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4. Kapitel.
Schon am frühen Morgen wanderte Rene wieder im Garten auf nikd ab.
Er batte vorjttglich geschlafen nn» atinete nun die krafttge, fühle Seeluft in vollen Zügen
Der Garten n>ar ei» Zdttll.
In der Mitte zeigte er einen steine» Grasplatz. Die Wege waren mit Buchsbaum gesäumt, aus dessen grüner Borde hier und da eit, Rosenstrauch oder ein Iohannisbeerbänmchcn hcr- vorwuchs.
Die Hinterivaud des Hauses ivac von u>Üoem Wein umraukt miti unter ywfi kleinen Stastamen stand eine saubere Gartenlaube.
Dort huiein segle sich Rone.
Er lehnte sich zurück und schloss die Augen. Ein unbeschreiblich wohltuendes Gefühl der Ruhe, des Friedens ergriff ihn. Die Baumkronen rauschten leise. Sie erzählten, hatte gestern der Blinde gesagt, sic erzählten: Wir sind tvie das Leben, bald üppig und schön, bald kahl und öd.
Rene überdachte lange dieses Wort.
Wie ivar sein Leben gewesen bisher? Auch üppig und.schön, und dann aus eiunial, durch ein einziges W>r.t eines Weibes, so öd, das, er es hatte ivegwerfen ivolle».
Er sann und sann, und es kamen Gedanken, die sagte» zu ihm: Ist es eines freien Menschen würdig, sich so selbst zu ver- Iieren um eines Weibes ivillen, au dessen Liebe er geglaubt? Ist die Liebe überhaupt ein so wichtiges Ding, dast sich ritt freier Mensch von ihr ganz regieren lägt? Ist sie nicht für manche Menschen, für viele Menschen ei» Gilt, das, cingefogzM sie ivillen los macht, sie das Gitte >tnd Reine vergessen läßt?
Liegt die Liebe nicht auf d« Welt umher in Massen? Mustt du da schreien und klagen, mm» sie ein einzigmal versagt hat?
Bücke dich, hebe bessere Liebe auf, als die verlorene.
lind Neues Gedanken schalten weiter, mib sein .Herz hielt ganz still, tnid es sagte nur teile! Was wisst ihr Gedanken von Liebe?
Vom Haufe her erklängen Schritte mib Reue schreckte empor. Arda ging, ein Kafjeebrett in beiden Händen, zur Laube gegattgeu.
War sie gestern abend mit gelösten! Haar und i» dieser „acht diiukleu Umgvbnng schön gewesen, so tvar sie es heute morgen i» de»l tveiste» Schürzcheu, den frischen Wangen und den blanken Augen doppell.
Sie fehle das Gejchirrbrett aus einen-Stuhl und reichte dann Rene die Hand zum Grustc
„Guten Morgen, Herr."
„Guten Morgen, Fräulein Fräulein, darf, ich- wissen-, tvie. Sie heiheii?"
„Arda, Herr."
Sic senkte einen Moment die Augen, schaute aber sofort,wieder zn Neue ans.
„Ich danke Ihnen, Fräulein Arda. Ich habe gut geschlafen und hosfe von Ihnen dasselbe."
„Ich schlafe imnier gut, Here, lind ist es Ihnen, recht« loenu sch in der Laube decke?"
„Sie konitnen nieincnl Wunsche entgegen, Fräulein Arda."
Nun deckte Arda schweigend den Frühstückstisch, und flink -ging ihr alles von der Hand, »nd als sie fertig uw, erklärte sie kurz das Ekebrachte; „Hier ist Kaffee »nd hier ist Milch und Sahne, hier Schwarz- und Weißbrot und hier die Rundstücke. Wotlen Sic anster Butter noch Honig habe», Herr??,
„Nein, ich danke."
Arda sagte noch: „Lassen Sie es sich gut schmecken," und ging dann
Aber Rene riet sie zurück; „Verzeihen Sie, Fränlein Arda — wann kann ich mich denn Frau Bahlfeu vvrstellen? Sie muh doch ihren Sommergast erst einmal frnnen lernen."
„Mutter hat die Gicht und heute ioiedee grohe Schmerzen. Kiellcicht ist es morgen besser."
Sie nickte ihm zu und ging nach dein Hause.
Nach dem Frühstück packte Rene erst seine Koffer ans. die unterdessen angekommcn ioaren, dann »ahm er Pelerine, Stork und Akühe, steckte sein Skizzcnbnch zu sich und schleuderte dann, »ach deni Strand. ?lls er durch die Flur des Hauses schritt, sah er Arda in der Küche stehen.
„Ach bitte, Fräulein, sagen Sie niir doch, uw mau hier gut zu Mittag speisen kann?"
Arda lächelte eiu iveuig.
„Da werde» Sie nichts siudcii. Herr. Das - einzige Hotel tut Orte wird erst am I. Juli eröffnet, und. sonst gibt es imr die Schenke im .Hasen."
„Das ist fatal."
Rene lieh seine Blicke in der Küche umherschioeifcn. Alles glänzte und blinkte vor Sauberkeit.
„Könnte» Sie nicht für mich kochen, Fräulein Arda?"
Das Mädchen ivurdc verlegen.
„Wir sind einfache Leute, >vir essen viel Fisch und Mehlspeisen."
„Versuchen Sie es mit mir als Gast, Fräulein Arda, ich wäre Ihnen dankbar."
