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s/ÄJJiibe!" Erdmutbe stand auf und lächelte in sich

B mn.Schädel Ich hätte sicherlich einen guten Reiter gegeben."

Hättet Du auch! HüiE'st Tu auch!" entschied Blücher paffend und zerteilte mrt wuchtiger Hand die weißgrauen Vollen, hie ihn von neuein zu verschlingen drohten.

(Fortsetzung folgt.)

was das voll von London sagt.

Von einem Ohrenzeugcn.

Die lebensvollen Ausschnitte aus Gesprächen des Lon­doner Publikums, die auf der Straße erlauscht wurden und in derDaily Mail" wiedergegeben werden, gewähren den anschaulichsten Anblick in die Sttmmnng der Londoner Be­völkerung und »eigen, daß die Engländer durch die Erfah­rungen der letzten Wochen schon viel von ihrem Hochmut ver­loren haben und den wahren Ernst der Lage allmählich recht lebhaft zu fühlen beginnen.

Möchte bloß, daß die Deutsche» mal rüber kommen würden Mit einigen von ihren Zeppelinen und ein paar Bomben auf uns runter werfen," sagte der Kellner des Restaurants, der vor der Tür stand. Er ist ein großer kräfttger Bursche, der stolze Besitzer «ner Medaille und einer silbernen Uhr mit Inschrift, beides Er­innerungen an den südafnkanischen Krieg. Er lauert daraus, ein­mal auf ein paar Deutsch« zu schreßen...

Wie meinen Sie?" fragte erstaunt der junge Mann auS Kolonialwarenladen nebenan. Ein kleines Kerlchen, das mtt orliebe der Meinung Ausdruck gibt, wenn die Könige was mtt- nander auszumachen hätten, dann sollten sie das besser unter !ich tun. Dabei opfert er aber von seinem Wochenlohn von 4 Schilling 2 für die Wohltätigkeitssammlung deS Prinzen von öaleS, acht niehrere Schilling auf den Schießständen von Manor- ark aus und ist von drei verschiedenen Rekruttermrgs-Bureaus rückgewiesen worden.

Wie meinen Sie?" äfft« ihm der Kellner nach. ,,Aufwecken

K en sie uns natürlich, die Zeppeline. Ohne das trnrd's wohl sts werden," fügte er verzweifelt hinzu.

Der Kohlenmann, der seit den Nachtfrösten sehr vergnügt aus- ti«ht, weil daS Geschäft zu blühen anfängt, setzte deS langen und hreiten auseinander, daß England gar nicht schlafe, daß man nur Marlen solle, es werde schon etwas geschehen. Da trat ein Be­sucher deS Restaurants zu der Gruppe.

schlafen wir nicht?" schnarrte er wütend.Da schicken wir

! wei Leute mit Stöcken bewaffnet herunter, um das Magazin in... u bewachen. Tun wir das nicht? Ja, und die ständen noch heute >a, bereit mit ihren Stöcken die Eindringlinge zurückzuschlagen, »enn nicht ein alter eingerosteter Oberst gekommen toäre und sie ittder nach Dause geschickt hätte. Jetzt stehen dort bewaffnet« oldaten und beivachen das Magazin. Wir aufwachen?! Das erden wir nie. Wir werden es nicht, wahrhaftig. Sehen Sie!" tf er und schwang triumphierend eine Karte über seinen Kopf, bas ist die beste Karte von London, die es in der Welt gibt, ber auf der Vorderseite, da steht groß und deutlich genug ge­schrieben:Gedruckt in den Vereinigten Druckereiwerken. Berlin." Und wir haben keine brittsche Karte.von Berlin, da können Sie ncher sein, und von Loitdon seine so billige. Halb so gut und doppelt so teuer. Und wenn man auswachen möchte, dann wird Man wieder in den Schlaf gelullt. Tag für Tag."

Na, beruhigen Sie ftch man," sagt« der Kohleninann ironisch. Nein, ich beruhige mich nicht I Jeden Tag klingt das Schlum­merlied aus allen Zeitungen. Und immer singen sie dasselbe Lied: Großartige Stellung der Verbündeten. Die Verbündeten ziehen nch aus eine bessere Stellung zurück. Sllles geht gut!" So geht das pied, das uns einlullt, und es hat schon viele, viele Verse. Und Hann gehtS weiter:Großarttge Stellung der Verbündeten. Di« Deutschen können sich nicht mehr beivcgen." Na, und dann bewegen sie sich doch, die Deutschen. So singen sies und schon sctt 2 oder 6 Wochen. Und weiter rm Text:Der Fall von Antwerpen, j Ein nutzloser Sieg. Antwerpen ist von gar keiner Bedeutung." Und unterdessen heißtsdas verlorene Belgien", dasselige Bel­gien", wie Kipling sagen würde, und ein Teil von 'Frankreich sind dem Deutschen Rerch einverleibt."

Und er richtete sich zu seiner vollen Größe auf, 6 Fuß 2 Zoll, und so schrie er dem andern zu:Ich bin Frvß genug, um di« Wahrheit zu wissen. Ich weiß, es riecht nicht alles nach Lawcndel hier herum. Ich bin ein Engländer. Ich bin kein zitternder, bang- herziger Feigling. Warum behandelt man mich als einen solchen?"

Ein junges Paar kam aus dem Kiuotheater heraus.Haft kdi das Bajonett bemerkt, das an der einen Schneide wie eine Säge gezähnt war?" fragte sie. (Es handelt sich um die mißverstandenen Seitengewehre unserer Pioniere.)Scheußlich, nicht wahr?"

>Ach was, mein Kind!" sagte der Mann.

