180
Ta entschloß sich Ritter Weßling, Jyme W entsühren. erriet feiStö feine hinterlistigen Pläne und verbarg. sich bei chre» Ein wJb - in jedem Haus wohnten ihre Freunde!
^ WeUmg wurde wütend. Er dwhte demrcmgen -mt dem Tode, der wr ihm das schöne MädäM verbarg Lande der fcwtficn Seen fürchteten die Leute jedoch lvemger dm Tod als den Bericht ihrer Jgme.
andere
£| S“Ä ä« snKÄfis;^
umLnÄrt das &6 der Mt» hm W utotaUm. ®« trat ^Ä^Ä» KndÄ-uA di- Freude mü.
b'" ZLLlell" sK°s-iL “‘!Ä» »«mg
Jtüuriq ist!" erwiderte er voll Ingrimm-.
Höre, du fürchterlicher Ritter, was uh orr jage: ermerit- setzenvolles Schicksal erwartet dich, wenn bn drch erkühnst, mich ntu. Gewalt an dich zu reißen!" rief Jgme warnend aus.
Toch. die Prophezeiung der kühnen Jungiran schireckte Weßling nicht ab. Befehlend erhob er feine Hand und gebot, Jgme zu er-
Mscher als der Sturm dahinbraust, eilte die wundervolsd J'ungfran mit aufgelöstem Haar zum stellen Ufer der ^mn)a.
„Oh Sjuwe, nimm drch einer an! fchrre fte auf unb stürzte
sich in die schäumenden Wogen. , . ^ . _ . ,
Ihr Verzweiflungsschrei faitb cut Echo int Herzen deo alten Zauberers Sjnwe. Er fing Jgme mit seinen Armen auf und versteckte sie in seinem Silberpalcht. auf dem Grunde oer Wouya.
^ wcii Wntgeschrei spornte der tollkühne Westlmg fern feuriges Roß au und wollte auch nach dem SURrpalastdes ^fnwe s nr- nien. Ilm nach folgte seine getreue Leibwache, schon am Gestade jedoch erhob sich ein fürchterliches Geräusch, das selbst dieJnachtlgen. alten' Föhren erschütterte. Das war der Zorn des alten ^fuwe. Er wühlte den Boden der Wuoya auf, die sich bis zur unermeßlichm Tiefe hcransenkte. Mit reißendem! Strome jagten die Wellen, tausend Steine aus dem tiefen Flußbett hinaus schlendernd, oem Ritter und seinen Reisigen entgegen. „..
Das mutige Schlachiroß Westlmgs erschütterte vor schrecken. Es gehorchte seinem Reiter nicht, blieb nnw angewurzelt auf der Höhe des Abgrundes stehen und stützte die Füße fest ans me yaim. Eide. Ter Ritter Mg sein Schwert und fuhr drohend mit der Waffe durch die Luft . . . Ta wankte die Erde und oas steile Ufer senkte sich bis zum Wasserspiegel — den Meu chen und Pferden zum Verderben. Sie wurden pon den gewaltigen Wogen gepeitscht, die der erzürnte Sjnwe ihnen entgegenrollte bis der kühne Ritter Westling und seine Getreuen sich vor Entsetzen zu
Stein verwandelten. . ^ ^ „ . . . *
So hatte der unbesonnene Ritter Weftling das Land der dunklen Seen seiner Schönheit Jgme beraubt. In vielen sinnigen Runen haben die Sänger das Andenken an diesen Verlust verewigt; noch ertönt das Lied zum Preise der Milde und Armut bex entschwundenen Jgme, und — traurig klingen seit damals die Seiten der KanteNa. . . Doch dafür hört man unnnterbrochen ganzen Lande das Brausen des Wasserfalles — das ist die Stimme Jgmes, die fortfährt, mit ihrem geliebten Volke zu sprechen Und diefes Volk hegt den Glauben, daß ernst der Tag kommen müsse, da der rauschende Strom die unbeweglichen Steine zertrümmern und da Sjnwe die gefangene Jgme freilaswn werde. Tann wird, wie die Sage verheißt, das goldhaarige Mädchen den Frohsinn znrückbringen nach dem Lande der dunklen seen, der bemoosten Stein seisen und der hochragenden Tannen , und Fichten.
