geworden; und altS die 6M0 dann auf dem Bahnhof verladen werdeu sollte», rissen noch 800t) anS, ®ie hätten keine Lust mehr, als Kanonenfutter zu dienern Gerückte von deutschen Siegen waren inzwischen schon dis zu ihnen in die Berge gedrungen, und die ersten russischen Verwundeten^ die von der Front in den Kaukasus kamen, wußten so ftirch- terlicke Dinge von den deutschen Kanonen und Maschinengewehren zu erzählen, daß die kaukasischen Räuber es vor- zogeu, in die heimatlichen Felsnester zurückzukehren, um der Stunde zu warten, ivo es wieder leichter und lukrativ wäre, in Rußland selbst, im Kaukasus, ihr Gewerbe auszuüben, das in der Hauptfache darin besteht, Reisende aus»u- plnndern und russische Beamte einzusangen und gegen Losc- geld wieder auszuliefern. GS gärt tml Kaukasus. Nur die laulastscheu Armenier erwarten immer noch Heil von Rußland. Heute aber vielleicht auch nicht mehr.
vermischte«.
'Venedig ohne F r e m d e » b e s u ch. Schwer hat di« .Königin der Lagunen" unter der Kriegszeit zn leide», obivdhl Italien selbst sich der Friedens ersrent. Tenn die Fremden, von denen doch Venedig auch heut noch zn sehr erheblicken, Teile Jebt, bleiben Heuer jo gut wie ganz an». Tie sonst so belebten eitle der Galerie der Akademie sind säst ganz verödet, und manche Tage zählt man dort nicht in«hr als zwei bi« drei Besucher. Auch dar Schicksal der Internationalen Kunstausstellung ist durch den Krieg besiegelt worden — sie geriel einiach in Vergessenheit und schloß am 8. Novcinber mit «mim beträchtlichen Tetizit ab; auch der Verkaulseilös ist, wie die „Kunslchroni!" berichtet, ebenso wie die Besucherzahl wett hinter der vorige» Ausstellung zurückgeblieben. Ten einzige» Borlell hat Venedig von dem Ausbleiben der Freniden, das; die Sicherungß- und Wiederherstellungsarbelten an den Baubenkinälern der Stadt um Io ungestörter fortgesetzt werden können. An dem Akademicgebäude hat man Portal und Vorhalle in Angriff genommen, um de» bedenklichen Senkungen zu steuern, die sich seit Jahren gezeigt haben und die in letzter Zeit sogar bereits einen »»abgeschlossen«,! Tei! de» groben Saales ü, Mll- ieldenschast zogen. An S. Marco, sowie an der Frarikirche wird stcibig weiter restauriert: a»ch wird Venedig um ein Museum bereichert werden: da; Goldont-Muleum, da» in dem voii der neugegründeleii Goldanisttttnng angekauslen Wohnhaus« des Ttchleri eingertchtel werdei, soll, nachdem da» Hau» sachgeniäb wiederhergestellt und in seinen «henialigen Zustand versetzt sein wird.
