Ausgabe 
10.6.1914
 
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dcmjmk* rr«i«v.

Dal t> t e u B i T< 61 Abgeordnetenhaus nahm am Dn-ustng seine Ätzungen wieder auf Es beschäftigte fitb zunächst mit der Geseizesvorlage, welche die Dauer der Beschäftigung deck durch das Esesetz vom 28. Juni 1811 einqeführten Hisssrrchter beim Lherverwaltungsgericht bis zum 1. Avril 1917 ausdehnen lvill. Der Ausschuß bat beschlossen, die Derlängernng nur bis zum 1 April 1916 erulreten zu lassen, wodurch dem n a. auch oom Abg. Cs u ft liRart.l iieniflten llebeljtand abgeholfen würde, dass das Ansehen unseres höchsten PerwaltungSgerichls Ernbutze erleidet durch die dauernde Beschäftigung von Hilssrickneru. Ä die Regie­rungsvorlage erklären sich nur die Konservatwen und die Fivi- konsrrvariven, die letzteren überdies nur bedingungsweise. Das Gl,1» setz wird schließlich ,n der AuSstimßfassnng endgültig airgcnommeu. Außerdem wurde eine Entschließung des Ausschusses anaenourmen, durch die einer lieber! astung des Oberverwaltungsaerichts dauernd vorgebeugt werden soll und in der ferner dem Wunsch Ausdruck gegeben wird, dost im Etat sür 19lö ein besonderer Etat für das Oberverwaltungsgrricht geschussen loerde. TaS ÄauS begann so­dann noch mit der Beratung des Entwurf? eines AuSstibrungs- gcsetzes zum tz 1 des Reschsgcseyes über Aenderungen ,m Finanzwesen vom 3. Juli 1913. Der Entwurf wurde an den Kommunalabgaben-AuSschuß verwiesen. Nächste Sitzung: Mitt­woch 12. Uhr. l Besoldungs-Novelle 1

Stellvertretung des Großherzogs von Meck- len b u r g - 2 t r e l i tz. Aus N e u st r c l i tz wird gemeldet: In einem allerhöchsten Erlaß beauftragte der Großherzog den E r b - groß Herzog mit seiner Stellvertretung bei den lausenden Re- gierungsgeschällen. Der Erlag hat, wie dieLandeszeitung" mel­det, solgendcn Wortlaute Adolf Friedrich, von Gottes Gnaden Großzerzog von Mecklenburg, in Anbetracht unserer Krankheit, welche uns vorübergehend an der Ausführung der Rcgierungs- täugkeit hindert, beauftragen wir unseren Sohn, Seine Königliche tzobe.it den Erbgroßherzog, bis aus weiteres mit unserer Ver­tretung in den laufenden Regie-ungsgeschästeil. Gegeben Berlin, 7. Juni 1914.

ÜMlanfi.

englische Unterhaus ist nach den Pflügst- ferien «nieder zusammengerrctcn. Die diese Woche vorliegenden Ausgaben lind unwichrig. Das politische Interesse koWvnlriert sich jetzt au? das Haus der Lords, das vor Anfang ncichster Woche nicht .Zusammentritt.

Englische Unternch ni ungen in China. Wie das Rcuicrsche Bureau erfährt, sind zwischen der Taster Pioneer Coinpmih und zwei bedeutenden britischen.Häusern Abkommen zustande gekommen, um die Provinz Szctschuan durch britisches Kapital a u f Z u s ch I i e ß e n. Tie Kvnzeffion wurde von, Kaiser Kwangsue im Jahre 1899 Pritchard Morgan erteilt. Sie entbäl! das ausschließliche Recht sür die Engländer, in Gemeinschaft mit den Chinesen den großen 2 el reich tum und die M i n e r a l > e Id e r der Provinz industriell auszubeuten.

Allgemeiner Ausstand in Italien.

