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bewerte das Feuer, wie besessen tanzten die be$
Maschinen, der hochgespannte Dampf watete aus den «m. Zischend zerschnitt der messerscharfe Bug das Wasser, m mäch ^ Wellen flatterte die See über das Deck. . . ~
Wie Raubtieraugen funkelten die Lichter der.sechs Torpedo- bootszerftörer, die hinter dem deutschen Schuf henagten. Ab und zu faßte ein bleicher Lichtkegel das fliehende Boot, A-amt W) «uw die im Fieber geröteten Gesichter der. Männer und die Frage in den weit aufgerissenen Augen: Was wird nun?
Ailf dem Turm des Achterdecks standen der Kommandant und der Oberleutnant. Beide spähten zu den Verfolge cn^hinuber,. dus Lichter blitzten durch die Nacht, in der schon die ersten Helligkeiten des Morgens dämmerten. , „ , k.,s
Ter 15 unkentelcgraphengast meldete starken,
Gegners. Es war klar, das; nun auch dre Schiffe des Mockadege schwaders in der Arkona-See imd der Schatsekou-Bucht untereich waren und auf der Lauer lagen. ..
„Unmöglich, nach Tsingtau zurnckzulehren. murmA.e o Kommandant zwischen den zusanimerigebiisenen Zahnen. „War fi.w angeschnitten! Unmöglich, zu entschlüpfen Wo '»ndimr -
Ter Oberleutnant flog zum vorderen Turm Scgar, spähte. er voraus. Ein Blick ans Seekarte, Kompaß rmd Sextanten, dann etUß
Cl ' öl ^Mr fahren geradeswegs in die Gesionbucht. Füiif Meilen
voraus eine Sandbank." .
Ter Kommandant dachte euren Augenblicksangestrengt nach. Eine tiefe Furche grub sich senkrecht in die Stirn. Tann sagte
er uilchg.^ ^ | a ^ ren in die Gesionbucht, setzen , miS auf der^ Sand und sprengen das Boot. Ein Halunke, wer ern Stuck deutschen Bodens in die Hände der gelben Hunde sallen laßt.
Ter Oberleutnant hörte, mrt unbeweglichem Gesicht zu. .Kern Zucken der Augen verriet seine innere Erregung.
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Klaus Fittje spürte das Beben, des fliehenden Schiffes in allen Knochen Sern Herz schlug wild wie das erlerne Herz des Bootes. . Üütrt «»9«! M« Me Ach.-- bev Berf ? l«r, "°h--
schienen sie zu kommen, unbarmherzig ruckten sre he-.au, kenie tung mehr, keine Hoffnung zu entkommen, alles zu Ende . . .
Ta horchte er aus. Was war das? e . -
• Ein scharfes Klingeln des Maschinentelegraphen: halbe Krack zurück! Das Stampfen der Kolben wurde langsamer, dan« floppte das Schwungrad und begann rm nächsten Moment ferne Arbeit t.t
umgekehrter Richtung. 0
Klaus wurde unruhig: was bedeutete das r , .
Immer näher kamen die Lichter der Verfolger, schon errm.me man im Dämmern die Form der Schisse. ... „ _ , .
Mit einem Male ein harter Stoß, em sAsames c^n ern Geräusch wie von brechendem Holz, noch em Ruck, und das der tsche Torpedoboot stand still, tief eingegraben rm Sande der Gefwn- bucht.
" Ein helles Kommandos
^a kamen sie alle heran, die Helden von S 90, die Heizer aus den glutflammenden Kesselräumen, die Rohrmenter und dw Artilleristen von den Geschützen, die Bootmannsmaate von den S.em rungen, die Maschinisten von ihren Hebem, die Maateund Matrosen, die Trimmer und die Telegraphisten und uie Osfizien von den Türmen, Helden einer wie der andere, vom letzten .Herze, brv
^Die^Mannfthast von S 90 stand um ihren Kapitän. Klar und hart wie Stücke Metall sielen seine Worte in dre Seelen der laut-
los ^A-ndeu Männer Tsingtau zurück können, nnd da es unmög- ÄS IS eS herrliche
ber Ferne, das große, wunderbar kampsende Vaterland m.stolz auf e uch ! Wir gehen in die Boote, um uns in. Ehma tntermere.it
5U ^ Das letzte Wort war ein Hurra.aus die Flotte und den obersten Kriegsherrn. Wie ein triumphierender aus. erlösten Seelew kommender Schrei donnerte der stolze Ruf irber dre See.
Tann kam der letzte Befehl:
„Flagge und Wimpel niederholen!" . . , * .
Und die deutsche Flagge, die fröhlich im Ätorgenwind kriatterte, sank von der Heckstange; der lange, lustige Wimpel glitt vom Mast. Ter Funkentelegraphist gab letzte Meldungen nach ^.smgtau.
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Zwei Maate trugen Bündel von Sprenggranaten in deut dunkelsten Bau,ch des Schiffes. Mancher ivffchte sich mit dem Handrücken die Augen, als er das sah. - ^ ., a
** Tie Boote klatschten aufs Wasser; lautlos, mit letztem Blick das 4reue Torpedoboot umfangend, stiegen die Männer erm. als letzter der,Kommandant. Ein zartes Morgenrot lag über der Küste, wer fte
^^Als^das^l8t?BooL^n den Sand des Gefionstrandes knirschte, zerbarst S 90 mit krächzendem Donner. Eine gelb und schwarz
dampfende SSiüe bvn Feuer und Eisen stieg zum HimnEmÄ sank auseinander flatternd wie ein ungeheurer Ltmdel ins Meee zurück.
fangen, ... ...._ ., .
geworfener zum Strand; aber 'keine Kuger traf.
