V»m (S3V insgesamt 451 Mitglieder, sind zu einem Krciszicgcn- zuchtvcrband zn,ammengetreten.
i>- Franksurt a W.. 9. Juni. Die Stadtverord- m et en oe t j amm 1 u n g sprach sich deute einstimmig für einen vom S tädtischen Kurrstrnüitut geplanten Enveiterungsbau zur «Arbiingung der städtischen l» f m i I « c f a m m l'u n q au-
»t 3UJ Bilder umfassende Sammlung hat einen Wert von mehr MS einer Million Mark und soll zukünsiig »I einer Valerie Unter Mist »nden, die II Obersichlsäse und IO Seilenkadinette enthält.
Baukosten tind aus 700000 Mk. veranschlagt und werden von der Städtischen Verwaltung ausgebracht: die Stadt bezahlt an das Institut eine Unterstützung von 50000 Mk ,ährlich bU vor» lausig zum >zahre 1934. — Die Versammlung stimmte ferner grundsätzlich der Errichtung eines Erweiterungsbans für das Goethe-Museum zu. Sie sprach sich aber einmütig gegen die Hinzuziehung auswärtiger, besonders hessischer Aichs tekten zum Wettbewerb aus. Diese Maßnahme wurde damit begründet, dass die Frankfurter Architekten noch nie zu Wett» bcwerbcn in Hessen hinzugezogen seien. — Bei dem Zw « > - m r l l > o n e n » P r o j e k t d e r Errichtung eines Bolks- b > l duN gshe i m s entspann sich wegen des anzugliedernden .Schwimmbades und der Platzsrage eine lange Aussprache Die Erbauung des Schwimmbades wurde gegen die Stimiuen der Sozialdemokraten, die einen andern Stadtteil dafür wählten, beschlossen. Als Platz nahm man das große Gelände an der Fest- Halle in .lussicht. Zur Erlangung von Entwürfen soll ein Wettbewerb unter der ganzen deutschen Architektenwelt ausgeschrieben werden, «zur das Heim wurden bisher 515 090 Mk. geschenkt.
X- ® e l n ft au •, en - 9. Juni. Der in Wolferode in der Mhre besindliche 14jähr. Hähnel von hier geriet zwischen die Puffer eines Lastautomobits und wurde totgedrückt.
— Betzdorf, 9. Juni. Heute nachmittag brachten zwei Sonderzüge die Mitglieder des Allgemeinen Staats- erfenbahnvereins Betzdorf nach Gießen. Neben den vielen anderen Sehenswürdegteiten besuchte eine große Anzahl dre Gewerbeausfcellung.
Schwurgericht.
th. Gießen, 9. Juni.
Verfälschung einer ortsgerichtlichen Taxe.
Heute vormittag verhandelte das Schwurgericht wegen Verfälschung einer ortsgerichtlichen Taxation und ivegen dadurch versuchten Betruges gegen den 32 Jahre alten Bäckermeister Otto Lemp von Heuchelheim bei Nidda. Tie Anklage vertrat «tzerichts- ajjeffor Dr. Eckert. Die Verteidigung jührtc Justizrat Metz- Nidda.
Der Tatbestand der Anklage, den der Angeklagte im großen und ganzen zugab, war der folgende: Lemp, ein Vater von sechs Kindern, hatte in seiner Heimat Melbach abgewirtschaftet und kam nach dem kleinen, 180 Einwohner zählenden Dorfe Hcuchel- heim, kaufte für 3200 Mk. dort eine Hofrcite, ohne einen Heller daraus anzuzahlen, baute in das aus einen BackoienH und erhielt! aus die Bürgsckuist des Vorbesitzers seines Hause« auch vom Müller das nötige Mehl aus Kredit. Er begann sein Geschäft zu betreiben und soll auch, wie die Zeugen sagen, ganz gut zu tun gehabt haben. Möglich ist es, daß bei seinen beschränkten Betriebsmitteln der neue Bäcker seine Las« gehabt hat, tatsächlich aber hat ihn weder der Borbesitzcr noch der Mehlhändler um Zahlung gedrängt Lemp verhandelte mit der Sparkasse in Nidda um ein Darlehen von 4200 Mk gegen hypothekarische Sicherheit. Man gab ihm dort den Bescheid, daß man ihm den benötigten Betrag gegen eine Hypothek zur eisten Stelle geben würde, wenn er ein« vrtc-gerichtlicke Taxation seiner Immobilien in Höhe von 8500 Mk beibrrngc.
