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Mer selbstpershändlich! Wie werde ich einem Men­schen nicht verzeihen, der in krankhaftem Zustand gehandelt hat. Ich höre, daß es dem unglücklichen Hauptmann besser geht, und daß Hoffnung auf seine Genesung besteht. Am Montag werde ich zum ersten Mule ausgehen und meinen Dienst wieder antreten. In der Mittagsstunde werbe ich nach Dasburg hinübersahren, de» .Hauptmann im Sana­torium aussuchen und ihm die Hand bieten."

,,Sie sind ein guter, edler Mensch," ries Frau Glover und sing wieder au zu weinen.

Gras Klinter wollte die rührende Szene möglichst ab­kürzen, schon um des Patienten willen, und sagte:

Gnädige Frau, wir müssen nach dem Sanatorium." Dann wendete er sich zu Werner und berichtete ihm er­klärend:

Wir haben dem alten Geheimrat aus sein dringendes Bitte» versprochen, heute den ersten Besuch bei dem Kran­ken zu machen."

iFvrtsctzung solgt.)

vlumen und Insekten.

Wie ii» Tierreich, so ist auch im Pflanzenreich die geschlecht­liche Fortbildung die Regel. Bei den Phonerogamen sinden sich bei­derlei Sepualorgane dicht beieinander, Staubgefäße u.'Stenipel meist in derselbe Blüte, so daß die Selbstbefruchtung möglich ist. Die Regel bei der Befruchtung ist jedoch die Fremdbefruchtung oder die Kreuzung, und die durch letztere entstandenen Nachkommen sind, wie Dartvin gezeigt hat, im Wettbetverb den andern überlege», weil die durch Selbstbefruchtung entstandenen Individuen schwäch­lich und wenig widcrstandssähig sind und deshalb bald zu Grunde gehen, wenn überhaupt der Samen keimfähig ist. Die meisten Pflanzen labe» sich der Kreuzbefruchlung aitigcpaßt, und ein Hauvt- mittel zur Verhinderung der Selbstbestäubung ist bei den Zwitter- blütlern die Reiseentwicklung der Staubgefäße und Stempel zu verschiedene» Zeilen, so daß die Staubgefäße entwickelt sind, bevor die Narbe des Griffels empsängnissähig ist und umgekehrt. Ber vielen Pflanzen wird die Kreuzbefruchtnng durch den Witid oder durch Insekten betvirkl. Die Windblütler, zu denen last alle Mätzchenträger, die Gräser- und Getreidearten gehören, vedürsen der Anlockunasmittel für die Insekten nicht, sie besitzen weder Honig noch Duft, noch ausfallende Farbenpracht, erzeugen aber eine große Menge von Blütenstaub, der vermöge seiner Leichtigkeit und Trockenheit bequem in der Luft umberfliegt: außerdem haben sie lange, beivegliche Staubfäden, auch ist bei vielen die Narbe des Stempels mit langen Fanghaaren beletzt, die den Blütenstaub leicht ausfange».

