Ausgabe 
20.4.1918
 
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Es dürstete Wt nach Mldmrg- ^ ^ .

Er hatte nur Kr oft von den protzenhafkm EmporWmnrMigLN' aÄesen die sich in ihrem rr-eueu Reichtum verstaudmsÜos breit- St hatten.ohne sich um die Vervoflch.mnnmrg ihres Geistes »n kümmern, ohne danach getrachtet zu haben, , it-cC> auch Mistig in die höhere Sphäre des Westens emporzuschwmgen.

Anch zuletzt Las er in der Zeitung eine beißende Satire von solch einem Wann, der sich eine PvachwAe Villa rm GrunewaL KusaminenMhcmrstert hatte eine Villa, ine mrt QeldruckeN Mschmückt war und der die Mbliothek fehlte! .

Er empfand einen tiefen Widerstmllen gegen enie derartig Unbildung. Aber er wollte ein Beispiel geben. In ferner Wohrrung mußte ein ganz besonderes Bibliothekzimmer emgenrytÄ werden.

Und so geschah es. Das Eckzimmer wurde MM ^Bücherzimmer eingerichtet. Bier große Bücherschränre standmi an den^ Wauden,

bereit, mir die Bücher fehlten. .

Da ging er in eine Buchhandlung hinein.

Es war nicht m oft vorgeLmimen m semüm Wen.

, Ich möchte mir eine Bibliothek ernrrchten, sagte er gela,sen.

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B . ich brauche achtündvierzig Meter Bücher. Acker Mbnnoeru ' Ter Buchhändler roar in eine Weine Verlegenheit, geraten.

AclKundvierzig Meter?" fragte er staunend.Sie verzerhen ^ Herr . . . aber ich verstehe nicht ganz. ,

Mer das ist doch sehr einfach! M.h-be vier Bücherschrank bianerr lassen m vier Etagen je drei Meter . . . das such tm ganzen achturidvierzig Dieter. . . sovielBücher brauche ich.

Sie wurden ihm geliefert. In Leder und Lernen.

Der Maikäfer.

Mit dem jungen Laub der Baume erscheint alljährlich muh bet Maikäfer und beschließt schon nach etwa 1 Vs Buchen fern sthwärmendes Dasein, nachdem das Weibchen'>rch,zuvor^stuwr Emc entledigt hat. Es verbirgt dre^ben, m der feuchten, wMNWii Erde, etwa 1080 Kusanmien m eurer mastigen 2 kann Ehmen, drß der Ms« nwhrece solch« LegchAlm aussucht, da die Zahl der abgesetzten Gier, für gedes Welchen 60-BO beträgt. Egen den Hochsommer en 1 ;techausd«nE die Bane »>r d» Ewrita«, «*_

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Boden der Wiesen und Aecker, mrt nnersäErcher Gier die Wur- whi der jungen Halme 'zerstövend rurd verzehrend und, wohl ganze irrten vernichtend, bis im Bause des dritten Wahres un Sommer sich der Engerling tiefer vergräbt und verpuppt. A^ser Hülle liegt der Käser nun schlafend da, Berne und Jnhleranden Leib gezogen die Freßu-erkzenge in lmfcdttger Ruhe, die indes nicht lanM währt; denn nach einer voAkommenen stchhe von etwa 8 Wocherr beginnt der erwachte Käser nach und nach ans Tages­licht emporMsteigen. Anfangs noch blercl>, nimmt « bald ieme eigentliche Färbung an, drincft iimmer werter rrach oben .und beainnt endlich im April oder Mar feine schnurrende Aussahrt. gf?ft Ä H -uv!n- 3ofr«.

Schwärme von Mcukäfern erzen gen. Eigentümlich ist, der Um­stand, daß die Engerlinge M ihrer Entwicklung nicht überall dre

§ lei che Zeit bedürfen, penn wahrend dieselbe für Nord- und ltitchldeutschland 4 Jahre, für Ostprecrßen sogar 5 ^ahre b«ragt. beschränkt sie sich in Süddeutschlcmd, iN der Schwerz und m Fmnk- reich auf 3 Jahre. Der große Schaden, den der fertiM Kas« sowohl, als auch der Engerling yor 5070 Zähren m Feld, und Wald angerichitet haben und lvovon wir uns heute aus eigner Anschauung keinen Begriff mehr machen können, , hat zu emem allgemeinen Vernichtungskrieg Mgen , diesen Schädling geMhrt. So wurde z. B. in dem starken Flugjahr 1864 rm Bereiche des landwirtschMichen Vereins der Provinz Sachsen die aktenmaßig be­legte Menge von 30 000 Zentnern von Maikäfern zusimrmen- gebracht, die in heißem Wasser getötet und mit Kalk und Erd« geschichtet zu Kvmposthaufen verarbeitet wurden. Dieser Feldzug hat entschieden gewirkt und gezeigt, was gemeinsames Vorgehen in dieser Beziehung Kr erreichen vermag. So führt man seil einigen Jahren schon einen ähnlichen Kamps Mgen die furchtbare Raupenplage des Goldafters im Berliner Tiergarten, ohne indes bis jetzt einen rechten Esolg erzielen zu können. So sollte auch bei Ulis jeder Gartenbesitzer stets ein Auge haben auf das Ungeziefer, damit es rechtzeitig und wirksam bekämpft wird.

Büchertisch.

