Landzunge hinweg -tarn sx höchsMs unsere decken MMpitzen scheu. Ob dieses Wvache Ziel ein geriäues Feuern von seiner Seide ermöglicht? Hoffentlich nicht! Mtt größter. Spannmig werden die nächslim Minuten erwartet. Die Entschecknng muß gleich fallen, ob wir ungestört einen Einstigen WSeMatz erreichen werben. Jetzt muß „Htiazinth" dicht vor der BuchtemfaA fern. .Feindlicher Kreuzer dreht auf Gegmkurs! nwldet der Ausgucke jwsien im Mast. Glech daraufst „Kreuzer fährt mit langsamer
Tie Spannniig der letzten Minuten weicht der großen Freude, für den Augenblick außer Gefahr Au sein. Durch Las unverständliche Manöver des feindlichen Kreimers haben wir berechtigte Hoffnung, soviel Zeit AU gewimren, um einen Antervlatz auf flachs'M Wasser in der nördlichsten Ecke der Mansabucht erreichen zu können.
Vom inneren Strande der Bucht löst sich ern Eingeborenen-! Kanoe und nähert sich unserer Fahrtrichtiing. Außer emrgen Schwarzen erkenne ich in dem Boot einen Schutztrilppeno ] flzret m Kakimchorm. Er winkt mit den Armen, wohl zum Zeichen, daß wir halten sollen, um ihn mr Bord zu nehmen. iffrffre.noch r min er Uilverininderte Fahrt ist ihm anscheinend unverständlich, denn er ahnt ja iiicht, daß ein feindlicher Kreuzer uns dicht auf den Fersen sitzt. Aus seinen verschiedenen Zurnseir eutnehine ich nur, daß ans der uns von der See treimendm Landzunge eme Maschtucn- gewehrkompanie in Stellung ist. Mes andere geht unter in dem Geräusch der schwer arbeitenden Viaschinen und rm Rau>chen des' aufgewühlten Wassers.
Nach laufendeii Meldriugiui der Ausguckposten, fahrt der Kreuzer „Hyazinth" außerhalb der Laickzunge mit parallelem Kurs auf Mt gleicher Höhe mit uns in langsmner Fahrt nordwärts. Was mag er Vorhaben? Ich Sann es mir mcht vorstellen, daß er davonfahren wird, ohne irgendetwas zu unserer Zerstörung zu unteruehmm. Sollte ihnr vielleicht ein vor wenigen Monaten in der Schilacht bei Tanga erhaltener Denkzettel die 3Mcht verleitet haben, uns irr die Bucht zu folgen? Oder ist dre Verfolgung abgebrochen aus Angst vor einer Minensperre? Hoffen.wrr das
^ Jnzwischieu näherrr wir uns dem Ende der Bucht, die Fahrt »mrd verlangsanrt. In der rrördlichssteu Ecke der Mansabiickft Hutter einer kleinen -Erhöhung aus der Landzunge schnnt der geeignete Ankerplatz zu sein, der den besten, Schutz nach, außen bietet. Zn ganz geringer Wassertiese, das Schjiss hat kaum emen Meter Walser mrter denstBodm, rasselt der AnÄer in die Tiefe.
Trotzdein keiner vmr uns weiß, was die nächsten Minuten bringen, ist! es ein schiönes Gefühl, nach der langen. rzahrt trotz- aller Hindernisse glücklich bis hierher, gekommen zu ,fern, und daß unser Schiss mit seiner ivertvollen Ladung rn einer deutschen Bucht vor Anker liegt. .. ^ „
Ich habe eben nach! beendigtem Aukermanöver die Kommandobrücke verlassen, uni eineir Funkspruch an die „KöinMerg zu -chiffrieren, als dumpfes Krachen und Heulen in der.Luft mir dm Anfang der feindliistMr Beschießung Mit chher Tentlichwtt anzeigt. Sofort an Teck geeilt, komme ich noch gerade zeitig genug, pen AufsckBag der ersten Salve etwa 70 Meter wert vom ocfaff tcp
S ~ len. Es wird rocht bald Treffer geben!— ist mern erster Ge- urck wie diese iß unserem mit Munition vollbeladenen, Schiff wiiken rnüssen, brauchte ich mir nicht weiter anszumalmc. Air einer Stelle auf dem Hinterdecke stchen allem 100 Tonneir
ein niederträchitiger Gedanke, daß wir hier, unmittelbar am Ziel unserer schwierigen, fast 13>000 ^Eneilen^ langen glückhaften Fahrt, noch gezwiriigen werden können, unser Schiff zu versenken -oder nrit ihn in die Lust zu stiegen. Zeit MM UeberlegeN ist nickt vorhanden. Tie zweite Salve bringt uns mehre« Treffe^ einen im Vorschiff, den ^weiterr außenoords un^Ambunker, so daß die S-Prengstücke von rnnen heraus durchs Oberdeck llisgen, So §rt mnst, gehandelt werden, um zu retten, was noch zu retten
.Boderwentile öffnen, alle Räume fluten!" schallt Befehl dtwcäs Schiss und kurz darauf: „Oberschiff anzü^en nach Man!
