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lassen. Heut eben in diesem Augenblick war dies« Angst »um ersten Male an sie yerangetzinert. Und sie schalt sich darum klein. <

Aber schon beim nächsten Herzschlag hob sie wieder stolz

E Haupt. Wurde das Opfer, das ihr Frauenherz bringen te, deshalb etwa geringer, weil sie seine ganze scheuer- htende Größe empfand?! ES konnte darum doch nur an Wert gewinnen. Doch! gleichviel! Me dem auch feil Die Stunde sollte sie gerüstet finden.

(Fortsetzung folgt)

Unsere Hrlcgsoröcn und ihre Herstellung.

Von Or. Albert Neuburger.

Freudigen Herzens vernimmt man die Kunde von Ordens­verleihungen an unsere braven Krieger. Aus der Zahl bet Dt- den, die es gibt, kommen als Kriegsdekorationen im gegemvärti- >en Kriege allerdings nur verhältnismäßig wenige in Betracht, ne sich aber wegen des besonderen Anlasses, aus dem sie ver-

^ werden, auch einer ganz besonderen Wertschätzung er- t. Am bekanntesten sind di« OrdenPour le M6rite und »te mit ihm auf gleicher Stufe stehenden Dekorationen verschiede­ner deutscher Bundesstaaten, sowie das Eiserne Kreuz. Es gibt wohl keinen Soldaten in der ganzen deutschen Armee, der, wenn »r Hinauszieht gegen den Feind, nicht im stÜlen dm Wunsch hegt, sich dieses Kreuz durch tapfere Taten zu verdienen! ?lber auch r Hecht es:Biele sind berufen, und nur ivenlige sind aus­erwählt". Nicht jeder findet Gelegenheit, sich auszuzeichnen, und nur für ganz besonders hervorragende Taten wird diese so viel begehrte Auszeichnung verliehen!

Tie Herstellung der Kriegsorden bildet «in besonderes, wenig bekanntes Gebiet unseres KunstgciverbeS und unserer Technik. Die Frage, wie sie entstehen, eröffnet uns einen Einblick in ein« Reihe bemerkensiverter Kunstfertigkeiten und eigenartiger Tech­niken. Werstn wir also einen Blick in diese Werkstätten, aus denen jetzt die Kriegsdekorationen bervorgehen, und sehen wir zunächst zu, wie die älteste von allen, der OrdenPour Is Üdrite". hergestellt wird. Dieser Orden wurde bereits im Fahre 1667 als OrdenPour la generositü vom Prinzen Friedrich von Preu­ßen gestiftet und von Friedrich dem Gvoßen sofort nach seinem! Rcgierunsantaritt in denPovr le Mörite umgewandelt, eine Bezeichnung, die in der damaligen französisierenden Zeitrichtung begrüirdet ist. Vielfach hat man in diesen Tagen den Wunsch gelesen, daß der Orden bald eine deutsche Bezeichnung erhalten möge. Am 18. Januar 1810 wurde der Orden in einen Kriegs­orden umgewandelt, dem am 31. Mai 1812 eine Friedensklasse »,«gesellt wurde. In diesen Tagen interessiert uns natürlich imr die Kriegsdekoration. Der Orden besteht ans einem goldenen,

F ochtsvitzigen Kreuz, dessen Felder blau emailliert sind. Der oberste alken dieses Kreuzes trägt zur Erinuerung an den Stifter ein mit der Künigskrone, in den drei anderen Balken stehen dis WortePour le M6rite. Die zwischen den Kveuzbalken befind­lichen Winkel sind durch goldene Adler mit ausgebreiteten Flü­geln ausgesüllt.

