Ausgabe 
12.6.1918
 
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rckchk. BvrDe er Bvkne, irrtet Arme, zwei Augen nach Haufe? Ich weiß es nicht mth will es nicht wissen.

Tenn was mein Ohr snch>sangen hatte, 'war mehr als Er- schcinn'.tg, Es lvar der Schrei aller Knaben von 1913 cm alle Later von 1914. Dual.und Seligkeit. . . Erde und Feuer in derselben chlmfasfnng. >-

Er ging über Äe Welt. Eine greue Zeit brüllte ans ihm . . . die Zeit, die die Knaben von (heute aus dem Blnt der Väter zur Arbeit des, Kommenden erlösen tvird. .

Tier .Schrei ging wie eine Geburt (aus dem südlichster Bahn­hof des Landes. Hört ihn nach Morden, Osten, Westen! Ich sage euch: Gott hat ihn.durch die (Knabenkehle geschlendert, diesen berghaften stärksten Laut urrserer Schwache das Erschafferwort!

Nermtdcheesi»

* Eine ukrainische König skrvne. Daß es noch setzt eine alte ukrainische Königskrone gibt, ist wohl nur den wenigsten bekannt und wird irr einer Mitteilung vomlieber Land nutz Meer (Tnrtsche Verlagsanstalt in Stuttgart) in Erinnerrurg ge­bracht- Es ist dies die Krone des ukrainischen Fürsten rmd Königs Tanylo Romanöwhtsch die ein Geschenk des Paffstes JnnozenzIV. war. Mit dieser Krone ist Tanylo int Jahre 1253 in Dowhit- schyn (Podlachien) zürn Könige von Kalitsch-Wladimir gekrönt -borden. Diese Krone, eine von einem .Kreuze überragte Bügel kröne, von bekannter alter Form, war bis znm 2. Juni 1915 in der ukrainischen Kathedrale irr Przemysl aufbewahrt und wurde von dort vor der Rückeroberung dieser Festung,durch deutsche Truppen dorr den Russen rrach Petersburg verschleppt. Ob nud wo sie sich dort noch besindet, ist zurzeit nicht bekannt.

* Was die Spatzen fressen. Ter Sperling hat wäh­rend des Krieges in erschreckender Weife zngönommm. Tiefer Vogel ist für jede Larrdgemeinde äußerst schädlich und sein Nu Heu, der im ^Vertilgen von 'Maikäfern und anderen Schädlingen während seiner Brutzeit besteht, ist gering. Pößl hat es nnteruomuren, den Sichpdm des Spierlings an Getreide nachzuweisen. Er rechnet mit 80 Tagen Hauptschadenzeit. Rechnet man rmrd 50% der Ein­wohnerzahl auf Sperlinge, so gäbe das für Detftschsand zirka 85 000 000 Stück. Auf 1 Kilogramm gehen ungefähr 30 000 Stück Weizenkörner. Obgleich der Sperling in der Gefangenschaft täglich 50 und mehr Getreidekörner frißt, so.soll doch wegen seiner anderes Näschereien nur ein Verbrauch von 15 Körnern angeirommeu rver- den. Tie 30 Körner entsprechen etiva der Menge, die ein kleiner Fingerhnt saßt. Es würden also die 30 009 000 Sperlinge täglich 500 000 000 Körner fressen, und in 30 Jagen etwa 13 Milliarden ? hder 450000 Kilogramm,. Man nrnß aber jedenfalls damit rech- ^ wen, daß es in Deutschland 50 009009 Sperlinge gibt, und daß 3 diese täglich das doppelte Quantum fressen. Man würde dann | tauf etwa 25 000 Zentner Getreide kommen, die diese Schädlinge der menschlichen Nahrung entziehen. Diese vorsichtige Rechnung muß auch denn Gleichgültigsten die Augen öffnen. In der Kriegs- zeit haben -vir kein Getreide übrig, um ein so großes Sperlitrgsheer! Mvchznfüttern ohne Brotmarke.

Büchertisch.

