»OS --

den kleinen braunen Körper Md den winzigen erstaunten Trmenperlen, die starr nach all den römischen Drngen schau­te» > dem Feuer, dem Mann und dem Haus aus Rädern.

Stepan, der seiner Katinka eine Freude machen wollte, packte rasch zu und ein kleiner brauner Körper zuckte und biZ Mck> jammerte in seiner Hand. Schnell ging er zum' Feuer, in der einen Hand das Eichhörnchen, in der andern

^ Meh hier,. Duschenka,"*) >rief er Katinka zu,ich Hab etwas 'für dich zum Spielen einen kleinen braunen Bru­der aus dem Wald!" * e .

er lebendig)» Vater?" fragte der Blondkopf und vtaWe »große wundernde Augen, während das braune Bün­del einen Augenblick lang ganz still lag.

'Er Lebt sehr, mein Mädel!" und Stepan hielt das Tierchen bei dem buschigen Schwanz in die Höhe.

,lwie kleine Nase und die Augen sehen aus, als ob sre M Grchten, Vater. Beißt es?"

Oh ja. Sieh, mein Finger blutet."

Du wirst ihm aber doch nichts tun?"

Nein, Katinka, natürlich nicht. Es beißt nur, weil es frei sein will.' Nein, ich werde ihm nichts tun."

,L)h,' hu hübscher kleiner Kerl! Darf ich ihn behalten, Kater?"

Das Tier gehört dir. Ich werde dir einen Käfig machen."

Aber nein, Katinka," sagte Katia mit mitleidigen Augen,das geht doch nicht. Vielleicht warten eine kleine Katinka pnd ein kleiner Stepan und eine Mutter droben vtt den Zweigen auf den braunen Bruder hier und sie würden sterben, wenn er nicht zurückkäme."

Da ging ein sonderbares Zittern über Katinkas Lippen und ein Schimmern kam in ihre Augen mrd sie sagte schnell: ,Lah es gehen/Vater, laß es gehen. Wir wollen nicht sein wiite der böse Paschkin und es wegnehmen von einer Mutter und einer kleinen Katinka. Laß es gehen, Vater!"

Da setzte Stepan das Tierchen auf den Boden. Eine Se­kunde laiig lag es dort und verschwand dann wie ein Schatten, Und der Lockenkopf klatschte vergnügt in die Hände.

(Fortsetzung folgt.)

Gbst und Gemüse in der Megrwirtschaft.

wird jetzt wohl über keine Behörde der Kriegswirtschaft mehr geschimpft als über die Landes-Obst- und Gemjüsestelle und über die Reichsstelle für Obst urid Gemüse. Und das mit vollem Recht! sagt ohne jedes weitere Bedenken fast ein jeder, ohne ftÄ über die Tätigkeit dieser Behörden volle Klarheit verschafft zu haben und ohne die Grundlagen genau zu kennen, dre zur Ein­setzung dieser KriegÄmrtschastsstellen geführt hiaben. Erne Recht­erügung der Maßnahmen dieser Behörden versucht der schrift- 1 etter des Amtsblattes der Reichsstelle für Gemüse und Obst, Tr. Bovensck-eu, in Nr. 100 dieser Zeitschrift, und es ist sehr rnteres- fant, diese Auseinandersetzungen zu verfolgen. Obst und Gemüse, sagt er, werden nicht rationiert und werden naht wie Brot und Kartoffeln durch die Kommunal verbände an die einzelnen Bürger Verteilt in ganz bestimmten Mengen, sie waren nur ganz aus­nahmsweise beschlagnahmt und werden auch nur ausnahmsweise aus einem anderen Weg als dem' dw freien Handels k^mBer- brauche r zu ge führt. Deutschland habe seinen Bedarf an Obst und Genrüse niemals aus eigener Erzeugung zu decken verniocht. Dev Obstbau war vor dem Kriege minier nur em Stiefkind der Land­wirtschaft, und Gemüsebau in größeren^ Maße tvurde nur rn ierrrzelneu Gegenden und in der Nähe großer Städte betneben. In den letzten Friedensjahven hat Deutschland für 100 Millionen Mark Obst alljährlich aus derrr Ausland bezogen, tm! Jahre 1912 sogar für 194 Millionen Mark. Im Jahr 1915 konnten noch 5,6. Millionen Frisckwbst und 593 000 Zentner Dörrobst emgeführt werden, 1916 3 Millionen Zentner und 1917 nur noch 2,6 Millionen Zentner. Dieser verringerten Einfuhr steht aus dev anderm Seite ein durch den Krieg erheblich gesteigerter Bedarf gegenüber Bor dem Kriege wurde bei uns die Marirrelwe wenig geschätzt, man hatte ja Bntter und Wse genum Durch die in den Uiegsverhältnissen begründete Steigerung des Bedarfs, an Marm^ lade gewann das Obst für die Ernährung des deutschen Volkes plötzlich «ine Bedeutung wie nie zuvor, die noch dadurch «t llm- fang gewann, daß auch das Heer gewaltige Mengen an Obstmus mw Dörrobst beanspruchte, fite die in der Hmipisache, je langer der Krieg dauerte, nur noch bk heimische Obsternte zur Ver­fügung stand' und 9 bis 10 Mllionen Zentner %

