der deutschen Bundesfürsten an den Kaiser.

e 4 9 w N zwi önig Ludwig u

7 olgender Depeschenwechsel stattgefunden: Sr. Majestät, Kaiser Wilhelm Frobes Hauptquartier. An der Wende des es, in dem Deutschland gegen eine Welt von 7 zum e greifen mußte, beseelt uns alle nur der ke: Möge es unserer tapferen Armee und unserer heldenmüti⸗

en Marine gelingen, den Gegner niederzuringen, möge dem deut⸗ Volke im neuen Jahre ein Frieden gesichert werden, der wert ist der schweren Opfer, die es zum Schibe des Vaterlandes auf sich genommen hat. In der zuversichtlichen Hoffnung, daß diesem Wunsch die Erfüllung beschleden sein wird, stehen die deutschen Fürsten und Stämme munerschüt⸗ 5 Treue zu Kaiser und Reich. Gott schütze Dich und Dein Haus auch im neuen Jahre, erhalte Dir Kraft im Kampfe für Deutschlands Größe und Ehre und verleihe den deut⸗ 1 und unserer gerechten Sache den Sieg. Ludwig, Marie

AKaiser Wilhelm erwiderte: bre Majestäten den e evorste mich heute bei 1 Rückkehr von einer kurzen Nele 30 erwiber rt Beelen Air deren an eder Set wen d l mir au we

2 wir alle hätten nur den einen Gebanien, daß den. im neuen Ja i i würdig

en

ein gesichert werde,

um mit Got⸗

se durch unsere heldenhaften ruppen den Sieg zu er⸗ garer den wir für die 12 Sache mit felsen fester ubersicht erhoffen. In herzlicher Freundschaft Wilhelm. 5 1 8 1 ebung. en, 31. Dez. g lich.) Der Kais⸗ nach⸗ stehenden Armee. und ec erlassen: Seit fünf 3 des scheidenden Jahres steht die Monarchie in dem ihr und ihrem treuen Verbündeten 9 Krieg gegen zahlreiche und mächtige Feinde. Im Rückblick auf die beharrliche Ausdauer, K. esfreudigkeit und die todesmutige Tapferkeit meines Heeres und meiner Flotte gewinnt der Ausblick in das neue Kriegsjahr die erhebende Zuversicht, daß Oesterreich⸗Ungarns Kriegsleute zu Land und zu Wasser schwersten Pro⸗ ben, die der Krieg ihren militärischen Tugenden auferlegen mag, mit Ehren bestehen werden zum Wohle des Vaterlandes. 2 wehmutsvoller Dankbarkeit gedenke ich der Vielen, die auß er Wahlstatt ihr Leben für unsere gerechte Sache hingegeben haben. Mit wärmster Anerkennung grüße 1 alle meine Braven, auf daß mit Gottes Hilfe das neue Jahr sie zum Siege führe. Die Dezemberbilanz unserer Kämpfe in den Argonnen Berlin, 1. n. Nichtamtlich.) Aus de G e wir Bie n 6 eren in den An kämpfenden Truppen gemachte triegsbeute beträgt insgesamt 2950 un verwundete Gefangene, 21 Maschinengewehre, 14 Minenwerfer, 2 Re⸗ volverkanonen, 1 Bronzemörser. Die Kämpfe im Osten. Rotterdam, 2. Jan. Russische Meldungen

besagen, daß die Kämpfe an der Bzura und Rawka anhalten und die Gegenangriffe fortdauern. Die Russen geben zu, daß es den Deutschen gelungen sei, an einer Stelle die Raw

La 51 überschreiten. In der Morgendämmerung hätten sie die russischen Pofitionen heftig ange riffen. Die Russen hätten dann aber auf dem Flügel neue Resexven herangezogen und schließlich sei aus dem Gefecht ein blutiger Bajonekt⸗ kampf* bei dem auf keiner Seite Pardon gegeben wurde. Auf beiden Seiten seien die Verluste sehr schwer go⸗

wesen. Der französische Tagesbericht. enf, 31. Dez.(Priv.⸗Tel., Ctr. Frkft.) Der amtliche fran⸗

