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, Nein nein, mir Min «niemand Helsen. Und er ist Attchsam Von dir von Ihnen, daß Sie y"

Die Vorübergehenden fingen cm, auf die beiden auf­merksam zu werden, und diese Wahrnehmung gab Rudolf Brehmer den Mut, ihren Arm zu nehmen und die Willen, lose sanft mit sich hinwegzuziehen,

Was ist grausam, liebe Regine? Daß. ich dich nicht weinen sehen rann, yhne dir meinen Beistand anzubieten? Stehst du, es ist ja heute nicht das erste Mgl, daß ich dir hl Berlin begegne, und daß ich dir ein Stück Weges nod>- gegangen bin. Daß du hier bist, weiß ich schon seit einer ganzen Reihe von Wochen, Einer meiner früheren Kollegen hat es mir aus Reinswaldqu geschrieben."

Dast eS ihr Vater gechefen w!ar, der ihm sein kummer­volles Herz ausgeschüttet hatte, verschwieg er ihr aus natür­lichem Zartgefühl, denn er wußte Wohl, daß es ihr wehtun müsse, diesen Namen ans seinem Munde zu hören,

Du mußt nicht denken, Regine," fuhr er fort,daß , mich aufdränaen oder dir irgendwie zur Last falle» will, aS geschehen jst, ist geschehen. Und ich weiß wohl, daß dir meine Gesellschaft nicht angenehm sein kann, jetzt, wo du einen anderen lieb hast, Auer, siehst hu, wir können doch denken, das nstt unserer Verlobung wäre nie gewesen, und ich wäre nur ein guter alter Freund, vor dem man keine Geheimnisse zu haben braucht. So verzweifelt wie damals

K leiner ersten Ueberraschuug bin ich ja heute nickt mehr, und nach würde ich mich wohl auch ganz dqMit abs- ln, wenn ichnnr wenigstens die Beruhigung hätte, daß rtt wirklich glücklich geworden hist,"

Während sie ganz sachte ihren Arm aus dem seinige» i, sagte sie:Mas ist sehr aut von dir, Rudolf! Denn entlich müßtest du dich doch freuen, mich unglücklich zrl sehen."

Freuen? O Regine, kannst du mir das antun, so von mir zu denken? Siehst du, es gab ja ein paar Tage, wo ich h«n den änderen ganz gut hatte umbrsngen können, wenn ich die Natur für solche Gewalttaten hätte. Aber daS ist nun ganz und gar vorbei. Und wenn ich nur wüßte, daß fr htch glücklich macht, dann dann würde ich ebenso gerne ihm helfen, wie ich dir helfen möchte,"

ine Stimme hatte doch ein wenig gezittert, während

2 ; aber Anteil-

......... WWWWWW . ihre

e, verlassene Seele es jetzt in sich aufnahm wie ein Ver- cachtender den ersten, heiß ersehnten Tropfen,

,,Zch danke dir, Rudolf! Und wir haben es doch so ig um dich verdient."

Äch, das last nur. Wir wollen jetzt nicht mehr von diesen allen Geschickten reden. Darf ich fragen, wie es dir hier in Berlin geht? Dein der Herr v, ReibUitz hat wohl eine mite Stellung^

Rein, Er hat noch keine finden könne». Und seine Gesundheit ist augenblicklich so angegriffen, daß er auch nicht im Ernst daran denken kann, eine zu suchen,"

Das ist schlimm. Es handelt sich doch nicht um etwas Bedenkliches,"

Ich weiß nicht. Eben wollte ich einen Arzt bitten, ihn zu besuchen. Von dem werde ich es dann erfahren," Daß sie es verhältnismäßig ruhig sagte, konnte sich ihr Begleiter nur als einen Beweis für die Ungefährljichikeit der Krankheit deuten, urch so glaubte er bet diesem Gegen­stand nicht länger verweilen zu müssen,Und du selbst? Dir geht es hoffentlich gut?"

Es bedeutete keine Demütigung für Regine, als sie ihn: wahrheitsgetreu berichtete, wie fnrchibar schwer der Kampf

f is Dasein sei, den sie hiex in der fremden, mitleidlosen adt zu führen hatte, und je rückhaltsloser sie sich all ihre mMernisse und Sorgen vom Herzen sprach, desto voll- Widiger vergaß sie, vor wem es geschah,

Rudolf Brehmer hatte ihr aufmerksam zuaehört, und als ts nun an ihm war, zu reden, da sprach er so unbe- saIlgen und sachlich, als wäredas mit ihrer Verlobung" wirklich niemals gewesen,Nun mache ich mir aber ernst licke Vorwürfe, daß ich nicht schon bei einer früheren Be

wen

ch jetzt

sätig bi». Wir suchen näinuch schon seit Wochen nach ftnem tüchtigen und vertrauenswürdigen Fräulein für das Lager Und die Beaufsichtigung der Expedition, Die nötigen Fach-

kenntntsic sind leicht zu erlverbeii, und wenn du willst, könnt- test du schon morgen eintreten."

morgen .. ie ir* Jt* -

ein guter Mensch. Rudolf,

Regine sah ihn groß an. Sie hatte ihn früher immev gefunden. IN diesem Angeniblick fand sie es nichts

4 sie Und ver­gessen werde ich dir das nie, Mer daß ich es nicht annehMen kann, das stehst du doch wohl ein Ai

Aber warum denn nicht? Etwa, weil es dasselbe HauS ist, In dem auch ich tätig bin? Wenn es das ist, darfst du ganz ruhig sein. Ich habe mit dem Lager und der Expedition per» sönlich nicht das geringste zu tun, und es wäre sehr wohl möglichckaß wir einander wochenlang gar nicht zu Gesicht be­kämen. Daß ich mich dir nicht aufdrängen werde, habe ich dir ja schon vorhin gesagt."

