Ausgabe 
16.10.1918
 
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Wilhelm v. Schslz.

Doppelkopf. Groteske für Marionetten. Mir 3 Bildern mrd Umschlagszeichnmrg von R..V. Hörscheftlmmt. MVä..

Das Herz wunder. Mirakelspiel rn eurem Auszüge mit Umfchlagzeichmnrg te B. Pankok. Mk. 1.50. Beides erschteuen im Hans-Sachs-Berlag, Müncherr-Leiptzig.

Wilhelm von Sckchlz ilt entsthreden Lyrrker, und zwar em Lyriker, der ferne Enrpfindmrgen in plastischer, wanndnrchMlster Sprache festzuhalten weiß. Ties läßt sich arrch^mcht rn semern Mirakel spiel verkennen, das bei seiner UraUflührung in im Münchener Kammerspielen begeisterten Beifall fand. DaS^Verz- wunder, eine formklar in sich geschlossene, seelenvolle ^rchtung, erhebt sich zu jener dichterischen Höhe, da das Mrrake. imwt und alte Schuld verllärend sühirt. Treses Ä-lrakel,prel brrgt Wert« und Schönheiten in sich, die sich jedem ofsenen Smne leM er­schließen, aber selbst bei wiederholtem Lesen nrcht völlig ausUn

Das Kind einer grotesken Tichterlanne ist das Ncarione^ewi spiel DopPelkaPs. Das Unmögliche wird hrer möglich gemaust. Doppelkopf, eine Mrwrnrität mit zwei. Köpfen, dre völlig wt- gegerrgesetzt gearbeitet sind, verlrebt srch rn errr arrderes weibliches Mitglied der Almormitätentruppe. der er angchört, und so Qtt- spinnt sich im Doppelkopf, der, auch z^wer Seelen rn ferner Brust wohnen hat, eine Liebes tragöore, dre .von hrrmorvollen Lr.rfallenj strotzt. Ter Manonettenbütme nurst dieses Weckchen unersetzlich sem, wenn auch der Alexarrdrinervers heutzutage sehürnerrgkercen bererten wird. ' ^ ^ ^

Otto Blümel, Larifari. Drei Kasperlspiele. Umschlag- Zeichnung und viele lustige Bilder vom Verfasser. Vrers ge heftet 2 50 Mt, in Pappband 4 Mk. Verlag von Albert Langen rn München Otto Blümel hat die drei Spielchen schon auf serneml privaten Kasperltheater auspwbrert, .und es hat dass sie alle den besonderen Forderungen des MarrvnetterrtMuers voll gerecht werden. Beim Lesen erweist srch aber, daß her Ver­fasser iVch mehr kann, als roirksame Kasperlszeueu zu schrerben. ©t versteht es nämlich in seltenem Maße, den Ueferen srrrn^s Marimrettenspiels zrr erfassen und unter der Maste lrebEwür- diger Groteske das Menschlick)-Mzumenschlrche rns schärfste Lrcht zu rücken. Er verspottet, ein bißchen ivehmütig, den Züchter, str ^ssen Gabe der Kasperl kein Verstärrdnis aufbrmgen kann, grbt ern lustiges Zusamruerrtreffen zwisck)en einem bützenden ütanßuer rmd denr weltlustigen Wurstl, und im letzten wtzt es gar ems

bissige Satire auf expressionistische Maler, m-odetolle Kntrkafter und urteilslose Künstpvo-sessoren. Ter Dialog, der ickume, abge rundete Verse mit bayrischer Prosa lenzen lätzt, entspricht gleich­falls demMawuettenstil aufs glücklichste. Blümel l^t dewsora- fällig ausgestatteteu Büchlein Titewrgnetten mrd flotte TextzerA snungen beigegeben, die dem Leser die Puppentheaterszeilen, gleich lebendig vor Augen rücken.

