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Schii'ienltnic mnfj beit eigen Mchen Waldsanm möglichst vermeide») sts legt sich» entweder vor den Rand, Wer bleibt im lichten Walde Jo weit »Ui'ücf, als das eigene Feuer durch die Bäume nicht gehindert wirb. Wenn verwurzelter Boden die Uusschachtiing von öefercn Gräbm erschwert, so stellt man sich rasch Brustwehren tinter Ilnsuuhung von Stämmen her. Mit Schüheugräbeu kann yran vor dein Walde auch leicht Anverhaue vereinigen Der Angreifer wird sich hauptsächlich gegen die vorspringenden Teile des Waides wenden. Ist es ihm gelungen, in den Wald einzudringen. Jo ist die sofortige Herstellung der gelockerten Ordnung und Gliederung der Truppen das erste und unerläßliche Gebot. Bei Wäldern von nicht zu großer Tiefe trachtet man bis zum jenseitigen Waldsanm dnrchzustoßen. ®ie Maschinengewehre hält man zweckmäßig zurück, bis sie zur Besetzung von gewonnenen Abschnitten oder zum Bestreichen von Waldblößen, Durchschlägen und Wegen nachgezogen werden können.
wie die Deutschen den gefallenen Zeind ehren.
Eine eindrucksvolle Schilderung, wie die deutschen Soldaten auch einem' tapferen F e i u b e b i e militärischen Ehren angedeihen lassen, wird dein Nieuwe Rotterdamsche Courant in bent Briese eines Mitarbeiters aus der Rheinprovjnz gegeben.
„Mit kurzen, dumpfen Schlägen tönt die Totenglocke durch das Tal," so beginnt der Holländer seine Erzählung. „Langsam naht der Zug, schon von fernher klingt die dumpfe Trommel. Bora ns reiten zwei Schutzleute: es folgt eine Bürgerkapelle, Musikanten mit langen Röcke» und hohen Hüten, dann kommt eine umjlorte Fahne Mit der Fahnenwache, weiter alte Herren mit Medaillen crpf der Brust: der Kriegerverein. In Reihen zu zweien gehen die grießbärtigen Männer mit Gedenkniünzen, verschiedene mit dein Eisernen Kreuz aus der Brust. Weitere Gruppen folge» mit Fahnen, Reihen weißbehandschuhter Männer mit der hellen Mühe der Gardekürassiere. Darauf andere Garderegimenter, Dragoner, Artilleristen in demselben langsamen, bedachtsamen Schritt. Männer in der Kraft ihrer besten Lebensjahre, doch viele auch älter niit weißen oder grangesprenkelten Bärten. Während Verein auf Verein längs«,>i vor^ückt, erklingt schwere Musik: der Trauermarsch von Chopin. Mit langsamem Tritt wandelt der Chor von Vereisten vorüber. Dann tommt ein Infanterieregiment niit vielen älteren Männern in Uniformen von reinstem Grau, aktive Soldaten, die meisten einen A-rnU. im weißen Tuch tragend. Einer hinkt sogar auf Krücken zwischen seinen Kameraden einher. Es folgen die Soldaten von einem andern Regiment, verwundet oder beinahe wieder hergestelll, viele noch hinkend: das Regiment hat augenscheinlich ebenfalls sehr gelitten. Zum Schluß kommt eine Gruppe Schüßen, feldgraue Soldaten, die spitze» Helme ebenfalls mit grauen Hüllen bedeckt, mit geschulterten Geivehren, Bayern, Wnrttemberger, Sachsen. Gemeinsam ist ihnen allen die im Feld- dtetksl' halbperbrauchte Uniform, die 'bei einigen giitig gelbe Flecken zeigt. Spuren von Tranatendämpfen, die ans Vas Gran eine beizende Wirkung ansüben. Den Schützen folgt eine Gruppe von Ossizieren in großer Uniform. Voraus ein stattlicher, ergrautest Offizier, ein Generalmajor, jetzt Stadtkommandant. Dann die Osliziere der aktive» Regimenter, unter denen die rote Attila der Hnsarenosiiziere besonders iit die Augen fällt. Nun endlich konkmt der Leichenwagen heran, düster, schlvarz ausgeschlagen. Die Menge entblößt davor ehrerbietig das Haupt. Auf dem Sarg liegt ein einfacher Lorbeerkranz, in seinem Kreise von Immergrün jedoch ein — Käppi, ein rotes französisches Küvvi eines gewöhnlichen jInfanteristcn, der wohl nie geträumt haben mochte, daß er einst in diesem deutschen Trauerzug beerdigt Iverden sollte. Nun ejibigt der Zug mit zahlreichen Soldatenreihen verschiedener Waffen, alle im eintönigen Gran, nur die Farben der schmalen Biesen oeutcit an, welcher Waise seder angehört. Auch sie, die in vier Auszügen langsam einherschritten, waren meistens Verwundete oder säst Wicderhergestellte. Ich folge dem Zuge