Vttchertisch.
— Knetsch. Carl. Das Hans Brabant. Genealogie der Herzoge von Brabant und der Landgrafen von Hessen-Tarmstadt. Im Selbstverlag des Hi st o r i sichen B e r e mr s f ü r das Grvßherzogtnm Hessen. E.eil I ^1918j. 78 s. 4 . 12 Mk., Luxusausgabe 60 Mt. (.Vorzugspreise für Mitglieder des Historischen Vereins: 6,40 Mt. und 30,40 Mb) ^
Ein genealogisches Werk. Wer außer dem Fachgelehrten mag sich mit trockenen Stammtafeln befassen, d-ie doch nur dem Eingeweihten etwas zu sagen vermögen? Tie nimmt man am liebsten gar nickt in die Hand. Aber in diesem Falle siegt iit zweierlei Hinsicht die Sache denn doch anders. Durch die Eroberung des Stammlandes unseres großherzoglichen Haches ist m dm,em Krieg das Jitter eise für die alte Frage des hessischen Erbrechts aiti * Brabant neu geweckt worden. Der Marburger Archivar Dr Karl 'Knetsch hat schon in einer 1915 erschienenen /Schrift die brabaw
txmm ammpmayeii, wer
anonymen Artikelreihe des Gießener Anzeigers lck15 em Anspruch auf das Herzogtum Brabant auf Gruno oes Reich.orehen^rech^ bestritten, dagegen ein solcher/rüg das Famisiengut nach brabansi- ßchem Landrecht anerka.mt wird, lehnt eine so gewichtige stimme
Wk Ut AarmstMer AMMrÄtors I- R. Dietertsi jegliche Auwarischast nach bewen Rechtai ab. Wie man sich z dieser Frage auch stellen mag, es blerbr erfreulich, daß rhre «Meiwe wissensichastliche Behandlung wieoer rn ^lutz eine Seite. Tie andere ist dann zu erblicken, daß che iw-ersicksiiche Auiordnnng der Tabellen und die Buncharbigkett der m d«r Erlauf rnngen mitgeteilten Tatsachen ein Bild von den ansgedehnnm Familienbeziehnngen t>«s Hauses nnd och schchal«i gibt, das auch auf den Laien ferne Anziehungskraft ausüben wird. Der Verfasser gehr von der Feststellung aus, daß die Weneawgi^ des Hauses Brabant seither insofern zu.kuA gekommen ttt, a.s die landesgeschichtlichen Bearbeitungen den hessischen Zweig dern thn- ringischen Stamm ansgepsiopft, das Hans Dessen alsi.vewrsw-- maßen nur als eine Nebenlinie des thurmgM^i bettachret^habew Das war mitvernrsacht durch die Tatsache, daß Heinrich I-,.um ferm
Caa»- tut Tu*/*rWtnKp*rt ÖClt
Wappen mit dem mütterlichen thüringischen vertauschte. Nun lM Knetsch zum ersten Male eine vollständige staMinrekl-e dos mtefum europäischen, in die karolingische Zeit zmmrrreichenden Hauses vor, dessen einzigen noch grünenden Zweig ebM unser Koßherz-oglickMs Haus und seine Arhessischen Agnaten bilden. Ter jeht erstlsienene 1. Teil führt auf sechs 4 .asetn^mrt beglesio.chsn Text die Genoalvgie von dem Ahnherrn Giselbert (84o) bis zu Philipp dem Großmütigen (f 1567), im ganzen 20 Generation^ mit 176 Personen umfassend. Sämtliche den emz lnen Nauien gewidmeten Artikel beruhen auf gründlichen Studien unter erf uwp^ fender SRnußnng der Literatur und eures ansgedelmten ungedruckten archivalischen Materials, aus dem eine.Menge seither unbekannter Tatsachen und neuer Aufschlüsse g-eivonnen tmrd. sre aeben in knappster Fassrmg die iwtwendigen Taten pns dem Oebensga.rg des einzelnen Familiengliedes, soweit sie.bekannt Mworden sind, urrd nennen arrch die Begräbnisstätten. Bedeutende Fürsten sind aus- sührlicher behandelt. Ein Vorzug sind .die Nachnchten über Mtur- liche Kinder und ihre Schicksale, die man sonst rn genealogischen Werken seltener zu finden pflegt. Illustriert wird der Bemd durch prachtvolle Wappenbafeln von der Hano U b bel o hde s und r. <!_ cmiA-_ ^x. n mtS Sii»3 f»?! rlrtfln
