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Van Laer stcmÄ ratlos Md schalt sich selbst E Narrmr. Er hatte keinen Grund, ihr die Bitte abzchchlagen, kernen Grnnd, Mßer seinem Traum. Aber tvas töax ein Traum ? _
Sollte er sich vor ihr und dem Alten lächerlrch nrachen, indem er jetzt erzählte, was er Feschen hatte?
„Ich werde dir später meine Gründe nennen, Iprach er
warum nicht jetzt?" beharrte sie, „was für Griinde kann es geben, daß ich gerade diesen Rrng nrcht tragen soll?
Er zuckte die Achseln und schwieg. War es nicht Tor Heu, daß er sich deshalb mit ihr entzweite? „Nimm ihn, tvvllte er sagen, aber dis Kehle war ihm wie zugefchnikrt. Er sah nur immer den blutroten Tropftn aus der weißen Hand. -Bern Traum stano ihm mit erschreckender Lebendigkeit vor Augen, rmd als sre heftiger in ihn drang, suchte er aufs neue, sie von dem Gedanken abzubrrngen. Ihr war es längst nicht mehr eigentlich um den Rrng zu tmu Lne vermutete verborgene Hintergründe mid wollte Wacken gegen Willen setzen. Ihre Worte wurden, heftiger. Er ward schwankend, aber mit einer ruhigen Hartnäckigkeit bestand' er doch rmmer wieder auf seinem Einwand.
Aergerlich gab sie endlich nach. , r , , r , , „ _
„Nun gut," sagte sie, „wenn du daraus bestehst, so möge es sein. Ich habe jede Freude an dem.Ring läncht verloren
Er atnrete auf, wie von einer Last befreit, sobald sre draußen waren, sollte sie alles Wissen. Die wiirde ihn auslachen, aber ihm
einer raschen, ärgerlichen Bewegung riß sie derr Ring Äom Finger, aber im gleichen dlugenblick stieß sre erneu schrei
Ms.
„Was ist?" fragte er erschrocken. ^ „
"Ich habe mich gerissen. Es ist ettvas Spitzes m den: Ring. Von ihrem Finger lief das Blut. , , . . a „
„Es schmerzt sehr," klagte sie, „ich, weiß nicht, "ms das Pt- Mit beiden Händen, ergriff er zitternd ihre Rechte. Ter Juwelier erblaßte plötzlich. Sie sah es und .erschanerte.
„Sagen Sie," stieß sie hervor, „hat mau nrcht früher Ringe
vergiftet?" t ,
Mynherr Beeren wollte etnms antworten, aber er kam nicht dazu. Marie Koningk wurde wachsbleich, der Rubin rollte über den Boden, und van Laer hatte eben noch Irrt, seme Braut in dien Armen aufzufangen, als sie bewirsttlos nrederfiel.
Wechselbau im Gemüsegarten.
Viele Anfänger im Gartenbau klagen oft über Ntißerfolge; während im Nachbargarten alles schön steht mid aut üsrat, verkümmern hier die Pflanzen und gedeihen nicht recht. Tie Hauptursache dieser Erscheinung liegt darin, daß m dielen Hauogärten dieselben Gemüse oft jahrelang auf demselben, Boden migepflanzt werden. Meistens wird ohne Rücksicht ans die Genuisearten der Garten gleichmäßig gedüngt, umgegraben rmd dann planlos alles durcheinander gepflanzt. Und hieraus erklären Nch bie v^elen Mißerfolge; die Pflanzen gedeihen mcht recht, und es stellen sich allerlei Krankheiten ein; der Boden ist des betreffendeu Gewachf es müde. Es lassen sich eben die gleichen Gemlisearten nickst mehrerö Jahre hintereinander ans demselben Beete mit Erfolg ziehen, vielmehr ist ein Wechsel nötig, wie ja auch der LaridwiR in seinem Betriebe einen den Verhältnissen angepaßten Fruchtwechfelban m feirtem Nutzen und Borteil seit langem befolgt. In den Knegsi mhren süid besonders in