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dieselben, $tt Wasser ausgelM, in! die Pflanze ein, und wenn die Reservestvfsc die Blattknospen Kur Entwrmurrg gebracht haben, dann nehmen auch die jungen Blättchen die Kohlensäure aus der sie umgebenden Luft mit Begierde auf, um daraus unter der Einwirkung des Sonnenlichbes die nnentbe'tzrliche Stärke zu bil-, den. So werden alle Ueberveste wieder verbraucht, indem sie zu not-, wendigen Faktvven beim Aufbau neuer Formen werden. Es gibt demnach in der Natur keinen ewigen Tod. Aus den Trümmern Und.dem Moder.des Bergangenen erhebt sich immer wieder das Leben der kommenden Geschöpfe und der neuen Geschlechter: alles, was schon da war, lebt wieder auf, mir in einer anderen Gestalt. So ist in dem Kreisläufe des Jahves die Entwicklung und der Niedergang dev Vegetation einem großen Drama vergleichbar dessen Verlauf wir mit Spannung verfolgen, und so oft es sich vor unseren Augen abspielt, so erschemt es bei jeder Wiederholung neu Und offenbart uns andere bisher übersehene Schönheiten.

Sammelt yeideblüten!

Non Geh. Med.-Rat Dr. O l t (zur Zeit im Felde).

Die behinderte Zufuhr ausländischer Genußmittel hat die Frage nach einem guten Ersatz für chinesischen Tee aufgeworfen. Kn Vorschlägen für die Verwertung heimischer Pflanzen hat es nicht gefehlt, besonders wurden Kräuterzusammenstellungen emp­fohlen, denen die Schwierigkeit des Sammelns aller Arten an-" haftet und schon das Mischungsverhältnis dem Geschmack des ein­zelnen meist nicht Rechnung tragen kann. In einigen Berichten! chemischer Zeitschriften wird die Mute der Waldheide (Callunq vulgaris Salis J. Erica vulgaris L.) als Ersatz für chinesischen Tee gepriesen. Als ich vor einem Jahr die ersten Proben dieses! deutschen Tees gekostet hatte, sammelte ich' Vorrat, um durch Weitergabe Urteile von verschiedenen Seiten zu hören'. Mle stimm­ten mit dem meinigen überein, wonach der Tee einem dem chine­sischen Tee nahestehenden angenehmen Geschmack hat und sich durch eine Bekömmlichkeit auszeichnet, die den Tee zum Gewohnheits­getränk macht. Täglich trank ich ihn vergangenen Winter mit dem gleichen Bedürfnis wie chinesischem.

Die auf das Nervensystem wirkender: Stoffe der coffeinhaltigen! Pflanzen fehlen der Heideblüte, ihre Wirkung ist mehr beruhigend/ als erregend, daher kann dieser Tee auch vor dem Schlafe genossen/ und Kindern und Kranken zur Wärme- rrnd Flüssigkeitszufuhr! ohne eine Beeinträchtigung des Herzens und der Nerven beliebig gegeben rverden. Früher wurde Herdeblütenausguß auch als Mb' kräftig empfohlen. Zwischen chinesischem Tee und Heidcblüteuteej besteht ein ähnlicher Unterschied wie zwischen Kaffee undKaffee- Haag". Letzterer ist von dem nervenerregenden Koffein befreit, er enthält aber die aronmtischen Bestandteile, welche dem Getränk den angenehmen Geschmack Verleiher:. Tie aromatischen Substanzen der Heideblüte erinnern au den lieblichen Duft blühender Wald- Heide und verleihen frem( Tee den angenehmen, milden Geschmack, der grundverschieden von den herben, vielfach bitteren Bestandteilen des sonst empfohlenen Teer-Ersatzes ist. IN Terttschland sind so große Flüchen mit Herde bewachsen, daß ein Sammeln im großen sehr wohl möglich ist, und Heideblüte als Handelstvare jetzt und rrach dem Kriege gewiß auch löhnenden Absatz finden könnten. Wenn auch Nur ein Teil des ichjinesrschM Dees ans diese Weife vom Markte darrch das einheimische 'Erzeugnis verdräirgt werden könnte, wäre schon ein beträchtlicher nationaler Gewinn, ganz abg>esehe:r von dem »gesundheitlichen Vorteil, erzielt. ^