- Von Leutnant d. R. Wilhelm Egly ist rm Verlag Bindern agel-Fried borg ein Kriegst,ag e b u ch erf chienen. l^rderrpL 1/80 Mk.) Ter Verfasser, ein Friedber^r ist mtt der Knegsreifeprüfung der hresrgen Oberrealschule als Fretwrlriger im August 1914 in daS Res.-Regt. 222 erngetteten und rm Ok­tober 1916 an der Aisne gefallen. In ihm lag dre Begabung zum Schriftsteller und Dichter; das wird der ^ser rasch auA dl^en Auszeichnungen Heraussühlen, die vom Juni 1914 biS August c916 reichen. Scharf gesehene Kriegs- rnid FriedMrsbckder werden in den vier Abteilungen Berlin, Verdun. Wolhynreu. Champagne entworfen. Herrliche Nattrrschilderungen. gute Mobachtung sozialer Zustände, treffende Urteile iiber Kunst starkes vaterländisches und reliziöses Empfinden, imnges Mitleid nrit der 2^t der Menschen. 2lhrumg des Ewigen machen rms Egly bald zum Freund Und verleihen dem schlichten Büchlein Reiz und Wert.

Schicksal und Schelme. Erzählungen von Alfred Bock. Mit einem Bildnis der Verfassers, 17 Zeichnungen, von Otto Ubbelohde und einer Einleitung vvn Paul Wrttko. 64. Band des Verlags der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Harnburg-Großborstel. Die beiden jüngsten Ehreiidoktoren der Universität Gießen Mfred Bock und Otto Ubbelohde, denen eine gewisse Wahlverwandtschaft nicht abzusprechen ist, tteten hier ge­meinsam mit eineni Büchlein auf den Büchermarkt, das man jedem hessischen Feldgrauen ins Feld hmcmsschrcken sollte, denn er wird in Wort und Zeichnung seine Heimat wiederftnden. Die Erzählungen sind zwar älteren Büchern Mfred Bocks entnommen, aber glücklich ausgewählt und gewähren einen reichen Einblick rn das Schaffen des hessischen Dichters. Zu ihrer Illustration Nannte ein Geeigneterer als Ubbelohde nicht gefunden werden. Tie vertrauten Motive der Heimat sprechen aus jeder Zeichnung und geben dem wohlfeilen Büchlein doppelten Reiz eines harmonischen Zusammenklangs.

.Der aktivste Bundesgenosse aller Bekämpfer der Schund­literatur in jeglicher Form istDie Welt-Literat n r". Sie bringt seit Jahren nur die wertvollsten Werke alter und zeit­

genössischer Dichter. Jede Woche ein abgeschlossenes Werk. Jedß Nummer 20 Pf. WaS alle theoretischen Versuche dankenswert er­strebten, verwirklichtDie Weltliteratur" durch die Tat. Ihr ist das Beste für die Massen des Volkes gerade gut genug, darum ist sie ein wortloser, aber offener Feind des üblichen Familienblatv- roruans und der seichten Unterhaltuugslektüre.Tie Welt-Litera­tur" brachte aus dem unercdlicy reichen Schatz aller Völker schon so viel der bestell Iiomcme und i>wvelten, daß selbst nur eine Titel- aufzählurlg zu viel Platz erforderir würde. Wir beschränken unA darculs hinzuweisen, daß die neueste Nirmmer derWelt-Literatur" dem größten deutschen Humoristen Wilhelm Busch gewidinet wird. Mit einer biographischen Einleitung und dem Porträt 28, Büschs (aus denr Jahre 1904 stanmrend) werden vier voMändige Werke rnrd zwarDer Zylinder"Fritze",Vierhändig" und Eine kalte Geschichte" gebracht. Für 20 Pf. ehte Wilhelm Busch- Ausgabe, die sich in Satz und Bild genau an die Origrnalausgabg hält, das ist die neueste Gabe, die der Verlag .,Die Welt-Literatur", München 2, allen seinen Lesern und Freunden gestruden Humors beschert. Jeder sollte sich die überall erhältliche Wilhelm- B ir s ch - N u m m e r kaufen.