In Italien ist ein allgemeiner Ausstand des öffentlichen Derkehrsversonals ausgebrochcn. Es handelt sich um einen Pro­teststreik wegen angeblicher Hebelgriffe der Polizei bei Strcik- krawallen in Ankona. Der allgeineine Proteststreik in Rom dauert an. Die Läden sind fast alle geöffnet. Ter private Automobil- und Wagcnverkchr ist durch den Streik unberührt. Die Zeitungen erscheinen nicht, und dir Bevölkerung kennt die Ereignisse nur durch die Blätter in Neavel. Die Behörden haben die Versammlung unter­sagt, die der Generalrat der Arbeiterveieinigungen aus der Piazza' del Povolo veranstalten wollte. Gruppen, die sich aus die Piazza del Pooolv begaben, wurden von der Dsttzei zerstreut. Der Proteststreik erstreckt sich mehr oder minder auch über Bologna, Florenz, Venedig, Genua, Mailanhs, Turin, Bergamo, Terut, Bresch, Civita, Bccchia, Bari und Livorno. In Genna und Turin werden die Inhaber gezwungen^ offengelassene Läden zu schließen. In Bologna wurde der Straßenverkehr eingestellt. In M a i l a n d verkehrten die Straßenbahnen in den erste» Morgenstunden. Der öffentliche Wagenoerkehr geht in Turin weiter, wo auch der größte Teil der Läden geöffnet ist. In Florenz kam es anschließend an eine Protestversammlung der ausständigen Eiscnbahnarbeiter zu schwele n Ausschreirmigen. Ms ine Polizei eincu Trupp zerstreuen wollte, wurde ne von der Menge mit Ziegel-und Pflaster st einen beworfen. Die Beamten gaben daraus Revolverschüsse ab. Ein Polizesteutuant wurde schwer, mehrere Beamte leichter ver­letzt. Bon den Ruhestörern wurde ein junger Mann namens Pog- giolini getötet, zwei andere leicht verletzt. Neu binzukommcnde Bett amte zerstreuten schließlich die Menge. In der Nähe des Bahn­hofes von Fabriano wurde ein Eisenbahnzug durch Ausreißen der Schienen zum tzalten gebracht.

Ar»» StaSt und Can&

Gießen. 10. Juni 1914.

Tr in ker- Für so r ge ste 11 e sür Stadt und Landkreis Gießen, Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Tonnerstag abend a bis

7'/. Uhr.

** Tie Herzogin Johann Albrcchl von Meck- I e n b u r g reiste- gestern ffn Salonwagen von Ortenberg (Hessen) nach Berlin. Ihre Ankunft von Stockheim erfolgte hier um 11.05 Uhr, die Abfahrt nach Berlin um 12.31.

** Der Besuch unserer Universität beziffert sich, wie schon mitgcteilt, in diesem Soirrmerhakbsahr auf 1552 Besiul>er. Im vorigen Halbjahr ivaren 1348 Studie­rende eingeschrieben, von denen 307 abgingen, während 391 hinzukamen Die Zahl der Studierenden beträgt somit 1432, darunter 32 Studentinnen; hierzu kommen 5 Hospttantin- nen, 48 Hörer und 67 Hörerinnen, so daß sich eine Gesamt­zahl von 1552 ergibt, gegen 1.535 im Sommersemester 1913 unö 1605 im Sommerscmester 1912. Ihrer Nationalität nach sind 842 Hessen (darunter 16 Studenttnnerr), 539 ans m,deren deutschen Staate»! Preußen: 4M (« Studentinnen,, Bachern 48, wachsen 7, Württemberg 10, Baden 20, Mecklenburg- Schwerin 2, Sachsen-Weimar 3, Mecklenburg-Skrelitz 1, Tiden bürg 7, Braun schweig 1, Sachsen-Meiningen 2, Sackffen- Mtenburg 1, Sachsen-Coburg 8, Anhalt 3, Waldeck 1, Renß d. 8. 1, Reich j. L. 1, Lippe-Detmold 1, Bremen 2, Hamburg 6 (1 Studentin!, Elsaß-Lothringen 11. Die anderen europäi­schen Staaten sind mit 48 Studierenden vertreten, darunter Rußland mit 24 Stirdeirten und 8 Studentinnen. Japan und die .uirfn hat je ein Studierender zur Heimat. Aus den Bereinigten Staaten ist eine Dame bei der philosophischen Fakultät eingeschrieben. Theologie studieren 117 Herren davon 10, Hessen. An der juristischen Fakultät sind 146 Stu­dierende, davon 108 Hessen, eingescffrieben, während der medizinischen Fakultät 358 Mediziner ,1.58 .Hessen, und 206 Trerheilkundtgc (.53 Hessen) angehören. Bon den übrigen bei der philosophischen Fakultät eingeschriebenen Studieren­den hören 40 (12 Hessen) Philosophie. 13 ,9) Pädagogik 49 (39, Mathematik, 61 (52) 'Naturwissenschaften 39 (19 : Ihmiic. 29 (9) Pharmazie. 35 (34) Forfffoissenschaft. 106 (84 Landtvirtschafl, 17 (11) Geschichte, ,50 (.35, Nass. Philologie und 169 (122) neuere Philosophie. Der Borlnldunq nack studieren mit Reifezeugnis von Echmnasiei, 790, von Real- gymnasien 252, von Lberrealschtcken 306, mit Zeugnissen für das Fach 42, mit sonstigen Zeugnissen 42.

