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ifiit im Jahre 1808 zu Ehren seines Vaters, des Kaisers Leopold II. ca»ritnbct. Offiziere, die den Orden aus dem Schlachiselde erringen, tragen ihn mit der sog.Kriegsdekoraiion". Nur für soldatische Leistungen ist das Militarvcrdrenstkreuz bestimmt. Es wird im Frieden und im Kriege verliehen u>rd ist auf Antrag des Fcld- marschalls Grafen Radetzky mit Rücksicht auf die vielen ausgezeich­neten Waffentaten der Armee in dem Feldzuge 1848 in Italien von Kaiser Franz Joses gestiftet worden. Diese Auszeichnung hat nur eine einzige Klaste und wird ohne alle Vorrechte verliehen. Für die Mannschaften bestehen Tapserkeitsmedaillen: Die silberne TavierkeitSmedaille erster und zweiter Klasse und die goldene Tapferkcitsmedaille. In den letzten Tagen sind schon für Waffen- taten im Feldzug gegen Serbien derartige Medaillen an Mann­schaften verliehen worden. Die Besitzer der goldenen und der silbernen Tapserkeitsmedaillen erster Klasse erhalten lebensläng­lich Zulagen: und zwar die erster Klasse die ganze und die letzteren die halbe Löhnung jenes Dienstgrades, in dem sie die Medaille erwarben.

Kriegslasten in früheren Zeiten.

Wenn auch der Arisspruch des Feldherrn Montecuccoli, das; man zum Kriegführen Geld, Geld und wieder Geld brauche, stets seine Richtigkeit bewiesen hat, so brauchte man doch selbstverständlich in früheren Zeiten bei einem Kriege nicht mit so ungeheuren Summen zu rechnen wie heutzutage. In seinem BuchKrieg und Kapitalismus" hat Professor Werner Sombart einige Beispiele für die Kosten eines Krieges im Mittelalter zusammengestellt. Die Gefamtcms- gaben, die Ludwig IX. für den ersten Kreuzzug aufbringen mußte, beliefen sich aus 1 537 570 Pfund, was für damalige Zeit bereits eine stattliche Summe war. Florenz gab für den Krieg gegen Mastius II. della Scala 600 000 Goldgulden aus, und "der sechs Monate währende Kanrpf mit dem Grafen von Birtu rostete diesen ßVs Million Worin. 1522 be­rechnete der gelehrte Doktor Christian Schcurl die Summen, die durchschnittliche zu einer vollständigen Kriegsausrüstung nötig seien, wenn der Krieg sechs Monate dauere, auf 560000 Gulden. Spanien gab zur Bekämpfung des nieder­ländischen Aufstandes jährlich 23 Millionen Goldkronen aus. Diese Summe war größer, als die Fahreseinkünfte der niederländischen Regierung während der Blütezeit ihres Handels gewesen waren. Je größer die Heere wurden, desto kostspieliger wurde natürlich auch das Kriegführe». Die Länder wurden nun bei militärischen Verwicklungen hart mitgenommen. Für Piemont, das im spanischen Erbfolge­krieg besonders schwer zu leiden hatte, wuchsen die Kosten ins Ungemessene. Mau hat berechnet, daß in dieser Zeit, d. h. während der Jahre 17001713, die Ausgaben so viel betrugen, daß auf den Kopf der Bevölkerung 137 Pfund kamen und diese Summe im heutigen Deutschland einem Kostenaufwand von 9 Milliarden Mark entsprechen würde. Die Schäden, die Piemont damals erlitt, sind ziffernmäßig berechnet worden. Danach verursachte der Feind Brände, die einen Wert von 4 184 608 L. verschlangen, nahm Vieh weg im Werte von 1492 032 8. Was der Feind an Beute aller Art mitnahm, belief sich aus 16 322 235 L. Im ganzen wird der Schaden, der durch den Krieg entstanden ist, auf 37 325 415 L. angegeben. Gewaltig stiegen die Kosten für Kriege und militärische Ausgaben in dem aufstrebenden Staat Brandenburg-Preußen an. Die Kriegsfälle betrugen schon unter dem Großen Kurfürsten 2hr Million Täler, also zwei Drittel der gefaulten Staatseinnahmen. Unter Friedrich Wilhelm I., demSoldatenkönig", machten die Ausgaben für Militär und Kriegsschatz 86 Proz. aller Einnahmen aus. Sehr groß sind auch die Mittel, die das reiche, aber mit seinem Menschenmaterial geizende England für Kriege auf- briugen mußte. Schon für die Zeiten der Lancasters be­trugen die Ausgaben, die für die Wotte aufgewendet wur­den, etwa 50000 Pfund. In den napoleonrschen Kriegen mußte England all seine finanziellen Kräfte anspaunen, um seinen Kämpf gegen den Welterobercr durchführen zu können. In den 14 Jahren von 18011814 gab Großbritan­nien für den Krieg mehr als 13 Milliarden Mark, jährlich durchschnittlich gegen WO Millionen Mark aus. Da das Land damals 1012 Millionen Einwohner hatte, so betrug der Kriegsaufwand für den Kopf der Bevölkerung 80 bis 90 Mark. Wollte man diese Zahlen auf das heutige Deutsch­land übertragen, so käme man auf einen .Heeresetat von etwa 6 Milliarden Mark.