„Für heute gern, Herr. Für später mag die Mutter entscheiden." — Dann ging er. (Fortsetzung folgt.)
vermischte».
fcf. Der flute Ton i >» St n li ft a 11. Dev Eigentümer einer grasten Alilcknvirischatt !>, Verona Im Staate Reiv Fersen, Cletan Francisco, hat die Entdeckung gcmackst, dah »tan die Kühe, n>en>« he viel Blilch geben sollen, nick t mit Schiiirptworle» traktiere» b ri. Er bat also, tote die .New cksork World" berichtl, jeine siiuitlicheu Rielker tnrd Ctastscüweizer z»san»nengern>«>! , nd ihnen ernsthaft eingeprägt: »Verfahrt mir fein sänberttch- mit den Skührn und chcilet Euch, ihnen eiu jchleclsteS Wort zu sagen!" Tie slnivisbc» und »»garischeu Melker hat sich Herr Francisco besonders schall auls Korn genonimcn. Er findet »ämtich, dah ihre rauhe» Stimmen nickt dazu nngctan stnd, senlen cnivsindlicheu Sinlien viel Mltch z» entlocken, lind droist ihnen deshalb mit Entlassung, wen» sie sich nicht ernstlich besleistigen, mU ihren Schuhbeiolstcnen nur in sanfteslec Tonart »nizugehen. dlnsterdeni müssen sie lieh, um die cmpfind- lichen Enter der Tiere inchl z» veil tz.n, künftighin der Behandlung einer Maniküre nitterziel en und sich die Nägel schneiden lassen. Herr Francisco beschränkt sich darauf, seinen Kühe» enie ausgezeichnete Stürzervslegc znleil iverden zu lassen »nd sie im übrigen nicht durch eine rohe Behandlung vor den Stopf zu flohen sind slör>tsch zu mache». 11 ■ ec eine Kollegin von ihm, natürlich auch eine Aineri-
kancrin, iibeitnnnpft ihn noch, iiide» ste auch lür da4 ieinere Scelculebeii ihrer Tiere sorgt. Cie findet, dast die Tiere auch den leigten Tropke» Milch hergcbcn, ivenu man sic während des Melkens durch die anregende» Töne eines GrannnophonS », eine wct.he, gebefreudige Kanne verseht.
vüchertisch.
A u d r e es H a n 0 a t <a s. Sechste Auslage tVelhagen L Klajing, Bielefeld nnb Leipzigs, Schon fnieder erscheint der allge- inein bekannte und beliebte Handatlas tu einer völlig ucn tsear- beitete» und stark vermehrte» neuen Auslage Das Inhaltsp.c» - zeichnis iveist gegen die vorige Auflage eine Vermehrung von nicht weniger als 55 Kartensetten ans. lind >vic sorgsältig die einzeluc» Blätter -dtirchgearbeitat sind, dafür l>»tt die vorliegende erste Liesc-- rung ein glänzendeS-Zevgnis ab. ?tts völlig nmgearbeitet und stark bereichert zeigen sich n. a. die prächtigen Blätter der Simmel» - künde und der Nordpvlargebirte. In die d.-iitschrn Proviiizkarten sind übersichtliche Darstclliinge» der gemischtsprachigen Gehre, des Reiches eingcfügt, alle Ehanjseen - für den modernen Verkehr.eine wichtige Ergänzung und Eisenbahnen sind eingetragen. Die Staateilüberjichten lmreu ein austerordentlich klares Flächeukvlvrit erhalten. Ganz neu »nd sicherlich vv» vielen freudig begrüßt ist die inhaltreiche Reihe der .Karlen zur Bodenkultur »nd Staatsbürgerkunde des Deutsche» Reiches. Das mächtig ansstrebendc Japan hat eine prächtige doppelieitige Darstellung gesunden. Eine ganz eigenartige und noch nie dageivesene Bereicherung des Atlas find die Karten der ivichttgstcn dentfchen und europäischen und einiger anstercnropäischec Hauptstädte solvie der bedeutendsten Industrie und VerkhrSgebiete in grasten Mahstäben, von denen die erste Lieferung in „Haniburg", „Basel, Brr», Genf, Zürich", „Bierivaldstütter See und Iungsraugcviet", „Kopenhagen und der Sund". „New. ?1ork und llmgebnng" einige glänzende Beispiele gibt Alles- zeigt, dast wir in der sechste» Auslage des Handatlas ein völlig neues, aus der Höhe der Wissenschaft, und der Technik stehendes Werk vor uns haben loerd.-».- Besonders zu begrünen ist, dast der Verlag sich entschlossen hat, das annähernd 305 00;) Namen enthaltende alphabetische Nauienverieichuis in einem be- soudcre» Bande beiz»geben, was die Brnutzimg sehr rrlcichterl. Fast nnbegreislich ist die Billigkeit dieses für irden Gebildeten lirntzittage unentbehrlichen grostartigen Kartemoerkes, das ein- schliestlich des vollständigen Namenverzeichnisses in 15 Liefcrnn- gcn zu je 2 Mark erscheinen und im Spätherbst vollständig sein lvird. -
Urithülogriph.
13 3 6 eine Gctreidcatt,
2 3 4 6 2 ein Banns,
3 6 18t babsstossiickie Eioltheit.
4 ft 2 6 8 l römischer Feldherr,
6 8 6 2 ei» Nagelser.
6 3 2 9 Nebenstnn des Rheins.
7^2 2 anregendes Getränk.
8 6 7 2 1 tust Blume.
9 2 3 2 1 Raubvogel.
12 3 45 6 789 eine Körveeschast. dluslösiing in nächster Nummer
Auslösung des Krcuzrätiels in voriger Nnmniec:
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