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also gemacht, von der sich Mausner goldene Berge versprach -- und trotzdem war der Flammentöter auf und davon gegangen! . . . Das wcrv's ja, bei Mer GeniMtät fehlte :hm eines: die Energie, dnrchznhalken bis p 1 Schluß! . . .. Eine schwere Stunde würde das werden, den Freund dahin bringen, wohin er ihn haben wollte! . . . Aber war so viel gelungen, mußte der RieM Mch noch zu erreichen

^ Stunde auf Stunde verging, Krohlow saß da und wartete. Die Zeitung nahm er vor, ein Brich-, aber er war Mt aufgeregt, er wußte schließlich doch! nicht, was er überhaupt gelesen hatte... Der Abend brach herein, er machte Licht.... Kam etwa der Flammentöter nicht wieder- ... Es dämmerte ihm auf, warum er ausge- rissen war. Droben in den Thüringer Bergen hatte er sich klar werden wollen, Was nun werden sollte . . . Hoffent­lich stellte er sich! endlich ein, denn dieses Warten, nachdem der Erfolg vor der Tür stand, d-as machte ja nicht nur ihn kaput, Klausner erst recht, und vor allem die arme Trude.

,Da schellte die Korridorklingel .Er stürzte hrnaus. Frau Uhlernann stand vor der Tür, ganz außer Atem.

Er ist gekommen, Herr Leutnant! Aber wie er cmsfieht, .Gort nein, es ist nicht zu sagen!"

Krohlow nickte nur und ging hinauf. .Der Flannnen- töter stand mitten im Zimmer, bleich war sein Gesicht, die Mähne zerzaust, die langerr Bartstoppeln, der schmußige Anzug gaben ihm das Aussehen eines heruntergekommenen Handwerksburschen. Leicht würde das heute nicht sein, mit dem fertig zu w-erden, aber es mußte gehen.

Na, mein irrender Ooyssens, glücklich wieder in der Uhlemannschen Wohnung, genannt Jthaka, gelandet. .. Guten Abend auch, und nun komm rnit runter!"

Des Flammentöters Blick irrte zur Seite. Es war ihm doch unangenehm, stich so vor dem Freund sehen zu lassen. Und dann hatte etwas in dessen Stimme gelegen! Etwas Schrilles, Energisches ! Und er war sich heute immer noch nicht klar, was er eigentlich tun sollte,, mußte! . . j Z eit galt's zu gewinnen.

Ich will nrich erst lumziehen!"

Bist du so lange rn diesem wunderbaren Kostüm gewesen, kannst du's auch noch ein paar Stmrden länger bleiben! Mein Bursche ist nicht da, und paar Flaschen Rot­wein lauern auf uns."

Nee, laß nur heute abend, ich bin todmüde !"

D-a faßte ihn Krohlow vorn an der Joppe.

Jungchen, was soll das heißeu? Gehst mir fett Wochen aus dem Wege, machst einer: Jergnügungsrutsch und sagst mir nicht einmal Adieu! Und dabei hast du 'ne Erfindung gemacht, wegen der der Klausner kopffteht!"'

Da kam .Leben in den Flammentöter.

Wer hat dir das gesagt?" ,

Nu natürlich er! Aber um was es j:ch eigentlich handelt, hat er mir nicht verraten!"

Endlich sah Weller kamp den Freund an. Der stand hochaufgerrchtet da. Verkörperte Energie! Mit einem Zuge um den Mund, den er noch nie da gesehen. Als wolle er kommandieren: An die Geschütze! Und nun schießt Eure Schrapnells los und zielt mir gut! ... Ja, es steckt doch etwas in den Offizieren, das Achtung einflößte. Disziplm! Der fuchtelte nicht mit den Händen in der Luft herum. Wre festgewurzelt stand er da. Eiserner Wille! . . . Und er mit seinem schlechten Gewissen! ... Es war wohl das Beste: was komme:: sollte, kam gleich . . . Kein Wort sagte er und ging mit dem Freunde hinunter in dessen Wohnung^.