endet war, denn dazu sei nach dem Gesetz erforderlich, laß er dem scnigen gegenüber von der gefälschten Urkunde Gebvtuch mache, der den erstrebten Berinögensvorteil gewähren soll. Dieser Fall sei aber nicht gegeben, denn der Agent, dem die Urkunde übergeben war, konnte das Geld gar nicht gebe», er wollte das Darlehen von einer Kasse in München vermitteln.
Es handle sich also hier nur um einen Versuch des Gebrau chmachcns einer versälschten Urkunde und auch nur dieser- halb könne der Spruch der Geschworenen auf schuldig lauten. Daß die Geschworenen das Vorliegen eines Betrugsveriuchs verneinen werden, hält der Verteidiger, nachdem der Staalsamvalt selber die dahin gehende Anklage dat fallen lassen, für selbstverständlich, aber ebenso selbstverständlich sei es, daß im vorliegenden Fall mildernde Umstände anzunehmen seien.
Die Geschworenen folgten in ihrem Wahrspruch, den deren Ob mann Kausman» S ch i I t > n g - Schlitz, verkündete, den Ausiüh langen de« Verteidigers und besahten nur das Vorliegen eines Versuchs der Verfälschung einer Privaturkundc, b e I » h l e n auch die Frage nach mildern dcnUmständen i .Gerichtsassessor Tr. Eckert beantragte dckkauf eine Gefäng nisstrafc von 4 Monaten.
Ter Verteidiger Justizrat Metz erklärte darauf in großer Erregung. das von dem Vertreter der Anklage beantragte Strafmaß lei gleichbedeutend mit einer Kritik des Spruchs der Herren Go- schioorenen. Nach dem Wadripruch fei gesetzmäßig eine Mindest - strasc von 2 Tagen Gefängnis zulässig und der Gerichtshof werde sich wohl nicht dazu herbeilassen, das Urteil der Geschworenen durch eine Strafe in der beantragten Höhe zu korrigieren.
Der Borsitzende Landgerichtsrat Schmidt unterbrach hier den Verteidiger und- bemerkte, daß der Vorwurf, den dieser soeben gegen den Staatsanwalt erhoben .habe, unzulässig sei. Dessen Antrag halte sich innerhalb des Strafinaßes, den das Gesetz für die Tat zulassc. Ebenso sei der Hinweis des Justizrat» Metz aus das zu erlassende Urteil des Gerichlshofrs nicht gm Platze und er müsse ihn entschieden zurückwcisen
Ter Verteidiger bemerkt: ES fei sein Recht und seine Pflicht, seine Ansicht hier vorzutragen, er lasse sich darin auch nicht durch eine Ansühl des Gerichtshofs hindern, er tage nur, was er für richtig halte. Im übrigen sei es nicht seine Absicht gewesen, den Gerichtshof mü seinen Ausführungen zu beleidigen oder gar die Mitglieder persönlich zu verletzen. Ter Vertreter der Staatsbehörde Tr. Eckert protestiert dagegen, daß er mit der von ihm beantragten Strafe eine Kritik des Spruchs der Geschworenen beabsichtigt habe: er habe nur nach Pflicht und Gewissen die Strassachk so bemessen, wie er cs der Tat für entsprccheno halte.
Ter Gerichtshof erkannte aut eine dreimonatliche Gefängnisstrafe und begründete die Strashöhc damit, daß der Angeklagte nicht etwa in der Not oder in Bedrängnis gehandelt habe, daß die Begangenschoft nahezu an die Vollendung grenzt und daß immerhin, wenn sie geglückt wäre, ein erheblicher Schaden dadurch hätte entstehen können.