* Wenn Engländer Französisch lernen. Au» französischen Feldpostbrielen hat man eriahren, daß e» mit der Verständigung zwischen Franzosen und Engländern im Felde bedenklich haperte. Uni »in» Waiidlung berbetzusühren, hat ein Engländer nun elnen sranzöstschen SprachlÜhrir für englische Süldaien hergestellt, ln dem dt» gebräuchltchsten Redewendungen auch in vhoneltschcr Umschreibung zu lesen sind. Dt« .laulgetreue- Schreibung de» Franiösischei, sür den Engländer wirkt aus uu» natürlich noch bedeutend drolliger al« di« entsprechenden in Sprach- sühreru sür de» Gebrauch des deutschen Soldaten, wie ein paar Proben zeigen! -Oomblea est-ce en argent anglais ? (Kon-bee-an ajs gu arjou anglay.) Oo inbleu cofttera ce paqnet? (Kon-bee-an koot-ra eer pakay.) Prendre la tempörature. (Prandr Iah ton-pay- rah-tnyr.) Je «oia faohi de partir. (Jer swee fab-shay der par-teer.)“ War eine weitere Probe, bei der die sranzösische Schreibweise nicht hinzugeuigt ist, bedeutet, mag der Leser hiernach selbst herau»- »ubekommen suche». Wa» meint Tommy Atktns, wenn er tragt t .Oo-sb-Iee-boo-kay t" k
W i e 1k a s l« e e n t g i i t e t wird. äUetcn schadet weniger ba» Koffein, vielmehr üben die Röstprodukie des Kaffee» aus den Magendarmkana! eine derartige Wirkung aus, daß Menschen mit empfindlichem Magen der Kaffee nicht bekomnit. Neuere Vers,ich« gingen daher daraus hinaus, diese beim Röste» deS Kaffees entstehenden, dein Menschen schädliche Subslanze» aus de» Kaffeebohne» zu «ntserneu, dabei aber keine Koffeinenlziehung vorzu- Iictzinen, um dem Kaffee seine die Nerven anregende Wirkung zu vetageu. Ein nuninehr erniitieltes Versah,,n besteht nach den „Nntnrivissenschasten" darin, dab die Kaffeebohnen beim Rüsten mi! geiviffen Stoffe» überzogen werde», die, wie z. B. Porzellan- to», die gistigeii Produkt« auffange». Ter Ton wird entweder in Breisorin aus die Bohnen ausgetragen oder durch die beim Rösten der Kaffees entiveichende Feuchtigkeit aus den Bohnen zum Hasten gebracht.^ Jnsolge der Kapillarwliknng des Tons iverden dann die bei», Rösten entstehende» Produlte auigesangt, indein Fett und barzige Stoff« von der äußeren Fläche und der oberste» Rmden- schicht der Kaffeebohne sortgeiionnnei, iverden. Proieffoc Gorbtng hat mit derartig entgiltetem Kaffee Versnctie angestellt, die zeigten, dag bei 17 Perloueil, die geivöhnltchen Kaffe« nicht vertrugen, sich »ach den, Gennb ketnerlei nachleillg« Wirkungen einstellten: neun weitere Personen vertrugen den entgtiteten Kaffee besser al» ge- wohnlichen und „ur in elnen, Falle konnte kein Unterschied sest- gestelll werden.
vachertisch.
— 19 1 4. An
Tr. Eduard Engel.
Lieferung 60 Pfg. (Ber Berlin, Hamburg.) T schichte des Welt uns allen abrollt, hat trotz sehr vieler Versuche bisher üoch'nichj seine .Befriedigung gefunden. Selbstverständlich ist ein« gelchrte, pro ginn tische Geschichte dieses Krieges nicht rare setzt, sondern noch für sehr lange ein Trug der Unmöglichkeit. Nicht imr möglich aber, sondern dringend erwünscht ist eine geschichtliche Darstellung der ungeheuren Ms umdrängenden Ereignisse tu btx einzigen dankbaren Form, der eines geschichtlichen Tage« buches, das di« Stunde, den Augenblick dieser unaussprechlich! großen Zeit für iinmer festhält. Ein Blick schon in die erste Lieferung wird sofort zeigen, mit welcher Begeisterung, Sachkunde, Meisterschaft der Verfasser diese schwierige, aber schöne Ausaab« gelöst hat. Jedes wichtig« Ereignis wird nicht nur festgehauen, sondern mit seinen Urkunden lebendig gemacht und durch fortlausende Mitarbeit in ein Ganzes vcrivoben. Ein Buch sür