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Stellung erklärt wird, und ferner, weil die Kämpfe einige Tag« lang fortgesetzt wurden, ohne daß dt« Ausdehnung der GefechtSfrvnt wesentlich verändert worden wäre. Die verschanzte Stellung der Russen bei Mukden war noch breiter. Sie war ursprilnglich nicht etwa als eine Stellung für die Schlacht gedacht, sondern man blieb einfach an jenen Punkten mit den Matzen stehen, wo dis Angriffs- und Verfolgungskrast des Feindes erlahmt war.

Die Abschätzung langer Frontbreiten ergibt sich am treffendsten aus dem Beispiel, daß in der deutschen Front bei Gravelottü durchschnittlich auf jeden Kilometer 13 000 Mann, in der japani­schen bei Mukden nur 2800 Mann gestanden haben. Auf derartig breiten Fronten aber ist di« Fcuerltni« niemals fast lückenlos; es ergibt sich die» schon mcs der Beschaffenheit des Geländes. Wer angreist, wird die vom Feuer des Gegners leicht bestrichenen Räume meiden, und sie besser durch Artillerie halten lassen. Was in den unbesetzten Strecken an Streitern gespart wird, das verstärkt die Summe der zurückgehaltenen Kräfte. Die Reglements- und Aus­bildungsvorschriften aller Armeen aus der neuesten Zeit tragen nun den Erfahrungen in Ostasien Rechnung und nehmen schon, auf die erweiterte Ausdehnung der Gesechtsfron- t is n Bedacht. Und dah diese Vorsorge richtig und zeitgemäß war, das ergibt sich aus der Tatsache des wochenlangen harten Ringens in Nordfrankreich in der gewaltigen Frontbrefte. Lg.

vermisste».

»WieeinJtaliencrdiedeutschenTruppensah. Die italienischen Kriegsberichterstatter, die auf ihren Fahrten durch das nördliche Frankreich in die deutschen Linien gerieten und ge­fangen genommen wurden, schlldern jetzt in spaltcnlangen Briefen vie Wechselfäll« ihrer Gefangenschaft, die schließlich in Aachen ein Ende nahni. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, daß diese Italiener, di« bisher in ihren Pariser Briesen durchaus unter dem sranzöfischen Einfluß standen, bei dieser ersten näheren Be­rührung mit den deutschen Soldaten ganz offensichtlich ihr Urtell

S indern und unseren Tapferen im.Felde mehr Gerechtigkeit wider- ahren lassen. Das ist umsomehr anzuerkennen, als sie persönlich recht unangenehme Erfahrungen machen mußten und die Fahrt im Eisenbahnwagen nach Aachen, di« sie inmitten von Turkvs zurück­legen mutzten, ihnen als einer der schlimmsten Augenblicke ihres Lebens erscheint. Carlo Scarfoglio erzählt in derStampa", wie er im Gespräch mit deutschen Offizieren und in fernen Erlebnissen im deutschen Laaer durchaus nicht die bei

den Franzosen herrschende Meinung bestätigt gesunden habe, daß sich bei den deutschen Truppen Mizeichen der Demoralisation bemerkbar machten' beide Parteien glaubten am Vorabend eines großen Sieges zu sein, und wären eirtschlosscn, den Krieg bis aufs äußerst« zu führen. Ms Scarfoglio dre deutschen .Soldaten näher kennen gelernt hatte, schilderte er sie folgendermaßen:Diese Soldaten sind brave Leute. DaS Leben, das sic führen, ist von einer kindlichen Einfachheit. Um einen großen Tisch sitzend, unter dem Licht von Lanrpen scherzen und lachen die Leute mft dem blonden Bart und den viereckigen Gesichtern, di« an die Wikinger erinnern, von denen sie abstammen. Sie rauchen große Pseifen oder Zigarren und Zigaretten, die sic unaufhörlich als Geschenke erhalten. Mr sehen gerade viele davon mit der Wendpost an­kommen. Der Offizier, der sie verteilt, liest mft lauter Stinrme einen Namen, und der aufgerufene Soldat antwortet mit einem Scher», der den ganzen Saal in Heiterkeit versetzt. Im allgemeinen muß ich sagen, daß ich nichts von der völligen Trennung zwischen Offizier und Soldaten bemerkt habe, von der man in Frankreich fpricht: im Gegenteil herrscht eine schöne Bertraiflichkeit zwischen beni deutschen Soldaten und.seinem Offizier. Die Ausführung der Befehle ist streng, aber die Disziplin ist tvenigstens in Kricgszeften viel biegsamer, als man im Auslande glaubt. Das ist der Grund, weshalb die französischen Zeitungen unrecht haben, wenn fte von den von ihren Offizieren gepeinigten Soldaten und von Regi­mentern, die mit Schlägen zum Feuer geführt würden, sprechen. Ich habe nicht eine einzige Brutal,tät gesehen..."

