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läufig Hallen Sic das Grab gut imstande und öfters mal frische Blumen! Weiße Rosen und anch Maiglöckchen liebte sie so!"

Rein, nein," wehrte der Alte,das Grab halte ich so wie so gut"

machen Sic keine Sache, Berger, die Blumen sollen doch von mir fein, und ich selbst kann keine fiir sie besorgen! Mit dem übrigen machen Sie Ihrem Wilhelni eine Freude; der verdientes ist ein braver Mensch!"

Das will ich meinen, Herr Hauptmann, ein Schlos­ser, wie es kaum einen zweiten gibt," nickte der Me freude­strahlend,er ist mehr für das Höhere"

Wols hatte nicht mehr viel Zeit; Ella mit ihrem Vater Mußte sogleich kommen; er war ihnen zuvor gegangen. Adieu, Berger," verabschiedete er sich, diesem die Hand ge­bend.Adieu, Herr Hauptmann, und fröhliche Weihnacht!"

fröhliche Weihnacht!" ais ob eS für ihn noch etwas Fröhliches gäbe er lächelte bitter, und sein Blick flog über die winterliche Landschaft. Ueberall Schnee dick lag er auf den Besten der Tannen alles wie mit einem Leichentuch bedeckt Und dock> beneidete er die Schläfer, die hier alle so saust ruhten jo weltentrückt und allem Erdenleid so fern. Es fröstelte ihn- er schlug den Mantelkragen hoch und be­flügelte seine Schritte. '

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Der Tod seines Kindes hatte Wolf augenfällig verän­dert. Er war ja immer ernst gewesen, aber so wortkarg und einsiedlerisch doch nicht. Dazu kam, daß seine sonst so feste Gesundheit gelitten hatte der Gram und schlaflose Nächte hatten daran genagt. Mit seiner Frau >var er vollständig zerfallen er hatte jede Gemeinschaft mit ihr znrückgewie- len. So lebte jedes für sich; Geselligkeit konnten sie wegen des Trauerjahres nicht pflegen, deshalb verreiste Gabriele auf einige Wochen, um der drückenden Atmosphäre ihres Hauses zu entsliehen. Einen Lichtpunkt in Wölfs Einsanikeit bildete der Besuch seines Freundes Strachwih, der tief «er- schlittert von dem Geschehenen Kenntnis nahm Wolf hatte ihm nur den Tod seines Kindes angezeigt sein Wieder­sehen mit Mary aber nicht geschrieben. Wozu auch?--

Strachwitz war gekommen, sich mit Käthchen Lautner zu verloben; das liebliche Sclliner Psarrlind hatte es ihm an­getan, und Wolf freute sich aufrichtig seines Glückes.

Winter und Frühjahr lvaren vergangen und der Som­mer hatte in voller Pracht seinen Einzug gehalten. Wols konnte die Erinnerung an das Vergangene nicht abschütteln; er hatte allen Lebensmut und alle Energie verloren. Das Leben ekelte ihn an--eines Morgens fand ihn sein Die­

ner tot auf dem Bette liegen, eine Ivinzige Wunde an der Schläfe, die Pistole der hcrabhängeuden .Hand entfallen einen sriedlichen Ausdruck im Gesicht.

Gabriele war untröstlich aus ihre Art hatte sie ihn doch geliebt, und nun tat er ihr das an! Anfangs hieß es, er wäre durch unvorsichtige Handhabung mit einer Pistole tödlich verwundet aber die Wahrheit sickerte doch durch sein zerrissenes, eheliches Leben war doch zu bekannt, als daß nicht andere Ansichten und Meinungen hät­ten laut werde» müssen. Aber keiner, der ihn verdammt hätte nur eine Stimme des Mitleids herrschte; jeder, der ihn gekannt, hatte ihn auch verehrt!

So wurde er denn begraben neben seinem Kinde, von allen aufs innigste betrauert wieder hatte der alte Berger ein Grab zu schaufeln, und wieder stand er tränenden Auges davor, die Hände gefaltet sein einfacher Sinn faßte das nicht ja, eitel ist alles Irdische, und des Menschen Le­ben ist wie eine Blume im Felde wenn der Wind darüber weht, ist sie nimmer da.

Das ist die Geschichte jener Gräber, und in stillen Abend­stunden habe ich dir nun ausgeschrieben, was ich darüber erfahren habe. Nimm die Blätter freundlich an, und wenn dich einmal dein Weg hierher führt, dann wollen wir zu­sammen hingkyen und ein paar Blumen auf jene Hügel niederlegen. _

was witzige grauen sagen.

Die Herren der Schöpstmg möchten »war den Damen gern den Sinn für Humor absprechen; wie unrecht sie aber damit tun, das beweist eine funkelnde Perlenkette von schlagenden Witzen und geistreichen Worten der Frauen, die im Strand Magazine an rinandcrgereiht werden.