Ter Vorsitzende bemerkt: Rach dem Spruch der Geschworenen war für die Tat des Angeklagten nach dem Gese» ein Strafrahmen von zwei Tagen bis zu vier Jahren 304 Tagen gegeben, dennoch habe sich der Strafantrag des Staatsanwalts in den gegebenen Grenzen bewegt. Es entbehre also der Hinweis des Verteidigers, daß darin eine Kritik des Spruchs der Geschworenen zu erblicken fei, jeglicher Begründung. Ter Vorwurf vei deshalb zurückzuweisen. Auch die weitere Bemerkung des Verteidigers wegen des zu sällcndcn Urteils müsse als unzulässig bezeichnet werden. Ter Gerichtshof habe erwogen, ob er den Verteidiger wegen seiner Acußerung nicht in eine Ordnungsstrafe nehmen soll Man habe aber davon abzusehen geglaubt, weil erstens der Berteidigcr erklärt hat, es liege ihm fern, den Gerichtshof zu belechigen oder dessen Mitglieder persönlich zu kränken und weil ferner die Aeußerung in großer Erregung gefallen sei.
Der Maurer Störkel in Erbfladt, welcher sich auch mit der Vermittlung von Darlehen befaßt, bot Kapitalien durch Annonce zum Verleihen an, wodurch Lemp an ihn kam. Stärket kam nach Heuchelherm, um über- das Geldgeschäft mit dem Angeklagten zu sprechen und besah sich bei dieser Gelegenheit die bvtrcite des Darlehnsuchers. Ter Vermittler versprach einen Betrag von 4200 Mk von einem Münchener Geldmaan oder einer Kasse in Hanau zu besorgen, wenn ihm die ortsgerichtliche Taxation und dre Brandtaxr des Immobiliarbesitzes von Lemp eingesondt werde
Das OrtSaericht in Heuchelheim taxierte die Lempsche Hvs- reite inkl des Backofens aui 3500 Mk. und händigte dem Eigentümer darüber eine Urkunde aus, welche dieser in der Weise verfälschte, als er durch Rasuren und neu Hin eiuschreiben die Täxsumme aus 8500 Mk abänderte Tic gefälschte Urkunde sandle der Angeklagte nach Erbstadt an Störkel, der aber die ossensichtliche Fälschung sofort merkte und deshalb von einer Darlehensvermittlung ab- stand. Von dem Auftraggeber verlangte er aber für seine Bemühungen eine Provision, und als dieser nicht zahlte, erstatiete er die Anzeige
Die Beweisautnahme, bei der 6 Zeugen zu hören waren, gestattete sich sehr einfach: sie ergab, daß eigentlich durch den Angeklagten niemand geschädigt war. Der Veikäuier des Grundstücks ist auch wegen der Bürgschaft, die er dem Mehlsabrikanten geleistet, durch Hnpothekeneintrag gedeckt. Störkel erklärte, daß er das Darlehen nicht selber habe geben, sondern nur vermitteln wollen
Nachbarn des Angeklagten gaben ihm das Zeugnis eines soliden fleißigen Mannes, dessen Bäckerei sich gul angelassen habe, er hätte sich danllt auch wohl ernähren können, wenn die Geschichte mit der Fälschung nicht passiert wäre. Durch die Berhastung des Mannes 'dieser wurde nach tOtägiger Hast aus Anordnung des Oberlandcsgcricht» Tarmstadt wieder entlassen > habe die Bäckerei einige Zeit geruht, Ivodurch ihm die Kundschaft abwendig geworden sei
Die Schuldsragen, welche den Geschworenen vorgelegk wurden, lauteten: „ ,
I Ob das Verbrechen der Verfälschung einer öffentlichen Urkunde vorliege,
2. ob der Angeklagte schuldig des Betrugsveriuchs,
3, ob mildernde Umstände vorhanden sind.