** Personalnachrichten de r O.-P.-D. in Darm, stabt. Verliehen aus Anlaß des Scheidens ans den, Dienst der Rote,Adlerorden vierter Masse dem Postmeister. Rechnungs. rat Gractl i» Langen: ferner wurde verliehen: aus An laß des 50jährigen Däenssiubilämns der Roie Adlerorden viertel Klasse mit der Zahl ...50" dem Ober-Posffekrctär, Rrchnungsra, Quetsch ,n Mainz. Das Preußischc Allgemeine Ehrenzeichen ,ir >-«lber- dem Oberbnefliägcr Hartmann in Laulerbach Bcr>

setzt: die Pastassistenten Ohl von Alsfeld nach Düsseldorf und Sternacker von Düsteldvri nach Msfeld. Etats iv äßig an­gestellt: die Telegraplzcngehilsinnen Engler in ckkainz, derm- burg in F-riedberg. Knvrim in Bad-Nauheim und Lenninger in Gießen: Poschehllsrn Wenzel in Dannstadt. Bestanden: che Postassistentenprüsiing Postgehilfe Eckert' in Sprenchingen (Sfr. Osfenbach. Angenommen: zu Telcgraphengechlnnuen:

Clemens, Raab und Wiegand m Darm stad t. Krieger in Offeu­bach nnö Waäy'en in Gießen. Freiwillig rusgcschie - de n: che Tclegraphengehilsinnen Lehr in Gießen and Mandel in Darmstadt. Entlassen: Postassistent Paul in Gustavsburg. Gestorben: che Postfekretäre a. D. Friedruh in Mainz und Kämmerer in Darmstadt.

** Das elektrische Licht ein Rückschritt. Als vor etwa zwei Jahren die Stadt Gießen mit dem Plane hervortrat, die Ortschaften des Kreises mit elektrischer Kraft und Licht zu versorgen, fand dieser Plan, wie man uns schreibt, allseits freudige Zustimmung und zahlreich liefen die Anmeldungen der Gemeinden ein. Einmal deshalb, weil die Handwerker davon einen Vorteil hatten, dann aber, was die Hauptsache war, weil die Ortsbeleuchtung nun eine be­deutende Verbesserung erfahren koirnte gegenüber den Pe- troieumlaternen. Tatsächlich sind jetzt die Ortschaften durch die elektrischen Lampen gut erleuchtet. Vorher sorgten die Laternen nur für geringe Helligkeit oder sie brannten über­haupt nicht. Dieser Fortschritt ist aber nicht in jeder Ge­meinde, die elektrisches Licht erngeführt hat, zu sehen. In einer größeren Gemeinde, die das Ein- und Ausschalten. selbst vornehmen kann, besteht z. B. der Brauch, die Ptratzen- iampen trotz der Dunkelheit nicht anzuzünden. Tie Ein­wohner dieser Gemeinde sind tatsächlich jetzt noch schlimmer daran als früher, denn da brannten wenigstens bei Abenden ohne Mondschein die Petrolenmtaternen. So bedeutet das elektrische Licht in der Straßenbeleuchtung einen Rück­schritt. Wir hatten es für unsere Pflicht im Interesse der Stadt Gießen und der Ortsbewohner, auf dieses Sparen" aufmerksam zu machen.

** 'In der Oberrealschule und dem Real­gymnasium treten nun wieder weitere Veränderungen im Lehrerpersonal ein, nachdem die Trennung der beiden Anstalten schon einen Wechsel in der Leitung gebracht hatte. Ter langjährige Zeichenlehrer Professor Müller trat am 1. Juni in den Ruhestand. An seine Stelle kam vorläufig, provisorisch Schulverwalter Klein aus Offenbach, der eine erweiterte Prüfung, im Zeichnen abgelegt hat. An Stelle des wegen Gesundheitsrücksichten beurlaubten Professors Hed­dert ch trat Lehramtsassessor H e r b e r g aus Bingen. Prof. Geyer wurde von der Lberrealschul« an die Stelle des nach Tarmstadt berufenen Lehramtsasfessors Tr. Malzan an das Realgymnasium versetzt, und an Stelle Professor Geyers kam Lehramtsassessor Spang aus Osfenbach. Mit der Oberrealschule ist jetzt ein pädagogisches Seminar für Lehramtsreserendare verbunden. Auch die Vorschule ist mit der Oberrealschulc verbunden, so daß jetzt im Gebäude der Oberrealschulc in der Stephanstraße zwei vollständige Borschutcn mit 7 Klassen unter zwei Direktionen ihren Platz haben; die Vorschule der Oberrealschule ist staatlich dia des Gymnasiums aber städtisch: beide dienen den beiden hiesigen pädagogischen Semrnarien zur Einführung der Lehramtsreserendare in den praktischen Schuldienst.