an idem Kirchhof Es hat mich so merkwürdig berührt, das Käppi, das alte Symbol des französischen Heeres in dieser Umgebung zu treffe» .., Auf dem Kirchhof ^as gewohnte Schauspiel eines militärischen Begräbnisses. Die Schützen am Rande des Grabes, die Offiziere ihrem Range nach angetreten, und der Prediger in der schtvarzen Toga spricht die wahrlich zutresfenden Worte, dast hier kein Feind begraben tvird, sondern einer, der seine Pslicht getan bat, die Pflicht gegen sein Vaterland. .. Nacheinander werfen die Offiziere Erde ins Grab/ mit scharfem Knall erschalle» die Salven, und die Masse löst sich aus. Die Musikkapellen kehre» heim, während die eine davon das alte Landskncchtliod spielt: „O Straßbnrg," antn orten die andern der jungen Leute: „Ich halt' einen Kameraden." Eine seltsame .Bertnüpsung, Straßbnrg und das Lied der hrutschen Soldaten, das Kameradschastslicd... Ich ivollte indessen wissen, wie der Franzose geheißen habe, den man soeben zur Ruhe gebettet. Ein mir bekannter Osiizier, dem ich mich anschloß. sagte, daß es ein gewisser Herbe Crennb gewesen fet. Schweigend gehen wir der Stadt zu, als der deutsche Osiizier plötzlich tote in Gedanken vor sich hinspricht: „Ob sic dort drüben auch unfern Toten die militärischen Ehren bezeugen!" lind etwas bitter sllgt er hiiizii: „Wir sind ja nun einmal die Barbaren!"
vermischte».
' «Ja, das parier kraueai»!'' Dieser Stoßsenszer Ist heute wieder sehr zeitgemäß geworden. Hunderttansende unserer ivackeren Soldaten in Feindesland mühen sich ab, wenigstens el«i paar Worte von der fremden Sprache zu erhaschen, zun den Be- ivohncrn des Landes, mit beneu sie znsammentreffen, begreiflich zu mache», ivessen sie am dringendsten bedürfen. Von mancher kühnen Neuschöpsung sranzösischer Worte haben wir bereits gehört, und wie viel ergötzliche Mißverständnisse mögen dabei vorgekoniinen sein > Wie viele ziehen aber auch hinaus niit einem kleinen Sprach- sührer im Tornister und der festen Absicht, als „perfekter Franzose' wiederzukebren, Glaubt doch jeder, daß das eine Kleinigkeit sei» müsse, da man „an der Quelle' ist. Da? ist heute so und daS ivar in besonders hohem Maste 1870 so. Theodor Fontane hat in seinen köstlichen Schilderungen aus den Tagen der Okkupation von dieser Leidenschaft der deutschen Krieger, sich der Sprache des FeiiideS zu bemächtigen, erzählt. „Ich kannte Ellern," schreibt er, „die ernsthast erwogen, ob die Bonne demnächst werde entlassen iverden fönnen; die erwachsenen Schwestern träumten von einem Kränzchen, an dessen Spitze sie den heiuikehrenden Bruder als Thlbant oder Mozi», jedeiiialls aber als nnansechtbare Autorität sitzen sahen: die jüngeren Eeschivistcr ivaren der Drangsal des sranzösischen Exerzitiums ein- für allemal entrückt, ivährend die drei Nessonrceii- Bäter, die „int ganzen siebeil dabei hatten', in öen Pansen, die ihnen ihr Willst en trois liest, übereinkamen, dast, wie sich mm auch die Earrisre gestalten möge, militärisch oder nicht, ivenigsteiiS das Eine geivoimei, sei: eine Sprache. Wer zivei Sprachen spricht, lebt zwei Leben" . . . Und dann kam die grostc Enttäuschung. Ter Cohn, der mit so großen Hoffnungen, aber als imbeschriebencs Blatt in Frankreich eingerückl war, verließ cs wieder unbeschrieben mit sranzösischen Vokabeln. „Was er »ach Frankreich mit hineingenommen hatte: „du pain“ und „du vin“, „ayez la'bontb“ und ,,sil vous plait“, d tsen eisern»» Bestand nahm er mit heim, int wesentlichen unverm.^rt, aber geheiligt durch das Bewußtsein, ans Schloß Toiiconrt mit einem allen Eomte und ans Schlost Noncourt mit einer jungen Komtesse eine höchst intrikate Unterhallimg geführt zu habe»* Diese immer wiederholte Wnhrnehmmig hat aus Fontane einen besonderen Eindruck gemacht. Er führt diele Tatsache ans eine gewisse Himieigmig des Deutschen zu dem Bequemen, dem Ungenierte» zurück, die sicherlich in Kriegszeiten, wo nach de» Erregmigen des Kampfes, »ach den Mühseligkeiten des Marsches de» Soldaten wie de» Osfizier gleichsam das Verlangen ersaßt : mir nusruhcn! vielfach den Sieg davontragen ivird.