Was erwachsene junge Leute wissen sollten und Eheleute wissen müßten. Das Geschlechtsleben und seine Verirrurrgen. Von Dr. mev. Fr. Schöuenberger und 28. Siegert, Lehrer a. D. Neuauflage 41.50. Tausend. Verlag Leber rskunst-Heilkttnft", Berlin SW 61.

Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonf erenz, von Max Oboussier. Aus dem Flämischen übersetzt von Karl Mittler. Preis broschiert 2.50 Mk. Verlag von Georg Stilke, Hofbuchhärrdler, Berlin NW 7.

Esmvrei t". Alt flämisches Schauspiel aus dein 14. Jahr- hurchert, in deutschen ÄÜewcerr von Heinrich Brühl- Preis broschiert 1.20 ML.. Verlag von Georg Stilke, Hosbuch'hänoler, Berlin NW 7.

Die Weltbühne, der Schanbühu-e XIV. Jahr, Wochen­schrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nummer 33: Der politischre Durchbruch, von Germanicus. Zu diesem Krieg, von Eichendorfs. Bemerftcngen, von Ols. Paul von Hintze, von Joharmes MsckMtt. Fritz vo»r Unruh, von Julius Bab. Unsterblichkeit, von Mfred Polgar. Worte, von Theobald Tiger. Reinhardt und Kayßler, von S. I. Kempner und dergleichen, von dllfons Goldschmidt. Antworten. DieWeltbühue" erscheint wöchentlich und kostet 50 Pfennige die Nu armer. 5 Mk. vierteljährlich, 16 Mk. jährlich. Proberrunrnwrn kostenfrei durch alle Buchhandlungen und Postanstalten sowie durch der: Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, Dernburgstraße 25.

Das literarische Echo. Halbmoiratsschrift für Literatursreuude. Verlag: Egon Fleischel & Co., Berlin W 9. Das 1. Oktoberheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen p Frantz Clement: Die Dichtung der neuen Geueratiorr: Max Fischer: Else Lasker-Schüler; Heinz Raymann: Die Gestaltung der moder­nen Seeschlacht; Eruil Lucka; Der Aphorismus; Arthur Elaesser: >Zu Iben Briefen von I. M. R. Lenz,; F.Schotthoefer:. Rodins Kathedralen"; Viax Mcyerfeld: Leselese; G. H. Müller: Die rvelt- liche Organisation geistiger Arbeit ufw.

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(Berlag I. I. Weber). Besonders Lehrreich zur Erkennung der wirklichen Lage sind die feindlicheir Mtzblätter und öffentlichen Plakate, von denen diese Numaner verschieden« Pvoben nach Origi­nalen des Deutschen Wirtschaftsnruseums zu Leipzigs bringt. Sie zeigen unwiderleglich, daß Fleisch-, Brot-, Leder- usw. -Mairgek au.ch in den Ländern der Entente herrscht.

Der Völkerkrieg. Eine reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgegeben von Tr. E. H. Baer, Berlag von Julius Hoffman», Stuttgart. Heft 183 u, 1Z4. Preis je 40 Pfennig.. ; . -

FMratsel.

In dis Felder der Figcir sind die Bcrchstaben AkA, EE, G, M, N, R, 8, TT, Z derart einzutragen, daß die mittelste senkrechte Reihe einen Vornamen ergibt und die drei wagerechten Reihen einen Körper­teil, ein 29erkzeug und den Teil eines Baumes benennen.

Auslösung in rrächster Nummer,

Auslösung des Silbenrätsels in voriger Numinerj Roburit D

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Schriftleitung: vr. Reinhold Zenz. Zwillingsrunddruck der Brnh l'schsn Unw.-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.