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Sie sich nur nicht zu sehr aus . ■ . wir können sulchen schreck verstehen \ Ich vl-rahschiedete sic mit eurem schwächt» „Dante", und sie schlichen sich aus den Zehenspitzen Henau« und wackücn die Tür ganz leise hinter sich Zu Waren nur Herren bri mir, so Iicftcu sie sich die noch sichtbaren Spuren nwiner BrmiNwuube aus der Hütte zeigen. Diese raten Flecken brachten mir Ackitungs- anerkinmingen ein, in die sich manchmal ein wenig Reid mischte
In dem ganzen Viertel hatte sich sckmell das Gerücht »er breitet, dah in, Hotel du Palatinal ein reizender junger Mann wohne, der an dem verhängnisvollen Abend ein Billett für dir Lomilchc Qper gcschmrkl gekommen hatte und dem Tode ivie durch ein Wunder entgangen war. Auch bei der SBersichcriingsgrselbscktckst „?keptnN<" wüsche inan ti und der Direktor, dem es im Grunde schmeichelte, erzülchte meine Geschichte in den Gesellschaften, zu denen er geladen ivar, und fügte 'hinzu : „Dieser Berlin ist ein kluger Kurscktc. Au» dem tmrd noch etwas."
Sowie ich wieder in das Biri-ou kam, ries mich der ausge- zeichnete Manu in sein Sprachzimmer, und nachdem er mich zu meine, Rettung beglückwünscht chatte, rechte >vr mii mit, das; mein Gehalt ans zwcihuudert Franks eich licht worden würcl Dann bot er mir eine Zigarre mit einer Bauchbinde an.
Der Tag, an dem ich wieder ganz hergestcllt war, erschien nun auch, und ich sollte nun eine Bescktrerbimg der persöillich erlebten Gefahren jenes fürchterlichen Abends machen. Es geschah nach dem Abendbrot in dem Lesezimmer. Ich wusite mich aus der Afsäre zu ziehen, meine wohlwollenden Zichönnr überlws er bei meinem Bericht eiskalt Da ich die Erzählung des öfteren wiederholen imitzte, wutztc ich sie bald auswendig Fch glaübr, ich habe sh- wohl schon Inmdertnial hergesagt. Das ganze Hotel, die Lieferanten. die Kausleutr der benachbarten Strafen iahen in mir «bip Art Dante. Als ick mich nun eines Nachmittags allein mit der Wirtin im Bureau befand, schloss sie die Glastür mit geheimnisvoller Miene und fragte mich mit durcküwhrenden Blicken :
.„Horen Sir mal, mir können Sie .es sagen . . . Wievielt haben Sie bekommen?"
Ich verstand nicht
Sie Mcktc die Achsel«:
„Aber Sie verstehen dock Me die Unterschriften . . . daS viele Geld . . . Sic haben Ihrer Wunde wegen als Ohscr mrtür- lich auch etwas bekommen müssen . . .."
Obwohl ich Lust hatte, herauszuplatzen, walwte ich dach dir Kaltblütigkoit
„Mein Gott! gwchige Drau" ant,»ortete ich. „iorrin ich auch geschworen habe, fi-itte Zahl zu nennen, sollen Sie doch wissen, obgleich ich keine grohev Summen erhalten habe . . . so ätz es eine Suminr, du mir bis ans Lebensende erlaubt . . . litoicfc lief» eine Summe . . f
..Ach," antwortete sic, „so ist es richtig, das war man „uns" auch schuldig !"
„Und seitdem, lieber Freund, bin ich „dem Feuertode entronnen", bin ich der Liebling des Hauses . . und zwar in dem Maße, dab die Wirtin die Leute ztoingt, sich im „Neptun" versichern zu lassen. ,_
IDift* und vat eribery.
Der herbe Wunich der Albanesen nach Unabhängigkeit ist ersüUt. Schon vor Menschenattern hat das Ringen des tavieren Volkes um nationale Selbständiltkeit eingesetzt und zu den s,achtbarsten Ausstmiden und mörderischsten lliämpsen gcsülnt. Run das Ziel dank der Beständigkeit des Dreibundes erreickft ist, kann der stolze Georg ätastrioti-Skanderbcg, der albancssiche Rationalhelh, der sich in mittelalterlicher Zeit den andräugcnden. Scharen Mo- haurmeds II., des Eroberers, mit Tvdesmut entgcgcnwars, gleich unserem Barbarossa im Grabe sorglos schlummern.
