akk tu einer oder tu KmS Arvtzm SchaLrWen. sondern jrdeö in einem ganz Kernen Bvvl, auf dessen hirtterster Bank der
E o aufrecht und ernst starch, als rudere er einen Toten zum . Und ein Boot nach dem andern legte an, und einer nach ndern enterte die Fallveptrepp« hinaus, di« Matrosen und die Stewards, und die Bootsleute urrd die OfstziLr-e. Und keiner war nun ein böser Kater mit gesträubtem Fell und 'reiner Hütte heute Noch den K)pf in den Trichter gesteckt. Sie waren ruhige, behWige Leute und m ihrem Gang und ihren Bsosgurrgen war etwas gewissermaßen Staatserhaltendes, das früher dort nicht' zu entdecken gewesen war ....
Zuletzt kam der Zweite an Bord. Er hatte irgendwo seinen Hut ringebüßt, und sein brandrotes Haar über den schlohweisen Augenbrauen stand lästerlich in die Höhe. Den alten Kapitän grüßte er stcimm und versonnen, wenn nicht müde.
Ter Alte aber sah es rmd sagtu nur kopfschitttelnd und lang- kam und in leiser Trauer: „Herr Pafsort . . . Herr Pafsort .
Und sie fuhren nach Ecuador hinauf und nach Zentral und packten ihre Revolutivnsgrana teu aus. Und fuhren tvieder zurück nach Europa mit Kaffee und Kakao und Salpeter und Gott weiß was.
Und dann kam es so weit, daß die große Frau Europa den eigenen Leib sich aufriß und ihre eigenen Kinder würgte in unbegreiflichem Wüten.
Und da schlafen sie mm alle schon ziemlich Lange den großen Schlaf. Bei Hirshals schlafen sie oben und bei den FalNcmdS und bei Toner, wo das Wasser noch salziger ist.
Und da sipt nmr das Leben und kann sie nicht wieder fmdnr. „Ach, meme Kinder alle," schluchzt die große Menschen-, AMtter. . , ,Mh, meine schönen, frohen Kinder . . .
VevsnZschte».
* Der älteste deutsche Handelshvf in Rußland. Die Umgestaltung der Verhältnisse im Osten und die Erörterung brr östlichen Kriegsziele hat auch das Interesse an der Geschichte deS Deutschtums in Rußland wieder besonders rege aufleben lassen. Merkwürdigerweise wird diese Geschichte säst stets mit der Eroberung Und Kolonisierung der Ostseep-rovinzen begonnen, während sie ln Wirklichkeit viel weiter zurirckreickste, insofern sie nämlich deutschrussische Handelsbeziehungen betrifft. Bon großem Interesse ist ». B. die nur wenig bekannte Geschichte des wahrscheinlich ältesten deutschen Handelshoses in Rußland, die Tr. Kl. Löffler in der Zeitschrift Niedersachsen in Erinnerung bringt. Tie deutschen Handelsbeziehungen zu Rußland in der ältesten Zeit waren hauptsächlich an den Namen Nowgorod geknüpft. Es handelt sich Um Groß-Nowgowd, das am Ausfluß des Wvlchow aus dem Zlmensee, ungefähr 170 Kilometer südlich von Petersburg gelegen D. Während Nowgorod heute eine verhältnismäßig unbedeutende russische Gouveruementsstadt ist, konnte es seinerzeit mit Recht bm Ruhm für sich in Anspruch nehmen, nicht nur die größte,
K auch die reichste und schönste Stadt Rlrßlands zu sein, der Begründer des russischen Reiches im 9. Jahrhundert, h tn Noivgorod nieder, und hier verblieb die Residenz, bis erst Ruriks Nachfolger Oleg sie nach Kiew verlegte. Ihre besondere Bedeutung hatten sowohl Nowgorod wie Kiew tvegen ihrer ausgezeichneten Lage an der sog. „großen Wasserstraße" Krischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer. In seiner Glanze »eit verfügte Nowgorod, das eilt starkes Reich für sich darstellte. Aber ein ziemlich umfangreiches Gebiet und ein bedeutendes Heer. Seine Stellung war dadurch gekennzeichnet, daß eines der am häufigsten gebrauchten Sprichwörter lautete: „Wer kann wider Gott und Groß-Nowgvrod?" Zu Beginn des 12. Jahrhunderts haben die deutschen Handelsfahrt-en nach Nowgorod Angesetzt und W Ende dieses Jahrhunderts stand dort bereits der deutsche Hof, nach der dem httligen Petrus geweihten Kirche Peter Hof ge» Nannt. Deutsche Kaufleute von Misby, in der Hauptsache Westfalen,