Tie Blüten sind, >venn sie ansangen sich zu öfftren, mit der Dand abzustreifen und zun: Trocknen auszubrerten. 'Lonne und künUiche Wärme dürfen arichjt einwirken. Mit einem brertmaschrgen Sieb werden die Reiserchen rrnd mit feinem Sieb Staubteile ent­fernt. Kleinere Menge:: kann man mit der Hand belesen. Je reiner! die Blüten, desto feiner wird der Tee. In gutverschlossenen Getz säßen, arrch Flaschen sind geeignet, behalten die gutgetrockneten, Blüten ihren Wert jahrelang. Ter Tee wird nicht durch kurzen Aufguß, sondern durch 1.015 Minuten langes Kochen bereitet. Ern kleiner Teelöffel voll Blüterr genügt für 3 Tassen Tee, der bald nach der Herstellung eine schöne Farbe annimmt. Bei der erster: Probe wird meistens eine zu große Menge Blüten abgekocht, rrnd dann der Tee kurzerhand als ungenießbar erklärt. Man zähle daher beim ersten Versuch etwa 60 Blüten als Menge ab, die für eine Tasse genügt. Da so verhältnismäßig wenig Blüten für die 'Berei­tung des Tees genügen, kann ein Kind in wenigen Stunden den Jahresbedarf für mehrere Familien'pflücken. Jetzt ist die Zeit der Herdeblüte, möchten alle, denen die Möglichkeit zum Sammeln gegeben ist- die Gelegenheit wahrnehmen rrnd für dendeutschen Tee" recht viele Liebhaber gewinnen.

JS. Vüchertlsch.

? Helene Christaller, Drei Schicksale. Novellen. Irr Originalleintvandband 3.80 Mk. (4.29 Fr.). Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. Diese drei Erzählungen sind echte Christaller-Kinder. Frauen spielen darin wieder die Hauptrolle, deren Herz mächtiger die Handlung beeinflußt als der Kopf. Dafür atmen sie aber auch eine lMärmse, die den Berstandesgeschichten'

abgeht und wecken in uns die besten Regungen. Es' sind keine ^Kriegsgeschichten". obwohl der Krieg die Konflikte hervorrnffl Wer könnte aber in der ^gegenwärtigen Zeit etwas seinen TliU Menschen sagen 'wollen, ohne das zu berühren, das Aller Gedanke» gefangen hält? Zuletzt eine Persönlichkeit wre Helene CHrtftaller, deren Hertz in Liebe für die Mitmenschen brennt. Wir wvllech hier nicht den Inhalt der einzelnen Novellen wiedergeben, es hieße das den Dust ihrer Blüten abstveifen. Es ist auch ueben^ sächlich, denn der Reiz/ liegt in erster Linie darin, w i e die Geschichten erzählt sind. Wer Chrrstallersche Poesie liebt, der wird auch an diesen Erzählungen große Freude haben.