** Steuerwese n Mit Ermächtigung des Großher­zogs wurden den nachbenannten Hauptsteucramtsassistenten die dabei bemerkten Stationsortc zugcwicscii: Schulz: Mainz, Stcuernagel: Tarmstadt, Jakob Müller: Mainz, Rothermel: Osfenbach, Nik. Schmitt: Bingen, Stork: Osfenbach, Keck: Gießen.

** Forst- und Kameralverwaltung Erledigt ist die Stelle des Forstwvrts derForsttvartei Feldkrücken, Oberförsterei Illrichstein.

** Die erste Aufführung auf der Natur­bühne findet am 26. Juni statt, da der Ausbau der neu- gewählten (Bühne am Fichtenkopf noch nicht vollendet ist.

'"'Besichtigung. Heute wurde durch den Komman­deur des Großh Hess. Gendarmeriekorps Obersten Schmidt von Darmstadt die hiesige und auswärtige Gen­darmerie in der hiesigen Gendarnrerielaserne besichflgt.

'"'Das 4. Kirchengesangssest des evangeli- schenDekanatsGießen findet am 14. Juni 1914, nach­mittags 2Ve Uhr, in der Stadtlirche zu Gießen statk. Dabei werden l0 Kirchengesangveretne des Dekanats milwirken, die Vereine von Annerod, Beuern, Burkhardsfelden, Gießen, Großen-Linden, Klein-Linden, Lang-Oiöns, Leihgestern, Lollar, Treis a. L., sowie die beiden Gießencr Chorschulen. Die Festpredigt wird Pfarrer Eschenröder aus Worms halten. Der Chor steht unter der Leitung von Professor Trautmann. Nach Beendigung des Gottesdienstes findet eine Nachfeier in Steins Garten statt, wobei alle Vereine durch Vortrag von Gesängen mltlmrteii.

** 1. Abonnements-Konzert der Militär­kapelle. Für das 1. Abonnemenks-Könzert am Donners­tag, den 1l. Juni, abends 81/» Uhr, in Steins Garten hat Obermusikmcistcr Löber ein sehr gewähltes Programm zusammengestcllt, das die ErwaNungen bei wertem über- lrifst. Es werden n. a. gespielt:Isoldens Liebes-Tod", Schluß-Szene ausTristan und Isolde", Beethoven-Ouver­türe mit dem Schlußsatz:Die Himmel rühmen",Ein Fest in Aransuez", Spanische Fanbasic, Große Fantasie aus dem MusikdramaDie Walküre". Der letzte Teil bringt etwas heitere Musst. Es sei noch erwähnt, daß Herr Kümmcl- Darmstadt die Ballett-Szene (Biolin-Komposition)Still wie die Nacht", Lied von Bolyn und ein Virtuosenstück Rondo-Polka-Eaprice aus dem Cornet ä Piston vorträgt. Es sei auch noch daraus hingetviesen. daß die Aboilnemeuts- Konzerte von der gesamten Rcgimentskapclle ausgcführt werden.

** Akademischer Warthur gb und. Am nächsten Freitag, den l2. d. M abends 8>/r Uhr, wird Professor D. I)r. Dicht von Friedberg in Steins Garten einen Vor­trag halten über die Gegenreformation an der Bergstraße, ein Thema, das fiir »ns Hessen besonderes Interesse beanspruchen muß. Da Professor Dich! einer der gründlichsten Kenner unserer hessischen Kirchengeschlchtc ist, dürste der Bortrag, zu dem jedermann Zutritt hat, sehr fesselnd und lehrreich sein.