.* Bericht von 1 nachmittag 3 Uhr lautet: Vom Meer 24 Ais ne war der Tag so ziemlich rubig, Auf einigen Punk⸗ Nront gab es Artillerieduelle. In der Champagne. west⸗

riff wurde aber zurückgeschlagen, und indem wir unsererseits 105 ffensive t gewannen wir neues in. In dersel⸗ ne, 0

lerie unter Feuer genommen und zerstreut. den Argonnen, 5 Fontaien me, machten wir leichte Fortschritte, in⸗ em wir eine Mine sprengten und den freigewordenen Raum bo⸗

3 11* 8 apstadt, 31. 0 Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Buregus: Oberst Maritz unternahm mit Kommando von 800 Mann, vier Feldlanonen und vier Maschtwengewehren mit Ne mp als Unterführer einen Angriff WWetellung von Anhängern der Regierung, die

480 Mann stark und mit zwei Maschinen ausgerũstet war. Der Angriff sand am 22. Dezember bei Water boe in der Nähe der Schuit⸗Drift westlich Kalantas statt. Die Regte⸗ rungsan hänger leisteten kräftigen Wider stand, mussten aber schließ⸗ lich einige Meilen zurückgehen, bis sie Verstärkungen be⸗ 1 Versuche glüdten. Die ren gingen bei Sonnenuntergang nach boe zurück.

Ein Luftangriff auf Dünkirchen. London, 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich Ein ausführ⸗ licherer Bericht derDaily Mail über einen Angriff deut⸗ scher Flugzeuge auf Dünkirchen besagt:* ha⸗ ben sieben Flugzeuge Bomben auf die Stadt abgeworfen. In allen Teilen der Stadt wurden Explosionen gehört. Kaum war ein Flugzeug verschwunden, als ein anderes erschien. In der

Water⸗

öffnet wurde, die explodierende Bomben auswarfen, welche dicke schwarze Rauchsäulen hervorriesen. Viele Häuser wurden be⸗ schädigt. Nach allen Richtungen flogen die Scherben springender Fensterscheiben. An einer Stelle wurden die Gleise der Straßen⸗ bahn mitten durckhschnitten. Die erste Bombe fiel auf eine befestigte Stellung, zwei andere in der Nähe der Bahn⸗ station, der vierte in die Rue Caumartin, die fünfte in die Küche des Militärlazaretts, die nächste beim Rathaus in der Mue St. Pierre und Rue Nieuport, die letzte in die Nähe des Arsenals. Zwei Bomben fielen in die Vorstadt Rasendaal auf eine Fabrik. Auch die Bezirke Ouderkerque und Veurne wurden getroffen. Viele Personen wurden schwer verletzt; die Leichen waren schrecklich verstümmelt. Die Bomben waren mit Kugeln gefüllt, welche die Mauern verschiedener Gebäude wie ein Sieb durchlöcherten. Ein deutsches Flugzeug kreuzte als Wache außerhalb der Stadt und nahm an dem lleberfall nicht teil. Offenbar hielt es sich bereit, etwaige Angriffe feindlicher Flieger abzuwehren. Ein Lob für unsere Pioniere.

Berlin, I. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht folgenden Armeebefehl des Kronprinzen Wilhelm, der eine hohe Anerkennung für unsere Pioniere bedeutet:

Armee-Oberkommando A. Hau., den 21. Dezember 1914: Wiederholte, mir in letzter Zeit erstattete Berichte über die aus⸗ gezeichneten Leistungen der Pioniere aller Armeekorps der Armee geben mir erwünschte Veranlassung, diesen vor züg⸗ lichen Truppen meine Anerkennung auszusprechen. Der ständige Ruf aller Schwesterwaffen nach Pionieren kennzeichnet am besten deren ausschlaggebende Bedeutung in unserer gegenwärtigen Stellung und im Festungskampfe gegen unsere pioniertechnisch höchst achtbaren Gegner. Ich ersuche die kommandierenden Generale. meine Anerkennung allen unterstellten Pionierkommandos zur Kenntnis zu bringen.

Der Oberbefehlshaber Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen.

Gegen den Deutschenhaß in Amerika.

London, 1. Jan. WTB. Nichtamtlich.) DieCentral News meldet aus New Vork: Hermann Ridder spricht in der Staatszeitung die Hoffnung aus, bald eine deutsch⸗freund⸗ liche englische Tageszeitung herausgeben zu können, um dem Deutschenhaß wirkungsvoll entgegenzutreten.

Die Lügen desMatin.

