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vüchertlsch.
-- Was muß Deutschland an Kolonien haben? Diese für Deutschlands Zukunft so außerordentlich wichtige Lebensfrage behandeln dtz> zwei griindlich^n Kenner afrikanischer Verhältnisse Tr Mbrecht Wirth nnd Emil Zimimermauu in einer soeben mt Ludwig Ravenstein Frankfurt a. M. erschienenen Schrift. Ans Grmid der deutschen Mnfuhr vor dem Kriege und unter Berücksichtigung der irr Deutschland möglichen Eisenerzeugung! tmrd der Nachweis geliefert, daß wir allster auf unsere früheren Kolonren berechtigten Anspruch auf eine (Erweiterung unseres Kolonialbesitzes haben, die Teutschlarrd für die Zukunft frei macht von der Einfuhr >ans jetzt feindlichem.Kolonialbesitz.
— Lisa Eckhardt: Mein buntes Buch. Verlag E.M Bonsels & Co. Nachf., München 23. Rheiustraße 24. Geheftet 3.50 Mk., gebunden 4.80 Mk. Ein jmrges Düsseldorfer Talent legt in diesem Erstlingsbuch bunte Proben einer begabten .Vielseitigkeit der Oessentlichleit vor. 'Mdin blintes Buch" nennt es die Zwanzigjährige, tveil in ihni Vielerlei blint zusammengetragen ist, das vielleicht ans den ersten Blick nicht zusammenzugehören scheint, aber doch eine.innere Zusammengehörigkeit verrät. Das Buch ist anspruchlos. Es ist ein erster Schritt ins Leben der Oeffent- lichkeit. Das äußere Gewand, das der Verlag dem Buche gab, ist gediegen und gepflegt. Feine Schwarzweist-Vignetten begleiten den zweifarbig gedruckten Text.
— Bahr 1917. Verlags-Anstalt Tyrolia, Jttnsbruck-(Wien- Müncherr). 240 Seiten. Preis: 9.60 Mk. geb. Das vorliegende Buch ist int wahrsten Sinne des Wortes ein vornehmes Aller- weltsbuch, insofern nämlich, als jeder Geschrnack auf ferne Rech» nung kommt. Wer edle und angenehme Unterhaltung sucht, ernstere und heitere in reicher Abwechslung, „Bahr 1917" wird ste ihm kneten; wer über Kunst und Wissenschaft und ihre meisten Produkte das Urteil eines durch Erfahrung gereiften Mannes hören will, lese dieses Buch; wer endlich die geschichtlichen Ereignisse des letzten Jahres, politische und nichtpolitische, nochmals durchlesen will, erläutert und beleuchtet durch feiiisinnige Erinnerungen an Personen und Geschehnisse älterer Vergangenheit, der greife ebenfalls zu „Bahr 1917", Ja, fast jedes Gebiet'der Betätigung menschlischen Geistes findet m diesem Buche liebevolle Erwähnung. „Bahr 1917" ist nämlich eme Art Tagebuch, das mit Dezember 1916 beginnt und mit November 1917 schließt. Man würde sich aber irren, wollte man darin eme leblose Aufzählung der Ereignisse Tag für Tag vermuten. Im Gegenteil. Jeder Begebenheit von allgeineinein Interesse wird eine kürzere oder längere Abhandlung voll Blut und Leben gewidinetz Durch die Feder des Verfassers wird sie wieder lebendig vor uns hingezaubert, sie tritt in Verbindung mit Personen und Tatsachen der Vergangenheit, bildet, mit einem Worte, ein kleines Drama fut sich, das den Leser in Spannung hält. Dieses Buch wird di« Freunde Bahrs um ein Beträchtliches vermehren.
— Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. (Begründet vor: Di. Josef Cttlinaer. Herausgegeben von Di. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W 9. Das 2. Septemberheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen:
E ranz Strunz: Die Bibel und wir; Richard Müller-Freiensels:
lauthriers „Erinnerungen"; Hedwig Fifchmann: Der Uebermensch Theodor Heuß: Hardens Kriegsanssätze; Georg Witkowski: Tie» Junker; Ferdinand Gregori: Verse, abseits von: Kriege — Echo der Bühnen (München) — Echo der Zeitungen — Echo der Zeitschriften — Echo des Auslandes — Kurze Anzeigen — Ter Büchermarkt.