Büchertisch.
— Die Schlacht an der Yser und bei Ypern. Die erste im Aufträge des Generalstabes des Feldheeres heraus gegebene ausführliche Darstellung. In diesen Monaten der großen Westoffensive. jxmnem me Kanonen um Ypeni wieder mit erhöhter Wucht. Ta ist es doppelt am Platze, sich die ersten, bereits fast sagennnrwobenen Grotz-- kämpfe um die blutgetränkten flandrischen Landstriche erneut wachzurufen, sich zN erinnern, welch ungeheuere Gefahr die sungen, eiligst, nach dem äußersten Norden der Kampffront geworfenen Kriegsfreiwilligemnassen damals von der deutschen Erde abwendeten. 40 Tivisirmen feindlicher Kerntrrrppen rangen hier, unterstützt durch große Materialüberlegenheit, mit der tapferen deutschen Minderheit von 25 Divisionen, um den Durchbruch nach Brüssel zu erzwingen und damit in den Rücken des deutschen West Heeres zu gelangen, und — wurden znrückgeworfen. In dem neuen, durchaus volkstümlich gehaltenen.best 10 des großen Kriegswerkes „Der große Krieg in Einzeldarstellungen" (Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr. Preis des vollständig in sich abgeschlossenen, einzeln käuflichen Heftes 10 1.50 Mark) erhallen wir das erste zutreffende Bild dieser gigantischen Kampfe, die sich nur zu oft zu äußerstier Wucht stick Wildheit steigerten. Nach den amtlichen Kriegsakten und an der Hand einer Reihe großer, klarer Karten im Format 27:42 Zentimeter und einer Reliefkarte des Gesamtgeländes wird hier von einem Generalstabsofffzier, der an den damaligen Kämpfen teilgenommen hat, Phase auf Phase des blutigen Ringens vorgeführt. Tie Spannung des Lesers steigert sich von Seite zu Seite, zumal ec hier manches erfährt, was der breiteren Oeffentlichkeit bisher imbekannt war. Wir verweisen nur auf die beigegebenen Kriegsgliedernngen der beteiligten Armeep und die Nennung der -mikkämpfenden Regimenter. Das der mach Volk hat allen Grund, dankbar dafür zu sein, daß ihm derartige auf amtlichen Duellen fußende Darstellungen geboten werden und es sich daraus schon jetzt gegenüber der Unzahl umlaufender Legenden Gewißheit darüber verschaffen kann, wie der tatsächlm-e Gang der großen Kämpfe gewesen ist.
— Peter Lorenz Die Geschichte eines Knechtes von Gustav Schröer. Leipzia, Hesse & Becker Verlag. Der Volkserzähler Gustav Schröer führt uns in die thüringische Dorsheimat des Verfassers und macht uns mit zwei prächtigen Menschenkindern bekannt, dem treuen und ehrenfesten Bauernknechte Peter Lorenz und der ihm ebenbürtigen Marianne. Die Schicksale dieses Paares werden mit großer Eindringlichkeit erzählt, und der dramatische Verlauf der Geschehnisse läßt den Leser bis zum Schlüsse mit großem Interesse folgen.
" — Die französische Schule und der Weltkrieg. Von Professor Dr. Pacil Rühlmann. 118 Seiten und 3 Tafeln. Geheftet 2 20 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1918.
— Fürsorgewesen. Von Prof. Dr. Ehr. F. Klumker. 119 Testen. (Wissenschaft wid Bildung, Bd. 146.) Gebunden 1.50 Mk. Verlag von Quelle & Mener in Leipzig. 1918.
— Wildgenlüse, Wildfrüchte, Wildtee. Anweisung zu fach- genräßer Behandlung wid Verwertung nnd Einleitung zrrm Bestimmen der wichtigsten hierher gehörigen Gewächse von Lehrer Eugen Gramberg. 84 Seiten mit24Zeichnungen. Gehestet 1.20Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1918. ^ r ,, ..
— Die Weltbühne, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jacobsahn, enthält in der Nummer 30: Das Selbstbestimmnngsrecht der Völker, von E. Hurwiez; Richard von Kühlmann, von Johannes Fischart; An meinen Sohn, von Wilhelm von Scholz; Heber Hosmannsthal, von Herbert Jhering; Millenkovich— Heine, von Berthold Viertel; Revue, von Theobald Tiger; Neue Parodie», von Hans Heinrich von Twardokvski; Programme, von Alfons Goldschmidt; Antworten.
yerstrSrätse!.
Xeüsekrit't, Lanone, Anprobe, Reise, lstobr,
Tsetzanns, Theodor, Nonnen.
Es ist ein Sprichwort zu suchen, dessen Silben der Reih« nach versteckt sind in vorstehenden Wörtern ohiie Rücksicht auf deren
Silbenteilung. . .. ^ ,
(Auflistung rn nächster Nummer.)
Auflösung der Pyramide in voriger Nummer:
E r
Reh
Ehre
Heber
Becher
Schriftleitung: W. Meyer. — Zrvillmasrunddruck der Brüh l'fchen Nn'v.-Buch- und Stemdruckerer. R. Lange, Gw-.-w


