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nichi sondern nur einen Sandbugel — er ist spater abgetragen worden —, der nrit Unrecht den Namen „Berg" führte.
Bald nach dem Osterfest fmu meine Mutter, um mich beim* zuholen. Die Eiscnbakii konnten wir nur aus der kurzen Strecke von Darmstadt nach Frankfurt benuden. und die Fahrt damit ist meinem Gedächtnis entschwunden. Aber dunkel sieben ei» Fubr- mannilbof »nd ein altes Haus in Frankfurt — wo wir ans die Abfahrt der Familienwagcns warteten — noch vor meiner Seele. Dann eine «udlo» lange Fahrt, die sich bis in die Nacht iknd irt
meine Traume ausdehnte--daun nichts mehr--bis zu
dcni Augenblick, wo ick vor Busenboni, von Schotten koinnieud, am Beginn des hinter den ersten Häusern der oberen Gasse hcrzielieudcn WieseugeländeS — nach achtmonatlicher Abwesenheit — unser Haus wieder erblickte.
Da habe ich mich, anher mir vor Freude, ins Gras geworfen und fast die Heimaterde geküsst. Wie mir die Mutter später gesagt hat. Nach dieser Zeit verlebte ick, noch z>vei Winter bei den Gros. - clter» und nur noch einen in Brisenborn. ehe der Vater versetzt »nurde. Aber von meinem siebenten Jahre an konnte ick oll« Wintcrsreuden in Eis und Schnee mitmachcn, vhne kraul zu toerden.
Das Dekret, das mein Batcr im Spätherbst 1858 erhielt, sübrto unL nach einem klimatisch etwas günstiger gelegenen Dorfe des* selben Gebigres. Wir hatten nicht weit zu ziehen. Dort wurde der Vater wenigstens das anstrengende Doppelamt los und genost dabei eine erwünschte, wenn auch nickt allzu reichlich bemessene pekuniäre Ausbesserung. Wenn die Eltern nicht die größte Sparsamkeit hätten walten lassen, wenn sie nickt verstanden hätten, aus der Landwirtschaft etwas heranszuschlage», um welche sich namentlich die Mutter rastlos mühte, hätten wir weder auf der einen nock aus der anderen Stelle besteben können. Das Gebalt rneines Vaters tvar also ein sehr fragwürdiges. Wenn es in Busenborn auf dreifache Art hatte verdient werden müssen: durch das Pfarramt, das Schulebalteiv und den Betrieb der Landwirtschaft, so hier immerhin noch auf zwiefache, denn auch am neuen Wohnort war rin Psarrgut zu be- tvirtschasten, und zwar ein größeres als in Bufenborn. Den Verlust bei allenfallsigem Mißwachs und Viehstcrben hatten die Eltern dann noch obendrein zu trage». Ihr Wunsch nach einer Verbesserung und die Notwendigkeit derselben schlossen nickt aus, daß ihnen das Scheiden von der gutgeartete» kleinen Gemeinde, die sic verließen, nahe ging, und das war gegenseitig.
Einige Wochen nach unserem Ilmzug kam eine Deputation von Busenborn, um meinem Vater als Andenken eine Vilderbibel feierlich zu überreichen. An der Spitze derselbe» stand der Bürgermeister, der in einer Ansprache deni Dank der Gemeinde für alles, >vaS mein Vater und meine Mutter ihr während langer Jahre gewesen waren. Worte lieh.
Es hat einen tiefen Eindruck aus mich geiuackt, daß ihm dabei Tränen in dir Augen traten, und die Stimme nickt reckt geborcken wollte.