Die Insektenblütler, deren Blüten als Blumen im engeren Sinne bezeichnet werden, sind durch mannigfache Ausgestaltungen der Blütenblattkreise, durch Farbenpracht, Genick, Sastmal«, Honig, warzige Pollenkörner usw. ausgezeicknct. Zwischen den Blumen und den Insekten haben die mannigfaltigsten Anvassungen statt- desunden. Wie die Blumen sich vielfach den sic besuchenden Jn- ftkten angepaßt haben, so haben umgekehrt auch bei de» Insekten vluvassungen vielfacher Art an die Blumen statlgefuuden Die höchste Stufe nehmen dabei di« Schmetterlinge ein, die durch chren viollrüssel befähigt sind, den Honig aus den längsten und engsten Blumenröhren zu holen und bei ihrer raschen Bewegung in kurzer Zeit zahlreiche Befruchtungen zu bewirken Bon größter Wich­tigkeit für die Befruchtung unserer cinheinrischcn Blumen sind die Bienen, die als Bauch-, Schenkel- und Schienensammler für die Bestäubung von unschätzbarem Nutzen sind. Am wenigsten beteiligt bet der Befruchtung ber Blumen sind die Käser, obwohl einzelne Pflanze», w'ie z. B die Magnolie, flch der Befruchtung "durch sie durchaus angepaßt haben. Auch bei den Fliegen, die den Honig der Blumen suchen, finden wir viele Anpassungen in der Bildung d«S Saugcavvarates. Einrichtungen der Blumen zur Anlockung der Infekten sind vor allem Größe, Gestalt, Farbe und Geruch der Blüte, die Bergung von Gcnußmittelu, wie Honig und Blütenstaub, die Darbietung von Obdach, Brutstätten und Ma­terial zum Nestbau, aber auch Einrichtungen, welche die Ausnahme von Blütenstaub und die Uebertragung desselben auf die Narbe erleichtern, wie Sastmale. Haarlcisleii, passende Beschaiseuhril des Blütcustaubcs und der Narbe. Die Blumen mit völlig offenem Honig sind den verschiedensten Insekten zugänglich. Blumen, bei denen der Honig nur bei Sonnenschein lickubar wird, tverdcn ive- uiger von Insekten betucht, Blumen mit völliger Honigbergung haben buntere Farben und tteten häufig auch zu geschlossenen Gesellschaften zusammen, wodurch sie auNallc» und die Insekten anzichen Rote und blau« Blumen werden gern von den Faltern, selten von Käfern und wesprnariigen Insekten besucht: am un­abhängigsten von der Farbe der Blumen sind die Hummeln, die sich mehr durch die Ausbeute als durch den äußeren Schcin

! um Besuche der Blumen bestimmen lassen. Bel den Bienen-, tummel- u. Wespenblumcn sürd knrzrüssclige Gäste ausgeschlossen, ei den Fallerblumen, die sich durch einen starken Wohlgeruch aus- »eichnen, ist ber Honig lies in Röhren oder in einem Sporn gebor­

gen, wo er nur durch den langen, dünnen Schinetterliugsrüssel erreicht werden kann. Die Taasalterblumen sind meist rot und blau, die Nachtfallcrblumen weiß und gelb mit intensivem Wohl­geruch zur Flugzeit der Nachtschnierlerlinge. Ailderc Blume,>, die durch Kot und Aasfliege» bestäubt werden, haben einen wicder- lich süßen, urinarligcn Geruch und sleischrotc, gelbliche oder braun, roten Farbe. Hierher gehört »eben dem Pfeifenstrauch die Osterluzei, bei deren Besruchtting die Fliege oder Mücke durch die klein« Blüienröhre in die kesselarlige Erweilcrung der Blüte gelangt und die Narbe bestäubt, dann aber den Ausgang durch Haare versperrt stndct, so daß sic nun gesangcn sitzt, bis nach dem Ab- stcrben der Narbe der Ausgang ,nieder ftei wird. Häufig findet man viel tote Fliegen in dem Kerker, den sie mit großer Lebens­lust betreten haben. Im nachstehenden geben wir noch einig« Beispiele bekannter Pflanzenfamilten, ohne indes damit etwas Neues zu bringen, was nicht schon längst bekannt wäre. i

Bei den Schmetterlingsblüilern, die weithin sichtbare und dustend« Blumen haben, dient die Fahne als Aushängeschild, das den Insekten die Blüte als Fundgrube von Honig und Blutenstaub anzeigt. Bei vielen schließen die Flügel und das Schiffchen mit den Sexualorganen so fest aneinander, daß die Bienen nur mit Aufwand aller Kraft den Zugang zum Honig erzwingen; daher kommt oft Einbruchdiebstahl, besonders durch Hummeln vor, i»dem dies« den Kelch anbohren und den Honig Hussaugen, ohne dabei die Befruchtung zu bewirken. Bei einigen Arien der Papilionacecn ist die Blüienröhre so lang, daß nur lang- rüsselige Insekten Zutritt finden. Als man den Klee nach Neu­seeland vervstanzt hatte, konnte man dort lange Zeit keinen Klecsamen erzielen, weil cs an Hummeln zur Beftuchiung fehlte; erst als man aus England die Hummeln eingesühr! hatte, gelang es, Kleesamen »u erzielen.