Da fühlte sie, daß sie ihm einen großen Schmerz zu, fügen würde, wenn sie sein Anerbieten ausschlug, und mit einem Lächeln, dem ersten, das seit langer Zeit über ihr einst so fröhliches Gesicht ging, streckte sie ihni ihre Hand entgegen. Ich nehme es an, Rudolf! Und ich werde mir gewiß alle Mühe geben, mich deiner Empfehlung wert zu zeigen."

Er nickte mir und behielt ihre Hand nicht länger in der seinen, als es geschehen mußte. Dann verabredeten sie daS Nähere wegen ihrer morgigen Vorstellung bei dem Evef der Firma, und Rudolf Brehmer empfahl sich unter höflichem Lüften seines Hutes mit einem freundlichen Wunsche für die baldige Wiederherstellung des Herrn v. Ueibnitz.

16. Kapitel.

Ganz allein war Margarete am Vormittag im Schlitte» nach Waldenburg gefahren, um einige Besorgungen zu machen. Sie war von Jadwiga in Fornc einer höflichen Bitte darum ersucht worden; aber sic hatte sich nur ungern ent» schlossen, den Auftrag zu übernehmen, denn sie war in ernst« sicher Sorge um Dietlinde,

Irgend jesnand mußte dem Kinde in der Frühe de- heutigen Tages von der bevorstehenden Veränderung ge­sprochen haben, und die Wirkung war noch weit stärker ge­wesen, als Margarete es gefürchtet hatte- Totenblaß und am ganzen Leibe zitternd war die Kleine zu ihr ins Ziim- mer gestürzt und hatte sich wie in Todesangst an sie Mlammert, ohne im Uebermaß ihres Schmerzes aüch nur ein Wort herausbringen zu können, Margarete hatte alle­getan, was in ihren Kräften stand, um die Aufgeregte trösten, und ihr selber war das Herz wohl kaum weniger schwer gewesen als dem verzweifenden Kinde, Erst nachdem sie immer und immer wieder versichert hatte, daß sie in eini­gen Stupden zurück sein werde, hatte Dietlinde sich bewege» lassen, sie freizugeoen und dem Rufe Jadwigas Folge leisten. Gesprochen aber hatte sie auch jetzt nicht, und jbr Aussehen hatte Margarete »nt so beklemmender Angst erjülft, daß sie nahe daran gewesen svar, noch jetzt die beabsichttgie Fahrt aufzugeben. Aber sie war einem unmutigen Blrck Jgd-

F oigas begegnet, und sie hatte sich nicht abermals einem uij- reundlichen Wort görade aus diesem Munde autzsetze» wollen. So war sie mjt kummervoller Seele gegängen.

Während sie jetzt durch die scharfe Kälte des FrosttageS dahinfuhr, zermarterte sie ihr Gehirn unablässig mit dem pei­nigenden Gedanken, ob sic denn auch wirklich recht getan habe, auf Kosten dieses armen, früh geprüften Kinderherzens der vermeintlichen Stimme ihres Gewissens zu gehorchen.

Es war eine nutzlose Selbstqual, die sie sich mit diesen Grübeleien bereitete. Denn an dem, was einmal geschehen war, hält« ja alle Reue nichts mehr zu ändern vermochr, Zn den vier Tagen, die seit ihrer Unterredung mit dem Baratt verflossen waren, hatte sie bereits alle Vorkehrungen für eine baldige Abreise getroffen und batte sich nach verschiedenen Richtungen hin bemüht, eine andere Stellung zu finden. Sie durste wohl nicht zweifeln, daß auch von Seiten BardelebenZ oder Jadwigas ähnliche Schrille getan worden waren, wenn man ihr auch bisher keine Mitteilung darüber gemacht hatte.

Den Baron hatte sie während dieser vier Tage über­haupt nur ein paarmal flüchtig zu Gesicht bekomme», denn sie nahm alle ihre Mahlzeiten mit Dietlinde oben im Kindcr- zimmer ein. Ein stummer, höflicher Gruß, oder einige freund­liche, nichtssagende Worte, das war alles, was ihr bei den we­nigen zusälligen Begegnungen von ihm zuteil geworden war. Sein Benehmen mußte ihr Beweis genug dafür sein, daß er nicht mehr daran dachte, ihre» Entschluß zu erschüttern.

Sie war trotz der Pelzhüllen halb erstarrt, als sie in

S aldeubura den offenen Schlitten verließ, den» yas min on seit Wochen anhaltende Frostwetter hatte sich während