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vaterländischer Gesinnung -engt die Anzeige einer hochstehcud«nj Lad». Sie sucht allerlei Personal, Kraftsahr er. Gärtner usw. ret* stelle ihrer Leute, die zu den Fahnen geeilt sind.Bewerbung solcher, die ein Gewehr tragen könnten, ist zwecklos," heißt es am Schluss«. Alles, war deutsch ist oder nach Deutschtum klingt, ist natürlich jetzt in England verpönt, und so teilt ein« cnglischie Firma, deren einer Name deutsch klingt, in einer Anzeige mit, sie sei seit 120 Jahren englisch und der gegenwärtig« Inhaber lei ein in England geborener Engländer. Nur ein deutscher Nam» scheint in England seinen guten Klang nicht eingebüßt zu haben I Baedeker bietet nach wie vor in Zeitungen seine bekannten Reise­handbücher an I _

Vermischter.

* Der Has« al» Prophet im Krieg. Der Hase galt schon tm Altertum als Sinnbild des ZttternS und der Angst. Da» furchtsame, flüchtig« Tier kam auch in den Rui, daß sein Angang, seine Beg^nung ein höchst übles Vorzeichen sei lür Heere, die einer Schlacht entgegengeben. Mehr als einmal soll er vor- gekominen sein, daß ein Haie den Kamps entschied, indem er die­jenige Schar, aus die er zuitei, entmutigt« und damit ihre Nieder­lage besiegelte. Im Jahre lS89 z. B. verloren die Grafen von Holstein aus diesem Grunde eine Schiachl wider die Dithmarschen. Und der sranzöfische Ausdrucktlvatllebvmmo» & li4vre, Hasen- edelleule oder Hasenjunker, soll seine Entstehung cbeusalls dem Tnmnll verdanken, den einst ein Hase tin Heere Philipps VI. er­regte. Als dieser nämlich den Soldaten Eduards lll. von England kampsbereit gegenüberslande», sahen die vordersten Reihen der Franzoien ein stäölein aus sich zusprmgen. Sie suchten dieses nun solorl in der Richtung nach de» Engländern hlnzutretben und er­hoben darüber solch gcivalttgen Lärm, daß die Nachhut überzeugt war, er sei vorn bereits zum Handgemenge gekommen Einig« Knappen warlen sich deshalb schleunigst dem König zu Füßen und erflehten den Ritterschlag, den sle auch «rhtelten. Als es sich aber herauSstellte, ivas der Tumult zu bedeulen halt«, da nannte man die srischgebackenen Ritter£> a i e n e b (e. So wußte inan wenigste»; später, im 18. Jahrhundert, den Ausdruck zu beulen, der in Wirklichkeit wohl nur ein einiaches, naheliegendes Spott- wort für arme Adlig« war, di« von dem Ertrage ihrer Jagd lebten. War übrigens den Hasen iin Kriege anbetrifft, so ist nicht zu vergessen, daß er natürlich auch den Sieg Vorhersagen kann. Ueberholte er z. B. eine Schar und eilte nach der Richtung ihrer Feinde bin, so wurde er mit Freude» begrüßt; denn sür di« letzteren bedeutete er dann ja Unglück und Flucht. In Uebereinsitinmung init diesem Gedankengang >ollen einst auch di« Schwaben dem Gegner einen Schild mit einem laulend dargestellt«,i Hasen ent- gegengehalten haben. Ties üble Bild mochte ivohl geeignet ge» w^en sein, einen lest an jenem Aberglauben hängenden Felnd mutlos zu machen und ihn dar .Hasenpanier' ergreiien zu lassen. Nebenbei gesagl, lautete die eben gebrauchte Redensart lrüher ,daS Hasenpanier aulwerlen', und dar war richtiger und ihrem Sinn entsprechender: Flieht der Hase, so wirst er, wtc dt« Jäger sagen, die .Fahne' ans, daS helßt, er richtet sein Schwänzchen ln di» Höh«. Für da» JägerwortFahne' setzte inan scherzhaft Panier, und so entstand die allbekannte Wenduiig.

* DaSpurpurne Kreuz" im Kriege. Di« Gesell­schaft despurpurnen Kreuzes" ist ursprünglich in England be­gründet worden, um dem segensreichen Wirken des Roten Kreuzes für die Menschen im Kriege eine ähnliche Organisation für die nicht minder schwer heimgesuchten Tiere zur Seite zu stellen. Die Organisation hat bi§l>er noch keine größeren praktischen Erfolge er- ziell; aber in Amerika, wo der Tierschutzgedankc zahlreich« Anhänger besitzt, weist man jetzt mit Nachdruck auf diese Gesell­schaft hin. Angesichts des neuen Krieges hat daspurpurne Kreuz" in den Bereinigten Staaten eine Heimat gesilnden, mit» die Zeitun­gen torisen in langen Aussätzen auf die Wichtigkeit des Tierschutzes rm Kriege hin. Der Gedanke zur Gründung deSpurpurnen Kreuzes" tauchte in England im Anschluß an den Burenkrieg auf. Die Pferde haben in dem südafrikanischen Kriege unmenschlich ge­litten, und die Tierschutzfreunde wiesen damals auf den offiziellen Bericht hin, der feststellte, daß von den 665 575 Pferden, Maul­eseln und Eseln, die filr das Heer aufgebracht wurden, gegen 16000 aus dem Wege verloren" wurden, während gegen 400 000im Kriege gefallen" sind. Pferd« sind zum Kriegführen säst nicht we­niger wichtig alS Menschen: aber, so führten die Förderer der Purpur-Kreuz-Gesellschaft" aus, unter den Soldaten tväre das Empfinden noch nicht genügend verbreitet, daß die Pferde fein or­ganisierte Tiere stich, die man nicht unnötigen Schmerzen und Entbehrungen unterwerfen darf. Die Beschäftigimg mit derSeele des Tiere»" bat in den letzten Jahrzehnte» außerordentlich zugenom- uien: tue Wissenschaft erforscht eifrig die Tierpsychologie, und sprechende Pferde",sprechende Hunde" erregen allgemeine Be­wucherung Da selten auch die Rechte und Forderungen der Tiere höheren Maße anerkannt werden. Die englische »Liga der Menicbe»s«ui>de" legte am 8. Nationalen Friedenskongreß im Mai dl-tra« vor. der dalfin ging,daß die segensreichen Tort.hiungen der Genfer Konveution, die sich gegenwärtig mrr auf