vermischte».

* Das Bureau Reuter eine deutsche Grüns düng. In der Ausbreitung des Lügennetzes, das jetzt über dis ganze Welt gespannt wird, um die deutsche Wahrheit auszichalten, spielt bekanntlich das englische Bureau Reuter die Hauptrolle,

da es nicht nur über ganz Großbritannien, sonderir auch über all« englischen Kolonien hin verbreitet ist und so das Ohr der nicht- demschen Well sür sich hat. Nun ist es interessant, daran zu er­innern, daß dieses durch seinen .Deutschenhaß berüchtigvc Tel»- graphenbureau eine deutsch« Gründung ist. Der Schöpfer des Bureaus, Paul Julius Reuter, der 1871 sogar in den Freihercn- stand erhoben wurde, wurde 1821 zu Kassel geboren und ist 1899 in Nizza geswrben. Nachdem ihm weder bei einer Bank in Göttingen noch als Buchhändler in Berlin der Weizen geblüht habt«, ließ er sich 1840 in Aachen nieder, Ivo damals die preußische Regierung dem Publikum die erste telegrapl)iscl>e Verbindung mit Berlin zugänglich machte. Der kluge Gedanke, nunmehr eine schnelle Nachrichtenvermittlung von Aachen aus nach Berlin und nach Belgien einzurichten, ist aber nicht von Reuter ansgegangen, sondern von dem berühmten deutschen Physiker Gauß, der Reuter die Anregung zur Einrichtung eines Tclegraphcnbureaus gab. Reuter hatte sich zunächst einer Brieftaubenpost bedient, um den Zeitungen und Banken Nachrichten zuzusllhren. Mit der Ausdeh­nung des Drahtnetzes und der immer stärkeren Einbürgerung der Telegraphie dehnte sich sein Unternehmen aus, und schon zu« Jahre nach der Gründung in Aachen verlegte er sein Hauplburca!» nach London, wo er dann dauernd seine» Wohnsitz genommen hat.

viichertisch.

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Skat-Ausgabe.

Vorhand spielt Coeur-Solo mit folgenden Karten:

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Obgleich ein Wenzel und ein im Skat liegen, geht das Spiel verloren. Wie saßen die Karten und wie wnrde gespielt?

Auslösung in nächster Nummer.

Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer!

Haler, Hofer.

Redaktion: Slug. Goch. Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schcn Ilniversttäts-Vuch- und Sleindruckerei, R. Lange, Gießen.