272
*
Plötzlich saß der Wirt neben ihuc und halte die Hand auf seiner Schulter. Eine fette Stimme fragte fanit:
Ganz besangen in seiner tcüoseligen Grünerer rrrckte Mohr lnn gleich erschrocken aufzusahreu Himmel oerrgo.r. .. würde ntln ein Policemanb) erscheinen, ihn beim Kragen fasten und ins nächste Polizeibureau schleppen?
" i) Ter inneren Stadt. 2 ) Weitergehen! *) 1,50 Jgarf. 4 ) 2 Mark.
5 ) Amtswohnung des Londmrer Bürgermeisters., 6 ) Schutzutami, (Fortsetzung solgl.)
Der tmll ebles.
Bon Rudolf Dietz. ßlch, was wor des doch' e Juwel,
Wann ich koom zum Kinnerdru'tvel,
Bei mei' lmrdliche Verwandte,
.Wie mer noch die^ Friede kannte.
Schnauzer, der beinr Tor gelege,
Koom.gchippt mer früh ent«
„Willkumm, willkumm!" rtef der Vetter»
Ult die Bas, die wor noch netter.
Bahl hmm.se mich dndgedrtckt.
Un des Fritzche ries beglickt:
„Der bringt ebbes!
Un bein Tisch mußt ich mich setze,
Un met de Verwandte schwetze,
Un die Bas Hot uffgedroge,
Teß die Platt sich Hot geooge,
Un die Kam, die dahte nasche,
Schotelad aus meine Tasche,
Pftsserniß und Ubbelsine Tutzendweis — ich sage Ihne,
's Fritzsche, des ist bahl verblaßt Un Hot zwischedorch geschrnatzt:
„Der b r o och- t ebbes V
Jetzt, ach Gott, tvann ich mol kruntnie.
Ach wie roerd mer uffgenumme;
Kaum, deß mich die Kiwi erblicke,
Duhn se hamlich sich verdrrcke
Und der Schuft, der Hofhund Schnauze,
Bellt kaan frühe Willkunu rganzer,
Hot sich in die Eck verkröche,
Packt mit alle Zäh!' fern Knoche,
Guckt mich gifttg aa' un frwcti,
Und die Katz schiebt ab und nwrrt.
„Ter will ebbes!"
's Bäsch' buht sein Schritt hi'lenke,
Wu die Wärscht und Schmke henke,
Zwaamol duht's de Sehlissel drehe,
Un ans hamlich Plätzche lehe Un der Vetter schwätzt von: Wetter,
Alles abgeliwwiert hätt' er,
Alles abgeliwWert, leider — —
Und ich schleich' mich Widder Ibetder,
Un mei' Schokeladefritz
Mackä om Tor de gude Witz: .
^ „Ter wollt ebbes!" (Aus der „Jugend.)
— J'aecüse. Zwei Jahre französischer Kriegsgefangenschaft vonTrMax Brausewetter. Verlag Bruno Casstrer, Berlin, rvÄwet Zäbre tue bär-
ftmfwfcR, itm Im Völker nicht nrehr in Waffen^ Verhetzt einander gegen über stehen, und dann möge der impartensche, ehrliche urteiler sehen, uw die größere Barbarei war, bei uns den Bar- baren, oder drüben bei der „grande Nation", den .„Bortämpfenß ür Recht und Meistchlichkeit." ut.
— !Leipziger Jlküftrierte Zeitung. Mr die Schaffung eines deutschen Propaganda-Ministeriums Kur BerbeZe- rung iinserer politischen SteUuNg im Auslands tritt tu der neuesten Nummer 3920 der Leipziger „Illustrierten Zeitung ' ^
_ --- ' - ■“ ' ich
I. I." Weber)"deren Direktor'H'einrich^ Pfeiffer in einem Artikä ein. lieber unsere wichtigsten iötahenngs- und Genußmittel, nue Kattosseln, Kaffee, Tabak, Zucker >mtd ihr Bekanntsem m Mittels europa, das kaum mehr (als 150 bis 200 Jal)'.a beträgt, plauoertz fesselnd Tr. L. Reinhardt. «Dem 700jährigen Ltadtlubiläum Straw! bings ist ein hübsch 'illustrierter Beitrag gewidmet, ein anderer, ebenfalls illustrativ reich ausgestatteter, 'dem verstorbenen Hauer Hugo Cauer. „Wie'der österreichiiche Kaiser erzogen wurde verrät Tr. Ludwig Karell in einer mit zahlreichen JugendbUd^ uissen ^geschniückten Schilderung. Ein Rekonstruktion des ^urms von Babylwi ans Grund der neateftm Ausgrabungsrrgrbn pse, über die Professor Koldeivep berichtet, kann aus allgemeines Ine stresse rechnen. UnAer dem biMichen Teil Verdienen die Zerchnung von der Traue rseier für Genera l seldmarschall von Eiämorn m Berlin von Walther Hammer, die hochbünstlerischeN Zetchnungeni a!us Montenegro von Haupttnann Lenard, das farbig tmedere