Auf Antrag des Verteidigers Metz-Nidda wurden den Geschworenen noch folgende weitere Fragen vorgelegt: Im Fall der Verneinung der Frage l, ob der Versuch der Verfälschung einer ö s i e u t l i ch c n Urkunde vorliege. Im Fall der Verneinung dieser Frage: ob die Fälschung einer Privaturkunde gegeben sei. Fair den FaU, daß auch diese Frage »crneint wird, ob ein Versuch der Persälschung einer Privaturkundc vorlieg. Für jede der Fragen beantragte der Verteidiger im Falle der Beiahung durch die Geschworenen die Frage nach mildernden Umständen zu stellen.
Staatsanwalt Gerichtsasscssor Dr. Eckert meinte, cs unterliege keinem Zweisel, daß der Angeklagte eine ötscniliche Urkunde persälscht habe, aber die Beweisaufnahme habe unzweideutig ergeben. daß ein Betrugsvergehen, wie es die Anklage angenommen hal, nicht vorliege Zwar sollte der Agent Störkel mir dem ver- fälfctjtcn ortsgcrichtlichen Dokument getäuscht werden, um zur Erlangung eines Darlehens behilflich zu sein. Aber St, selber war gar nicht in der Lage, das Geld zu geben: er hat auch sofort erkannt, daß die Taxatioirsurkund« versälichl war und hat sich wegen der beabsichtigten Anleihe weiter nicht bemüht. Es handelt sich also nur um vorbereitend« Schritte zu einem Vergehen wegen Betrugs, weshalb der Angeklagte in diesem Punkt srcrzusvrcchen ist
Der «erlreter der Staatsbehörde trat entichieden dafür ein, daß dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen seien, aber die Schuldtrage ivegen Verfälschung einer Sfsentlichcn Urkunde sei zu besahen.
Der Verteidiger Metz- Nidda erkannte an, datz tue -lesälichte ortsacrichlliche Taxation eine össentlichc Urkunde sei, er wies aber daraui hi», doß der Angeklagte den Charakler der Urkunde nickst oekonnt habe Er war sich der Tatsache nicht bewutzt. daß es sich um eine öffentliche Urkunde handelte Es müsse aber, wenn man seinen Klienten sür die schwere Tat beftrasen wolle, der Nachweis erbracht werden, daß er den Charakter der Urkunde gekannt habe. T- aber ,ed«r Beweis dafür fehle und auch keine Erklärung des Angeklagten in dreier Hintlcht vor lieae müsse man annehmen, daß es sich um eine Privarnrkllnde fcuiteU. Die Tat des Angeklagten jtekt stch aber mcht <As vost-
Lanvwirtscbaft.
A Wetzlar, 9. Juni. Die alljährlich unter dem Namen Ochse ns est in dem Walde Finsterloh stattftudende Kreis- Tierschau ist aus den 2. und 3. Juli festgesetzt worden. Zur Prämiierung kommen Dogelsberger Rinder, Ziegen, Schase und Schweine, ^in Geldpreisen werden insgesamt 4350 Mk. ausgegeben, davon 3500 Mk. sur. Bogelsberger Rindvieh. Fürst Georg zu SolmS-Braunsels und Fürst Karl von Sol>ns-Lich haben beträchtliche Ehrenpreise gestiftet.
Universitäts-Nachrichten.
Die Bismarckfeier der deutschen Studentenschaft 1915.