Auch ich habe mit tiefe», Gefühl Abschied von den kleinen Mädchen genommen, mit welchen rch ineine stinderfreuden geteilt hatte, und auch das war gegenseitig gewesen. Die Zuneigung, die sie mir einst geschenkt haben, hat dem Lauf der Zeiten Stand gehalten, denn die Bogelsberger und Bogelshergerinnen sind fest und treu: und in diesem Sinne möchte auch ich mich, so lange ich lebe, mit Stolz eine Vogclsbergerin nennen dürfen.--
Wenn die Erinnerung mein »ändert and vor mir aussteigen läßt, steht auch das anmutig gelegene Gebirgsdörfchen Busenborrr vor meiner Seele, wo ich mein erstes Jahrzehnt — das einzig« im Menschenleben, das ganz der Kindheit angehürt — beschlossen habe. Nach wenigen im neuen Wohnort verlebten Jahren versank allmählich, aber unaufhaltsam, im Strom der Zeiten mein Kinderl an d.
^Fortsetzung folgt.)
vermischte».
• Sprachliche S a ch i e n g n » g « r. Die Tachseugängerei, das jährlich sich wiederholende Aicktreten gewaltiacr Schwär,ne slawischer Lnndarbeuer im Teulseheu Neich, ist zweckellos eine im» erfreuliche Erscheinung: Ne schuiäler» de,, Landeoknidc » das Brot, sie schädige» deuische Sitte und Sittlichkeit und sie slärteu die Feinde des Deutschtums durch Anlegen der erivorbeue» Milli »e» (II in poluiicheu Banke». Di« sprachliche» Savicn.iängec ko,»nie» nun lreilicb feiten wie jene aus dein Oste», umso,»ehr dagegen a»S dem Westen, und schon seit Jahrhunderten. Gewiß sind viele von ihnen längst geslorve» swcr ivrüche wohl heute noch, wie vor hnndert Jahren, von Apprehenston, Snrto»,, Temolselle, Acleiiis, polierten Völker» »nd dcrgl >, aber die, wie cs ickieint, unanSrottbarc Vcrliebiheit der Tcnhchen in diese volks're>»den Einivandcrrr zieht a»ch heute „och jahraus jahrein »cue Schare» ins Land. Französische Sachsengänger werde» natürlich weiter nach Gebühr geschätzt, de»» .lrauzgstich' dedentet in», einmal Je!» ;* aber seit wenigen Jahrzehnten zieht »ran doch die englischen vor und wer Eindruck machen will <»ud wer wollte da? »ict'I l ?■. der benutzt diele, oder besser „och beide Arte» »ach Uralten. Sie st»d auch gar zu gefällig' Diener, viel adretter und geiilalcr, viel »ichr <re»tloin»»Ii>ce und lackionable als ihre groben deulichen Genossen. Gewi«: sie drängen so innnches dentscheKein-
»vort in den Winkel oder blasen im» gar das Lebenslicht au»: st» verderben deutsche Sprache und Art, machen nur dem KöntgS- mantol ein Narrenkleid, aber was schadet das? Wenn sie dann freilich in ihre Heimat zur ickkehren nud dorl berichten von ihrer Anlnahme im deutschen Lande und die Frenidcn verivundert den Kopl schütteln, ist das auch noch hannlo» und gleichgültig k Oder ivird dadurch nicht viclinehr der deutsche Name in der Welt geschändet, deutscher Wesen den, Gespött und der Verachtung preis- gegeben ? Wir sage» hier wahrlich kein Wort zuviel — man höre nur unter den zahlreichen Urteilen des AuslanveS dieses einzige deS lranzöstschen Schriststeller» Pierre de Vrsmonlval, da§ in seiner schlichten Vornehmheit doppelte Beachtnng verdient: .Wenn man diele erstaunliche Menge von Wörtern, Ausdrücken, kurze» Redens arte» ansieht, welche sie ans der lranzöstschen Sprache erborgt habe», uni die astgcmclnste» und »uenthrhrlickuien Tinge deo Lebens anSzudrücken, iver sollte da nicht die Deutschen für ein wildeS Volk Amerika« halten, welche-, der enilnchstcn Vorstellungen crinnigelnb, diese feit einigen Jahren mit de» eiitsprecheiiden Ausdrücken von de» Franzosen erhalte» hätte?"