"Der «gute Soldat". Wie ein guter Soldat beschasieii sein »inst, das hat man seit alters her in manchem Sprichwort und »ainentlich auch i» manchem Scherzwort sestgelegt. So heißt es z. B.: „Ein guter Soldat kam, zahlen, wie er will, mir nicht mit Fersengeld," oder „Ein guter Soldat darf nur an drei Dinge denken," sagte der Hauptmann, „erstens an den König, ziveitens an Gott und drittens an nichts." Tie Erfordernisse zum idealen Soldaten finden wir vor allem auch bei Abraham a Santa Elara i» witziger Weise an- und ansgesührt. „Ein guter Soldat," wird da versichert, „must einen Blagen haben ivie ei» Straub, damit er das Eisen wohl verdauen kan». Ein guter Soldat »inst nicht erbleichen im Angesicht, ivohl aber »tust sein Degen rot iverden vont Blute seines Femdes. Ein guter Soldat must keine Blumen mehr lieben, als die Schivertlilien. Ein guter Soldat must seinen Femi> zu keiner anderen Speise laden, als ans Gestobenes. Ei» guter Soldat must wohl schlagen ans den Hackbartel, nicht aber ans der Zittern. El» guter Soldat must seinem Feind nicht mit der «jung', sondern mit dem Degen Stichwörter geben.' Und im «Heilsamen Gemisch und Gemasch" knüpft der Bnstprediger an die Redensart: „Ten Soldaten macht nicht die Plnmage (Gefieder), sondern die Eonrage', die solgenden hübschen Wortspiele an: „Den Soldaten macht nicht der Aufzug, sondern der Feldzug, nicht das Haar» pnlver, fondern das Schießpulver, nicht die Schlaihaube, sondern die Beckelhanbe, nicht die Flöte, sondern die Flinte, nicht das Sablnerl, iondern der Säbel." x
Geographische; verjchiebräisel.
Hamburg — Leipzig — Berlin — Budapest - Wien — Detmold — Eisleben — Breslau — Prestbnrg - Riga Vorstehende Namen sollen derart mitcreii,ander geschoben werden, daß eine Bnchslabcnreihe, von oben »ach imten gelesen, den Namen einer deutschen Universität ergibt.
Auflösung in nächster Nnmuier.
Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummert Vorhand erhielt: pA, pK, pD, p8; p7, c8, carD, car 9, car9, car7, int Skat lieger: tr9 und c9; Rest für Hinterhand. Gang des Spieles:
1. B. pA
2. V. pK
3. 9H.trB
4. 9)1. trA
9)1. p8 M. cB H. carB tri)
H. pZ = (- 21)
H. tr8 = -j- C
V. c8
93. car7 = + 14 Die übrigen Stiche erhalten die Gegner, dg Hinterhand mlk pB stechen kann und mit Eoenr am Spiele bleibt.
^ck>zi!u«lti,„g: 9iug. Goch. - Rotationsdruck imt Verlag der Brühl'schen linivcrjltäts Buch- und Steindrncserci, R. Lange, Giesten.