Wie im Jahre t895 die deutsche Srudentenichast einmütig zum „Alten im Sachsenwald" zog, um diesem zu seinem 80. Ge burtstage eine Huldigung darzubieten, so will unsere akademische klagend auch im Jahre der Wiederkehr seines 100. Geburtstages das Andenken Bismarcks einmütig und in erhebender Weise feiern Drr Pismarckaussckruß der deutschen Srudentenichast hat beschlossen, alle deutschen Studenten zum Soinmersonnenwcndtagc 1915 nach Friedrichsruh einzuladen, um an des großen Kanzlers letzter Ruhestätte eine weibevolte Gcdenkseier abzuhaltcu und alsdann ans der Bismarcksäule, die die deutsche Studentenschaft aus dem Hamberge bei Friedrichsruh dem Rcichsgründer errichtet hat, die von lugendlicher Begeisterung entfachten Rammen empor- lodern zu lassen
Um das Fest in würdiger Weise vorzubereiten, haben sich unsere beiden bedeutenden Bismarcksorscher Max Lenz und Erich lMarcks aus eine Anregung au» akademischen Kreisen bin bereit erklärt, ein besonderes wissenschanlich gehaltenes Bismarckwcrk herauszugebcn, das schon durch seinen Namen: „Dos Bismarck jaftr", den Zweck seines Erscheinens andeutct. Als Monalsschrist soll es vom 21. Juni 1914 bis 21. Juni 1915 in 15 Nummern erscheinen
Dem Gedanken entsprechend, dem die Herausgabe des „Bismarckjahres" entspringt, wird die Reineinnahme aus dem Vertriebe des Werkes dem Fonds sür das Fest der deutschen Student«,r- schast überwiesen werden.
»
Der „Boss,scheu Zeitung" zutolgc erhielt Proscssor H i n tz c eine Berufung an die Universität F r e i b u r g lBaden). Er wird dort Nachsolger Mcinckes werden, der anstelle von Professor Lenz von Freiburg nach Berlin kommt.
Der ordentliche Professor der klassischen Philologie Dr. Otto Jmmrsch ,n Königsberg i. Pr. hat einen Ru> an die Universität Freiburg i. Br. erhalte». Ostern t907 jolgtc Jmmijch einem Rute als Ordinarius der klastischen Philologie und Nachsolger von Proscssor Richard Wünsch nach Gießen, von wo er Michaelis 1913 in gleicher Eigenschaft nach Königsberg, wiederum als Nachfolger von Wünsch übcrsiedelte.
Lnstschisfabrt.
Paris, 10. Jurii. 4er Lüftschifser Lepsinee, der bei der Explosion eines Ballons in Sezanne schwer verletzt wurde, ist seinen Brandwunden erlegen.
Kleine Tagcrchronik.
Aus mehreren Gebirgsgegenden Frankreichs wird st a r k e Kälte und S ch n e e s g 11 gemeldet. In Paris ging am Montag ei» Mit Dagel und Schnee verbundenes Unwetter nieder.
Wie aus Quebeck gemeldet wird, sind vierzig Fischerschon c r bei einem Sturm am Freitag an der Küste des nördlichen Neubraunschweigs gescheitert und zwanzig Personen sind dabei ums Leben gekommen. Der Sturm wütete besonders heftig an den Kütten der Miscoz und Shippigau-Jnseln. Acht Leichen sind bereits geborgen und nach Earaguei gebracht worden. Nach Meldungen aus Geilve brach der Sturm plötzlich und mit furchtbarer Gewalt aus und viele Schoner, die nicht auf den Strand geworfen wurden, wurden an den Felsen zertrümmert Längs der ganzen Küste der SHÜ>vig»u-J»vln nstid letzt noch noch Leichen gesucht.
Märlle.
i«. Frankfurt a. M., 9. Juni. Heu- und Strohmarkt. Angetahre» waren 9 Wagen Heu, 0 Wan-» Stroh. Bezabtt wurde
sür peu 4.20—i.'Nt Pkt.. Stroh lKornlangsKoh« 0.00—".(Xi PU., SSbct- stroh 0,00—0,00 Mark. Alles je b0 Kilo. Geschält ruhig. — Ti,
Zusuyreu waren aus Oberhessc» und aus den Kreisen Dieburg und Hanau.