"Vogelschutz. In diesem Frühjahr zeigt es sich wieder, daß die Ungezieferplage bei unseren Obstbäumeu, Beerensträuchern, ja selbst der Rosen in erschreckender Weise zunimmt. Alle künstlickien Abwehrmittel werden nicht im­stande sein, dieser Schädlinge Herr zu werden, wenn uns nicht unsere besten Freunde und Heiser in diesem Kampfe wieder in großer Zahl, wie früher, zur Seite stehe,,: die Vögel. Aber es scheint fast, als ob' unsere Landbevölkerung in unverständiger Weise die Vogelwelt von sich sck>euche. Jede grüne Hecke wird beseittgt, jeder Dornsttauch abge­brannt oder abgehauen, auch mo er keinerlei Schaden tut, so daß unsere gefiederten Sänger keine natürllchen Nist- gelegenheit mehr snrden Es ist dringend not, hierin Wandel zu schassen. Darum, liebe Landleute, legt Schutzgehölze an sür die Bügel, wo es nur geht. Schneidet die noch vprs

ab 8- vormittags

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ab 8" abend»

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Dillenburg

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isschicßen der Ärtegemcrcinc. Es

handelten Hecken und Zäune nrchl tut späten Frühsjahr und nicht im zeitigen Sommer, schneidet fit auch nicht zu kurz Laßt rnsbesondere Dornhecken, wo sie incmanden schaden, ungeschoren und recht wild wachsen, wie sic wollen.

** Sonderzüge (Sieben1> a i fi «t. Anläßlich der T«»s«ndjal>rleier >» üaiger verkehren am Sonntag, der. 14 , Juni, out der Strecke GießenHaiger folgende Sonderzüge unter Zahlung des larilntäßigen Fahrgeldes:

Gießen D»te»hos«n Wetzlar Aßlar Lßerdors EhringShausen Katze» surt Edingen Sinn Herbor»

Niederscheld Dillenburg Haiger

** Pr

sind Zweifel darüber entstanden, ob für die Preisschießen der ikriegervercine ein Stempel bezahlt werden muß oder nicht. Während verschiedene Kreisämter des Großherzogtums aus Grund des Artikel 10 des llrlündenstempelgesetzes die Scheibenschießen der Kriegervereine für steinpelfvei erklärten, haben andere Kreisämter je nach der Größe der Gemeinden einen Stempel von l.506 Mark erhoben. Die Erhebung dieses Stempels sttltzte sich größtenteils darauf, daß die Preisschießen ösfentlich abgrhalten wurden, assv cruchNicht- mitglicder sich gegen Bezahlung des üblichen Schußgeldcs daran beteiligen konnten. Das Großh. Ministerium har nun aflc von der Kriegerkameradschaft Hassia veranstalteten Scheibeuschießen einschließlich der Preisscheibenschießen für stempelfrei erklärt. Wso auch dann, loenn sich Nühtmrtglieder an dem Preisschießen beteiligen.

Landkreis Gießen.

Z-NeiSkirchen, 8. Juni. Gestern hielt die hiesige Spar- und Darlehenskasse ihre diesjährige General- oersammkung ab. Die Bilanz schließt bei einem Reinge>vinn von rund 2200 Mk. mit 36100V Mk. ab. Trotzdem die Kaffe an der Genoffenschaftsbank in Darmstadt 3000 Mk. verloren hat, konnte den Genoffen noch wie alljährlich eine Dividende von 6 Mk. auSbezahlt und dem Reservefonds noch

etwa 1200 Mk. überwiesen werden.

= Lich, 10. Juni. Die zurzeit hier anwesenden Gene- ralftabsoffiztere besichtigen nicht das Gelände für die Katsermanöver, wie erst angenommen und mitgeteilt wurde. Es handelt sich vielmehr um eine der jährlich üblichen Ge- neralstabsrcisen und Vermessungen und Beobachtungen im Gelände, die aber mit dem Kaisernrcrnöver nichts zu tun haben.

w Climbach, 9. Juni. Am vergangenen Sonntag stürzte der 29jährige verheiratete Kaspar Conrad aus der steil abfallendenHeerstraße" Climbach Mendorf ab und zog sich sehr schwere Verletzungen zu, an deren Folgen er heute mittag starb.

Hungen, 9. Juni. Heute vormittag 8.30 Uhr wurde auf dem Uedergang zwischen Ruppertsburg und Villingcn, der nicht mit einer Schranke versehen ist, das Fuhrwerk des Gutsbesitzers Jakobi aus Utphe an gefahren; durch die Geistesgegenwart des Fuhrmanns, der die Pferkle im letzten Augenblick vom Geleise wegriß, ist ein großes Unglück ver­hütet und nur der Wagen zertrümmert worden. Menschen sind nicht verletzt.