So, Flammentöter, nun setz dich und laß mich-, erst reden, du kannst nachher antworten, so viel du willst!

. . . Ich sagte dir schon, der Klausner war bei mir. Er ver­mutete, du habest ein riesengroßes Auge auf meine Drude geworfen! . . . Nein, schweig du nur jetzt stille! Sitzt ja bequem in deiner Sofaecke und zur Tür schmeiß ich. dich nicht raus, Gott bewahre! . . . Wir sprechen uns einfach aus, als Freunde, Flammentöter! . . . Und da handelt es sich nich-t in erster Linie -um mich, also keine falsche Scham, sotwern um die, die wir beide lieb haben! . . . Willst du's darauf ankommen lassen, probiere dein Heil! Ich bin weder schriftlich-, noch mündlich mit ihr in Verbin­dung getreten, seit du weggefahren bist. Junge, tch. bin iäMlich ein anständiger Kerl! ... Und dir werben wah.r- scheinlich Klausners das Geld scheffelweise zu verdanken haben! ... Mit solcher Genialität kann ich. nacht mit! . . .

Ick) denke, du bist losmarfchiert, um dir klar zu werden, Wammentöter, ich bin auch nur ein Mensch, deshalb möchte! ich dich bitten: schenk mir reinen Wein ein! Denn der Trude wollen wir doch unnötige Erregungen nach Möglich-, keit ersparen . . . Wählt sie dich- setz ich einfach den Helm auf, laß mich- bei meinem Kommandeur meiden und sage: Bitte gehv.Mnst um meine Versetzung! Und füg hinzu, was unbedingt gesagt werden mutz . . . Dann krieg ich auf der Stelle ein paar Wochen Urlaub, meine Ver--. setzung steht dann im Militärwochenblatt, ich komme wieder, pack meine Koffer, laß mich int Kasino ab feiern! Tsching* terretetäh! Hoch! Hoch! Händedrücke reihum. Die Musrk spielt dazu: Muß ich denn zun: Städtle hinaus und so weiter! Dann ist der Fall erledigt, und ihr beide braucht euch keine Vorwürfe zu machen.! Ich komm nöer'n Berg, verlaß dich drauf!" (Fortsetzung folgt.)

August Wilhelm von hofmann in Sichen.

Bon Oberlehrer Prof. Dr. Ma'vkert.

Die schöne A. W. v. Hofmaml-Tafel an: Hettlerschen Hause in der Frankfurter Straße hat für uns Gießener »noch eine ganz besondere Bedeutung. Sie soll u:rs auch erinnern, daß der große Sohn unserer Stadt hier seine ganze Jugendzeit und die Jüng- lingsjahre verlebt hat, und daß er hier in der Schule Liebigs den Grund gelegt hat für sein späteres erfolgreiches Schaffen imbi Wirken.

Sein Vater, I. P. Hofmann, >var nach reichbetoegtem Leben und nach wechselndem Aufenthalt in verschiedenen hessischen Städten im Jahre 1817 als Provinzialbanmeister hier nach Gieße»: gekommen. Er bewohnte mit seiner Familie das Halts am Seltersweg, in den: sich jetzt das Hutgeschäft vor: W. und G^ Schuchard befindet, so daß dieses Hans als das Geburtshaus! A. W. v. Hofmanns anzusehen ist. Das jetzt Hettlersche Haus, an ^ dem die Gedenktafel angebracht »vorden ist, wurde erst einig« Jahre später erbaut. A, W. v. Hofinann schreibt dariiber selbst in einen: in feinem Nachlaß vor gefundener: Anfang einer eigenen Lebensbeschreibung, die leider unvollendet geblieben ist und nur die ersten Jugerldjahre urnfaßt:Meine ältesten Erinnerungen gehen bis zur Erbammg eines eigenen Wohilhauses zurück, welches mein Vater in Angriff nah»»:, nachdem er die Ueberzeugung ge* Wonnen hatte, daß Gießen seine bleibende Wohnstätte sei»: würde. Ter Bau dieses eigcnthümlich gestalteten Hanfes vor dem Seltersthor noch heut unter dem NamenTintenfaß"" in Gießen männiglich bekannt tvar für mich die Qjuette alltäglich sich erneuenwen Vergnügens. Von Morgens früh bis Abends spät war ich auf. den: Bauplatz, um den Arbeiter::, bei denen ich als Söhnlein des Bauherr:: »vohlgelitten »var, znzusehen. Ich war nicht glücklicher, als wenn ich eine Schürze vorgeb »rüden bekam und mit mauern