Die schönsten Abenten rergeschichten Vott Sealsfield. Ausgewählt und eingeleitet von Walter von Molo. Einbandzeichnung von Felger. Preis gebunden 4 Mark. Verlag von Albert Langen in München. , In der Reihe seiner von Walter von Molo herausgegebenen Answahlbände 'läßt der Verlag vo» Albert Langen jetzt den vierten erscheinen und bringt darin ttoei der schönsten Abenteurergeschichten von Charles Sealsfield. Man 'weiß, daß sich hinter diesem Pseudonym der Deutsch-Oesterreicher Karl Postl verbirgt, und daß dieser vielleicht der einzige Schrift­steller ist, dessen Werke mns in einwandfrei künstlerischer Objek­tivität Einblick in die Anfänge des Amerikanertums gewähren, einen Einblick, der heute von doppelter Bedeutung ist, weil er uns manches in der Psyche des Mnerikaners begreifen läßt, was uns sonst unverständlich wäre. Er schildert das frcrheitstrnnkene selbst­herrliche, nur nach den Grundsätzen der Gleichheit geregelte Leben der damaliger: Aiüerikaner mit -Heller Begeisterung, hält sich dabei aber von jeder aufdringlichen Tendenz frei. Um ihr zu verfallen, ist der Künstler in ihm zu stark. Die reine Darstellung bleibt ihm' das wichtigste. 'Alles Ist aber so dichterisch gestaltet, daß wir erst in Ovetter Linie merken, wieviel wir in diesen Erzählungen über die Anfänge des Amerikanertums gelernt haben. Freilich trägt das Verdienst ja n diesen: Eindruck zum Teil auch Walter von Molos sicher eingreifende Bearbeitung, die,die SealsfieldscheN Geschichten, ohne ihnen im geringsten ihre Ursprünglichkeit zu nehmen, durch wohltuende Zusamnrendräugung kür uns Heutige doch wirkungs­voller gemacht hat, als sie in ihrer ursprünglichen Fassung sei» konnten. Auch Molos Einleitung ,ist von hohem Wert.

Erich Freiberger: Narrenlieder. Amalthea-Verlag, Leipzig. Liebeslieder von herzerfrischender Sonnigkeit und tiefer Innerlichkeit gibt der Verfasser wieder. Ein geheimes Sehnen, ein Verlangen nach Glück und Frieden der Seele zieht durch alle diese Verse, die mit Andacht und Verständnis für Edles und Schönes gelesen sein wollen.

Erde. GedichtevonKarlKobald. Amalthea-Verlag, Leipzig. Karl Kobald führt in seinen Versen eine schwere, mitunter harte Sprache, aber sie ist von größter Gestaltungskraft. Der Verfasser gehört zu den Meistern, die mit ein paar Worten außerordentlich viel zu sagen wissen und eindrucksvoll zu wirken irnstande sind. Prachtvoll klar sehen wir Gestalten und Jdeengänge von uns. Ditz Gedichte werden Anklang finden.

A. Damaschke:Die Bodenreform". Grundsätzliche- !und Geschichtliches zur Erkenntnis und Ueberwindung der soziale» Not. 5l2 Setten. 71.85. Tausend. Preis bvoschürt 4 Mk., vornehm gebnrrden 5,50 Mk.

, Die Weltbühne, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochen-, fchrift für Politik, Kirnst, Wirtschaft, heransgegeben pon Siegsrietz

riattonen im Jugendstil, von Julius Bab: Nette Bücher, von Peter Panter: Ter Essai, von Ilse Linden: Der junge Schlenther, von S. I.: Dreißig Grad, von Theobald Tiger: Gründryrg, von Alfons Goldschmidt: Antwortern

Fiillrätsel.

1. Wertnresser

2. Vorname

3. bekannte Bergwiese in der Schweiz

4. geschichtlich berühmte alte Stadt

5. Weltkörper.

Die Buchstaben A, D, E E E E, I I I I, L L L, NNN. 0 0, P, RR, 8 8, T, u sind in die Felder obiger Figur derart einzutragen, daß die wagerechten Rethen Wörter von der beigefügt« Bedeutung bilden und die erste und letzte senkrechte Reihe eine Stadt und einen Fluß in Frankreich bezeichnen.

(Auslösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummer.

K 0 R B ODER REHE BREI

Schriftleitung: Dr. Meyer. Zwillingsrunddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindrnckerei. R. Lange, Gießen.