'S, ist eine Äuklageschrift gegen die tzmMiM, Mttton als Kultinwolk entstanden, eine,Anklage, ime sre scharfer ünd niAurschnietternder nicht ausgeffotzen 'werden lonnte. ^r Bersasser ergcht sich nicht etwa in BeschinhHungen, gegen!, ferne Weiniaer fönderii er schildert nur ganz emsach, m schlichten echt kerndeutsches Gefühl verratenden Worten die Tatsachen aus seiner Leidens'zeit als Gesangerter. Aber gerade die nackte Daw nelkung die so gar keulen Anspruch aus Vergeltung macht, zeigt erst deutlich, wie entsetzlich die menschenunwürdige Quälerei tvar. Dve Zornröte toird dem Leser iits Gesicht steigen, wenn er liest Ms welch bestialische Ajrt die angeborene Roheit,der Fraitzosens Lei Osfiziererl und Aerztert zuin Ausbruch^kam, ime bodenlos der H'aß ist gegen alles tvas deutsch heißt, selbst der Träger des Menser Kreuzes tvurde von den Wirkungeil dieses alle Rechw und Mickten der Menschlichkeit niedert re lenden Hasses nt«A v'er,cyont. ßDer Mund des Auklägers ist verschlossen für immer. Dr Brause- Wetter ist deir Martern der Gefangenschaft erlegen 9lhcr sem Tagebuch, das hier in diesem Buche vorliegt, gibt beredtes Zeugnis. Mese Anklage wird und darf nicht verstum'mlen. Es nnrd der Tag
und Tiflis .besondere Hervorhebung. ^ ^ „
— Künstlerfrühling. Roman von Karl Kobalp Amal-^ thea-iVerlag, Leipzig. Nach all den Erzählungen und ^christep von den Leiden Und Stürmen des Weltkrieges, endlich einmal ein zeitloses erfrischendes Buch voll Jügend und, Sonne, em wundersames Frühliugsbuich. eirthaltend eiue ergreifende Lcebesi geschichte eines jungen Künstlers, nmrauscht von der Hellen Luhon^ heit und Anmut der österreichischen Landschaft. Es. ttt das ewig« Lied von der Liebe und dem Frühling, toie es hier von etnems echten Dich-ter gesungen wivd.
Greßener Httttsfrauen-Verein.
Köchnnwcisungen.
Gefüllter Kohl. Ein Mrsing oder Weißkraut tvird abgeblättert, daß die Blacher möglichst ganz bleiben, dann ebgebrüht. Graupen Iverden in der üblichm Weise vorbereitet und ausgequollen.
■»-vt 14- Y/vv-y a O rvS.fV»* rtOttt rfeftf fr\ ftP VMT f/YTt I.
Schluß macht. Hat matt mich Pilze, so gibt man diese ge hach da- zwischeii. Matt nimmt die Serviette Mi den Zipfeln zusammen und kocht den Serviettenkloß lVa bis 2 Stunden, um ihn mit pikanter Soße, aus dem Kochioasser hergestellt, zu reichen..
Pilz p sann e. Man quellt etwas Grieß, oder Grütze mit Wasser dick aus und salzt es. Tie gut gereinigten Pilze, am besten Pfefferlinge oder Steirrpilze, werden in sch'.vach gejalzenem Wasser weich gekocht, abgetwpft und grob gehackt, dann mischt man sie, möglichst mit einem Ei und dein Grieß oder, Grützebrei, füllt die ^ Masse in eine feuerfeste, mit Fett ausgestrichene Form und läßt die Speise tnt Ofen bei mäßiger Hitze goldgelb backen. Sie wird in der Foriu aufgetvagen. Hat man keinen Ofen zum Backen Und bereitet die Speis« auf der flachen Pfarme, so stellt man diese über ileines Feuer und läßt die Masse erst? unten bräunen, woraus man sie vorsichtig, mit Hilfe eines Topfdeckels toendet, nur auch die andere Sette bräunen zu lassen. "
O b st c r e in e. Zutaten: Ein Liter Buttermilch, 2 Puddttig- pulver. etwas Zucker, 1 bis 2 Pfund frisches Obst oder Kompott.
Tie Buttermilch wird unter häufigem Rühvetr zum Kochen ge-, bracht, .mit Wasser ungerührtes Puddingpulver, hinein gegossen.' Nach tüchtigem Auskochen schmeckt man die Masse mtt Zucker ab und gießt sie tiber frisches oder gekochtes Obst in eine Glassckale. Man kamt die Creme mtt 1 bis 2 Eigelb abziehon und den Schnee darunter mischen, um den Geschutack noch zit versemern.
Dill tunke (zu Fisch, Kartoffeln oder Nudeln.) Mmr läßt 2 Eßlöffel Mehl in Fett gelb werden, verkocht dieses mit Würfelbrühe und gibt Satz und Essig nach Belieben dazu. Kurz vor hem Anrichten gibt man sein gewiegten. Till zur Soße, der aber nicht mehr kocheii darf, da er sonst die Farbe verliert.
Zahlenschrist. ß
1 23 — 1456 — 5 2 1 7 8 8 6 (SpriArvort 1
Schlüssel:
1 2 7 8 Getränk — 3 4 6 6 2 Nagetier - 1 4 8 6 2 Teil deS Gesichts — 6 7 8 6 2 unentbehrliche Flüssigkeit — 7 3 4 6 Land
in Asten.
(Auflösung in nächster Nuntmer.)
Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummerr Kohle, Gans Meer, Base. Storch, Tritt, Raum.
Konservatorium.
Schrtstleitung: nt- 9)ie,«. - Zwillmg-runddruck bet Brützl'ich-» Unw.-Buch- und St-«nbtuck-te:. R. Lange. Gtetzen.