über gelindem Feupr braten; darüber V» Dass« starke WsirfelSrWl mit 3 Eßlöffel MM Verquirlt gießen und 8 /a Stund« zugedeckt übctz Mnz gelindem Feuer ohne uruzurühven, gar däntpfen. GekWr^ in eins erwärmte runde Schüssel zu Tisch geben, Mit saurer Gurke, roten Rüben, Kürbis usw.
Kartoffelpudding. 1—3 Wind geschälte, geü)chte rnÄ durch ein .Sieb gestrichene Kartoffeln. An, 2 Pfund MrtvffeN rechnet ntan }/a Pfund Mehl, dazu gibt marr Zucker, Zitwuml-, fast, wenn man.Kat, auch Kvrinkheu, etwas, Salz, 1 TeeiöffeL Backptilver, Milch oder Wasser, soviel als nötig. Ter Teig dar; nicht zu dünn sein. liVa Stiknde tut Wasserbade kochen lassen. Fruchtsoste dazu geben.
* Sauerkraut. Auf dem Markte, in der städtischen Klein- Verkaufsstelle nnd in den Läden der Stadt steht jetzt täglich Weist« kraut in größerer Menge zum Verkauf. Es ist dies das Frühkrauch das jetzt in unserer Gegend auf den Landgilterrt geerntet wird. ES ist gut geraten, die Köpfe sind voll, dick, fest und hart; ein Mangel! tritt sin diesem Jahre nicht ein; auch das Kerbstkraut steht gut nnd «tiftmcMt sich bei dieser Witterung sehr schön. Alle Befürchtungen, die man im.Vorsommer wegen des .Erdflohes und dep Blattlaus hatte, sind durch.rechtzeitiges Regenwetter rtnd warm« Wittermrg geschwundmr. Viele ängstlich vorsorgende Leute wolle» nun jetzt schon ihr Sauerkraut für den Winter einschneideu. DaS ist sehr verfehlt, und wir toarnen ernstlich davor, weil es sich Nicht hält,° es wird gegen Weihnachten ioeich rmd tmgenieWar. Mit dem Einschpeideu des Sauerkrautes für brn Winter, hat es twfi gute Zeit bis Ende Oktober mkd Anfang November; alle BesorWrissZ wegen Mangels sind unnötig, es wird im Oktober auch noch ganz bedeut end billiger. Sauerkraut ist ein echt deutsches Gericht nnd bildet eine der allerältesten Gemüsekorrserven, die ivir kerrnen. Während in früherer Zeit irr Italien, SPamerr mtb allen Mitteb- meerländern verschiedene köstliche Gemüsearlerr gediehen, war eS zunächst der Kohl urrd gerade der WeißkoW, bei rrrrs Weißkraut genannt, der DeutscMaiuds rauherem Klima sich artpastbe. Schwn ziu Karls des Großen Zeiten aß mau Kohl oder Kraut, rmd um sich dieseit Genuß auch für den Winter zu beschaffen, machte man bald Versuche, ihn zu ftmservwven. Als bekamrtestes Konservierunas- mittel wurde, wie auch heute noch, das Salz dazu verwmwt, imd dprch die Gärung durchsäuerte das geschnittene Kraut i» ganz trefflicher Weise. Leider ist uns .der Name des Erfinders oder der Erfinderin nicht aufbewahrt worden, >oie z. B. der des Er> finders des ,H«rings-Einsalzens, des Wilhelm „Böckel". Aber rvsik sind auch dem Unbekarmteu zu Tank verpflichtet. In Frankreich sie'ht man urit Spott auf die Liebhaberei des Deutschen für „gesäuerten Kohl". Mau bezeichnet uns als „Mangeurs de ch.ru- crortte", obgleich die Franzosen vor dem Kriege einent guten Gericht „Sauerkraut des prussieus" mit Stnbhuhn, Hasoubrateat oder Wellfleisch durchaus nicht abgeneigt waren. Unsere östlichen Nachbarn haben, gleich uns, das Sauerkraut immer geschützt und essen es auch jetzt noch gern; in Rußland rmd Polen wich Sauerkraut auf die mannigfaltigste Art Allbereitet, auch als Suppe imtfc als Salat. Bei der hohen Bedeutung des Sauerkrautes für unser« Küche, die durch dert fast imnter billigen Preis nitter stützt wich, ist. es .nicht zu v-erivutrdern, daß ein großer deutscher Dichter dieses urdeutsche Gericht im Liede besungen hat: ,,Und unser edle- Sauerkraut, wir sollend nicht vergessen — Gin Deutscher hat'sl zuerst gebaut, drum ist's' ein derttsches Essm." (Nhland.)