Sven 5) edi n, ,,J e r it s a l e m". Feldpostaitsgabe. 160 Eeiterr Text mit 25 Abbildungen und 1 Karte. (Leipzig, F. A. Brockhaus.) Geheftet 1,50 MlarB. Ebenso reich an fruchtbaren Ge- Mftspunkten tvie in seinent vorigen Wer?Bagdad, Babylon, Ninive",, läßt Hedin auch hier als Hintergrund der leberwigen iGegewvart die Jahrtausende alte Bergangert heit des gelobten San­des in gigantischen Baudenkmälern und Ruinen, in epiochemachen- den Ereignissen nrrd Persönlichkeiten der Weltgeschichte Wiederer­stehen. Wir lvandern mit Hedin durch die engen, holperigen Stufen­straßen der heiligen.Stadt, lassen den Zauber ihrer tibetartigen Landschaft aus uns wirken rmd lauschen in ergriffener Airdacht den Erinnerungen, die der bibelkundige Führer int Garten Gethsemane, tan den Stationen der Bia dolorosa rmd in der Kirche des Heiligen Grabes in uns wachrust. Ter Reichlltln des Buches ist damit nicht erschöpft. Ta ist'das uralte Damaskus mit seiner Omaijadvumoschee, Baalbek mit seinen herrlicher Ruinen arrs griechisch-römischer Zeit, her See Genezareth mit Liberias, Kapernaum und all den Orten, deren Namen jedem Christen und Inden geläufig sind, Ncazareth und Bethlehem, Jericho und das Tote Meer. Ein Besuch in den Judeukolomen bei Jaffa gibt Veranlassung zu einer artfscUußreichen Erörterung über den Zionismus, und zum Schluß führt dann eiir Ausflug an die türkisch-deutsche Front in Aegypten aus so viel Vergangenheit wieder in die nicht minder bedeutungsvolle Geglm- wart zurück.

Unseres Herrgotts Kostgänger. Skizzen von

FMe wird das schmucke, preiswert Bändchen sicher sreudigS Airftrahme findM, die es in jeder Hinsicht verdient.

Tie goldene V e n u s. Renaissaltov-Novellen oon Fra uz Langer, Verlag Wilhelm oBorngräber. Berlin. Bilder von ttefster Eindruckskraft schafft der.Dichter in fernen Novellen, die bei den. spannenden Handlungen ltnd der flüssigen Sprache den Leser nicht zu Atem Lonrmjen lassen. Südliche Pracht und nordische Gransanv- kcit Werder: treffend geschildert; eigenartige Charaktere, mitunter! von Leidenschaften gezeichnet, stehen im Rahmen der Erzählungen, die Kn ihrer vollen Würdigung reife Leser voranssetzen.

Die Spieler, sstoman von Ludwig Wolfs, Berlin, Ull­stein u. Ko. -Die überragende Gestalt dieses Sptelerromans ist der Rittnteister von Löcknitz, ein junkerlicher Herrenmensch, einer der bekanntesten fliamett des Rennjpiorts, ein Weltbunrmler aus lxrrtem Trotz tmd aus Leichtsinn. Durch entrrervcnde Nächte ftn stickigen Spielsaal, durch sommerliche Tage eitles späten Herzensglücks gelangt der Rittrneifter von Löcknitz bis zu einer Krise, von deren Wucht auch ihm der Niederbruch droht.

i_ Es ist immer von eigenem Reiz, einen Dichter über eilte Fahrt ins Kriegsgebiet sich äußern zu hören. Ein Dichter sieht' mchjr «als ein Kriegsberichterstatter, und das, was er sieht, ge- wiinnt in seinem künstlerisch formenden Geiste eine erhöhte An­schaulichkeit. Mit besonderem Genuß liest man daher auch die Schil­derung derItalienischen Kriegsreise", die Max Hanbe in der treuesten Nummer 3909 derL e i P z i g er I l'l'u st rie r t e >t Z e i- tung" (Bürlag I. I. Weber) auf Gmmd seiner bei einer Fahrt durch Friceul und Benetien gewonnenen Erndrücke verössentlicht. In der gleichen Nummer würdigt Tr. Hermann Diez die Bedentu:rg desFrtcdenswerkes im Osten", Geheimrat Pros/Tr. Doeberl den Wert der bayerischen Verfassung anläßlich des hnttdertjährigest Gedettktages ihrer Einführung. Oscar Me plaudert überDeutsche TunzÜtnst" uns nimmt dabei besonders Bezug auf Hannelore Ziegler, deren Tanzvorsührungett trach Skizzen Walter Ham- mers bildlich wiedergegeben sind, lfttter den Kriegsbildern bean­spruchen die Zeichnungen Albert Reichs von der Eroberung des Kemmelbergs und' Richard Fiedlers von denr mißglücktm Hand- streich her Englättder geizen Zeebrügge das meiste Interesse.

