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Soldener M die aitdere. J-m nwrgsrdliMrr Jubel der Bd^l, irr S der Mini Mittagsglitt, ht der süßen Dämmerung erstand m mit groß und stark Eder der Wände. Das vr-rlernm mx• jo letcht tm C, ^ Kriegslebens, in der Eintönigkeit des Dienstes: m glauben! Urid Glauben ist die Wurzel alles Glückes. Der Glaube braucht gar reicht in die inerte Zukunft zu gehen, dre für uns alle in dieser Zeit doppelt gewiß ist, er soll sich nur an dre Gegenwat. batten, auch dann noch beseligt er übergermg. Den Glauben nahnt ich mit aus der jubelnden Murr in das Gewebe der Städte. Und auch hier erklangen lartMuhalltte Melodien. Die EßA Merke der Kunst sahen mich mit jungen .Ajugen an. Dre srxtrnij'ch., Madonna sprach: Ich Senne all dein Äeid! Mmb^ndt lchMMg den frohen Becker: carpe drem! sttuvens tamhzte, BvckliN klagte^ Marmorbildcr lächelten rnrd trauerten; Was ist Gluck, was ist Unglück, es sind nur zweierlei Namen für den Glairbenden! Dae Schatten verloren ihre DumM-it und wurden M Nähmen de- iLrchtes. War es ein Wunder, daß liebe an memer. Serie
die roten Rosen vom Gürtel lösten und der schönsten L>chichal.- aöttin ins marmorne Füllhorn legten?
F'ck könnte euch' noch an viele Statten sührerr, über denen der Glanz der Erwartung webt, in Hallen de« Kunst, m SvD' vurchslu^ie Kirchen und immer rmd rmmer >meder m deut fchen Wald. Kameraden, euer Herz .ecke aus allen FahrnrNen. dorthin! Ein Nntertvn soll durch a(i euer Erlebe,r schwangen r die Heimat wartet!
Der Lazarett-Zug.
Bon Mw. W alter I e n s e n.
Stillsouniger Dag. Ich wandte arn MPpeÄUnschlncken Bach ttrtlang Grünes WassevcMvächs schlängelt und schmregt sich rrn Wasser und lässt sich von, dm Wellen M® . inÄ
Ein Schimm sträng streckt sich durch goldgelbe Felder itt nebltchrs
Asteilm. Strecke steht ein Zug, gebannt vom ausgestreckten
Arm des Semaphors. Kanonen, Pferde und Soldaten tragen ferne
^Ungeduldig läßt der LoLotnotitfitihM^ TarMp^
der Ferne antwortet ern kurzer, schütter PfiN. em Rasuln näher!.
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Mr Ungckuld die Tmupspfeift gezogen Hatto, mnunt dre Miutzo vom Kopf Mid faltet unwillkürlrch ferne Hanoe: „Unser Bai»«, de«
dir bch^ ^b^der Semaphor gebieterisch den Arm. ^
Mechanisch greift der.Führer dm Hebel, und in die Fenre ent? Mrt er seine trutzigett Kanonen und die juugm, nrngon Männer, ychin, woher de? Schlachtenlärmr dftM^das Ohr bestzirmt.
Ich starre lang denr Spul der beiden Züge nach. ^ ,
^ O wtes, rotes Kreuz! Wird dei ne Farbe rstemaA bleichen?
" Der heim ysn heute.
Sie saßen Und tranken am, Deetischs,
Und sprachen von Essen viel,
it.A
Und wurden beinah . .
Bei deutscher Marke „Derfrl". —
„Wir hattm heut Gerstenpnddrrrg,"
Der dürre Hosvat sprach;
Mit einem Ei drm," strahlt Adntting, verzückt seufzt jeder manu: „Ach!"—
'Ter Pfarrer schnalzte vergnüglich;
„Ich schwärme für Schikoree,
Als Spargelersatz vorzüglich :
-Das Fränleirr Lispelt: „Ach nee!" —'
Tie Gräfin spricht sanftmütig:
„Enthaltsamkeit ehrt die Natron,"
Und präsentiert gütig
Ein Rübmsaftbrot dem Baron.--
Am Tische war noch ein Plätzchen,
Ta hatte der Hausherr gefehlt,
' Er hat sich im Herrn bei dem Schätzchen
Gehamstertes Eisbein errpühlt. — .
Anna Jutta Wotfi
Vüchertifch.
— Ter deutsche Vorstoß beiderseits Reirns hat wieder aller Augen imch dem westlichen Kriegsschauplatz gelenkt. Eine Vor- stÄlung davon, wie ein solcher Vorstoß erfolgt, verruritelt dft Leipziger „Illustrierte Zertung" (Verlag I, .I. Weber), die in ihrer neuesten Nummer 3916 m einer doppeher rg wiederaegebenen Zeichnung Kurt Albrechts eine Darstellung hmter dem konzentrierten Feuerschlag der Artillerie vergehender Strmrw
trlipps Sringt und außerdem zwei Zeichnuitgen. Albert Rn Mg „Begleitbatterie unterstützt einen Jnsalsterieangriff" rmd „Unsere Danks bahnen der vorgehenden Infanterie ^n Wech'. Wettere. Frontzeichnuirgen von Engelhardt-Kpffhänser, Willy Muller-Gera und Theo Matejko zieren, das Heft. Die wichtige Frage de« Rohstofsversorgung für Deutschland in der kommenden Frcedenszest behandelt Pros. Dr. Mvrnbert. Die Ergebnisse des Seekriegs irn ersten Halbjahr 191.8 würdigt Kapitän z. S. a. D. v. Pustau. Geheimrat Karl Sudhoff (Leipzig) plaudert über die weitverbretteft „spanische Krankheit" und ihr Auftreten in Deiltschland rU früheren Jahrhunderten. Das Lebensiverk des verstorbene Jagd- rrnd Trermalers Richard Friese unterzieht Arthur Dobsky in einen, anschaulich illustrierten Beitrag einer kritischen.Betrachtung. Eine fesselnde Erzählung aus der Zeit des Bosmakenaur- stanvs 1878 „Infanterist Neugeboren" von Roda Roda vervoll- ftändigt den Inhalt des Heftes.