Wollen wir »ns die Achtung der Well erobern, ans die wir durch unsere Leistungen Anspruch haben, so gibt eS dazu nur ein Mittel, das aber unfehlbar Hilst: ganz zu fein, ivaS wir find Tie ArbcstSkräste miferer eigenen Sprach« sind mehr als ausreichend: hinaus also mit den fremden Schädlingen aus miserni Landet
N. Pallcskc (LandcShnt i. Schl.).
* Futuristische M u s ik. Der futuristische Kapellmeister, »u dem Cellisten, der sich beschwert: „Ist den» irgend etwas nickt richtig?" — „Der Paukenschläger hat mir nieinc Noten genoinnien; nun spielt er nach ihnen und ick mußte nach seine» spielen." —> — Der Kapellmeister, bernbigi: „Ach, ick dachte schon, irgend ciivas sei nickt in Ordnung."
* Ei» Wink für Schuldner. „Hat Ihnen eigentlich der Owens die l(> Dollar znrnckbezahlt. die Sie ihm vor einem Jahre liehen?" — „Aber gewiß, er pumpte bei mir vorige Woche 25 Dollar und ließ sich mir 15 auszablen."
vüchertisch.
— „Dcutschlau d", Illustrierte Zeitschrift für H c i m a t k u n d c u ii d H c i m a t l i e b e. Inhalt der Nummer 2 .914: Bilder aus Alt Berlin, von Helene v. Ndlcrslng. Die Verkehrsmittel der Menschlieit, von l>r. K. Sckrebcr. DaS Ge spenst im Walde, von Adolf Holst. Eppstein ini Taunus, von Kunstmaler I. Gluckert. Der Philosoph, Gedicht von Wilhclni Busch. Der Karneval in Köln, vo» Jos. Viuc. Gr,mau. Der lustige Ehemann, Gedicht. Die Halbinsel Fischland-Darß Zingst und die Ostscesturmfliitcii, von I>r. W. Gerviug. Die LandeSbant der Nheinprovinz. Kreuz und guer durch Stadt und Land. Der Kuchen, der Pfirsich und das Mädchen, von Otto Ernst. — Außerdem reicher unterhaltender und wirtschaftlicher Teil.
— Grrebens Reiseführer, Band 100: R o in n » d ll m g c b u ii g. 4. Auslage. Mit 7 Karten und 9 Grundrissen. (Mk 4.—.) Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. 35. In der Sammlung G r i e l> e n s Reiseführer ist soeben eine neue, durchgcsehcne Auslage des Führers „Rom und Umgebung" erschienen. Ais praktische Neuerung fällt zunächst das handliche Format des Buches aus, das durch die Verwendung von Dünndruckpapier erreicht ist: die Deutlichkeit des Druckes hat nickt darunter gelitten. Inhaltlich zeigt der Führer alle Vorzüge dieser bekannten Reiseführer-Sammlung. An einen allgemein gehaltenen Teil über: Reisezeit, Klima. Reisekosten nsw. schließen sich ausführliche Abschnitte an über: Unierkunst und Verwiegung. Ber kehröwesen, ivissenswerlc Adressen nsw. Eine kurze Ueberiicht der Entwicklung Roms bereuet aus die zahlreichen Kunststätten der „einigen Stadt" vor. Geschickt angeordnete Rundgäng: durch die Stadt und vor den Toren Roms sichren zu allen Sehenswürdigkeiten, die von einem lunstvecständigen Bearbeiter in ausgie- lngcr Weise bebandett sind. Mit Ausflügen ins Albaner- und Sabincrgcbirgc schließt das Buch.
Leiterrätsel.
Tie Buchstaben »aunn e e I, i i i kl mninniirsstu sind in die Felder nebeu- sleheuder Lcitcrstaiir derart riiizutrageu, daß die Sprossen derselben, von oben augesaugeu folgendes ergeben
1. Religiöses Lied.
2 . Stadl in Belgien.
3. Lehrt uns, was wir tun sollen.
Tic beiden Seitcubalkeu der Leiter solle»,
von oben nach »inten gelesen, die Namen ziveier Länder ergeben,
Auflösung i» nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer:
Z a u a e. Zunge
Redaktion: tk. N«u r a t h. — Notalionsdruck und Verlag der Brnhl'schen Universität4-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»