toter ^lU'UJIlWUl. ^ywuuiun Asvtv wwv "F ' ’ , rr .-x_
einer farbigen Wiedergabe des brabantifchm rmd des ^hessiwM Löwen aus'dem Titelblatt von dernselben Meisternder vas Buch auch durch! Leisten und Vignetten.geschmückt hat. Me vorzügliche übrige Ausstattung ivird im Verein mit diesen^ kürntlerifchen Beigaben auch bent verwöhnten Bibliophilen Befriedigung gewahren, und man Muß dem Historis.chsen Verein Anerkennung zollen, daß er trotz des Krieges ein in jeder Beziehung so hervorragendes Werk Hera nsgebvacht hat. E.
— „Als englischer Missionar von China in die Heimat" von Friedrich Merand (Verlag August Scherl G m. b. H. Berlin, Preis 1,25 Mk. einschließlich Teuenmgszu- schlag). Tie tollkühne Flucht eines deutschen Ingenieurs!
— Das Maihest von „Deutschlands Erneuerung", der politischen Monatsschrist (I. F. Lehmanns Verlag, München: Preis für das 'Einzelnst 1,80 Mk.) bringt aus der Feder des Geschichltsforschers Geheinrrat Professor Tr. .Schäfer emü umfassende Arbeit über die „Neugestaltung des Ostens", an me sich eine zum erstenmal veröffentlichte Denkschrift aufchstreßt, welche bereits im Jahre 1915 entstanden ist. Aus dem weiteren Inhalte des Hutes sei erwähnt, daß der originelle Deuker Franz Haiser über Tie große und die kleine Liebe" philosophiert: Professor Dr. Freiherr v Liebig schreibt sehr geistreich und beherzigenswert über organisch gesundes und künstliches ^.Wachstum", wobei er mannigfache Gebiete in Kunst und Politik streift, schulrat Dr. Rohineder -erhebt wvhlbegründete Ansprüche auf „Oesterrerchisktje Grenzsichernngen gegen Italien." Carl Christian Bry weist m uein Aufsatz „Die Büchersabrik" auf die großen Gefahren „hm. die unserem ganzen geistigen Leben, Schsrifttnm wie ^ Schristste.lern, ans dem rein geschäfts- und fabrikmäßigen Betriebe bestimmter — T i e W e l t b ü h n e, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, heransgegeben von Sregsned Jacobsohn, enthält in der Nummer 22: Notizbuch von Germa- nicns Reimar Hobüing, von Johannes Fischart: Tragik dev Sprache, von Hans Natonek; Das Plychostenogramm, von Rudolf Kurtz; Eine Arbeiterdramaturgie, von Fritz wroov: Ergebnisse, von Alfred Grünewald: Emrsia Galotti, von Wfred pvl- aar; Im Käfig, von Theobald Tiger; Allerlei, von Wfons Gold- schmidt; Antworten.
Gleichung.
u —pi -|- c -•}- ä -f- e -f- V, f = x a Siugstimme, b Spielkarte, c deutsch-russische Stadt, d Waffe s Fürwort, 4 weiblicher Vorname. x militärischer Titel.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Vexierbildes m voriger Nummer:
Bild von der linken unteren Ecke betrachten. Kopf zivischen den Knien des Offiziers.
SchrisUeitung: W. M-y-r. - Zwillmg-ruxddmck d-r „SKI''««. W.w.-Buch- w>d St-i»dr,.ck---i. «. La»,-. Dirken.