Beraltete Sitte» mögen im Lande ihr Wesen treiben, wilda Leidenschaften wüten, alte Familiensehden bestehe». Blutrache im Schtvange sein, Religionshaücr die Blicke trüben, aber in ihrem Frcihcitsgesützl und Drange nach Selbständigkeit stimmen diese Menschen, mögen es nun Ghegen oder Tosten sein, oollkommon überein. Daraus gewinnt man die Hoffnung, dah sich das neue Füihentum Albanien als gewichtiger Teil gleickunässiger ftruft-- veiteilung am Balkan dauernd behaupten wird.
Hoffentlich entwickelt der Prinz von Wied dieselben scsren, zähen und Augen Eigeuschasten, durch die lt'önig ttarol von Rumänien ein geschätzter Herrscher und Förderer des rumänischen Volkes geworden ib. Als im Frülmihr l6ti6 die Bojaren dem damals 27jährigea Gardedragoner Offizier Pernz ltarl von Hohen- zollern in Berlin die ftrone Riunaniens lanboten, meinte Brsmarck zu ihm „Das ist ja immerhin em hübsches Aoaweenieirt für ciiicil preußischen Lcutnaitt, und den Versuch konnten Sie wollt machen . . . Sehen^Sic, dab Sie dort nicht nützlich wirke» können, nun, so gel>e» Sk wieder fort, aber wie ein Cusa leKen Sic sich nickt behandeln." Der Prinz nahm die ftnmr an, zog als Füru in Bukarest ein, wirkte nützlich, schwang sich zu!:n ttönig a»> und hat zum Fortgehen keinen Anlab gehabt.
Anders der Ba t t c n berg er, den die B u l gare » sich um . .. , brck lo'7!l zirm Fürsten gewählt hatten. Der zwriundzwaa- zigtährige Sehondc-Lentnantder Potsdamer Gardes du Eorp» hatte
lvcgen -Annahme der »kröne geschwankt. Bismarck soll ihm gesatzt haben: „Rehmen Sic an! ES .wird immerinn ein» angenehm« Erinnerung für Sie fehl." Und am 13 Fall 1879 zog der lirgend- sich/ Prinz Alezander von Battenberg, Sohn des Pr hezei, Alexan der von Hellen und der zur Fürstin von Battenberg erhobenen Tochter des rbenialigen polnischcu ttviegsnv-nifteis Graten Moritz von Hauke, hosinangssroh als Fürst vou Bulgarien in Sofia cnr. Auch er sollte Kulturbrriiger seim uud wnlll «ruck, als Brr wandterdes ritsirichen und Idos englischeu-LterrsLechauses die Isogen isatzc airt dem Balkan versöhnen Helsen. Seine edle» Eigeusckmste» und fehle im Feldzüge gegen Serbien Lewieieiic Ilmsicht und Tapserkett, die iln, im Rooember l 68ö zu», Sieger von Slirmitz» machte«, in Etiren, aber ein geschickter Tiplamat ist er «ichl «es wesen. Den russischen WLVIererea, die nach Ämt Barvwngun» Od- rumÄiens mil Brügari.u mrit vei doppelte,- strM luainr FrUwuirg Zanckoiv- und des Metropoliten einietzten, war er r^ck»
gewachsiw. Der Putsch in der Rächt vorn Ll. zum Li. Aanuü 186h trieb ihn auS dein Lande. Wenige Tage späleir riesen ihn die Bulgaren zurück. Am 3. September «rneuter sehrllncher Lin zug hi Sofia. Dann aus de» Fürsten Erged-mHertsadresse an diu russischen Zaren die unzweibculige iüttfimmt: „Fch werb,- mich jeder Einmischung in den traurigen Zustand der^Drage nttbaLteii, dem Bulgarien wieder überliefert iit, lolange Sie dort bleibenG Das war nackw ?lbsagc. lind so srlieb dem Baltimbcrgm nur übrig, schon am 7. September 168h adzadanlen, um Hinsvrt als^Gras Hautenau ein stilles Dasein rn Graz zu führen, wo er im Fahre 1693 als österreichischer Generaluiai-or grhorden ib. voraussichtlich wird Prinz Mied als FLrft t>on. Albanien dcawrtige Äbewtea» nicht erleben, denn seine krastooüe Stütze rsl der Dreibund.
