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grenzte. Ter Gang ink Wagen ist bekanntlich sehr schrnal, so daß, ! ;venn zwei einander begegnen, der eine auswttchM rnuß. Um mcht f in diese Lage zu fonnrten, stand Wexandva F-sodovöw-na um 5 Uhr des Movgerrs auf, ging in den %teeteeraum Höte wnich sich, bevor iu>d) irgend jernand im Wagen wach war." ,
Kommissar Jafowkew erzählt zum 'Schlüsse, tme er De: der Arnft in Jekaterircknrg seine liebe Not hatte. Tie Nachricht von der Ankunft der Zarensamili« hatte sich doch verbreitet, und vor dem Bahnhol hatte sich eine riesige Menschenmenge cmgesammelt, ans der man Rnfe hörte wie: „Wir wollen den Blutsauger sehen!
Cs gelang dem Kommissar jedach, von der Menge unbemerkt, seinm Zug nach der Station Jekaterinburg M. ,2 weiterzuführen, wo sich kerne Menge versammelt hatte. Gegen eine Qmttung gab er Nikolaus Rommww m:d seine Begleitung ab. Tie Familie ist dort in einern gewöhnlichen, van einem großen Zaune mngebeitenl Muse untergebracht.
Bon H. G.
„Bonvärts!" tönte der Befehl an sein Ohr. „vorwärts!" In rasendem Tenipo gings weiter. Kanonen donnerte::, Granaten! ,lausten, Schrapnelle platzten, Gewehrfeuer knatterte. In all dresem Lärmen und Toben konnte er nicht denken. Er suhlte nur, suhlte, Hätz ihn: in dieser 'SckSackK die Erfüllung lvard, die er fett sernm Knabenjahren herbcigesehnt hatte. Er ward vpn dem ©etft beseelt, der ihn einst Herrn Lesen der K>eldengeschchten getragen und :n der Geschichtsstnnde erfüllt hatte. Und die vielen stummen Kampfe, die er allem in seinem Innern siegreich durchgesochten, belebten! seine Seele. — Rechts und links .von ihm fehlte bald dreser, bald jener Kamerad, sie warerr dahirtten geblieben. Ein jlernes Häuflein nur nach, das sich! dem Ziele näherte. -- Da auf mmrral rrß ihn ein dumpfer -Schmerz zu Boden, er Wh noch d:e Sonne rm Mittag stehen, dann ward es vor seinen Augen dunkel. — —
Silben: und golden glitzerten die Sterne am na.chll:cher: Hrnrrnel, als er die Singen wieder ausschlng. Lautlose Stelle lag rn der Lust. Wildes Pochen und Schmerzen der rechten Hüfte hatten ihn erweckt. Mannes Blut quoll aus der Wunde und durchnässte rhm dre Kleider. Sein Kopf brannte in fiebernder Glitt. Kuhle Nachtlnst um strich sanft seine Schläfen. Ob sie ihn rroch rechtzcrttg tenden würden? Cr wollte Meier: vor Schmerzen, dann würden sre:hn vielleicht finden rrnd könnten ihm helfen. Liber er konnte kernen! Laut hervvrbringen. Und es war Nackst und man konnte rhn lercht übersehen, zumal er irr einem Graben lag. Doch klemmuteg wollte er rricht fern, er hatte als Held gekämpft, er wollte als .Held sterben In seinen. Gedanken tastete er langian: zurück rrach neu letzter: G-eschehnissen. Ob die anderen wohl noch das Torf genommen Hatten? Würde er das noch erfahren? — Unwert von. chm sing femÄ zu singen an, andere fieler: ein: „Nun danket alle Gotte.. Das waren Ivo hl leichter Berwmrdete, die wußten vom S-reg. Stolz erfWte seine Brust, das Bernußtscin. zum Sieg beigetragen tzu haben, liest ihn einer: Augenblick seine Schmerzen vergessem — Ms die Kameraden das Lied zu jEnida gesungen hatte::, Ivar die Seele wrs dem Körper des Kärnpsers geflohen. Sie hatte stch ausgeichMM-q
r und die Morgerttvinde, die zu roehen ansurgen, trugen ste eine reine, lichte Welt.
f * Büchertisch.
