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jitur jeitte einzige Kopeke geliehen hätte, und hätte er ihm das
Leben retten können! , , „ , ^ or.,^«
Ein luftiges Lachen tanzte in Peter Krops alten Augen, während ssr ihnr lanE nachsah. Als er ferne Pserä^ geKtt rt hatte.und die zivei Stunden um waren, fuhr er m raschem Lrab nach Selemsinsk zurück, passierte durch das Dorf, hielt rhum Augenblick lang vor Totsins Haus, gerade lange Nug .für Marha Feodorowna, um em paar Bündel aus oen Wagen «zu werfen und ihm zuzunicken, und verfolgte dann
bie ^E^d?uerte^nicht lange, so sah er eine Gestalt vor sich, Nein ^zivei Gestalten, ein junges, lachendes Werb eurem Säugling auf dem Arm und einem blondlockigen Kmd an der Land — die Menschen, auf die ern hungriges Herz an der Grenze von' Minute zu Minute wartete —
„Jetzt.sollte Peter schon rn Selemsmsk fern! Und nun können sie sich schon auf den Weg gemacht haben. Sw stnd lauf dem Weg. Sie könrwn bald hier sein! Sie sollten schon hier sein! Es ist Zeit. Es ist Zeit!" , . m
Und dann endlich Hufschläge galoppierender Pftrde, baÜ) auf Stein, bald auf weichem Boden, die ihm dw Glücksbo^ Mast verkündeten, noch ehe er den Wagen sehen konnte und
^Hie^.soll man^d^s alles erzählen? Wie sie lachten und Witze M weinten! Wie sie sich aneinander anklammerten, als könne keine Macht der Welt sie je wieder voneinander reißen! Wie Äe sich küßten, als ob riur Küsse und zwar sehr viele Küsse die Erinnerung an die langen elf Monate des Herzen^- hungers auslöschen könnten. Wie Klein-Katmka sw umtanzte wüte ein Kobold, lachend, wenn sie lachten, weinend, wenn sie weinten. Wie sogar Peter Krops kluge Judenaugewern wmrg feucht Wurden, als er ihnen zusah wie em alter Patriarch! wch denkleinen Stepan ungeschickt aus den Armen chelt, damit die beiden Menschen sich, ganz einander widmen konnten Vielleicht erinnerte er sich, an — nun, das war Kropv Sache. Mit einemmal aber wurde er wieder ganz Geichasts- mann und packte sorglich seine Waren wieder em.
Ujnd es dauerte nicht lange, so stand er wieder neben !«inem Mrren aus der Straße wie damals und sah dem Daus auf Rädern nach, das dem Altai zupolterte, so schnell Äveij Pftrde es nur ziehen konnten, und kam sich sehr ein-
<t " t Kur, vor dem Abschied hatte er Stepan ein Papier in
die Hand gedrückt und gesagt: ., , .
Du hast viel Geld für mich verdient, Stepan Jwano- Witsch- Hier ist eine Abrechnung über das, was ich dir nun
^"^Sttpan hatte das Papier zurückgeben twttai.
Du Hast mir alles, was ich tun konnte für dich, heute V-hnfach gelohnt, Peter ffr-p/" sagte er
Und dann warf er einen Blick aus das Papier Uiid iwcrre »4 vorsichtig in seine Brusttasche und sagte still.
Möge Gott gut zu dir sein, Peter Krop! Em Jude soll Mein Freund sein, wo immer ich ihri auch, treffe, von diesem Lag an um deinetwillen!" *
Geld war eine Macht, die sogar Gouverneur Tatukoff, der ersck kaiserliche Beamte der Provinz Jemsseisk, auße^ ordentlich Hoch schätzte. Das Papier war em dah, ausMellt von Gouverneur Tatukoff, der emer gewissen Katm Wassin lirwna gestattete, mit ihrem Mann Stepan >zline innerhalb her Provinz Jenisseisk zu reisen, und hatte Peter Krop tauend Rubel gekostet. Einmal jedoch rn seinem Leben hatte es Peter Krop nicht geschmerzt, schöne Rubelscheine weggeben zu Müssen, nicht einmal an Tatukoff . . .
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anderer auf
Weib und Kinder als . dem endlosen Weg
Die Altaiberge sind wunderschön zur Sommerzeit; aber wäMi sie auch dürr und öde gewesen wie eme Wüste, so hätten sie diesen glücklichen Menschen dennoch em Paradies geschienen, denn unseren Himmel können wir uns selbst Massen und mit uns tragen überallhin m unseren Herzen.
Glücklich wie Kinder waren Stepan und Katm. .
Gouverneur Paschkins Teuselspaß bereitete ihnen keme Dörgen — noch nicht. Tag um Tag zogen sie langsam die Hügel hinan, ein wandernder Mikrokosmos remen Glucks. Sie hatten, was sie begehrten und mehr, als sre seit larmer Zeit gewagt hatten, zu hoffen. Der Sturm war über sw hin- Mggebraust und nun leuchtete Sonnenschein.