Hoffentlich haben beide Befehle erwünschte Wirkung. Ob das Wasser durch die Bvdenventile so sch>nell alle Laderäume nber- llutet daß das von oben herunterbrennende Feuer das kostbare Krimsmaterial in dm Laderäumm nicht mehr erreichen, kann? Werden wir in den nächsten Augenblicken so schilpe« Treffer er- der L-d'Mg. datz MI B-rs-nKn de»
S «Sl mtn» tll? $«fe >md Al» G°i>a»r
erftillm mich die nächsten langen, langen Mtnutm ...
Tie sich überstürzacken -Ereigniffe in ^n folMcken Mlgm> blicken, sind sMner -wiederzugebeir. Tas Schiff erhält m kur^ep Heft eine größere Anzahl Treffer, die glücktrcheür^ff! noch!leme folafiatKit Hervorrufen. Es brennt an.mehreren stellen, Haupt kLMich durch die angezÄndÄe Decksladung. Das Feuer enüvrckelt nach Wunsch einen ungeheuren Qualm. Die geöffneten
Ruhig und befouuen tut jeder Mann der Besatzung feine Pflicht auf dem ali gewiesenen Posten. Dem AusMckPöstm rm Mast wird von dem Lustdruck Mer Granate tue ftleibatng vom Leibe gerissen, an Teck werdm mehrere M<mn verwurcket. Der leitende Maschinist bringt mir die Meldung-, daß das Flutender Laderäume schneller wie man erwarten konnte, vor ftch geht. Em Glück! Die Rettung der Ladung hängt davon ab. Ern werter^ Verweilen an Bord ist z'w-ecklos, außerdem uumöglrchi, es hreße unnötig Menschenleben opfern. ^
Auf meinen Befehl: „Alle Mann aus dem LQZff!" werden zwei S'Hifssbvote. zu. Wasser gelassen. Währerid die Maunschnfft di- Boote besteigt, eile ich nach meinen unter der Komnrarckv-brucke gelegenen Wohrrräumm, nur daselbst noch einige wrchtrge Tvkurnente und meine Handwaffen zu holen. Es gelingt mrr, aber eben habe ick> die Kabine verlassen, als eine Granate von oben durchs Teck hart bei mir einschlägt. Alles brmnt. Ersensp-lrlter, brennende Holzstück.- ruck Gott weiß was, flregt um mrch herum. An Deck zurückgckehrt, finde ich meinen treuen Hund, der mach anscheinend ängstlich erwartet. Das erste. Boot hat bereits abgelegt und nähert sich denr Straicke. Unter Mrtnahme des treuen Hurckes besteige ich das letzte Boot und bringe, es sofort aus d^: Feum- richtuug heraus. Unser Dampfer hatte bis dühl.n über 20 Volltreffer
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Während das Schliss unter.schwerem Feuer liegt, haben wrr uns mit dem Boot inzwischen einige hundert Meter entfernt. Plotz- lickj wird die Beschreßnug eingestellt. In der Einnahme, daß dieses vielleicht den Wbruch der feindlichen Aktion bedeutet, gebe ich sofort Befehl, an Bord znriickzukehren, um, wenw irgend möglich das Feuer zu löschen. Wir sind bereits mff demAWege, als von derli ersten Boot, das sich näher an Land befftidet, .Lignal gegeben wird: „Feircklichstr Kreuzer erscheint rn der BnchtnnsaM!