* Diedicke Bertha". (SÖte Spitznamen entstehen.) Als das berühmte 42-Zentimeter-Geschütz, di« größte Ueber- raschung des gegenwärtigen Weltkrieges, zum erstenmal vor Lüt­tich in Tätigkait trat, konnte es nicht ausbleiben, daß iwn der Soldatcnhumor seinen Spitznamen beilegte. Denn berm Militär entgeht nieniand und nichts seinem Spitznamen, von, Kommiß­brot, derKaiser-Wilhelm-Torte" über den Mottenmajor (Kam­merunteroffizier) bis zum Träger der Sieglackshose oder der Sieg- lackSburen, dem General. Kaun, waren die neuen Geschütze auf dem Plan, so waren für sie schon unter den Soldaten Scherzbc- zeichnungen im Schwange wieJericho-Kanone",Brummer", faule Grete",dicke Marie",dicke Barbara" usw Seitdem der erste hohenzollernsche Fürst in der Mark gegen die Zwing­burgen der Quitzows die bekanntefaule Grete" hatte ausfahren lassen, die freilich sehr fleißig gearbeitet, aber wegen ihrer schwe­ren Beiveglrchkeit den angeführten Beinamen erhalten hat, müssen sich gewöhnlich alle überniäßig großen Geschütze die Bezeichnung ,,wuI.e^Grete" gefallen lassen; in Berlin hieß so bis zum Jahre 1870 dre in, Zeughaus« aufbewahrte zun, Geschlecht der Mauer­

brecher gehörende große Lübecker Kartaune, jetzt gilt d« im Kastanienwäldchen aufgestellte vom Mont Balßrien bet Pari» stammendeBullerjahn" im Berliner Bolksmunde alsfaul« Grete". lBei den, Spitznamendicke Barbara" hat man an dm heftige Barbara zu denken, die der deutsche Artillerist, auch de»! protestantische, als seine Schutzpatronin verehrt. Nun wurde auf einmal aus Essen, der Heimat der 42er Kanons, die Mitteilung verbreitet, daß dort dieses Geschütz di« BezeichnungDie fleißig« Bertha" führt. Das Wort ..fleißig" sollte den direkten Goacrffatz zu der Bezeichnungfaul" in dem Spitznamenfaule Grete" darstellen, nrft dem Rainen ,Bertha" sollte Frau Bertha Krupp, die Besitzerin der grüßten Kanonengießcrei der Well, in der diese- Weltwunder geschaffen jwurde, geehrt werden. Der Soldaten­humor nahnr von dieser Benennung Notiz, aber nur zur £>älfl er.nennt seitdem das <T ~ ~

zeicynungTie fleißige

Die dicke Bertha". Die Be-

sl|18. ______ . _____" flang zu sehr ausgeklügelt; Frau

Bertha Krupp muß es sich nun gefallen Mim, daß in der ueum Bezeichnung ihr Vorname in Verbindung mit der etwas despek­tierlichen Bezeichnungdick" erscheint. In Sachen der Spitz­namen läßt sich nun ernmol der Bolkswib und also auch der Soldatenhumor nicht kommandieren. Inzwischen hat dre Be­zeichnung .Die dicke Bertha" auf der ganzen Linie gesi«lt: in sämtlichen Berichten, Feldpostbriesen usw. vom westlichen Kriegs« schauplatze trifft man säst durchweg nur diese Benennung a».

Sprache»« de» Allgemeinen Deutschen Sprachverein».

Hausmann Sdentsch I.

Frühere Bezeichnung

Adresse........

Aktie.........

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Assekuranz .......

Avis.........

Bilanz........

Blankokredit ......

Branche ........

Bruttogewicht, -gewinn . .

Coupon ....... ,

dato.........

nach dato .......

Bebet.........

deklarieren .......

denaturieren

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diskret ........

diverse ........

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Effekten ........

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Firma.........

Fonds...... . .

franko.........

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girieren........

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Indossament ......

inklusive........

Journal...... .

Jetzig« Bezeichnung

. Auffchrifi . Anteil, Anteilschein . Anzeige, Ankündigung . Versicherung . Meldung, Bericht . Abschluß, Ausstellung . offener Kredit, offene Vollmacht - Fach, Zweig . Rohgewicht, -gewinn . Zinsschein . heute . nach heute . Schuld . erflären

. ungenießbar machen . kaufen (Wechsel)

. verschwiegen . verschiedene

. Abschrift, Doppelausfertigung . Wecipapiere . Hülle, Verpackung . Anstellung, Verbindlichkeit . Rechnung

. Name, .haus, Handlung, Geschäft . Mittel, Staatspapiere . frei

. hauptversicherunasschein . begeben, überweisen, übertrag««

, Grundschuld

. unbewegliche Güter (Grundstück« und Gebäiid«)

. offen

. Vermerk aus der Rückseite, lieber« tragungSvermerk

. einschließlich . Tagebuch

Aus Engels Kausmannsdeutsch.

Magische; Guabrat.

In die Felder nebenstehenden Quadrat» sind die Buchstaben AAEEEHHLLMOOER 8 S derart einzntragen, daß die wagecechten u. senkrecht.Reihen gleichlautend folgender bedeuten!

1. Ein Tier.

2. Römische Gottheit.

3. Ungarischer Komitat.

4. Eine» Saunt.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummer» Weiß. Schwarz.

1) 8 k 3 g 5 b 4 n. c 3 ob. A.)

2) S g 5 - f 7 Beliebig.

3) T setzt Mail.

A.) 1)..... K h 6 tu g 6.

2 i L c 3 d 2 f K g 5 h 5.

3) T setzt Matt.

BUbafHott: Aug. Go « tz. Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schsn UniverfitätS-Buch- und Steindrnckerel, R. Lange, Gieß«».