Mar mußte ihr Weg immerdar endws sein, doch war er ein Weg des Glücks. Aus den sich langtznziehenden Weg- Neigungen *wifd*n dm Hügeln M-St- Ltepm, neben den Köpfen seiner Pferde zu marschieren und im Wandem mit ihnen au lachen und zu scherzen. Um Katmka eme Freude zu machen, hatte er das hochragende holzerrw Kummet über den Hals des Handpferdes mit GloMen behängt, nicht mit gewöhnlichen Glöckchen wie andere Pftrde sw kragen, sondern mit fein abgestimmten Silberglocken, die nwlodisch erschallten, pls sängen sie ein fröhliches Lied des Glucks über
Täler und Wälder hin. cm™
Stück für Stück erzählte Katra ihrem Mann, was ste alles hatte ausstehen müssen, nach säuern Verlassen von I rkutsk. Wie die Männer, die ihnen Geld schuldeten, seme Abwesenheit benützten, um sich mit ihr herumzuzanken und wie fast 'alle bestritten, daß sie überhaupt etwas schuldig ftwn hder doch nur einen Teil der Schuld zugeben wollten. Endlich, ,als es Siinon Rapin besser Fing, war es langsam vorwärts gegangen, aber immer noch so schrecklich langsam, daß sie beinahe verzweifelte. Endlich verlor sw den Mut und war froh genug, als sich Simon bereit erklärte, ihr das ganze Geschäft, Einrichtung, ausstehende Betrage und alles, für zweitausend Rubel in bar abzunehmen und dafür zu sorgen, daß sie und die Kinder Selemsinsk sicher erreichten.
? Dann kam die Geburt des kleinen Stepan und Paschkins Verbot ihrer Abreise von Irkutsk und neue Sorgen und neue Anast. Manchmal sei sie beinahe verzweifelt —
Sie erzählte ihm auch, daß ihre Mutter die Verraterei ilches Vaters bald errawn habe und daß es seitdem keine ruhige Stunde in dem Haus in Selemsmsk gegeben habe „Sie wird es ihm nie verzechen, Stepan, und er weiß
^Meilch?nun ^ jn { t bist, vergebe ich ihm und allen, sogar Paschkin," lachte Stepan. „Und was das. verlogne Geld (anbetrifft, so ist es schade darum. Ader es gibt Dmye, die Man mit Geld nicht kaufen kann, und dw haben wir,
^ Es gibt jedoch auch, Dinge, die man mit Geld kaufen kann, und die zweitausend Rubel kamen ihm sehr zu statten, denn nun konnte er seine eigenen Waren kaufen. Da->ver vierfachte seinen Nutzen und stellte ihn auf eigene Füße. ^ Jeden Dag, wenn die Sonne unterging, suchten sw sich ein stilles Plätzchen abseits der Straße aus und Stepan ließ die Pferde mit lose gefesselten Vorderbeinen laufen, sich zu suchen., was sie nun finden nwchten m Feld^und Wald und zündete ein Feuer aus dem dürren Holz an, ba» er denn Wandern gesammelt hatte. Wickelkind Stepan wiirde nicU weit.davon auf Großmutter Erde gelegt und strampelte nach erzensluft mit Aermchen und .Bemen, wahrend Fraulem svaUnka ihn mit großer Wichtigtuerei bemutterte. A'atia be- reiwte unterdessen die einfache Mahlzeit.
So hatteil sie wieder eines Tages in einem geschützten Waldwinkel kampiert und Stepan war nach dem,Anzünden des Feuers in den Wald gewandert, um noch, dürres Holz kür die Nacht zu suchen. Als er zurückkam, ein Reiligbüichel Mnitl m feÄSÄ blieb er ->m Waldrand stehen und starrte mit einem dankbaren Aufleuchten in den Augen hinüber zu seinem luftig flackernden Feuer . . . Das war sein Glück- und sein Leben da drüben und so sollte es immer sein. Die Pferde wühlten gierig in dem verwelkenden Gras nach zarten jungen Schößlingen. Stepan lag auf emem weichen Fell und lallte vor Freude über das Feuer, das ihnr wohl sehr sonderbar Vorkommen mochte. Katmka saß neben ihm und überschüttete den kleinen Bruder Mit ihrer Tagesernte von Blumen, während sie emsig mit der Mutter schwatzte, die mit ihren Töpfen beim Feuer hantierte - - - . ,,
Mehr Glück könne kein Mann sich erwunschen, dachte
nachtsinstere Wald, an dessen Rand er stand, schien ihm die schwarzen Zeiten des Wartens zu verkörpern, jene
Zeiten, ,als er sich wie zerbrochen vorgekommen war und
.an Mott uiid der Welt gezweifelt hatte Das Licht und dw Fröhlichkeit drüben dagegen bedeuteten das Gluck der Gegew- wiart und der Zukunft — froh und hell ivw dw tanzenden
^ Lange stand er so da, regungslos, schweigend, durch die Blätter starrend — so lange, daß em anderer Beobachter endlich alle Furcht und Vorsicht vergaß und seine Neugier nicht länger bezähmen konnw. Dieser andere Beobcuyter kam ans einem Aestlein dahergehuscht, das Step,ans Hand saft b^ rührte, und lag mim mäuschenstill da mit fernem vibrieren-