Man mag über die einzelnen Maßnahmen per RerchsMe für Gemüse und Obst denken, wie MM will, auch ihr gruMätzlichep

Gegner wird anerkennen müssen, daß diese ReicWell« sich durch die Bereitstellung beträchtlicher Mengjen von Marmelade, mch zwar einer Marmelade, die auch einen verwöhnten Gaumten zu befriedigen vermag, sich ein unbestreitbares! Verdienst um das Durchhalten des deutschen Volles erworben hat. Tie Krittkes haben vergessen, welch eine fürchterliche Sorte von Marmelaop das deutsche Voll tzr dem auch durch andere Entbehrungen und Nöte eine Mochte Kartoffelernte und einen langen, harten Wm- ter gekennzeichneten Winter von 1916 aus 1917 zu gmreßeU genöügt war, jenes berüchtigte .Kriegsmus, das zu 60 Prozent Mit den verpönten Kohlrüben gestreckt werden mußte, werk dte Reichsstelle für Gemüse und Obst fort Sommer 1916 noch ntfflj in Tätigkeit war. Erst durch, die am 20. August 1917 verfüg^ Absatzbeschränkung von Obst war es möglich!, das Heer und die Zivilbevölkerung mit BwtaufstrichUütteln zu versehen, wozu 7 bis 8 Millionen Zentner Frischobst gebraucht wurden. Da m diesem Jahr die Obsternte erheblich schlechter ausfallt, so 'werd das deutsche Volk sich zu entscheiden haben, ob es das wenige Obst in frischem Zustande in kurzer Zeit aufzehven well, um' hannj während des ganzen Winters und der langen Monate bis, zur jneuen Ernte sein Kriegsbrot trocken zu essen, oder ob, es lieber wuf frisches Obst verzichtet, dafür aber die Sicherheit erhK stets ausreichend mit guter Obstmarmelade bedacht zu werden.. Die Reichsstelle für Obst und Genrüse hat sich für das letzte entschieden und alle Vorkehrungen jn diesem Sinne getroffen. Verminderte Erzeugung, schlechte Ernten, Unterbindung der Einfuhr und dabei ein hochgesteigerter Bedarf, alles notwendige ffolgen des Krieges, führen zioangsläusig zu einer Verschärfung des Markt Verkehrs, die auch durch den freien Handel nicht behoben werden kann. So ist die in den letzten Jahren beobachtete Knappheit an Obst keineswegs durch die so gern kritisierten Maßncchmen der Kriegs­wirtschaft verschuldet worden.