,... . Käntpfer erstrecken, auch auf di» Tiere ausgedehnt oll len und daß neben dem Roten Kreuz, das sich mit der

Pflege der verrmmdeten Pferde und andern Tiere aus den Schlacht­feldern nicht befassen könne, eine besonders Organisation für de» Tierschutz geschaffen weiche". Die Absicht ging dahin, daß die eng­lische Regierung die andern Mächte veranlassen solle, die Satzungen der Genfer Konvention dahin zu ertveiieru, daß bei den krieg­führende,! Heeren auch Tierärzte und Vorkehrungen zur Kranken­pflege der Tiere zugelassen würden. Diese Bestrebung«, der Ltg« der Menschenfreund» und der englischen Tierschutzvereine hatten aber keinen Erfolg, und so wurde dieGesellschaft des purpurnen Kreuzes" gebildet, um tm Dienste derselben Gedanken weiter zu arbeiten. Neben den Pferden kommen besonders die Hund« in Be­bte ja in Bsgien in zieuilich umfangreichem Maße als

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Zugfier« sür die Maschinengewehr« verwendet wurden.

Krieg» kann da»purpurne Kreuz" auf den Schlachtfeld^.» »>-», keine Täfigkeit entfalten: aber inan hofft in den Kreisen der amert- kansschen Tierfreunde, daß in zukünftigen .I-'.egen auch unserevier« füßigen Brüder" mit eingeschlossen werben in daS groß« Werk der Hilfe und Pflege, und daß dereinst neben dem Roten Kreuz auch da« purpurne Kreuz als ein Symbol der auch die Tierwelt um­fassenden Menschenliebe auf den Schlachtfeldern seine Fahne wird «ntfalten dürfe».

* Di« Geschichte der Wolldecke. .Blanketr', b. i.

Wolldecken da» ist der Rotrul, der jetzt in England vielfach er­tönt. Zuerst hat Lord Kitchener die Allgemeinbeit ausgesordert, dl» Soldaten init dielen bei der kalte» Jahrec-zett so wichtigen Sachen zu versorgen. Seildeni bitten alle Zeitungen und alle Wohltätig- keitSeinrichfimgen ln Großbritannien um BlanketS, und da in England Mangel an solchen Decken herrscht, hat inan sogar ver­sucht, aus dem Umweg« über Holland sich aus Deutschland ein« gedörige Anzahl ,» verschaffen. Dem neu erwachte» Interesse an den BlankeiS trägt eine Notiz derWestininster Gazelle' Rechnung, die sich mit dem Ursprung der Wolldecke beschästigt. Danach soll dieser wichtige Gegeiistanb tm Jahre 1340 erfunden worden sein und als Erfinder wird ein gewisser Thomas Blank«! genannt, ein Wollkaufniann, der aus Vlamen stammte und in Bristol sich nleder- gelaffen hatte. Seine Gelchälle gingen schlecht; er war am Rand« de» Bankrotts, und da der Winter von 1340 besonders kalt war, so lroren seine Frau und er entletzlich, da sie kein Heizmaterial und keine warmen Betten besaßen. Aus der Suche nach einem Gegenstand, der sie in den kalten Nächte» etwa? worin halten könnt«, kam Thomas Btanket aus den Gedanken, ein große» Stück Tuch, dar er au» seinem Geschält übrig hatte, niit in» Bett zu nehmen, e» sich überzudecken und sich so Wärme zu velschaffen. Der Einlall erwies sich als so praktisch, daß er ihn auSzubeuten be­schloß. Er verlerligte au» letneu noch übrigen Tuchbeständen, bl« vorher nur zur Kleidung verwandt worden waren. Decken, die zum Schutz gegen Kälte im Bett verwendet werden sollte». Dies» großen dicken Tnchstück« lault« er mit seinem Namen Blanket», und der Lohn sür seine gute Idee blieb nicht aus. Er machte mit diesen Decken so vortreffliche Geschälte, daß er bald ein reicher Mann war. Erwürbe sogar Bürgermeister von Bristol, und als erstarb, setzte man ihur eine Inschrift aus den Grabstein, in der sein« Er­findung als ein« Wohltat für das ganze Land ausdrücklich hervor­gehoben wurde. _

Schach-Aufgade.

Schwarz.

. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Logogriphs in voriger Nummert Km,len, Lachen, Nausen, Taulen.

Redakfion: Aug. G - e tz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen ÜmversttätS-Duch- und Dlelndruckerei, R. Lange,