Berlin, 1. Jan. WTB. Nichtamtlich.) DerMatin vom 8. Dezember 1914 bringt die Nachricht, deutsche Lan d⸗ sturmoffiziere in Antwerpen hätten sich gewergert, an die Front zu 1 und etwa 100 von ihnen seien zur Aburteilung nach Köln gesandt. In Brüssel, Antwerpen und Mecheln seien die Garnisonen deshalb vom bayerischen Land⸗ sturm abgelöst worden. Wie uns von zuständiger Stelle mit⸗ geteilt wird, sind diese Nachrichten erfunden.

Hirngospinste.

Berlin, 31. Dez(WN. Amtlich.) DieNordd. Allgem. Ztg. schreibt unter dem Titel:Hirngespinste: DasJournal de Geneve behauptet, auf Grund besonderer err aus Paris, das Abkommen der Dreiver⸗

andsmächte vom 4. September, wonach sie nur gemeinsam Frieden schließen wollen, sei die Antwort auf die schon damals einsetzenden und seitdem fortgesetzten Bemü n Deutschlands um einen Sonderfrieden gewesen. r Pariser Gewährsmann desJournal de Gendve vermutet, Deutschland denke vielleicht daran, Elsaß⸗-Lothringen an Frankreich zurückzugeben und dafür Belgien behalten, möglicherweise unter Abtretung eines wallonischen Stückes an Frankreich.

Die 5 Mitteilungen sind ein neues Beispiel dafür, was die französischen Politiker der neutralen Presse aufzu⸗ binden wagen. Seitdem Frankreich für englische und russische Interessen den Krieg mit Deutschland begonnen hat, ist an die Bewilligung eines Sonderfriedens für den französischen Gegner von uns niemals

edacht worden, geschweige, daß eine Bemühung in iesem Sinne von Deutschland a sei. Was der Gewährsmann desJournal de Geneve als von uns viel⸗ leicht beabsichtigten Inhalt des deutsch-französischen Sonder⸗ friedens vermuten will, sind Hirngespinste. Eine elsaß⸗lothringische Frage gibt es für Deutschland nicht. Ueber Belgiens Zukunft schon jetzt 3 entscheiden, überlassen wir den Politikern und Strategen, die keine Verantwortung

haben. Aus Warschau.

Wien, 2. Jan. einer Meldung des Krakauer Blattes Nowoje Reforma aus Lodz haben drei Warschauer Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Die Flucht der Bevölkerung dauert fort und wird von der Militärbehörde, die vor Wochen durch An⸗ schläge zum Bleiben aufgefordert hatte, da keine Gefahr vorhanden sei, nunmehr unterstützt. Die Bewohner flüchten nach Wilna, 1 und Moskau. Es wird bestätigt, daß sämtliche Ziwil⸗ behörden bereits die Stadt verlassen haben. 0

Englisches Fliegerpech.

Berlin, 31. Dez.(Priv. ⸗Tel.) DerBerliner Lokalanzeiger meldet aus Kopenhagen: Nach einer Meldung aus Krist tanta rettete ein. Dampfer auf der Fahrt nach Rot⸗ terdam zwei englische Flieger, die in den Kanal gestürzt und sieben Stunden im Eiswasser getrieben waren. Beide waren stark leidend und wurden in Hoek van Holland gelandet.

Die unbefriedigende Fahresschlußnote Joffres.

Genf, 2. 5 Joffres Jahresschlußnote läßt die Pariser militärische Presse unbefriedigt, vornehmlich wegen der völlig unzureichenden französischen Operationen in der

ampagne, wo die Deutschen in der Umgebung von Reims auch gestern wieder die Ueberlegenheit ihrer illerie, und Infanterie an mehreren wichtigen Punkten, namentlich bei Sillerv, erprobten. Joffre verschweigt die Schlappe im Argonner Wal d. Die militärische.* auf den deutschen Gesamtvorteil im Westen des Argonner Waldes hin. In einem von dem Minister Delcasse inspirierten Tempsartikel werden die einem Abkommen mit Japan widerstrebenden Kolonialkreise dringend 2 ihre Opposition einzustellen, da die Verhandlungen mit Tokio sich en der dor⸗ tigen, jeder Intervention in Europa N en tung der leitenden Kreise ohnedies schwer gestalten. empsartikel spielt auch auf ein scharfes Mißtrauen Gasbingtons an.