Die Begrüßung sollte auch nicht lange auf sich lmrrteir lassen. Mit alleir Kräften eilen wir jetzt denr^Lan^zu, unr das^an der Innenseite der Bucht gelegene etwa 500 Meter entfernte llfer- gelände zu erreichten.
w-rdi-n. Äfebem laffm
Oettfmti Ja jcrfilpffote Saratffrote ’L lt SÖSiSa ausströmen, dazu dre im Lchrff und m d« Nahe u.emerenoeu> ) ö-Amti mter - Gra naten. W ist ern wahres HölLengetose.
Die ZwMngsbrüder.
Boii Alfred Bratk.
Wenn ich vinerr Zwillingsbruder Mte^ wörde ich alles darw> setzerr, keinen Zwillingsbruder zu l-aberr MM arck Erferluckst Herrschergelüst: nicht aus dem Wunsche heraus, der Ältere zus.em. Nein ich würde ihm gerne den Borrang überlass^.' l.ch wurde ihm phne weiteres das Recht der Erstgeburt schenken. Ohne auch nirr auf einen einzigen Löffel des berü'hmten biblischen Linsengerichtes Anspruch zu er^ben.
Tas heißt: die ganze Sache fmirde mich, mrtürlrch auch rw- teressieren und erregen, tvamr wir auch äußerlich Zlmltiligsbrüder wä^en. Wenn wir einander ähnelten wie ein Er dem anderen, urcki ivenn durch den Verzicht auf die Gleichaltrigkeit auch di.ese voll- konrmene Aehnlichßeit aus der Welt geschafft toerdwr ko-rnte. ^ Im vergangenen Sommer hatte ich nämlich Gelegenheit, das Drama der Zwillmgsbruderschast aus nächster Nahe zu ltudierem Ich verbrachte einige Wocheii in dem kleinen Leebad Hornback am ^eresimd. Es war reizend und gemütlich m unserem llemen Hotel: wir bildeten eine friedfertige Familie, eine kameradschaftlich^ Gesellschaft. Tagelang wurden die Stille und das gute Einvernest- men an der Tafel, auf der Terrasse und am Strmck mich nicht durch
der: leisesten - Mißton gestört. 0 _ ... „ . .
Da trafen ztvei neire Gäste ern. Dre Zwillmgsbruder. Und mttt war «s mft Ruhe und Eintracht vorbei.
Es waren die Brüder Jensen aus Kopenhagen. Erck urck Fvederik Jensen. Ihr übereinstimmendes Aussehen ist noch iiicht genügend charakterisiert, wenn man sagt, daß fte einander zum Derivechseln ähnlich ivaren. Erik war ganz emfach Frederrk, und Frederft war ganz einfach Erik. r . ... r
Als sie angekommen wareir rmd der Mrt fte empfurg, verlangte Erik ein Ballonzimmer mit zwei Betten, währerck Frede.nk noch
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„Nehme ich mcht!" erwiderte Jensen. ,^Zch Haffe Zimmer mrt
^^Aber," — Nick der Mte, dienstbereite Wirt riß die Augmr weit auf — „Sie haben doch eben.eilies mit BalMrverlangt.
„Ist mir nicht im Traum eingefallen, erwckerte Zeusen strenge
'S stM WJHnen! Das tvar gewiß, mem Bruder Erik.^ feer Mk® Jensen war nUrch Frederik, ter ine Hotelballe betreten hatte, während der balkonfreundliM Erik m
dm Garten gegangen war. , .
Ter diplomatische Kmscherifall wurde schließlich bugel.gt, m- dem Herr -Erik Jensen an der Balkonsnte des Zimmers schief, Herr Frederik Jenstn hingegen an der Türferte.
^ Bm dem Mttageffen, als die Gäste sich im Dpeffesaal v^ sammelten, trat Herr Erfk Jerffen ein. Höflich imd korreu ANg er von Gast zu 'Gast, machte eme Arze Berbeilgiing- wid sagten
"^Wir'nMm!'^ PlaE denn die Bstvipe wurde ausgettagm.


