Ausgabe 
22.1.1914
 
Einzelbild herunterladen

Ein Frühlingstraum.

Roman von 'Fr. L«hne.

(Nachdruck verboten,')

^Sortktmnv^

Der Schein ist allerdings ysgeu-sist,'"«iltvegiiete Berger zögernd,aber glauben kann ichdas noch llangc nicht von Fräulein Mary, da-u ift sie -zu läckb mich gilt-"

La, io Lirv und gut,'" widderholte Wolf wehmütig. . Ach, Berger, wenn 'Dir 'wüßten, »vaS sie mir&ri- "mal, Eltern, Glück imb das nun alles, rüsts w-rbei!" '

Warten Sie ab, Herrr Laistnmst, reden Sic -mit ihr!"

Rein!" rief Won erregr

Niemals soll mau jemand ungehört verurteilen," sagte Borger warnend,mm -weiß, was sie zu dieser Nnwahrheil getrieben hat ! .ES ist -jo noch mickst -einmal erwiesen, ob sie mit -ieneni Frenrden zusamnren gewesen ist-" Wohlwe.is.kich verschwieg er, daß -er dies gesehen, ann Woks sinn- 1 (Wirten znreden sn können .Sie können doch nicht so ckuryweg ein Glück zerstören wollen, Herr Leutnant, an dem der siebe Gort selbst istimr Helle Zrmtde gehabt hat !"

Das sagen Säe. Berger'! Aber her heutige «ldend hat jedes Band zwisckchn ihr nNid mcr zerrissen! Ich tanu 1 sie nicht Wiedersehen- Was sie mir angetan hat. mag Gott

ihr verzeihen!--- Und seht nruß ich gehen! Wir rverden

und schwerlich Wiedersehen, Berger. Haben Sie Dank für alles und grüßen Sie Ihre Iran von mir. Girte Nackn!" , Er streckte den, -alten Mann die Hand -entgegen, die dieser ergriffen drückte.

Rehmen Sie et- -nicht so schwer, Herr 'Leutnant, prüfen Sie erst lassen Sie das -nicht Ihr l-ehtes Wort seich," * redete er zu Woks schüttelre nur mit dem -stopfe und ging dann. Wehmütig sah -ihm der Mir nach.Armer junger Mann!" murmelte er,wenn er recht hat, ist das Mädchen nicht wert, haß dir Sonne üc b. scheint'!"---

Wolf ging mach hm Balm, die Brust von bittersten Gefühlen durchwühkt. Er ztvang sich, nicht daran zu deirken, was der heutige Dag ihm Schweres gsbracht er mußte klaren Kopf haben, um dem Liommende.n geivachseu zu sei». Lange brauchte er nicht zia Wanten.; bald nachdem er deit Bahnhof betreten, lies auch schon her Zug «in. Suchend blickte er sich mit,; da sah er -einem Wagen 2. st lasse eine hohe, vornehme Märmevpvstalt entsteigen, in der er seinen Vater erkannte. Er eilte aus hiejen zu, und wie er in das vergrämte Gesicht mir tit-n unstet blickenden i'lugen sah, übermannite ihn eine tietse Rührung er suhlte nichts, als- -rermzsnloses Mitleid. rmd keines Wortes säbig. schloß « den a>«ter in iw Arme.

Mein Solm. o mein Sohn,"' murmelte dieser .jutfc ließ einen Angeitbsick das Haupt au hsffeu Schulter rulwn Sic -gingen ischweigend hem Ausgarrg zu; Wolf nahm einen ; Wagen, wirb sie sichren mach ferner Wohnung

,M- ist dir doch recht, Papa, hrr tvohnst bei mir, und wir essen auch bei rnir zn abend?" fragte Wolf-

Mir ist alles reckst, .mein Sohn! Bcstinmrc du'!" lautete die etwas gedrückte Antwort.

Der Bursche hatte nach Anweisung den Tisch geheckt, und Wolf fand alles in bester Ordnung. Er hals feinem Vater, es sich kwguenr machen, und als sie sich am Tisch gegenübevsaßen, -bat -er cherxtichaSo, Papa, nuni stärke dich nach her Reise; hn bist hoch ziemlich laugte unterwegs!"

Ter Angevedete bedeckte die Augen inii bar Hmw. Ich kamr nichts essen,"' sagte -er mit -leiser Stimme.

-O ja, du mußt etwas ge,ließe, r,"' -eistgegnete Wolf bestimmt und -legte ihm dann -die besten Stücke ans deck Teller. 'Da ergvsif sein Water seine Hand und küßte sie; Wolf zog sie zurück, indem er -erstarrt fragte :

Mas tust .du, Papa? Nicht doch!" Er selbst zwang sich zum Essen, trotzdem er nickst den geringsten Appetit verspisite Wer feinem Auge stand M-arps Bild in seinem ganzen bestrickenden Liebreiz tonnten denn diese Augen, diese Lippen so schamlos lügen? llüd -ein tiefer Seufzest entrang sich seiner Brust. ErsÄueckl sah sein Water -auf; Was ist dir, mein Sohn ?"

Nichts, Pqpal Ich bin nur etwas abgespannt, da in den letzten Tagen, besonders heule, ftrammer Dienst war! Ach, du bist schon fertig? Wirklich? Dann total Wilhelm hier Ordnung schäffonl >> verfüge nämlich Wer.weiter keinen Wohuraum."

Er klingelte dem Burschen, den stink und geivandt Wolfs Befehlen gehorchte. Währenddessen ging der' Gast urrruhrg im Zimmer aus und ab es lag das noch Unbesprochene zwischen ihm und «dem Sohn, -das ihn so drückte, und doch fand er die rechten Ansangsworde nicht. Da blieb sein Blick auf Marys Bild hasten, das ans dein Schreibtisch ftaird Er nahm cs zur Hand.

Wer ist das, Wolf," rief er -entrückt aus, .welch süßes -Gesicht! Fürwahr,, du hast einen guten Geschmack er vollendete nicht, da er sah, wie eine dunkle Röte des Sohnes Gesicht stirble, wie dieser sich hastig nbwandte und nichts sagte. Belmsiani feiste er das Bild wieder an feinen Platz. Wieder trat eine drückende Paust ein, bis Woti sagte:Mock, lest d» rauchen, Papa? Dort auf dem Tischchen findest -du das Np.tige, hn rauchtest doch früher so gern?"

Da faßte sich der Freiherr endlich ein Herz, trat ans Watt zu, erfaßte dessen Hand und sagte inst zitternder Stimme,

Mein Sohn, ick, halbe dir viel stbzubitten! Ich iveiß bäum, wie ich den Anfang machen soll, dir zu gestehen, daß. daß eine Verfettung unglückseliger llmstände ich muß ohne Verstand gewesen sein! Meine Fr-an ach. Woks ""

Laß das., Papa, ich iveiß schon"

Du weißt, woher? Hat Erwin ?"