** *

Der Krieg in Deutsch⸗Ostafrika.

der Buren zur Umgehung miß⸗ 16

3 3 2

Wir geben nachstehend aus der Zusammenstellung die wich⸗ tigsten Daten wieder: Deutsch⸗Ostafrika. Amtliche

2 N des Gouver · neurs Schnee, die nunmehr in die Heimat ge- und enden mit dem

langt sind, beginnen mit dem 24. Au Oktober.

res nahmten dort in Tanga Handelsschiffe, bombardierten Bagamojc ohne erheblichen Schaden. Ossene Küsten plätze nicht igt, Be⸗ setzung nicht erfolgt. Wir haben nach geringem W besetzt. Diesseits tot Förster Bröker Belgischer auf Tan- 2 zerstört. Funkenturm Daressalam von uns zerstört. Ue eine Besetzung deutsch⸗ostafrikanischer Küstenstädte durch die N ist auch bis heute nichts bekannt geworden. Anm. . K. U

ganzen Stadt krachte Gewehrseuer, das auf die Flugzeuge er⸗ d. g

Nr. 2 vom 29. August:Oberleutnant von Oppen etwa 36 bexittene Engländer in der Nahe von Moschi 1 Sechs Engländer und zwei Schwarze tot. eine Verluste gemeldet.

Nr. 4 sohne Datum):Bezirksamt Moschi druhtet: Detackement Hauptmann Schulz stieß am 7. September nach mehrtägigem Avantgardegesecht kurz vor der Station Tfavo der Ugandabahn auf sehr überlegenen Gegner. Nach m heftigen Gesecht zog sich Detachement zurück, da Versuch Umgehung Gegners auf Kilometer erkannt. Diesseits verwundet: Frei⸗ williger von Hollwedel(p. Holvede 7), vier Askari. Auf Gegen⸗ seite viele Verluste von Europäern und indischen Truppen. lische 2 sollen sich weigern, 2 uns zu 91 Nach englischer Darstellung sollen sich die Verluste scen von Mannschaften nur auf je einen englischen und Offizier belaufen haben.) Nr. 6(ohne Datum):Vom Bezirksamt Neu-Sau⸗ genburg 10. September: ein Sturm der 5. Kompagnie auf Karonga am Njassa⸗See am 9. September von Engländern ab⸗ Klasen, Auf unserer S d mehrere Europäer und eine L skari tot und verwundet. Arzt Dr. Gotheim soll gefangen 1 Kompagnie über Grenze auf deutsches Gebiet zurückgezogen. Hauptmann Braunschweig aus Muansa⸗Viktoriasee: Der Hilfs- kreuzerMuansa hat den englischen DampferSybil, als er im Begriff war, 150 indische Soldaten und zwei Geschütze nörd⸗ lich Schirati an der Karungubucht zu landen, angegriffen.Sybil durch mehrere Granatenvolltreffer schwer beschadigt. Besatzung hatte anscheinend viele Verluste durch unser Maschinengewehrfeuer. Sybill stellte ihr Feuer ein und dampfte nach Norden. Au unserer Seite ein Askari verwundet.(DampferMuansa 34 Tonnen, DampferSybill 600 Tonnen.) In dem von uns nicht besetzten nördlichen Teil des Bezirks Bukoba sind Engländer eingedrungen. 185 der englischen Meldung waren die Beschießung und schwere Beschädigung des DampfersSybill durch unsere kleineMuansa und ebenso die damit vereitelte Absicht der von Truppen auf unserem Gebiet gänzlich unterschlagen worden!

Nr. 7(ohne Datum):Bezirksamt Moschi drahtet: Am 19. September, 6 Uhr vormittags griff Abteilung Leutnant Lan⸗ gen in Elmapitzi am Dioldureish an, Verluste des Feindes sollen sich auf 30 bis 40 belaufen. Diesseits tot fünf, verwundet vier Askari.(Möglicherweise handelt es sich hierbei um dasselbe Scharmützel, das nach englischem Bericht beim PostenCampi ha narabu stattgefunden hat.)

Nr. S vom 28. September 1914:Verstärkte 10. Kom⸗ pagnie wurde nördlich Longido im Lager von Engländern, Buren und Askari überfallen. Gegner wurde zurückgeworfen, 14 Tote gezählt. Viele Reittiere erobert.