Vom J'udenlnm zum Christentum. Mn Prof. Dr. A. Bauer. 156 Seiten. (Wissenschaft rmd Viloung, Bd. 142.) Gebrmdett 1,50 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig

Tie Weltbnhne, der Schaubühne XIV. Jahr, Wvchen- schrist ftir Politik, Kunst, Wirtschaft, hercutsgegeben von Siegfried Jakobsohn, enthält in 'der NumlMer 23: RoM, von Germanicus. Vom Liberal ismjus, von E. Hürwicz. Hern tarnt Paafchie, von Jo­hannes Fischart. Jakob Burckhardt, von Egon Friedell. Ailfrus. Bassermann in Wien, von Alfred Polgar. Neue Parodien, von Hans Heinrich von Dwardtv-vski. Ervmerung, von Theobald Tiger. Kaempf, von Alfons Golds chm idt. Antworten.

Hochland, Monatsschrift für alle Gebiete des Wissens, der Literatur und Kunst. Herattsgegeben von Professor Karl Mttlh. Jos. Köselffche Buchhattdlung, Kempteit und München. Viertel­jährlich 4,60 Mk. und Teuernngsznschlag. Inhalt des Juni-Heftes: Weltkrieg und Weltmission. Bott Erzabt Norbertus Weber. Das Ewige. Gedicht von Richard Schaukal. Heinrich von Treitschkes Lebenswerk. Von Dr. Max Fischer. Mari Mtadlen. Ein Roman ans der Rhön. Bott Leo Weismantel. Demokratie. Von Ministerialrat Dr. Richard Schaukast. Imponderabilien. Von der Verfasserin der ErimrerungenAns europäischen Tagen". Tie ukrainische Republik im Lichte der Geschichte und der Real­politik. Bott Dr. H. S. Weber. Kleine Bausteine. Kritik. Rundschau.

Der Völker krieg. Eilte reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Heransgegeben von Tr. C. H. Baer, Verlag voti Julius .Hoffmann, Stttttgart. Heft 165 und 166, Preis je 40 Pfennig. Wenn.wir die neuesten Hefte desVölkerkrieg" (165 und 166) durchblättern, so tut sich schon in den schölten Abbildungen eilte Welt vor uns ans, die durch ihre Eigenart und farbige Vielgestaltigkeit hohes Interesse evlveckt: die Welt des türkischen Orients. Lmtdschasten, Szcttert aus detn Bolrslebeu, Truppert in seltsamer Ausrüsttmg, Lazarette u. a. tu. tauI Meinasien, Aegypten, Syrien, Arabien erscheiltetr und be-

Geschichten, die unser .'Hessenland als Heimat aufweisew Aber Stückrath plaudert ftn hessischen Dialekt nicht allein fesselnd, sondevnj er zeichnet mtb charakterisiert gtrch, und das mit überraschender! Schärfe. So bieten seine Erzählungen emen ungernein spannettdenj Unterhaltungsstvff, der dnM ein gutes Stück wertvoller Volks- geschichte und ÄolksKteratur verrät. In der Heimat wie im \

was

. ....mh-aftem!

Dunkel liegenden Welt durch zuverlässige Berichte zu mts gedruttgen! ist von her Bewegung, die in langsantetr, weithin wänderildeW Wellen durch jene Länder flutet.

Tanschratsel.

8ee, lliä, Labn, Mai, Ban, Eid, Juan.

Von jedem Wort ist der erste und leiste Buchstabe derart zu andern, das andere Vörier entstehen, die im Zusamntenhattg ein bekanntes Sprichtvort ergeben. -

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung dcs SUbenversteckrätiels in voriger Nrnunter:

Arbeit und Zeit Helsen Liber vieles Leid.

Schristleitung: W. Meyer. Zwillingsrunddrück der Brüh!'schm Un-v.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.