Schauspielerinnen haben sich immer durch eine spitze Zunge ausgezeichnet. Berühmt für ihre tressendcn Antworten >v»r die große französische Sängerin Sophie Arnould, bei der sich einst eine ebenso schöne wie dumnie Kollegin prahlerisch über die Un­zahl ihrer Verehrer beklagte.Meine Liebe," sagte Sophie,dem kannst du doch aiis die leichteste Weise abhelsen. Du brauchst nur mit ihnen zu sprechen." Nicht niinder scharf war die Entgegnung- der berühmte» Tragödin Marie Dorval, die bei einem Wohltätig- keitssest auch einen reichen Fabrikanten um eine Gabe bat.Ich habe nichts zu geben," sagte er. Woraus sic prompt erwiderte: Dann nehmen Sie sich etwas: die Sammlung ist für arme Leute." Gut aus der Affäre zog sich die große Heroine des eng­lischen Theaters im 18. Jahrhundert Mrs. Siddons, als ihr Vater sie zur Rede stellte, weil sie sich entgegen seinem Verbot heimlich mit einem Schauspieler verheiratet hatte. Dieser Siddons war ein sehr mäßiger Mime. Die Tochter behauptete kühn, sie wäre nicht ungehorsam gewesen.Wie?" rief wütend ihr Vater, der Schauspielöirektor Kcmble,und sogar den schlechtesten Darsteller hast du dir noch ausgewählt?"Gewiß," antwortete sie ruhig, niemand kann von ihm behaupten, daß er ein Schauspieler ist." Schwer beleidigt fühlte sich die älteste Schauspielerin der Comsdie Franyaise Mme. Allan durch ein witziges Wort ihrer Kollegin Augustine Brohan. Als Augustine einst Mme. Mlan mit einer anderen Schauspielerin in einem angelegentlichen Gespräch sah, fragte sie neugierig:Wovon ist denn die Rede?"Von der Schöpfung", antwortete Mme. Allan abweisend.Ja," sagte Augustine lachend,da kann ich freilich nicht mitreden, aber Mme. Allan wird gewiß ganz genau wissen, wie es da zugegangen ist." Als die Tänzerin Mme. Vestris Charles Matthews heiratete, er­zählte eine Freundin der geistreichen Julia Glover:Bevor ihm die Vestris ihr Jawort gab, hat sie ihm erst alle ihre Liebhaber eingestan­den."Was für ein großartiges Gedächtnis," sagte Mrs. Glover mit komischer Bewunderung. EineAbfuhr", wie sie besser und kürzer nicht gedacht werden kann, ließ die extravagante Lady Blessington Napoleon III. zuteil werden. Als verbander Prinz in London hatte Napoleon sehr viel bei ihr verkehrt und oft auch ihre Hilf« in Geldnöten in Anspruch genomnien . Nicht lange nach dem Staats­streich kam die Lady nach Paris und erwartete natürlich, nach den Tuilerien eingeladen zu werden. Der Kaiser aber nahm von ihr gar keine Notiz; erst als er sie bei einem großen Empfang sah« schritt er liebenswürdig auf sie zu und fragte lebhaft:Ah, Mylady Blessington! Werden Sie lange in Paris bleiben?"Und Sie, mein Herr?" war die einzige Antwort der Dame, die damit auf seine noch unsichere Stellung anspielte. Eine andere schlagfertige englische Aristokratin Lady Clanricard sprach nach dem Kriege von 1870 eines Tages mit dem sranzösischen Gesandtem der sich bitter darüber beklagte, daß England Frankreich im Stich gelassen habe. Aher es wair ja nicht anders zu erwarten," sagte er,wir glaub­ten stets, daß Ihr eine Nation von Schacherern seid, und nun wissen wir, daß Ihr es seid."Und wir," entgegnete die Lady,glaubten stets, daß Ihr eine Nation von Soldaten seid, und nun wissen wir, daß Ihr es nicht seid." Daß der Witz auch unter den moder­nen britischen Schönen nicht ausaestorben ist, beweisen die geist­vollen Aphorismen der Mrs. Kendal. So plauderte sie z. B.et­was über Küsse":Einen Kuß stehlen ist natürlich. Einen Kuß kaufen, ist dumm. Seine eigene Frau küssen, ist Pflicht des An­stands. Eine häßliche Frau küssen, ist galant. Eine alte Dame küssen, ist Ucberwindung. Ein junges hübsches Mädchen küssen, ist ganz was anderes. Eine reiche Tante küssen, ist Heuchelei. Die Schwiegermutter küsse», ist ein heiliges Opfer." Von einer Frau, die ans der Bühne Erfolg haben will, fordert Mrs. Kendal drei Tinge:Die Haut eines Rhinozeros, die Stärke eines Mannes und das Gefühl einer vergrabenen Statue." Bekannt wegen ihres Geistes ist auch die Mutter Winston Churchills, die Gattin des verstorbenen Lord Randolph Churchill Sie lud einmal Shaw zum Lunch ein, der als Feind aller Gesellschaften telegraphierte:Ich komme nicht! Wie können Sie mir so etwas zumuten bei meiner wohlbekannten Gewohnheit?" Das Antworttelegramm lautete: Kenne Ihre Gewohnheiten nicht. Hoffe, daß sie nicht so schlecht find, wie Ihre Manieren." Lady Cardigan sagte, als in ihrer Gegenwart eine ziemlich einfältige Dame ein Kompliment über ihren Verstand bekam:Da wundere ich mich nicht, daß sie viel Verstand hat. Sie gibt niemals welchen aus." Gut parierte auch eine ältere Dame die Aenßerung einer viel jüngeren, die meinte: Nach 30 ist keine Frau ansehen-wert."Ganz richtig," sagte sie, aber vor 30 ist kein? anhörenswert."

vermischte».

Kos. Ein königliches Vergnügen. Friedrich VI.; König von Dänemark, war ein bei seinem Volke sehr beliebter, leutseliger Herr, der auch sür viele Dinge Interesse zeigte, um die sich Monarchen sonst nicht zu kümmern pflegen. Sein Stecken­pferd war das Feuerlöschwesen: wenn er nicht König gewesen wäre, wäre er sicher Feuerwehrhauptmann oder Brandmajor ge­worden. Er sorgte nicht nur dafür, daß die Feuerwehr in seiner Hauptstadt Kopenhagen durchaus auf der Höhe stand, sondern ließ sich auch aus seinen zahlreichen Reisen durch sein Ländchen überall die Spritzen vorsühreu, und sein ganzer Zorn tras die Stadtverivalinugen, wenn nicht alles in bester Ordnung war.