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' Ter grüble Tunnel der Well. Auk New P«r k wird bel ichtet: Tie vraklilche Vo!Ie»bu»g otnes geairtt>gen erleS inoderncr Fngenienrkunü wurde am Tonutng rn Rriv cklork in der Stiltc geleiert: 12 1 ) Ptelcr ,aller dem Strasle>el>odr» der n>ner>-
kanischen Metrormle brock»« inan über ö Zentner Tri'>n>nn zitr Eiculolio» und verrinigle danut die bc>de» Abieiluuae» d k urohtlai lreale be»ehe»de» Tunaeis der Welt. Es Imudeh lieb da>>ei um die »nlierirdöchr Lrckima der neue» Wa»«rve,1oit»n>a Rew Borts, um de» Sckilusilieu, des grohe» Latslill-Aauädudtes. der vou «ui »Uichltgin Wasiei-behalti-r vou Äs buk an übnr «lue EukkrniMg ov» vti engliscklen Meilen der St»-» dlem ilorl künitig Tag >»» Tag üvv Aiiltlone» Gallonen Waller tie'er« kgnn T>« .geI»all lge Werk, an dr>n seil sielna, iavre» ein 'Ä, l>«,ierl»eel von über pö liliv Piaiui talig all, ioiid bei semer Vollend,,na einen .t!a>sieanna»anb von über M o o Mit kl > » »« » 4!!ark «rkorderl b»l«n. Sieben Törler, in denen 3‘M>0 Bleaicheu lebte», innütea >n> tbt laute de- tltrl>eit>n vom Erdboden nerlckavinde», Ltzüll Gräber »»i cke man nasbrae», »in de», «teseiitnunel teiuen Weg zn babaen. Zn teckluische» Fackl- kreisen betrachtel >ua» dl le» Wolieilmnwl als eme gennrltieNX Lrrstnng der JngeiueurlimN als selbtz den Pn».,u»,-ötauäl.
* Ein ganz Gebrochener. Ter gute Eotennino hatte seinen Frclcki.en immer das inmgite MiÜeid «ingfflösü, weil er das Op er einer w.ibr «ii tvrannijckien Schioiegerurut.er war Ta starb seine Frmi Rach kurzer Zeit hörten die Frenndr zu it»rer ilöchsteii Ilcheiraschung, daß er seine Schwägerin geheiratel hock Ein Freund begegnet nun Eotennino aut der Strasie, und als dieser ihm die Rachricht brstätigt, kann er eine geivisse Venvunderung nicht unterdrücken ,,WaS »>illü du?" sagt Eotennino tanit, „in nieinem Mer habe ich nicht mehr den Mut, dir Bekanrrlschast leinet neuen Schwiegermutter zu machen!"
* Tic Unheilbare In die Sprechstunde des berühmten hlr:,teS koinmt eine elegante Dame, und er tragt sie zuoorkvmmend: „Also, sagen Sic mir, verehrte gnädige Frau, was iellkt Ihnen?"
— „Ich bin Baronin, Herr Proiesior," sagt die Angeredete stosz.
- Woraut der Professor liebenswürdig erwidert: „Ja. das tut mit leid, bas ist eine Krankheit, die ich nicht heilen kann.'"
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Dlit ,.<i‘ t : t‘5 fehl beliebte Speise,
Mit,8* Getränk, lchineckt wisch vom Eise.
Ailiiotiina tll na, e> Äunimer.
Auslösung dar Skat-Ausgabe in voriger Rulniuer:
(tffit b, b, *. d ixerden die vier Fnrbe» i'ezeick,»et: A — Ah, O — Unter. B>«be, Wenzel ; D — Tain«, Ober.»
Alillelhand erliielt aA. «Z. aK, alt. a7, bV,, bK, 1,1», t9, i>8 und Hittteriiand den Rest. Svielaa g:
1. SB. bl)
M. b l leb lg.
H. 47.
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8a. — — «>!t Augen
Redaktion: ik. Rrnrnth. — Rotationsdruck und Verlag der Brlihl'sche» llniverülats-Buck)- »ich Steinbruckrvri, R. Lange, G,cgii«.