Kreis Büdingen.

e. N i d d a, 8. Juni. Ter zu dem lSeiangwettstreit am I». ds. Mir. gewünscht«, etwa um 7 Uhr vormillaqs von Gießen abgehende Sonder,ng ist von der Eisenbahndirektlon zu Frank- lurt a. M. nicht genehmigt worden. Die Direklion will ihre lahrvlanmäßigen Züge sür die am Wettstreit > Betracht kommenden Vereine kann e; ßch nur um die 6" und 9" vor­mittag« in Nidda emlanlenden Zöge handeln so verstärken, daß der Verkehr glatt bewältigt wird.

Kreis Alsfeld.

Alsseid, 9. Juni. Aus Einladung des Grasen von Bcrnstorss gaben sich heute eine Anzahl Mitglieder des Deutschen Jagdschutzveretns, Herren der grünen Farbe und Gäste hier ein Stelldichein. Ter in Aussicht gestellte Borttag des Grasen über Entwicklung des Rehwildes", unterstützt von Lichtbildern, nahm über eine Stunde in Anspruch und war äußerst fesselnd und lehrreich. Nicht so sehr die Zahn- und Gehörbildung sind aus­schlaggebend sür die Altersbestiininnng, als oiesmehr die Wüd- markenkontrolle. Wurde doch ein 11 Nkonote alter Bock mit regelmäßigem Sechsergeköre gezeigt. In der Hanpffache wurde dann beschlossen, Schritte zm Aenderung der neuen Bestim­mungen über Schonzeiten herbeizusühren: so u. a. die Jagtest der Schnepse in der Provinz Oberhcssen anszudehnrn bis znm 15. Avril. Freudig begrüßt wurde die Schonzeit sür denKrum­men": 1. Oktober.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 9. Juni. An dem Gebäude der Molkerei- genossenschait am Bahnhof Nord werden gegenwärtig Kanal, sationsarbeiten ausgesührt. Als gestern abend ein Bauer sein Vieh in der Nähe der Baustelle weiden ließ, stürzte eine Kuh in einen in Ausmauerung begriffenen Äanalschachl, da die darüber gelegten Bohlen durch brachen. Nur mit großer Anstrengung konnte das Tier aus dem ca. 4 Mir. ffesen Schacht hcrausgezoge» wer­den. Jedoch sind die Verletzungen derart, daß es jedenfalls ab- gcschlachtet werden muß.

Kreis Friedberg.

L Friedberg, 9. Juni. An der Kreisstraßc zwischen dem Stadtteil Fauerbach und der Görbelheimer Mühle wurden diese Nacht acht junge Obstbäumchen um- gerissen und ihre Aeste geknickt. Bis jetzt hat man von den Tätern keine Spur.

Starkenburg und Nheiichessen. d. Bingen, 9. Juni Im Rheine bei der Landebrück. der Dampfschiffe BingenRüdes he im gelandet wurde die Leiche des Buchdruckers Jean Peter Dahmen aus Eleve -Rhein). Es hat sich damit die Vermutung bestätigt, daß er und seine ge­wesene Braut, die Näherin Anna Sperling aus Bingen, sich daj Lebe» genommen haben.

d. Bingen, 9. Jani. Von einem Gerüst am Bau der neuen Rhe,»brücke BrngenRiidesheim ist der 20jährige Arbeiter Müller aus Aspisheim abgesturzt. -Er brach das Genick und war sofort tot. Er ist das zweite Opfer der neuen Rheinbrücke.

Hessen-Nassau.

H ärger, 19. Juni. Soweit sich heule überblicken läßt, wird der Verlaut der T a n s e n d j a h r s e > e r sehr glanzvoll

werden. Ter Feslzua i» seiner mächtige» Zusammenstellung wird eine hervorragende Darbietung werde», während dar Festsviel der I2ö Darsteller aus der Naturbühne wohl eineveraeßliche Er. innen»,« für die Teilnehmer bleiben wird. Saiger selbst erscheint >m vrächtigsten Feslkleide; an einer ganzen Anzahl Sauser sind die Jahrhunderte allen vrächtigen Schmtzereiei, und Jnschrckten dlos- gelegt und alr besondere Erinnerung an vergangene Zeiten werden die alten Eladttore genau nach der Zeichnung Merlans von 1640 ausgebant.

b. D iedenlo p s, 9. Juni Tie bis jetzt bestehenden Ziegen- zucht-Orlsvererne: Bredenkops (125 Mitgliüiers, Eckelshausen (62), Gladenbach (110), .Weidenhausen (61), Hartenrod (40), Raun-