durfte. Auch ließ n:an mich getoähren. Als ich anfrn'g..

Hiermit brechen die Aufzeichnungen jäh ab, zu deren Weiterfüh- rnng der mit Arb-eit stets Ueberhäilste nicht mehr gekoininen ist. Was wir weiter von A. W. v. Hofmanns Leber: in Gießen »uw seiner: Beziehungen zu semer VaterftM rvissen, findet sich außer in seinen zahlreichen Briefen und in seinenErinnerungen an vorangegangene Freunde" vorrrehmlich in der ausgezeichneten Lebensbeschreibung, die sein. Frenrtd und Schüler Jakob Bolhard. weiland Professor der Chemie in Halle, in Berbindung mit Emil Fischer, Professor der Chemie in Berlm, herausgegeben hat, und in gelegentlichen Mitteilurrgen seiner Schüler und Frermde. Auch in Gießener Bürgerkreisen dürfte sich noch manche Erinnerung an unfern großen Landsmarrn erhalt«: haben, und es wäre sehr erwünscht, sie zu sainineln und der Mit- und Nachtoelt zu erhalten. Ter Verfasser dieser Zeilen ist dcrzu gerne bereit.,

W. v. Hofmann genoß bei aller Freiheit:n semer Enttmcklung eine sorgfältige Erziehung. Sie erstreckte sich auch auf die Pflege der Kunst; war doch, »me uns Karl Wogt gelegentlich berrchtek, das Hofmannsche Haus damals eines der wenigen Häuser hmr iu Gießen, wo Kirnst gepflegt wurde. Er besuchte dann das, h:e>:gq Gymnasium, kam aber, darin seinem großen Borbrld Lrebrg glep- cheitd, hier nicht recht vorwärts. Seine Begabung und seme Neigungen lagen aus ei,:em ganz andere:: Gebret, als aus denen, die damals ans den Schulen gepflegt werden konnten. Dadurch, daß er für einige Zeit zu einem Pfarrer in Melbach m derWetteran kam, scheint aber dem Mangel rasch abgeholfen »vorden zu >e:n, denn! kurz darauf lesen wir, daß er wieder von Greßcn aus regelmäßig nach Laubach fährt, um sich bei Pfarrer T:effenbach m italienischer Sprache zu vervollkommn«:.

Im .Herbste des Jahres 1836 kam A. W. v Hotmann auf die Universität, um zunächst Jura zu studieren Daneben horte er, seinen Neigungen entsprechend, allgeinein brldende und machen:«-- tisch-naturwissenschaftliche Vorlesungen, bis er dann ganz zur! Chemie abschwenkte. Seine, Lehrer waren »reben dem berühmten Literarhistoriker und Philosophen Hillebrand, be: dem er Mstyetrk und Vorlesungen über Tante und Shakespeare hörte, der Mathe­matiker Umpsenbach, die Physiker Schmidt und nachher Buff, der später auch sein Schwager wurde, der Mineraloge v. Kllpstem, dann Knapp, bei de»»: er chemische Technologie hörte, und vor allem Justus Liebig, der A, W. v>. Hösmanns fernerer: Lebenslauf