te. Frankfurt a. M. Schwei neinnrktberi cht vom 10. Juni. Ansgetrieben waren 1732 Schweine. Pollfleischige Schweine von
80 bis 100 kg Lebendgewicht 45.00—48.00 Mk„ Schlachtgewicht
59.00— 81.00 Mk.. vollsteischige Schweine unter R feg Lebendgewicht
44.00— 47.00 Alt., Schlachtgewicht 56.00 — 59.00 Alk.: vollsteischtße Schweine von 100 —120 feg Lebendgewicht 45,00 — 48,00 Mk^ Schlachtgewicht 58.00—60 Mk. : vollsteischige Schweine von 120 bis 150 feg Lebendgeivicht 45.00— 48.00 Mk, Schlachtgewicht 58—60.00 Mk. Geschaü ziemlich rege, bleibt Ueberstgnd.
le. Franksurt a. M., 10. Jans lOrig.-Telegr. des „Gier. Anz.-> Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen lhiesigers Mt. 22.00 -22.50, »urhessischer Mt. rr.00-.-S.50. Welleraiier Mk. 00.00 — 00.00. Roggen lhiesigers Mk. >800—1850, Gerste lWetterauers Mk. 18.50-17.50, Gerste, Franken, Wälzer, Rieb Mk. 16.50—18.00, Haie, Mk. 18.00-19.00, Mais Alk. 15 50-15.75, Weizenmehl 0 Mk. 00.00 —00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenmehl III All. 00 00 — 00 00. Roggenmehl 0 Alk. 00.00—00.00, Roggenmelü 0 I Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 —0.00, Weizenschale» Mk. 0.00—0.00, Noggen- tleie Alk. 00.00 - 00.00, Malzte,me Alt. 00.00—00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hier.
te. Franksurt a. M., 10. Juni. lOrig.-Telegr. des „Gießener Anzcigels".) Ra> tosielmarkt. Man notierte: klaitosteln in Waggons Mk. 6.50-7.00, im Klei nliandel Alk. 7.50— 8.00 lue je 100 kg
vüchertijch.
— Ei n Gedenktag. Am 10. Juni könnte der bekannte Tierzüchtcr Karl Hagenbcck seinen 70. Geburtstag begehen, wenn Nicht der im vorigen Jahre criolgte Tod seinem tatenreichen Dasein ein Ziel geietzt hätte Das Wirken dieses Mannes, der nicht nur ein großcz Ticrhändler, sondern auch ein ausgezeictmeter Tierfreund war. und bei dem sich Kaiser Wilhelm gern und oft auihielt, ist mit seinem Tode nichl beendet, sondern wird auch von der Nachunli anerkannt und wird sortbestrhen. Dafür .zeugt nicht nur der von ihm geschossene stellinger Tierpark, sondern auch der fortgesetzte und dauernde Erfolg seines Buches „V o n Tieren und Mensche n", das erste und einzigste, das Karl Hagenbcck gcschrieben hak. Welche ^roße Verbreitung dieses Buch, dos beinahe in alle zioilisierten Sprachen übersetzt wurde gesunden hat, beweist die Ankündigung des Verlages Bua, »er das Erscheinen des 100. Tausend als irumeiierte Jubiläumsausgabe anzeigt, sowie das 105. Tausend einer tvohlseilen neuen Geschcnkausgabe. Dieser seltene Erfolg erscheint bei dem reichen und anregenden Inhalt des Buches vollauf gerechtfersigt.
Aircyliche Nachrichten«
rialholijche Gemein-«.
Sotterdienst.
Mittwoch, den 10. I u n i:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 11. Juni: Frohnleichnamsfest.
Vormittags von 8'/, Uhr an: Gelegenheit z»lr hl. Beichte.
9 lim 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.
„ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt. Prozession.
, um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
MilrtärgotteSdienst.
Nachmittags um 3 Uhr: Fest-Andacht. Nach der Andacht findet die feierliche Errichtung der Jnngfrauen-Kon- g r e g a t i o n statt.
Abends um 84» Uhr Versammlung im Vereinshause. ,<SL Agnes", Festspiel ans der diokletianischen Verfolgung.
Donnerstag, Freitag und SamStag abends um 8 l l ! Uhr in der Kapelle: Religiöse Vorträge sür Studierende.
Verantwortlich sür „Aus Stadt und Land" i. V : K. Neurath.