Aber nicht wahr, das würdest du doch nicht wollen, daß man kv Vorgeht?"

Wieso?" fragte er.

Ich meine, es würde unserer nicht würdig sein, eine solche Waffe zu verwenden."

Nein!" fuhr er auf. ,,Es würde unserer würdig sein, eine Waffe anzuwenden, die zwei Schneiden hat, die wie Sägen ge­zähnt sind." Und als sie schwach protestierte, fuhr er fort:Wir sind alle so nett, so gutartig, wie Jungens aus der Sonntags­schule, und dabei sind wir ausgemachte Narren! Ich meine, daß der Krieg kein Freilustsanatorium ist noch eine Erholungsreise zur Langlebigkeit. Es ist Krieg! Und wenn wir die Hände in den Schoß legen, unsere weichen und schön gepflegten Hände, und die andern Burschen haben Fäuste, die blaue Augen schlagen, dann werden wir niemals Unter den Linden spazieren gehen, mögerr wir auch noch so kriegerische Lied«! singen. .

Der dicke schwerfällige Großkaufmann schob sein Glas der Bar- Dame hin, um es von neuem füllen zu lassen. Dann steckte er sich behaglich eine neue Zigarre an und lächelte nachdenklich vor sich hin.

Wir werden's ihnen schon besorgen. Warten Sie's nur ab, Herr Schmachtlocke. Nur kerne Furcht. Am Ende wird schon alles all right."

Llber ich will gar nicht, daß wir's ihnen besorgen, mein Herr. Ich will, baß wir gegen sie Kämpfen, Mann gegen Mann."

Nur ruhig, ruhig! Unser Geld wird gewinnen das ist der sicherste Weg. Nichts ist so gut wie GÜd zum Gewinnen."

Ich möchte aber doch, daß wir lieber auf eine andere Weise gewinnen sollten wirklich und wahrhaftig," entgegnete Herr Schmachtlocke, Indem er streillusttg hinter seiner goldumränderten Brille her vorblickte. v

All right warten Sie's nur ab! Immer Geduld. Si« verlieren jeden Tag Menschen und können sie schließlich nicht wieder ersetzen. W.ir können es."

Aber das ist ja schön und gut. Aber könnten wir si« nicht jetzt schlagen, sie besiegen?"

Natürlich könnten wir. Wer sehen Sie denn nickt..." und hier verlor der Großkaufmann seine Geduld und sprudelte semen Ingrimm heraus:Das ist diese abscheuliche Art von Euch jungen Gents, die Ihr so freundlich, so zart und bebrillt dremschant. Ihr benehmt Euch ja wie die wilden Tiere. Ihr tut's ernsach nicht unter der völligen Vernichtung des deutscken Heeres. Aber neh­men Sie doch Vernunft an. Wenn wir reich genug send, mn mit silbernen Kugeln zu gewinnen, warum, in aller Welt, sollen wir bleierne anwenden?"

Ich sühle mich ganz schwach: immer läuft mir 'ne Gänse­haut herunter," sagte die Dante in der Kaffeestube.Ich glaube, das konmtt bloß von der Duukelheft, in der man jetzt leben muß. Blau findet sich ja gar nicht mehr zurecht, wenn die Dämmerung kommt."

Nur keine Beunruhigung, meine Dame, machen Sie sich keine Sorgen," tröstete sie der Kellner.ES ist ja nichts dabez trotz allem, was man hört. Was haben sie denn in Paris weiter angectchtet, nur 17 Tote und Verwundete."

Ach, um Gottestoillen, aber ich könnt« doch Nr. 16 sein.., Glauben Sie denn wirklich nicht, daß wir si« in ein paar Tagen hier über uns haben werden?"

Der Kellner erklärte, daß er es nicht glaube.Schön, schön," sagte die Dame kopfschüttelnd,aber sie sind so tüchtig, fl* sind so geschickt. Mir scheint's, sie werden cs trotzdem doch tun. Natür­lich glaube ich an unfern lieben Jellicoe. Aber diesen Deutschen traue ich nicht, nein, wirklich nicht. Sie scheinen wahrhaftig zn allem fähig zu sein."

Der Buchhändler hatte dem Herrn Hauptlchrer geradeDaS Zeitalter der Vernunft" verkauft, und nun sprachen sie eifrig über das unvermeidliche, über das ständige Thema aller Unter hat« tungen. ..Gewiß," gab der Buchhändler zu, ..ich muß sagen, daß wir sie besiegen werden. Das ist all right. Aber wir haben doch nicht einmal das ferttg gebracht, um dessentwillen wir den ganzen Krieg angefangen haben. Wir haben nicht die belgische Neutralität verteidigt. Sie mußte das selbst besorgen.

Belgien wird letzten Endes nichts verlieren," erklärte de» Hauptlehrer.Wir werden ihm eine reiche ordentliche Entschädi­gung geben."

In Geld--?"

Aber gewiß, ja. Ich nehtne an."

Aber das hätten wir doch auch tun können, ohne daß wie deshalb Krieg gemacht hätten. Meinen Sie nicht?"

Da haben Sie recht: aber das wäre keine Straf« für berl Kaiser gewesen."

Nein, das wäre es allerdings nicht gewesen," stimmte der Buchhändler, ein alter, grauhaariger Mann, zu, und kopfschüt­telnd fuhr er fort:Ick kann mir nun mal halt nicht helfend ich wünschte doch, wir hätten die belgische Neutralität verteidigt-

t [> denke, ich würde glücklicher gewejen sein, wenn wir es getan tten, und ich stelle mir vor, daß die Belgier dann auch glück- her gewesen sein würden." §.