den Umgebungen der Staate viele Gärten, neu angelegt und viele Aecker in Gartenland urngewaiidelt worden, und die Anfänger im Garterrbau erzielen trotz aller Arbeit und Mühe keinen rechten Erfolg, weil sie die Grundsätze einer rrchtigM- Wechselwirtschaft nicht keimen und häufig falsch^ düngen. ^Jede, Pflanze bedarf zu ihrer Ernährima, zu ihrem Wachstum >md Gedeihen gewisser Stoffe, die dem Boden durch den. Tlmger zugefuhrt werden müssen. Wo die ersorderlicheir Nährstoffe sehlm, nchsM die Pflanzen verkümmeru, und der Erfolg blerbt aus.-- Anspruchsvolle Gemüse arten verlangen eine frische, kräftige Tüngiuig, svay- rend andere in diesenr llebersluß mißraten undgeradezu ersticken, andere geraten in nicht ftisch gedüngtem Land am besteii, und wieder andere liefern gute Ertrüge nur in magerem Boden. Nach diesen individuellen Nährstosfbenötigungen der einzelnen Pflanzen! muß sich daher der Gärtner bei der Bestellung der einzelnen Beere und in der Abwechslung mit den verschiedenartigen Gewächsen des Gartens richteil. Aus die im Herbste tüchtig gedüngten und gutj bearbeiteten Felder pflanzt man am zweckmäßigsten iin FrOfahve Blumenkohl, Wirsirrg, Weißkraut und Rotkraut, Spinat, Gurken und Salat, während auf die nur mit. KrmsMnger vorbereitetest Beete Wurzel- imd Knollengewächse, wre Karotten, Rettiche, Rotv Mben, Zwiebeln, Radieschen kommen. Mispr,rchslofer rn ^Hug auf den Tnng find Erbsen, Bohnen und Kartoffeln, deren Beets erst im Frühjahr durch Umspaten zum Anbau vorbereitet tverden. Der Entwicklung der Msenstikchte ist eins Kalkdüngungrecht zweckdienlich. Für die unentbehrlichen Küchen- und Gewürzkräuter eignen sich am besten die inneren Rabattenzu beiden Seiten Mge. Bei einer solchen Einteilung und Behandümg der Beetet wird man Ms Erfolg im Gemüsebau haben; auch ist es dabet mög
lich, daß die einzelnen Quartiere den ganzen Somruer hindurch niemals leer stehen, sondern immer in stetern Wechsel nach der Ab- erntung der einen urit - einer anderen Gemüsmrt von creuchn pflanzt werden können. So pflanzt man z. B. mit Erfolg nach Karotten Sommerrettich, nach Radieschen Kopfsalat und nach dem Salat Speiserüben. Ter Anfänger tut immer gut, sich bei emem erfahrenen praktischen Nachbar oder bei einem Gärtner Rat M holen und nicht erst länge Versuche und Proben zu machen.
Büchertisch.
— Melanie Ebhar dt: Unsterblichkeit -Schichte. — Verlag von Egon Fleischet & Eo., Berlin W. — Preis 2 Me dein erster, im gleichen Berlage erschienen-en G^ichtban-da Melanie Ebhavdts, gibt ein tiefer Ernst auch der neuen,Sammlung ,Unsterblichkeit" das charakteristische Gepräge. ^ Aber die Dichterin ist seit ihrem ersten Bande au Kraft und Lebenswillen gam bedeutend gewachsen. — Tie dichterische Form ergibt sich übevchl, vom Inhalt bedingt, mit vollkvmniener ^chertzt von selW. Für die Behandlung des Reims ist es charaktennpch daß übeE, wo die zweite luid vierte Zeile reinten, auch die nchje und drM« den Schmuck des Reimes tragen. Tie Sammlung ist , meder reich Mi Sonetteri, die das a>c geborene Fornrigeftrhl der Tichtenn auch diesmal wieder beweisen.
— Luise W e ft k i r ch, Das Licht im Sumpf Roman. (260 S) 8°. Verlag Philipp Reclam >juil., Leipzig. Preis ged.