Amtlicher Wetterbericht.
Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Detteraussichten in Hessen am Donnerstag den 11. Juni 1911:
Dielsach heiter, trocken, wärmer, östliche Winde.
Letzte Nackeichten.
Aus der Hessischen Zweiten Kammer.
T a r m st a d t, 10. Juni. Die Zweite Kammer setzte in Gegenwart des Ministers des Innern v. Hombergk und des Referenten über Schulwesen, des Staatsvates Sü s - f e r t, bic Beratungen des Antrages Ulrich über die nationale Einheitsschule fort. Ulrich verbreitete sich sehr ausführlich über dre Mißstände im heutigen Potcksschulwese» und wies daraus hin, daß der Kieler Lehrertag dieselbe Stellung eingenommen habe wie er.
Die Sitzung dauert fort.
Ein neuer Oberbürgermeister in Remscheid.
Remscheid, 10. Juni. Zum Oberbürgermeister der Stadt wurdc- mit 41 Stimmen der Beigeordnete Dr. Hartmann- Duisburg gewählt.
Ein schweres Gewitter über Berlin.
Berlin, 10. Juni. Ein mehrstündiges Gewitter, welches gestern abend über Groß-Berlin niederging, verursachte empsind- tiche Verkehrsstörungen, insbesondere auch durch llcberschivem mungcn. Der Blitz schlug mehr als 20mal ein. Mit großer Macht, wie in der Stadt selbst, bauste das Wetter auch in der weiteren Umgebung rwn Berlin. Aus den Seen wurden mchr- sach Boote von den einsetzenden Gewitterböen überrascht und entgingen nur mit knapper Not der Gefahr des Kenterns.
Der Aufruhr in Rom.
Rom, 10. Juni. Gestern abend standen zahlreiche Arbeiter in der Umgebung der Arbeiterkannncr, um die Beschlüsse des Komitees lennen zu lernen und zu ertahren, ob die Versammtung morgen genehmigt werden würde. Nach 8 Uhr abends wurden die Ruhestörer von dem Sekretär der Kammer aufgesordert, sich zu entserneu und sich jedensglls morgen zu der Versammlung zu begeben. Als darauf etwa 1000 Personen im Zuge durch die Alessgn- drina-Etraße marschierten, versuchte» Polizei- beam tc und Truppen zu Fuß imb zu Pferde jic z u zerstreuen, wobei cs zu lebbasten Zusammenstößen kam. Grenadiere feuerten neun Schüsse in die Lust ab, woraus sich die Leute zerstreuten. Ein Grenadier wurde durch eine» Steinwurs am Auge verlebt. Mehrere Polizeibeamte und Soldaten wurden leicht vcrkctzt.
Sv manchen Uebels ist man Herr geworden, nur einem scheint man nicht richtig bcizukommen, vielleicht iveil man seine Perderb- lichleit zu gering einschätzt, und das ist das Ausbenwhren und Lagern von Allmaterialieu, besonders von Absallvavier. Immer wieder lesen wir von Kellcrbränden, Bränden in Erdgeschoisen, Magazinen »im., die alle durch aufgesammelte und lose aufhe- wahrtc Abwtspapiere entstehen Erst in den letzten Tagen ging die Schreckensnachricht durch alle Zeitungen, daß in New Bork l4 Personen in einem Hause verbrannt sind, in welchem das Feuer m Erdgeschoß ausgebrochen war. Entstehung und Ursache dieses iurchtbaren Brandes beweisen, daß das obengesagtc zutreffend ist. Längst schon sollte das Llnsamnicln von Absallvapieren in lösen Hansen verboten, und dafür die Aufbewahrung in fest gcvackiei, Ballen vorgeschrieben sein, weis so die Feuergesährlichkeit beschränkt, ta nahezu ganz beseitigt ist. Pressen, in denen Abiallvapicr zu handlichen, festen Ballen zusammcngepreßl werden können, liefert die Firma PH. Maytärth & Co , Frankfurt a. M. D*%


