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Wie in einem Pa pageien käsig und solche Massen am ge- trtotfen ans dem immer kochenden Samowar,^ daß ein daraus hätte schwimmen können, während dw Männer me Köpfe schütielteu und, Wassili Wassiliewitsch an der Artze, sich in den DorfkrUjg Legaten, wo sie nicht w-snrger schnat­terten als die Weiber daheim. Wichtige Zeiten, wichtige Zeiten. . . Geschneidert wurde ohne Unterlaß, und daoel aückteu die fleißigen Hausfrauen darin und warm zu Ltepan und Katia hinüber und seuMen ein wenig und sagwn sich irr ihren Herzen: . , . . ^ .....

Ach, wenn man doch auch noch emmal >o jung wäre. Schon ist es, schön. Die haben jetzt ihr Stückchen Himmel ge­funden, did beiden, aber gar bald werden sie wieder hrnuuwr- plumpsen auf die Erde. Wjr wissen es ja!

Am dritten Tag heirateten sich Stepan und Katta in der winzigen weißen Kirche mit ihrer grünen Nadel von Kirchturm, und das ganze Dörfchen kam zur Hochzeit. Der Pope mit dem langen, schneeweißen Haar und dem wallenden Patriarchenbart gab ihnen viele väterliche RatschNge und verkündete endlich, daß sie nun Mann und Frau seien.

Stepan und Katia wären am lieft )ile;n umhergehnpst twc ^Tiuj>e.

Dotsin' machte ein ftrummiges Gesicht wie immer. Mury-a Feodorowna aber schwamm in Wonne. Sie war es gewesen, die sich getreulich um all die Emzelheüen be­kümmert hatte die Kerzen, die Ringe, die Kronen, den Teppich, den warmen Wein, das Wasser, alles so, wie ev sein mußte, und wie es gewesen wäre dahetm in Kwinruß» tand. Denn sie hatte Stepan immer mehr in ihr mütter­liches Herz geschlossen: der untrügliche FraueniniAnck sagte ihr, dwg er der richtige Miann für ihre To aper sei. urrd dann kamen die Gäste und ein gewaltiges Dakeln, und bald »mch Mittag schrien sich die Dörfler, jubelnd und Tücher schwenkend, halb heiser, während der Darantaß mit Kmgenj den Glocken das junge Paar in sausender Fahre nach Irkutsk ttu trug. Hinten am Darantaß galoppierten Paschktns

Wir kommen bald wieder !" rief Stepan noch. Wie sie wiederkommen würden, konnte er ja nicht ahnen

*

Schon während der Herfahrt waren Stepan die Wälder unbeschreiblich schön erschienest; nun aber flammten und glühten' sie in Märchenfarben. In feurigem Karmin, strahlendem Dunkelgelb. Unten am Boden das immer gleiche, dunkle, stille Immergrün, das wie ein ungeheurer i Hintergrund für die Farbenpracht wirkte. Überall in oen sumpfigen Stellen der Wälder urrd xrt den Einbuchtungen !>er Steppe blühten die wilden Blumen, und als sie an d.w Nachtstation ankamen, konnte Katia sich kaum hevanswühlen aus den Blumenmassen, mit denen ihr Mann sie ubeV-

^^,M?- hast du das gebracht, was du für PasLMn holen Ältestfragte ihr Gastgeber, und sah! bald Katia an,

^Ja.Äse^hier sind PasckMns Rappen," sagte Stepan. Und dies W meine Frau!"

Hob! Das ist aber schiiell -gegangen ,

Wenn man für Puschkin reift. . . jubelte Stepan. So jagten sie im Galopp dahm -rag für ^ag. Mit schweNenden Herzen, über die Steppe und bntdy die Wälder.

Stunde brachste neues Glück. So ging es dahm gen Irkutsk, und sicherlich! war nie ei,rem Menfcheilpaar die Welt schöner erschienen. So neu war Katia alles. Ahr acmsres Leben lang batten sie arbeiten Und sorgen müssen, bald für den Kater, 'bald für die Mutter, als junger starker Mensch für die alternden Eltern, und nun fand sie auf einmal erstaunt sich selbst dm zärtlicher Fürsorge umgeben; warnr eingehüllt in Pelze, umschmeichelt, beschenkt. ..

Gehst ja so vorsichtig ntit mir um, als sei ich noch die sechsjährige Katinka deiner Träume!" lachte sie, als sie zu einenr Hügel karneu und er ansstieg, während sre sitzen

bleiben sollte. f

Katinka wirst du immer für mich blelben/ flüsterte er, mit erriem Blick, in dem sein ganzes Herz lag. ..