jeden Deutschen, em gleich einem edlen Kunstroman spannende» Lesebuch soll hier dargcboten werden, an dem wir alle intS begeistern, ja erbauen werden. Tag um Tag, oft Stunde um Stunde folgt die leidenschaftliche, von höäister Vaterlandsliebe durchglühte Erzählung den Begebenheiten und den durch sie in allen Deutschen beflügelten Herzschlägen. Eduard Engel, der Verfasser der bekanuteu Deutschen Literaturgeschichte, der weitverbreitete» Teutschen Stil tun st, der Herausgeber unsrer Teutschen Meisterprosa, ist von der gesamten Presse als et« Meister deutsckxen Stils und der deutschen Sprache, als einer der erfolgreichste» Förderer echter deutscher Bildung und Gesinnung sowie durch seine seltene Kunst einer für jedermann verständlichen Tarstellung anerkannt. Wir sind überzeugt, daß sei» neues Werk durch inneren Wert und hinreißende Fori» sogleich das beherrschende Geschichtswerk unsrer Zeit werden wird. In 8—14tägigen Zwischenräumen wird ein Heft mit >e etwa 48 Seiten Umfang erscheinen. Das t. und 2. Heft liegen bereits vor. Eine genaue Tageschronik und ein sorgsames Name u- verzeichnis werdeu der letzten Lieferung beigegeben, desgleichen die Kriegskarten. Für jeden Teilnehmer am Krieg wird Engels Geschichtswerk von höchstem Reize sein, für den schlichten Landwrhrmanu wie für den Offizier jedes GradeS. Daß es ferner hervorragend geeignet ist, als vaterländische Waffe iw! Lügenseldzug des feindseligen Auslands zu dienen, lehrt der ersitz Blick in daS erste Heft. Es gib! kaum etwas Wirksamere» zur .Aufklärung über den gerechten deutschen Krieg als Engel; Werk»
— Sven Hedin und die deutsche Jugend. Hedint
wundervoll tapferes Eintreten sür die makellose Ehre des deutschen Volkes rechtfertigt eine besondere Empfehlung seines ausgezeichneten Jugend- und Volksbuches „VonPolzuP o l". Wollt rhr durch die kriegerische Türkei nach Asien Vordringen, die Geheimnisse Tibets oder die Wunder Indiens kennen lernen, wollt ihr bez Persern oder Chinesen zu Gaste sein und die Ruinen von Port- Arthur besuchen, um durch Sibirien und Rußland nach Europa heimzukehren, so greift zum erstell Teil „Rund um AsienN Wollt ihr mit Nausen oder Andräe zum Nordpol oder reizen euch die Abenteuer eines Emin Pascha, Slatin Pascha und anderer Helden der Entdeckungsgeschichte Afrikas, so wählt den zweiten Teil „VomNordpolzumAeguato r". Verlangt euch die Schicksale der Auswanderer in Amerika zu verfolgen, mit Indianern über Prärien zu streiten, mit Huuiboldt den Orinoco in Südamerika zu besahren oder auf den Flügeln des Albatros um die Inseln der Südsee zu kreisen, so erfüllt der dritte Teil „Durch Amerika z u m S ü d p o l" eure Wünsche. Laßt ihr euch aber das ganze Werk vom Weihnachtsmann bescheren, so trabt ihr die ganze Welt gewonnen! Jeder Band ist in sich abgeschloffen, mit schwarzen und farbigen Bildern und Karten reich geziert und kostet in haltbarem Lelnenband 3 Mark _
Tagebuch über den Weltkrieg vo»
Mit Urkunden, Bildnissen, Karten. ^__
lag von Georg« Westermann, Braunschevelgu as Verlangen nach einer wirklichen G«- krieges, der sich mit Donneraana vo»
versteckrätsel.
Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in.Wanderer-, Andernach — Regenbogen — Bethanien — Plerdebahn- schaffner — Marburg — Feldarbeiter — Listenwahl — Rittergut - Ruhrort — Hohenstausen.
Auslösung in nächster Nummer.
Auslösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer« P B V
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Schrlstleitnng: 4lug. Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unlv»r!ltätS-Buch- »nd Steindrnckerel, $. Lange, Gießen.