Hessen-Heimat. Der ziveite Jahrgang der „Hessen- Leimat" ist soeben bei der N. G. Elwertschen Verlagsbuchhandlung G. Braun in Marbrrrg erschienen. Das! Werk enthält Gedichte und Skizzen von Autoren, die rn mhr oder weniger nahen Bezrehungen zum Hessenlande stehen und eine große Anzahl sehr gnlec Reproduktionen von Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitten tüch- ttger Künstler. Es finden sich Bilder vor: großen: Sttmmungswert, wie Paul Wilhelm Reis'kes düstere „Brücke", Karl» TWmanns märchenhafte „Heimsuchung", Llnton Jllers wuchtege „Näherrn . Willy Mulois spitzwegisch „Rheinisches Städtchens Bon Ged:chten sei Wilhelm von Scholz mit seinen: „Wettergelpenst" unb Leo Sternberg mit seinem „Nach dem Tod" erwähnt. Das Buch, wird sicher allen Freunden des hessischen Landes und darüber hinaus Men Liebhabern von Heimatknnst »Freude bereiten.
I— Walter Bloem: Treiklang des Krieges. Sze- Nen aus der Zeit. Geheftet 2,50 Mk., gebunden 4,50 Mk. Verlag vor: Grethleir: b Co., G. m. b. H., Leipzig. — Der beliebte.Dichter beging am 20. Juni seiner: 50. Geburtstag. Seit 4 Jahren hat seine fleißige Feder gerastet, nur das Kriegsdokument „Vormarsch formte veröffentlicht werden, das die Erlebnisse des Dichter^ während der ersten Kriegsmonate schildert. Heute liegt als mmd Gebnrtstagsgabe der „Treiklang des Krieges" vor. ein packendes Werk, das seine Entstehung tatsächlich zwischen den Schlachten fand Es ist eine Folge von drei dramattschen Szenen, die ihren! Stoff dern Weltkrieg entnehmen. Schon ihre Titel „Leben" —- „Tod" — „Unsterblichkeit" lassen erkennen, daß die Geschehmsse typische Bedeutung beanspruchen. Es sind Vorgänge, die rn ihrer schlichter: Tragik unh Lebensechtheit ganz das Wesen unserer Zeit wrderspiegeln, in der tapferes Leiden und rühm- urck wortloses
Heldentum Alltäglichkeit gervorben sind. Sie schließen sich zuftm»- nten zurr: „Treiklang des Krieges", dem vrele Herzen erhebt iverden. Ter Verlag erfüllte einen ausdrücklicher: Wunsch des Dichb ters, indem »et diese durchaus bühnenmäßig geschauten Szenen «Ü Buchform der Lesergemeinde des Dichters übergab und es bie{§8; überläßt, ob sie der: Wunsch empsircken wird, die Gebilde der Dichtung auch fcöTt der Bühne herab aus sich wirken zu lassen.
i— Oftapsiens ko mmender Weltbrand. Vor: Hiev- mann Bagnsche. Falkerr-Verlag in Darmstadt. (Preis 2 Mt.)
—’ U. H. Zeiz: Tanz um den Tod. Erich Reiß, Verlag- Berlin. Zahlreiche Schilderungen aus dem großen Krieg tauchen in Episoden lauf den: Büchermarkt auf, aber setter: liest man Kriegs- Erlebnisse, die so tief persönlich enrpfunden Und wiedergegeben sind/ wie der „Tanz um der: Tod" von A. H. Zeiz, .