Wie entsteht nun diese Ordensdekoration? Die Art und Weise ihrer Herstellung ist eine ziemlich einfache. Ans einem entsprechet dicken Goldblech werden die Formen des Kreuzes und der Adler mit einer seinen laubsägeartigen Metallsäge herarrsgesägt. Dann werden die einzelnen Teile, die Flügel der Adler ufw. von kunst­fertiger Hand ziseliert und aepunzt, so daß sie ihre endgültige Form erhalten. Auf den Balken des Kreuzes werden entsprechende Aushöhlungen für die zu emaillierenden Teile ausgehoben, in denen die Buchstaben als Erhöhungen stehen bleiben. Nun ist >as Email aufzubringen. Das Email ist ein von Natur durch- ichtigcr Glasfluß, der durch Zusatz verschiedener Metalloxyde n den mannigfachsten Farben gefärbt werden kann. Dem zur Herstellung des Ordens Pour le Merite dienenden Email wird, Um die blaue Farbe zu erzeugen, Kobaltoxyd zngesetzt. Außerdem kommt noch etwas Zinnoxyd hinzu, das dem Glasfluß die Durch­sichtigkeit nimmt. Um das Email auf die Ordensdeko« imtton auszubringen, wird das Verfahren des sogenannten

§ Gruben- oder Füllungsschmelzes" angewendet. In

in der Soldplatte befindlich« Höhlung wird das i gepulverte und mit Wasser zu einem Ärer angerührte Email gsaltig eingetragen. Es bedarf großer Uebnng, um die Dicke der eieS richtig zu wählen und um das Einträgen sauber vorzu- nehmen, so daß eine in jeder Hinsicht tadellose Arbeit entsteht. Dann wird der Glasfuß zunächst bei gelindem Feuer, dann bei stärkerer Hitze eingeschmolzen. Auch hier sind iveitgehende Erfahrungen nöttg. In früheren Zeiten nahm das Schmelzen wohl auf offenen Flam- fven obre vor dem Lötrohr vor, dann kamen besondere Emaillter- öfen auf, und neuerdings hat man für drearttge Arbeiten sogar elektrische Oefen konstruiert, die eine genaue Regulierung der Hitze zulassen. Ist das Email eingebrannt, so wird der Orden zunächst mit Säure abgebeizt. Da man reines Gold loegen seiner zu großen Weichheit bekanntlich nicht verarbeiten kann, so enthält auch das zur Herstellung des Ordens verivendete stets etwas Kupfer. Das Kupfer nimmt in der Hitze des Emaillireofens Sauerstoff aus und

bildet dann auf den Goldteilen Anlauffarben. Diese sind ei, die mit Hilfe von verdünnten Säuren abgebeizt werden. Dann wird der Orden noch einmal nachgearbeitet und schließlich mit Hilfe von Englisch-Rot und Poliretüchern poliert. Wird der Pour Io M6rite mit Krone verliehen, so wird diese von vornherein mit auS- aesägt oder besonders gearbeitet und dann mit Goldlot an den Orden angelötet. Findet die Verleihung mit Eichenlaub statt, so wird der Eichenkranz gleichfalls in der beschriebenen Weise in Gold auSgeführt und dann mit einem durch Zusatz von Kupsreoxyd grün gefärbten Email grün überzogen.

In ähnlicher Weise entstehen die hohen Kriegsorden der übxi« gen deutschen Bundesstaaten, von denen hier nur der bayerische Militär-Max-Josephs-Orden erwähnt sei, der vom König Mar Joseph I. am 1. Januar 1806 gestiftet wucke. Die Verleihung dieses Ordens kann unter eigenarttgen Umständen erfolgen. Wer sich näm­lich selbst ftir würdig genug hält, ihn zu besitzen, kann einen dahin­gehenden Antrag an das Ordenskapitcl stellen, dem Belege und Be­weise für das tapfere Verhalten oder die entscheidende Tat beizu­geben sind. Das Ordenskapitel prüft diese Belege auf das sorg­fältigste, und wenn es sich dahin entschieden hat, daß der Bewerber würdig genug sei, den Orden zu besitzen, so empfiehlt eS der Krone die Verleihung. Das Ordenskreuz ist gleichfalls achteckig und trägt an den Ecken noch runde Goldkugeln. Es hat in der Mitte ein rundes SchUd, das mit blauem Email ausgefüllt ist und in der Mitte de» goldenen Namenszug des Sttsters trägt. Die vier Balken des Kreuzes sind weiß emailliert. Auch hier geschieht die An­fertigung nach demselben Verfahren, wie wir eS eben für den Orden Pour Io Merite beschrieben haben. Es sei nur erwähnt, daß das Email durch einen Zusatz von Zinnoxyd weiß gemacht wird.