Gretzener Hansfrauen-Verein.
Kochunweisunge».
B u t t e r m i l ch k a r 1 0 f f e I n. Kartoffeln werden gekocht, geschält und in Würfelchen geschnitten. Etwas Fett läßt man zergehen, rührt gehackte Petersilie darunter, sowie die Kartoffeln. Man läßt sie ein wenig dälnpfen.und gießt kurz vor dem Anrichten Buttermilch darüber, irr der sie noch tüchtig geschwenkt werden.
W e i ß k r a u t a u f l a :: f. .Das Kraut wird sein geschnitten und kurze Zeit in Salzwasfer gekocht. Kartoffeln »oerden gekocht, geschält und tu Scheiben geschnitten. Nun kommt iit eine np- gefettete Auflaufforrn zuerst eine Lage Kraut, dan.it in Scheiben geschnittene Tomaten, sodann die Kartoffeln ultd so fort, oben müssen; Kartoffeln sein. Ettvas Brühe von deur gekochten Kraut wtrd noch darüber gegossen, Brosamen altfgestreut und das Ganze int Ofen gebacken.
Billiger Kriegs kncheic ohne Butter und Eier. 1 Pfund MM wird rnit 1 Päckchen Backpulver vermischt, in eine Schüssel gesiebt und mit 120 Gramm Zucker, 1 Eßlöffel Anis, x k Liter! Milch tüchtig geknetet, bis der Teig so schlicht ist wie esin Hefenteige Dann formt man ihn rasch zu erner länglichen Rolle, legt ilm aus ein mit Fett hcstrMnes Blech und bäckt ihn % Stunde m gutem Ofen. Erst am anderen Tage schneiden.
Geschmorte Kartoffeln. Genügend rohe, geschülte Kartoffeln in dicke Scheiben, diese wieder sin Keine Streifen schneiden^ etwas Fett in die Bratpfanne geben, die Kartoffelschuitzel mit .Pfeffer, Salz, eine« feingeschnittenM Zwiebel darin IQ Minuten
Seetier Am Wagen Schweiz. Stadt Rusi. Fltlß Körperteil Luftschwiirgung
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Bollwerk Alte Stadt Herrschertitel Bayr. Fluß Wild Anr Kops
In die Felder vorstehenden Qliadrats sind di« Buchstaben k k k k A A, B, D i), E, G, H H, K, L, M M M, N N, 0 0 0 0 0, R E E K R R, T, D, W, Z Z derart einzutragen, daß in jeder wagerechten Reihe zwei Wörter entstehen, deren Bedeutung rechts und tillks ailgegeben ist. Sind die richtigen Wärter eingesetzt, so ergeben die durch schlvarze Felder bezeichneten beiden Querreih«» die Namen zweier großer deutscher Tondichter.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auslösung des Wortspielrätsels in voriger Nummer.
a. Tonne, Salm, Ostern, Beil, Asche, Weide, Salil, Onksh Odtt,
Dom, Alba.
b. Sonne, Halm, Astern, Keil, Esche, Seide, Paul, Enkel, Ackee»
Rom, Elba.
Shakespeare.
Bchriftlettung: vr. Meyer. — Zwillingsrunddruck der Brüh l'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Dießen.
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