5 Mk. — In biefcm kraftvollen Heiuratroman fuhrt Lupe Weft- kirch in das düstere, schrveigsauie Moorland, das ältlich der unteren Weser sich >vie eiil vergessener Rcst aiis verflniigener Tor zeit ilis Heute hineindrängt, das sagenliUlsponnene^ Teufelsmoor, ,«M eru -ernstes ulid trotziges Bauernvolk durch beharrliche zähen Kampf sei.ie Wälder und Aecker ^trecken.mutz. ^«n ergreifendes Wirklichkeitsdruma zieht bit Geschichte am Le,er vorüber, fesselnd nicht bloß durch den aaßereil Vorgang. Packend vor allem durch die nicht alltägliche Kimst der Erzahlerm, Einzelwesm zur Genreinaültigkeit lstnainzuch'igern und das Ber- hängnis, das über, den Köpfen der, Han del irden Gestalten i chwebt^ ganz wie voll selbst aus deren Gesmnurigen, Taten, und beiden- schasterl hervorwachseli zri lassen.
— Tie W e l t b n h n e, der Schaichühne Xl \. Jahr, WockMN- schrist für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgogebeu von .Siegfried ckacobiolm errthält ui her Nunrmer 27: Ter Flucht der Halbheit, wn Germarriciis; Bon der tierischm Grundlage, von Guschv Laiidauer: Lotl-ar Persrus, von Jvhomueo FrschaR. Zu diesem Krieg, voii Christian Morgenstern; ^north, von AlEed Pr^ar, Was wäre, wenn . . .?, von Peter Panter; 'Wunsche, von Theo- bald Tiger: Bank-Pararga, vori Alfons GvldlHmrdt; Antworten.
_ Der Böl kerkrieg. Girre reich illustrierte Chronik der
Ereignisse seit dem 1. Jüli L9L4. Heransgegeben von Dr. C.
Baer Verlag von Iulirrs Holflnann, Stuttgart. Heft 169 und' 170, Preis je 40 Pfennig. — Tie irische Frage, lich lvieder unter den Tagesfragerr aufgetancht. Es ist nicht leicht, sÄ darüber in welcher Weise rrnd in welaiem Maste dre irlfckMH Verhältnisse fiir.den Weltkrieg Bedeutung geimnireii kölmeweftt einigrrmasterr zuverlässiges Urteil zar bildeir. Nür allzrigern werden derartige Frageii bei uns iurter dein Gesichtspunkt geseher^ bei demd« Wunsch der Vater des Gedankens ist. Zufällig bringt uns nun das nerr erschienervs Hieft 1o9 des „Vblkerkrieg" oei der ^ar- slelliing des irischtm Ofteraufftaitdes von 1916 auch das Wichtigste ber &e irische Frage. Girre besonders anregende, m nrarrcher Hinsicht reizvolle Mbeit bietet >'odairu das soeben herausgekonrmeM Heft Ky, das man als „Gchoeizer .Heft" bezeichnen Konnte W hi ff'eme Geschaht« der -Lchweiz mr Weltkrieg. Die Aus- NaÄMge'.l des großen Weltbrandes lemhierr dabei scharf hinetzi bis m Ne veArautest^i Wückel rrnd Wen der kleinen FchchenÄnseL
Diamanträtsel.
In die Felder dieser Figur sind die Buchstaben A A A A, ß, E B E E, PFFP.GÖ, H,II, N, O.RRB, 8, U derart einzutragen, daß die mittelste jenkrechle Reihe gleichlautend mit der mittelsten wagerechten ist und die roaqerechten Reihen folgende Be- deutiing haben: 1. Konsonant; 2. Form des Wassers; 3. Adelstitel; 4. Tier in Afrika; b. Getreideart; 6. Fluß und Gvilvernementsstadt in Ostrußland; 7 l® | Vokal.
(Auflösung in nächster Nmnmer.)
Auflösung des Tauschrätsels in vorigec Numiner:
Wiege, Fell, Stern, Welle, Ring, Bei«, Leder, Haus, Käser. Hast Schwank, Wille, Horn. Band, Sitz, Stiel, Hund, Arm, Eimer. Kehl« Brei, Wem, Not, Herz, Kanue.
Wer Wind sät, wird Sturm eruten.
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Schri,tl-il>»>-!: W. Äkeyer. - Z»illin^-u.,ddru-k der BrShl-sch-n Umv.-Buch- und St-i„d>„ck-r-i. Sk. L»»«e. Si-g-n.