Nr. 10 vom 29. September 1914:Hauptmann Bau m⸗ stark hat Lager von Madorini(auf Marsch nach Mombassa) an⸗ Voran welches von Engländern fluchtartig verlassen wurde.

orgefunden zwei Vorladergeschütze mit Munition, 5 und Gewehre mit viel Munition. Nach Eingeborenen ⸗Na ist Shimoni ebenfalls verlassen. Gegner hat sich auf Gazi zurück⸗ gezogen.. 8

Nr. 12 vom 4. Oktober 1914:Nach Meldung Kom- mandos ist über das Gefecht von Lolduresh vom 26. September 1914 festgestellt: Hauptmann 1 4. und 13. Kompagnie Patrouillenkorps ging gegen feindliches Lager in Stärke von bis drei Inderkompagnien, Somali und ferner Maschinengewehren und ein bis zwei kleinen Geschützen am Zu⸗ sammenfluß von Tsavo und Loldureishfluß vor, um sie Maschinengewehren zu beschießen. Nach kurzer Beschießfung in das Lager zurückmarschiert. Zehn Engländer, 20 englische Far⸗ bige sollen 8 sein. Diesseits schwer verwundet: Hauptmann Schulz, Feldwebel Röhrig, Feldwebel d. Landw. Reinhardt, Re⸗ servist Fromm; leicht verwundet: Vizefeldwebel d. beurl. Standes Wideweg, zwei Askari; ein Askari vermißt. Auf dem Gefechts⸗ felde des 83 515 2 5 ische 2 rere große Massen er ge en? n englischen en ane 5 des bier erwähnten Gefechts Miema am Tsavo an-

egeben worden.) 1 3 Nr. 13(ohne Datum):Kigali berichtet: Am 4. Oktober iffen hier Kompagnien am Kiwusee nördlich von Alen die deutschen Truppen unter Hauptmann Wintgens an. Gegner erlitt schwere Verluste und wurde zurü rfen. Ver⸗ wundet: Hauptmann Wintgens, Leutnant d. R. I, Sanitäts- feldwebel Dormeyer, Vizese des beurl. Standes 2 Ver⸗ messungsmaat ter. In früher Gefecht bei Ngazi S 2122 erlitt Gegner anscheinend schwere Verluste, besonders an

ropäern. Von unseren Truppen wurden erbeutet drei 2

von farbigen Truppen, Gewehre, Instrumente einer indischen

sikkapelle und 120 Ziegen. 6.:Belgis⸗ Posten in Nr. 14 vom 16. Oktober 2 3 iffen und er

E 4 2 Wintgens ange

un

1 sich nach eineinhalbstündigem Gefecht. Verluste 5

sechs Askari gefallen, sieben verwundet. Unsererseits ein

verwundet. iegsgefangen: ein Offizier und 44 Askaris. Er⸗

1 2 sergewehre und viel Munition, sowie das zwefte

S 0*

2 Betrachtet 12 die* des 838. e ee b de cee e ir v i 0 e 0

ber jepigen Lage auf de oftafeidansschen Kagerer bereits

dieses Bild

eits

ein annähernd zuverlässiges Bild machen i st 3 Denn n truppe unter i eren Führung a liches geleistet hat. Sie es verstanden, unter helden⸗ mütiger Anspannung aller Kräfte, oftmals gegen große Ueber⸗ macht kämpfend, den Feind aus dem et fernzuhalten er die Sansone i zu 8 wegs wie gh of Clewe im britis Oberhaus. irgend welche. durch ervisten aus a Teilen der Welt erhalten. Die einzigen Verstärkungen lieferten vielmehr die weiße Zivilbevölkerung des Schutzgebietes selbst, die dortige farbige Polizeitruppe und auch die ehemaligen aus⸗ ienten Askaris, die sich in großer Zahl sofort nach Kriegsaus- freiwillig zum Dienst M hatten Die Engländer eie 5% ͤ 8 eoßes rmbeschet Uckernedz iger ver fin o Bber ind

bes bie bisherigen Leistungen unserer ostafrikanischen Truppe zu ver⸗ auf die wir mit Stolz und mit froher Zuversicht für die weder ant des Schutzgebietes herüberschauen.

Aus dem Reiche. 5

Neue Daxlehnskassenscheine. 2

Berlin, 31. Dez.(WTB. 3 Im Hinblick auf den starken Bedarf des Verkehrs an 3 zu 20 Mk. ist jetzt auch mit der Ausgabe von arlehns⸗

Das Reichskolonialamt veröffentlicht eine zweite Mit⸗ teilung über den Krieg in den Schutzgebieten.

kassenscheinen zu 20 Mk. begonnen worden.