Das Eiserne Kreuz blickt numnehr aus rene Vergangen- heit von etwas über hundert Jahren, genau von 101 Jahr zurück. Es wurde im Jahre 1813 von Friedrich Wilhelm III. aus An­regung des Geheimen Kabinettsrats Albrecht gestiftet. Den Orden entwarf der König selbst, kein Geringerer als Schrnkel war es aber, der die der Ausführung zugrunde liegende Zeichnung ent­warf. Das Eiserne Kreuz kann einzig und allein durch große persönliche Tapferkeit erworben werden. Es ist wenig bekannt, daß von ihm drei Klassen verliehen werden, nämlich! das Kren» erster und ztvetter Klasse, sowie das Großkreu». Außerdem gab es in den Freiheitskriegen noch eine ganz besondere Art, die mrr ein einziges Mal, und zwar an den Marschall Blücher, verliehen wurde, das sogenannteBlücherkrcuz". Hier saß di« Kreuzcs- dckoration auf einem goldenen Stern. Das Eiserne Kreuz erster Klasse kann nur der erhalten, der das zwefter bereits besitzt. Deshalb werden auch beide Auszeichnungen gleichzeitig getragen: das Kreuz zweiter Klasse am schwarz-weiß geränderten Band, das größere Kreuz erster Klasse ohne Band aus der sinken Brust.

Tie Herstellung des Eisernen Kreuzes geschah während der Freiheitskriege in der Königlichen Eisengießern zu Berlin, die sich ja damals besonders mit der Anfertigung von eisernem Kunst­guß beschäfttgte und z. 58. Neujahrs karten, Denkmünzen usw. herstcllte, die sich durch hohe künstlerische Vollendung auszeichnen und beute als Seltenheiten sehr gesucht sind. Die Eisengießerei besteht nicht mehr, und deshalb werden dt« im gegenwärtigen Kriege zu verleihenden Kreuze von Privatfirmen angeserttgt. Die Genreal-Lrdens-Kvmmission Hot acht derartige Firmen mft der Herstellung des Kreuzes bcauftmgt. Die Herstellung des Kreuzes geschieht nach dem gewöhnlichen Verfahren des Eisengusses. Es wreoen zunächst aus Holz zwei ALodelle hregestellt, von denen das eine der Vorderseite, das andere der glatten Rückseite entspricht, die ursprünglich als Borderseite getragen werden sollte. Erst all­mählich führte es sich ein, die verzierte Sette nach außen zu tragen. Diese Modelle aus Holz werden in Gußsand abgedrückt/ und zwar so, daß in der einzelnen Form immer eine ganze An­zahl von Kreuzen gegossen werden können. In der emsr Hälfte vre Form werden die Vorderseiten, tu der anderen dre Rücksetten eingedrückt. Die beiden Förmlichsten werden dann vereinigt, wo­bei natürlich die beiden Hälften der einzelnen Kreuze genau aus­einander passen mttssen. Dann wird das dünnflüssige Eisen ein­gegossen, das in der Form erstarrt. Nach dem Erstarren wird der Guß! herausgenommen. Die noch zusammenhängenden Kreuze wer­den mrseinandergesägt und schwarz lackiert. Dann werden dt« Ränder abgeseilt, unt eine blanke Lötfläche zu schaffen, an die der ausgestanzte sllberne Rand mit Hilfe eines Weichlotes angelötet wird. Stellen, die beim Löten gelitten haben, weiden etwas narb- lackiert, und damit ist das Eiserne Kreuz, der Stolz seines zukünf­tigen Besitzers, fertig! _

vcrlniscbte».

* Die n eue Königin von Rumänien. Königin Marte von Rumänien ist «in« würdige Nachfolgerin doj schöiiheitSfieudtgen Königin Eltfabeth, dre Dichterin Sarin«, Tylva. Auch sie ist eine durchaus künstlerische Natur) aber ihre Neigung und Begabung liegen weniger auf dem Gebiet der Poesie als auf dem dre bildenden Kunst. Zwar hat auch st« sich mit ttefem Verständnis in das BolkStum und die reiche Ver­gangenheit Rumäifiens versenkt und besitzt «tue kostbare Samm­lung alter Manuskripte, rumänischer Bildechandschräften und wert­voller Bücher, aber noch mehr ist es die herrliche Volkskunst des