Innerhalb der Familie der Rauunculaceen haben in der Form und Farbe der Blumen- und Kelchblätter, sowie in der Gestalt der Staubgefäße die verschiedensten Anpassungen stattgefunden, so daß einige Arten zu den Windblütlern zählen, während andere als Honigblumen von einer großen Zahl von Insekten besucht werden. Bei den Bcilchenarten, bei denen der ftühen Zeit der Blüte halber, der Jnsektenbesuch unsicher ist, findet eine Selbstbesruckftung statt, die später blühenden werden fleißig von Hummeln, Stockbienen, auch von Schmetterlingen, besonders vom Zitronenfalter besucht.

Während bei den Umbellisere» und Kruziferen durch die Ber­einigung vieler Blüten zu einer Blütengenossenschaft die Insekten angelockt werde», finden wir bei vielen Kompositen geschlechts­lose Randblüten mit leuchtender Farbe als Lockblüten. Bei der Kornblume, bei der die fünf Staubblätter jeder Schcibenblüte oben zu einer Röhre vereinigt sind, die aus der Scheibcnblüte hervorragt, fällt der Blütenstaub aus de» zweinarbigeu Griffel, eh« die Narbe reis ist, und dann wird er von den besuchenden Insekten zu anderen Blumen getragen, wo ihn die reifen Narben aufnehmen. '

Die zahlreiche Familie der Orchideen, die an Farbenpracht. Wohlgcruch, Größe und Forni der Blüte sehr verschieden lind, hat Darwin zum Gegenstand eingehender Untersuchungen gemacht. Stempel und Staubbeutel sind zu der Grifselsäule verwachsen, und die Pollenkörner werden von einem klebrigen Safte znsammeit- achalten, so daß ohne Insekten keine Bestäubung staltiinden kan». Die Blüten, die zu einer Aehrc zusammengedrängt sind, erregen durch ihre Farbenpracht die Aufmerksamkeit der Insekte», die auf der Honiglippe mit dem Saftmal einen Ausflugsort finden; beim Eindringen des Rüssels in den Sporn hasten die Pollenkörnchen! am Kopfe des Insektes, das sie dann auf die klebrige Narbe andrer Blüte» überträgt.

So zeigen uns diese Daüstelkungen, tvic außerordentlich man­nigfaltig die Anpassungen der Pflanzen an die Tierwelt des Jii- sektenreiches sind, wie Pflanzen und Tiere sich gegenseitig in die Hände arbeiten Und wie die Blumen so rechl das Produkt sind der Wechselbeziehungen zwilchen Blüte und Insekt.

Der I28föf>rige Indianerhäuptling.

Znsann»engekrümnit und zitternd, aber noch immer mit zwei kleine» schatten Augen aus den> von unzähligen Runzeln übersäien vcrgamentsarbene» Gesicht blickend, gehüllt l» seine malerische Tracht, den Schmuck des Häuptlings, de» mächtigen Federputz, aus dem Haupt«, so ist er nach Minueapolis gekonnne», Wa-bc-ne-gew-wes, der > 2 chäl,rige Häuptling der Chivvewa-Jiidla er, der heute ans dcu bürgerlichen Rainen John Smith hört. Als er geboren wurde, dg deckte »och jnngsränlicker Urwald die herrlichen Jagdgründe der roten Männer, da herrichte noch das Heldenzellaller der groben Häupllinge, da ivare» die Söhne Manitus noch die Herren der Erde. Heute ist alles ganz, ganz anders, und der uralte Kreis, der mehr als Ivo Jahre der Führer eines einst mächtigen Stanuues gewelen, hat sich entschlossen, vor seinem Tode noch die grobe Stadt ,» besuchen, die heute da steht, ,vo er einst aus seine», feurigen Renner durch die Wildnis lprengt«.

John Sniith Ist jetzt »ach seiner Rechnung 128 Jahre; dab er nicht viel jünger sein kann, geht aus den oifizielle» Regierung«- aulzeichnuuge» hervor, in denen Wa-be-ne-gew-weS als Knabe und Sohn des Häuptlings der Ehipvewas zum ersten Male vor IIS Fahren nnsgelührl wird. Jedenfalls ist er der letzte der große»