— Die Welt bühne, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegsben von Siegfried Jacob- john, enthält ln der Nununer 32: Die Ursache des Deutschenhasses: von E. Hurwicz; Zur äußern Politik: von 01?; W:eu und Berlin: von Herbert Jhertng; Die Vorbedingung des Lebens: von Peter Panter: Ter Tag von Saint Denis: von Fritz ReÄ-Malleczewen: Ein A--B-C: von Theobald Tiger; Fünftes üriegswirtschaftsjahr: von Alfons Goldschmidt; Tlntworteiu
Weßener Hausfratten-Berertt.
Kochanweifungen. i
VerwertNng vv'n Johannisbeersaft. Ungezu.ckeM Saft von weißen Johanuisbveren kann statt Essig zum EinlegM von kleinen Zwiebeln verweud-et rverdm, rvoduuh diese bedeuterch vn Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit gewinnen. Trxh muß uum sie in den Gläsern der Haltbarkeit tvegen sterilisieren, und -war 30 Minuten bei 90 Grad. (Ueberhau.pt kann dieser rmgLziuckerte Saft überall statt Essig verrvendet werden. Gezuckert lvnnnt Mi schmuck dem des Weißweines von alten Obstsorten anr nächten tmd eignet sich besonders zur Herstellung pon , Bowlen. Lchwarze Johannisbeeren geben einen sehr gesnnden, in Geschmack dem Wem ähnelnden Saft. Ta dieser Saft dick und ölig ist, tltt man gut, die Beeren mit Walser, das bis zur Hälfte steherc kann, au der Herd- feite unter häufigem Um rühren zergehen zu lassen und damr erst aNsÄudrücken. Dem Saft wird geläuterter Zucker, 300 Gramm aus 1 Liter, zugesetzt. Man sterilisiert ihn 20 Minuten bei 70 Grad. Tie beim Pressen geivvnneneu RückstäiGe kann mau meistens noch zweimal anskochsrr und den Saft zu roter Grütze vevivenden.
Von Lindonolüteu läßt sich auf die hier schwi einmal für Holunderblüte angegebene .Weise ein äußerst erfrischercher und ivohlschneckender Trant Herstellen, doch empfiehlt es sich, außer Essig u.och etwas Zitronensäure Mzusetzen und ihn nur 2 Tage nrft reichlich Blüten shehen zu lassen.
Pilzpfann«. Mau quellt etzoas Grieß oder Grütze mir Wasser dick auf und salzt es. Ti« gilt gereinigten. Pilze, am besdn Mefserlinge, ober Steinpilze, werden irr etzvas schvach gesalzenem Wasser weich gestocht, abgetrapft :mb grob gehackt. Tann inischt man sie, wenn möglich, mit einem Ei und dem Grieß oder Grützebuesf füllt die Masse in eine feuerfeste, uichi: zu hohe, mit Fett aus-' gestrichene Form oder Schüssel und läßt die Speise im Ofen in mäßiger Hitze goldgelb backen; sie wird in der Form anfgetvagerr. Hat nian Leinen Ofen zuni Backen und bereitet die .Speise aus der flahen PfMme, so stellt nmn diese über kleilies Feuer und läßt dje Masse erst unten bräunen, worauf ntati fie vvrsichttg mU Hilft eines DoWöfftls wendet, um auch die andere Seite braun«! -tu lassen.
Gemüseauflauf. Junge Geinüse, wie Spargel, Blumenkohl, Schoten und Mvhrrüben, gibt man in eine ausgefettete Aust laufform und legt darüber eine Schicht von Kartofftlnlus, das.mit eineni Ei verrührt wurde, oder mau nimmt statt dessen ausgvi q-wllene Graupen (nurn kann auch mehrere Schichten cviederholm) und läßt die Speis« backen. Macht man die. Speise mit Kartoffelbrei, so tarnt mau .sie mit einer Spritzkuchrnspritze, init der tmn kleine Hänschen auf die glattgestricheue Kartoffelmasse setzt, hübsch tz-er-ieren. Lichtgelb gebacken, sieht die Speise sehr appetitlich aus.
SchkberStsel.
Nebettstebende Wörter sind ohne i'lerrdcrung der Reihenfolge, also nur durch seitliche Verschie- bring so untereinander zu setzen, daß zwei senkrechis Buchstaben- reilieir ein bitvd» ein Trauerspiel bekanntes Liebespaar bezeichnen.
(Auflösung in nächster Skunimer.)
.Auslösung des Scherzrätsels in voriger Nummert Gericht (G—er, ich—t)
Schristleittlug: vr. Meyer. — Zmisting-runddruck der B rüh l'schen tt»riv.-Buch- und Steindruckerei. R. Latrge, Gießen.


