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Die Lebensmittelpreise in Gießen
in der er sten Hälfte des vor. Jahrhunderts sind ein Stint WlrtsckwW- Oschichte, das für sich allein spricht. Herr Ratsdiener 'P. Moll hat uns die folgend« Liste Kur Verfügung gestellt, aus der zu ersehen ist, wie billig damals die Lebensmittel waren. Allerdings war damals auch das Geld wertvoller.
1818 Juni
1822 März
1823 Juni 1886 Oktober
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12
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6
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6
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4
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Weizen 1 Malter 7 45
13,29 9 25
16,15 5 55 10,04
Korn 1 Malter 4 56
8,53 9
15,45 4 45 8.15
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5
5,28 7
12,— 4
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HAwr 1 „ 2 10
3.72 4 50
8,29 3
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Heu 1»« Birmb 8 29
4,— 2
3.4* 1 45 8.-
1 Fuder Steel)
Kartoffeln 1 Malter
12
28,58 10 17,14 1 38 2,74
Jn> Jahre 1848 kostete dar Pstuid Kaffee 24 Kreuzer (69 P>e»»ig), 2G Rreuzer (74 Pfennig- und 28 Kreuzer (80 Pfennigs.
1843, August, kostete das Malter Kartoffeln 4 Gulden 48 Kreuzer
<8 Mk. 13 Pfg.); 1846, August, 1 Gulden 30 Kreuzer (2 M. 74 Psg.1: 1847 April und Mai 7-8 Gulden (12—13,71 Mk.>.
vermischtes.
^ Die Badegarderobe in früheren Zeiten. Na- tvlcntlich in den vornehmen Seebäder» von heute wird mit Badegarderobe ein großer Luxus getrieben. Bei der Damenivelt sutt, Badekostittue zu sehen, die wohl ebensoviel gekostet haben wie teure Balltoilctteit. Früher war es um die „Badekostümc" reckst simpel bestellt. Zur Zeit der Minnesänger bestand die Badegarderobe der Miänuer zivar schon in einer Art Badehose, die grauen aber trugen Kn dieser Zeit beim Baden iwch keinerlei Bekleidung, wohl aber einen du heu Kopfputz und nicht selten auch goldne und silberne Ketten. Weiter kamen daun Badelakeu auf, tmd nach dein Sachsenspiegel gehörte zur Brautausstattung auch ein Badelaken. Zur Ausstattung eines Badenden ivähreud der ganzen mittelalterlichen Zeit gehörte auch eine Badequaste, eine Art Wedel, mit der sicl> die Besucher der Bäder den Körper abklopseu. Rach und nach entlvickelte sich das Badelaken zum Baderock. Uin ein Aufbauschen zu verhüten, irähten sich die Damen in den Sauni des Baderocks Bleistückchen ein. Im 14. und 15. Jahrhundert verschwand der hohe Kopfputz, den die Frauen früher beim Baden trugen: an dessen Stelle kaiuen bei Männern und Frauen einfache Hauben auf. Mittet alterliche Schriftsteller führten öfters Klage darüber, daß Männer und Frauen in deil allerdürstigsteu Gewändern giiwen, um in der „Badestube" oder ini Fluß ein Bad zu nelnnen Noch bis wett in das 19. Jahrhundert hinein war die Badegarderobe muh lder reichen Frauen sehr einfach, und erst die beiden letztest Jahrzehnte haben darin eine Henderung gebracht.
* Ein Held. „Also, Herr Haicplnwim, als Sie in dev letzten Schlacht tvaven, haben Sic da Ihr kaltes Blut behalten?" „Gewiß, ich hatte sogar so kaltes Blut, daß mir alle Glieder
zitterten." _
vüchertisch.
— (Die Sieger, Roman von Felix Philipp«, Verlag Ullstein u. Co., Berlin-Wien 3 Mk. "Der Welt des Theaters, mtt dem sein Name seit Jahrzehnten verbunden ist, hat Felix Philippr den Stoff zu seinem Roman entnommen. Die Kunststadt München ist her Schauplatz des von iiM zu großer Wirkung gebrachten Konftikts. Eine Sängerin der Hvfoper schützt das Bermäcdtnis ihres Vaters, eines genialen Musikers, den vor der Stunde des Ruhms der Tod überrascht hat, und dieser heilige Kamps ist zugleich ein Kanipf verratener und entweihter Liebe. Mtt der Schilderung des Theaiergetriebes kontrastieren dir^ Naturbilder aus den bayerischen Bergen, die Philippi in der Schönheit heiterer Sommertage mrd in der grandiosen Pracht winterlicher Schaee stürme zeigt, und ein sreundlickwr, behaglicher Hunior liegt versöhnend und Äärend über dem ganzen Werke.
' — Was tut sich. Eine Sammlung herzerguickenden Froh
sinns Bon Anton und Donat Herrnseld. Preis broschiert 2 Mk., geh 3 Mk Johannes Baum, Berlag, Berlin W. 30. „Echt Hernn- feld!" - rust man unwillkürlich beim Lesest dieser lustigen Iamm- luug herzerquickenden Frohsinns. Wer Anton und Donat Herrnseld von ihrer Bühnenwirksamkeit >»er kennt, der kühlt sofort, daß sie mit diesem Buche ihre Popularität noch erhöhen werden, Ueberall, uw Sinn und Verständnis für einen geftmdeu, uwhl° tuenden Hnnrvr herrscht, wird das Buch mtt Freude» begräbt toerdeu.
togoaripl).
Ost fiel) ich bei den, Freudenmahl Bereit, Ergnickimg dir zu spenden:
Vergessen ist des Lebens Qual,
Doch Täuschung hast dn nur ln Händen.
Denn ich bin es, der Schmerz und Weh Dir >v chlich bringt in schrveren Tagen. Wen» ich an drr vorllberged',
Sa kannst du wohl von Glücke sagen.
Knnn, mir ha-s Haupt und alsobald Hast dn ein mächtig Wild gesunden;
Es banne einst im tiefsten Wald,
Rn» ist'? vom Erdkreis laugst verschwanden. Auflösung in nächster Nummer.
Auslösung magischen Zaylenanadrats in voriger Nummer«
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22 j 15
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Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brüyl'fchen Unioersitäls-Buch» und Stemdruckerei. R. Langem Giest««,