Auch in bezug ans Gemüse war Deutschland immer ein Ein­fuhrland! Ter Wert des Gesamtvcrbrauchs im Frieden wird aus jährlich 3400 Millionen Mark geschätzt, die Einfuhr betrug nn Iahte 1912 3124 793 Doppelzentner an srffchnn Gemüse im Werte von 79 558 000 Mark. Durch, den Krieg hat der BAars mne ungeahnte Steigerung erfahren. Mit der zunehmenden Knappheit an Fleisch lind' an vielen anderen Nahrmrgsmitteln ist dem Ge­müse in der nimWichen 'Ernährung eine Rolle zugefallen wie nie zuvor. Wenn beim Obst ans eine Vermehrung der ErMigung nicht gerechnet werden koirnte weil ein neugepflanzter Obstbaum .erst in 810 Jahren eine Ernte bringt, wenn sie sich vielmehr durch ungenügenden Schutz gegen Ungeziefer wegen mangelnd« Arbeitskraft und fehlender Chemikalien nsw. dauernd verringert, so lag die Sache anders beim Gemüse. Aus den neutralen Länder», besonders aus Holland, konnten in den ersten Kriegchahren gwtzo Mengen bezogen werden; bald aber wurde Holland durch de» englischen Druck genötigt, seine Ausfuhr sehr einzuschränken und auf Kosten des Gemüsebaues ziim vermehrten Getreidebau* den eigenen Bedarf zu schreiten, so daß uns, zumal beim schlechte» Stand der deutschen Valuta, wie beim Obst, eines Tages uw ausländische Zufuhr an Gemüse abgeschmtten fern konnte. D« verantwortlichen Männer int Kriegsernährnngsamt haben daher mit weitblickender VvraussM geeignete Maßregeln getroffen, uml die 'Erzeugung vmi Genrüse im Jnlande nach Kräften zu fordern. Das ist denn auch geschehen, so daß jetzt, federn Mangelabgs, Holsen ist, Ter MaM und die Läden smd Mit Gemüse gefilllt, und der Preis geht.herunter. Ter AbWuß von Lieserungsvertrageirt, die den Gemüsebauern von vornherein ben,.temerlig höAtert Preis für ihre Erzeugnisse sicherten, ohne Rücksicht,auf die spat« festzusetzenden Höchstpreise, führte neben einer imtkiamen Weüw- Arbeit in Wort und Schrift zu einer so starken Förderung beS| Gemüsebaues in - Deutschland, daß man nicht .versteht wte nmn jetzt noch be'haupten kann, daß die Bewirtschaftung des Ge­müses für den Verbraucher ein Fehler und, em Mißgriff sei. Tie 'Entwicklung hat belovesen, daß es nicht die Höchstpreise smd, die das Verschwiiiden der Ware verursachen, sondern es ist, me Knappheit und der steigende Bedarf. Bei Warenmangel smd die Höchstpreise ein Schutz der Verbmucher gegen wucherisch« lleberVorteilung, bei Warenüberfluß aber smd sie nicht etwa ,Min­destpreise, die eine Verbilligung der Ware unter allen llmstänven verhindern, bei genügendem Vorrat und gesteigertem Mgebot müssen die Preise unter die Höchstpreise sinken, zumal bei leicht verderblichen Waren. Mit der Vermehrung des Anbaues von Ge­müse ist dem vielgeschmähten Kriegsernährnngsamt und, der Reichsstelle für Gemüse und Obst eine gewaltige Leistung gegluckt, durch, die getroffenen Maßnahmen ist,es gelungen, daß m inanchen Gegenden das Fünf- bis Zehnfache an Gemüse anMbaist wird W itn Fri^en, daß z. B. tn Mecklenburg allein der.Ertrag bep Spätgemüses ans 50 Millionen Zentner geschätzt wird, daß vrell Gegenden, in denen vor dem Kriege überhaupt kern Gemüse ge­baut wurde, sich jetzt mit Herbstgemüftversorgen, ohne fe^ Einfuhr. Kriegserrrährungsamt und Reichsstelle werden daher, so schließt Tr. Bowenschen seine Darlegung^, tm unterem unseres Volkes und Vaterlandes, auf dem .für rM^er^mten Wege fort- schreiten, unbeirrt durch Urteile, die durch L-achßeimtms in keiner Weise getrübt sind.

am irr i |gxa i > ä l '