l— „Das Nachrichtenwesen im deutschen Heere" betitelt sich die soeben erschienene Nummer 3911 der Leipziger Illustrierten Zeitung". Ist der Form der beliebten Sonder» irummern des Blattes (Preis 2,50 Mk.) gibt das Heft — nicht ive-- Ixigeu als 5 Buntdrucke großen Forrnates schmücke:: es — eilten höchst instruktiven Ueberblick über das lveite Tätigkeitsfeld bes Nazhrichtentnrppe, deren Arbeit das Getiten der militärisches Operationen in ausschlaggebender Weise zu beeinflusse!: imstande ist. Eine Truppe, die von allen Nachrichtenmitteln entblößt ist, ist hilflos, und die besten Absichten des Feldherrn bleiben Stück-» werk, ivenn er nicht in der Lage ist, seinen Willen de:: Truppen aus scllnellste Weise zu vermitteln. Was die Tättgkeit der Telephonisten, Telegraphisten, Funker, Flieger, Blinker, Meldereiter und Meldegänger, Brieftauben und Meldehunde zu bedeuten hat, wi« sie vor sich geht und welche Schwierigkeiten sich ihr eittgegenstellen^ wird im vorliegenden Heft in einer Reibe von dlnfsätzen erstem millitärischer Fachtejnte jin airschanlicher .Weise geschildert. Zum ierstei: Male werden hier alle Zrveige des Nachrichtenwesens zusammenfassend behandelt. Alle Artikel sind reich illustriert, :mä zwar zum größten Tell nach Originalen der im Felde stehendest Sonderzeichner oder künstlerischen Atitarbeiter des Blattes.
Gietzener Harlsfrauerr-Vereirr. .
Kochanweisnngen.
Stärke-Ersatz. 4—5 rohe Kartoffeln werden: geschält durch die Maschine getrieben, alsdann wird unter ständigem MhvtN kocherwes Wasser darüber gegossen, bis die Masse dick wird. Das Ganze wird dann durch ein feines Haarsieb oder ein Säckcher: gegossen. Die Brühe ist die fertige Stärke, die zurückbleibende Masse wird.^u Kartoffelklößchien verwartet. Man fonn unter die Stärke ein llein wenig Bläue nehmen, da sie etwas grau aussieht, sie ist jedoch in der Farbe schön. Diese Stärke ist. jerveils zum sofortigen Gebrauch. Will man Stärke zum Ausbewahren mache::, so fültt man die durch die Maschine getriebenen Kardofseln in ein Säckchen und schwenkt cs ständig in kaltem Wasser hin und her. Ter sich bildende Bodensatz wird alsdann getrocknet und die Stärke ist fertig.
F l: e d e r m i l ch s u p P e. 4 Eßlöffel Fliederbll'ttcn iverden in 1 Liter süßer Milch gekocht. Man verdickt die Sllppe mit etwas Mehl^ läßt sie eilte Stunde ziehen und gießt sie durch ein Sieb.
p: n a t f l o ck e n s n p p e. AbgcivelltM, gehackten Spinat verrührt man mit Ei und Mehl zu einein Teig, den man absticht und in der kochenden Milch.garziehen lqßt.
Einfache Schaum speise. 10 Blatt Gelatine läßt nuar einmal auf lochen und verrührt sie mit 1 Liter Obstsaft, dem :nan vielleicht noch etwas „Zucker zusetzen nn:ß. Nun wird dir Masse eine gute halbe Sttntee stark geschlageu, bis sie zu steifem Schaum geivorden ist.
züllrätsel.
1. Neuseeländische Bogelgattung.
2. Deutschrussische Stadt.
3. Teil des Kopfes.
4. Singvogel.
5. Futterpflanze.
6. Quälende Enrpsindung.
Die Buchstaben A A A, E E, G G, I I I I, K K K, L. M, N N, R R R, 8, T, W sind in die Felder vorstehender Figur derart einzutragen, daß die wagerechten Reihen Wörter von der bet» gefügten Bedeutung bilden, während die mittelste senkrechte Reihe eine Zeitbezeichnung ergibt.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Stanuntisch-Scherzes in poriger Nummer. Unfallpolizei.
Schristteuung: W. Bieqer. — Zwillingscunddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