Hessisches Sagenbuch vvn Emil Schneider, N. G. El wertst"che Verlagsbuchhandlung (G. Braun) Marburg. Pr. bwsch. 2 Mark. Tie 3., vermehrte Und erweiterte Auflage des beliebten Sagenbüchleins ist soeben erschienen, wiederum reich aus^

gestattet mit den vortrefflichen ZerchrümmM von O. Ubbelohd^ Es eriibrigt sich, auf den bekannten Z'nhalt des MerkeS näh«^ zugehen, nur sovick sei wieder gesagt, daß selten m so geschickt^ Weise Sagen aus Geschichte, Mythos um BolkÄnuud stammMh zufanimengetragen sind. In der BolkssaM prägt sich ber Volks- charakter aus, rnrd was der Verfasser hier von unserem Heffenlnnd« zu sagen iveiß, die Art, wie er die überlieferten Lxigen anordM Und wiedergibt kann als vorbildlich bezeichnet werden.

Die erst« ausführliche Ueb ersichtskarte dsr Ukraine liegt in einem schönen, 80:110 Zentuneter großen Blatte Jwr und zeigt, tvelch geloaltiges Gebiet die junge RepubM umfaßt. Das riber die zum Teil -noäjj stricht ganz seststehendKy Grenzen des neuen Staates hinausgreifende Blatt 'enthärt daS ßanze Gelände zwifchjen WarscAuDsostau dern Kaspischen irtw Schwarzen MeereVarnaSofia m sehr reicher Bescyriftnng, die namentlich die EiMbahnstatsonen hefonders berüchrchttgt mw Aw gaberr über die Standorte der Kohlenbwgstoe rke, ^Eijenerzberg^

neuen Grenzen nach dem Frieden von Brest-LitowÄk auch schoß eingetragen. (Verlag G. Freytag und Berndt, Wien ^ II., ^'jptten^

'^Goldene Worte Hindenburgs. Aussprüche.mL KnndgebnnMn nebst eurem Lebensbilde des Feldherrn von VrcM Ottmann, Verlag Ernst Busse, Berlin. Preis kart. 1 ML.

Gietzener Hausfrauen-Verein.

Kochanweisungrn. '

Kerbelsuppe. Man Locht geschälte, geschnittene Ka^ tofseln in Salzwasser ob oder nimmt Kartoffelreste, die durch die Pivesse gedrückt oder ans'dem Reibeisen gerieben wer^n müst sen. Diese Masse wird sehr vorsichtig, damit es keine Klumpes gibt, unter fortgesetztem Rühren mit leicht gesalrenem Wasser, eoeü Brühe gekocht. Tann gibt man beliebig viel seMMhacktes frisch« Kerbelkraut dazu, läßt es einmal mit auffochm, schmeckt^ nach Salz ab und richtet in erwärmter Terrine an. Gerüstete Weitz^ bvotwürsel sind eine sehr gute ZugabeKU der Suppe. ,

Meerrettichkartoffelil. Man kocht Mirtosflun m bet Schale, gießt sie ab lind schneidet sie in Scheiben. Tann reibt man ein Stück Meerrettich macht von Mehl in Fett eure hellgelb«! Embremre. die man mit heißenr Wasser, Knschpnbrül« oder Brüh« aus einem gelösten Brühwürfel vermocht und fügt Las; und Mrwbenen Meerrettich dazcc. Dann läßt man die Sotze, er flüchtig anffochisn, so daß die Schärfe des dÄseesettichs sich verkocht- Mcn werden die KarbrffeLn rn der Tmrke umgeschwenr

verdibEr.

Kaninchenkkopse. Gehacktes Kmmtchensleisch wird nM gehackter, in etwas Fett geschmorter Zwiebel, salz. Pfeffer, MM tveichtem, altbackenenr Weißbrot oder geriebene« rohen oder ge-, kochten Kartoffeln vermischt, so daß ein Teig «rtsteht, der, gut hält. Aus diesem Teig formt marr Klopse, die man nach Pelieoerß entweder in siedendein Ärlzwasser gar kochen oder ans der Pfanne aus 'beiden Steinen braten kann. Wenn ncan sie kocht, sv be-> reitet mau vorr Mehl und einer Spur Mriebener Zroiebel in Fett errre Helle Einbrenne, verkocht sie mit etwaS von dem Kdchtz Wasser der Klopse zu einer Tunke mrd würzt mit Effig, Zuckerl und Salz nach Geschmack.

Kartvffeleier mit Rhabarbermus. Man bered, tet einen festen, nicht bröckelnden Teig ^aus kalten, geriebenen Kar». tofseln und Grieß, einem Gr, etwas iZucker, Mandel- oder BanilLss Esserrz. Daraus formt man Klöße in Eiform mrd kocht sie ini Salzwasser gar. Aus runder Schüssel mit dick eingekochtem, pH Gelatine gesteiftem Rhabarbermus anrichten. g

Magisches Quadrat. *

1. Gespinst

s. Musikstück.

3. Berg in der Schweiz.

4. Charakterzug.

In die Felder vorstehenden Quadrats sind die Buchstabe« AA, v, EE, GG, IIII, NN, RER derart einzutragen, daß die vi^ wagerechten Reihen gleichlautend mit den vier senkrechten sind und Wörter von der beigefligten Bedeutung ergeben.

Auflösung des Mtsels in voriger Nummer r Zeichnet Kriegsanleihe.

Schrrstlültuna: W. Meyer. ZwillingSrnnddruck der BrLbl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.