Sie aber sprang leichtfüßig aus den Decken, die sie umhüll Len, und schritt neben, ihm die Straße entlang!. Vngumschlungen stiegen sie den Hügel hin au und waren Mcklisch Und schvvreu sich, daß sie alle Hügel des Leben^ sp erklettern würden, lind die fünf Pferde, die drei Schimmel Mw die beiden Rappen, guckten mit wundern den An gen

Und vorgestreckten Hälsen ihnen erstaunt zu, denn sw er­innerten sich nicht, jemals gesehen zu haben, daß erwachsene Menschen sich so komisch anfführten ... ^

Stepan irnd Katia aber wären es ohne Zweifel sehr Unfrieden gewesen, wenn der Weg durch dieses Traumland des Wunderglücks und seinen wunschlosen. Frieden niemals ein Ende genommen hätte. Doch alle Straßen müssen ernnral ein Ende haben. Und Puschkin wartete.

Als sie am siebenten Tag Air Angara karneu und hoch über den niedrigen Hügeln Dunka liegen sahen, kam ern nachdenkliches Sinnen über Katias Aiugen, und es wurde ihr schwer ums Herz. Nun mußte sie ja neue Menschen kemren lernen 'und vor neuen Menschen ihre Probe bestehen. Grü­belnd wunderte sie sich, wie wohl Stepans Muttermund Vater die fremde Frau aufnehmen würden, die ihr Sohn ihnen ins Haus brachte, und sie fürchtete sich ern wenig. Stepan merkte sofort, was sie plagte und erklärte ihr glück­selig, daß seine Eltern nichts Besseres wünschten,, als solch eine Schwiegertochter wie sie, bis sie lachte ob all der Schmei­chelei und feierlich versprach, ganz gewiß reme Angst haben

zu wollen. . . w . ~

Doch Stepan hatte auch seine eigenen kleinen Sorgen, obgleich er sich von ihnen sein Glück nicht trüben ließ. Seinen Auftrag hatte er erfüllt und Paschkirr konnte wohl nicht an­ders als zufrieden sein mit ihm. Die Rappen hatte er so ge- schont und so sorgfältig gepflegt, daß sie glänzten ww weiche Seide. Auch pünktlich war er heute, am sechzehnten -ag würden sie Irkutsk erreichen. 0

Aber Katia? Die Heirat wahrend der Reise? Mas wohl würde Paschkin dazu sagen? ^ ,,

Zwar war er dennoch pünktlich gewesen und eigentlich girrg seine Heirat ja Paschkirr gar nichts Ml, aber man .orrnte doch nicht wissen . . . Paschkin war eben Paschkm ~r Aber weshalb sich sorgen, sagte er sich schließlich. Se uw Pflicht hatte er getan und Katia war sein Weib geworden. Das war das einzig Wichtige. ,

Sie flogen der Angara zu. Aus dem Fahrboot bewun­derten die Männer Katia mit lauten Rufen urrd sahen sie mit Blicken an, in denen nicht weniger Bewunderung lag. Dann ging's wieder vorwärts im Galopp aus oer staubigeü Straße, und endlich! hielt der Tarantaß vor dem Palars des Gouverneurs. Paschkin war nicht in Irkutsk. Erlag km <ANd, seit einer Woche schon, mit allen verfügbaren Truppen und allen Freiwilligen, die er in der Eile in Dienst hatte pressen können, um einem MONgolenstamm eine Lektion zu erteilen, der am Südrande des Baikalsees in seflre Provinz em- gebrochen war und rechts und links geplündert hatte. So beschloß Stepan, die Rappen zu behalten, bis er sie an Paschs- kin persönlich abliefern konnte, freute sich,- daß er gerade jetzt keine Zeit an den Gouverneur verschwenden mußte, und jagte jubelnd der Schmiede zu.

Matuschka!"*) rief er, als er aus dem Tarantaß sprang und die Arme um seiner Mutter Hals schlang und sw küßte, /Matuschka! Hier ist eine, die du lieb haben mußt!! ' und ex half der errötenden Katia aus dem Schlitten und führte j sie ins Haus,Erinnerst du dich an die kleine Katinka, Mut­ter, die in jenem Dörfchen damals nnr ihr Brot schenkte?

!Oosshe-nwi freilich!" sagte die Mutter voller Wun-

' der und Erwartung. ...

Das ist sie, Matuschka, und sie ist meine Frau!" , Und Matuschka sagte gar nichts, sondern siel nur Katta um den Hals, und dann weinten beide zusammen, wie Frauen es tun in der Freude. _ . T

Wroh bin ich," schluchzte sw endlich.Ich bm ia so froh!! In aller Welt hättest du mir keine Tochter studen können, die mir besser gefallen haben würde,, mein Sohn. Mein lieber Junge, liebe Kinder wie ist das nur alles ge­kommen?"

Stepan lachte.

Hasst dich wohl oft gewundert, Mutter." sagte er,wa- rum ich'wartete und wartete und nichts wissen wollte von bei neu Jrkutsker Mädchen, Matuschka? Auf die hier Hab' ich gewartet!! Wenn ich es auch nicht wußte!"

Es ist das ein Wunder," sagte Marya Petrowna unter Tränen.Er hat immer schon an dich gedacht gehabt!" flüsterte sie dann Katia zu.Ost Hab' ich gehört, wie er un Schlafe nach dir ries."

Und daun kam der Vater, der die Sckiwiegertochter mtt gleicher Herzlichkeit willkommen hieß, und nach dem ersten

*) Mütterchen!