e khn gegründet. Tie Hauptbeteiligten an diesem Hcmdels» iren Kaufleute von Wisby, Lübeck, Soest nm> Dortmund, rod galt damals als der Handelsmittelpunkt von Ländern mit großen Rohstoffschätzen. Da es dort keine eigene größere Hand-, Merkliche oder industrielle Tätigkeit gab, konnten die deutschen Mmfleute Rußland mit Leinwand, Pergament, Bier, Wein und den verschiedensten Jndustrieartikeln versorgen. Dabei spielte der Peterhof die Rolle einer beherrschenden deutschen Nicherlassung, f§ war der hauptsächlichste Stapel- und Uebergamgsplatz. Ein be- wnderes Recht wurde diesem Handelshof verliehen und in eigenen Tchatuten niedergelegt, die nach einem nordischen Wort „Skra" genannt wurden, waS als Tätigkeitswort „schreiben", als HaujN» Mort „Aufzeichnung" bedeutet. Die älteste dieser Aufzeichnung« gehört zum Besitz des Lübecker Stadtarchivs, eS ist em einzelnes Wergamentblatt, das ans den 60er Jahren deS 12. Jahrhunderts stammt. Der Peterhof umfaßte einen großen, mit Holzplanken um» «Lunten Platz, und innerhalb dieser Einfriedigung standen die Mzernen Banden, , Mieten" genmurt: MrkcrujMlllen, Wohnungen, Buden, Krankenhaus, BrauAus, Backstube, und Mahlstube. Hier begegneten sich die Kaufleute ans wenigstens 30 deutschen Städten, das tanz« kleine Reich war in vier Quartiere eingeteilt, nämlich da»
ächsifche, das wesMifche, das livländische und daN weMsche. Oben ier Richter, Bvrjteher und offtzicller Vertreter war der Äeltermarch !>es Hofes, dem vier beratende Meister und zwei Aelterleute zm, Seite standen, welche die Finanzen verwalteten, für die Arck rechter Haltung der Statuten sorgten und die Mieten, die Ab, gaben, die GeldstrafM erhoben. Ein Priester waltete des Amtet und half außerdem den Kaufleuten als offizieller Schreiber. Ter Handel des Peterhofes wurde mehrmals durch russische Will«, kür unterbrochen, nach einiger Zeit konnte er aber immer wieder in großem Umfang neu ausgenommen werden. Ein Ende bereitst!» ihm die Bezwingung Nowgorods durch Iwan III. im Jahre 1478. Zwar bestand der Peterhof eine Zeitlang noch in ziemlich eingeengtem Maßstabe weiter, aber mit seiner oedeittenden Wird, mmAeit war es vorbei, und im Jahre 1494 ließ Iwan III. bau Peberhof liberfallen >und die 49 Anwesenden ins Gefängnis werfen. Die hierbei geraubten Waren stellten einen Gesamtwert von uw gefähr 432 000 Mark dar. Die gefangenen Kaufleute stammten aus Lübeck, Dorpat, Reval, Dortmund, Duisburg, Hamburg und noch mehreren anderen deutschen Städten. Erst 1496 und 1497 wurden sie auf Fürsprache des Großfürsten von Litauen wiedep entlassen, bis aus vier, über deren Los nichts mehr bekannt ge^ worden ist. Mit der endgültigen Abschaffung des Peterhoses hat Nowgorod dann ziemlich schnell seine Bedeutung als. Zentral* Handelsplatz verloren.
Büch erlisch.
— R aufs eisen, Herkules, Akademisches Lust», wäldlein. Mit Einleitung und ydachweisen hevanSgogeben durch Arthur Kopp. Dieterich'fche Verlagsbuchhandlung m. b. D. t» Leipzig. Geh. 2.50, geb. 3.50 Mark. — Regsten Antell an der schöpferischen tzmd ausübenden Liedkunst haben von jeher die Stildeulen genommen, und heute noch wächst dem deutschen Lied« alljährlich eine schätzbare Vermehrung aus Studentenkreisen zu. In dem hier neu .aufgelegten Akademischen Lustwäldlern deS rätselhaften Herkules Raufseisen bietet der auf dem Gebiete de« Geschichte der Studsntsngesanges anerkannt wohlbeniandert«, Anfang Januar dieses Jahres in Lübeck verstorbene ehemalige Mav, öurger Universitätspnofessor und Oberbiblivthekar Dr. Arthur Kopp ein weit über die akademischst Kreise hinausreichpndes Erzeugnis des absteröendM Pennalismus in der Uebergangszeit zum heutigen Studententum, das ivoch von Hoffmann von Fallersleben vielfach beachtet imb bemttzi wurde, seither aber für verschollen galt.
— „T ie Wetterstädter". Ein Bierteljahrlausend deutschen Bauernstammes, Roman von Paul Burg, Verlag von Pauk Lift-Leipzig. Broschiert 4.80 Mark, gebunden 6 Mark. — Ta- kraftvolle urdeutsche Buch eines Dichters. Das Werk führt d« Leser von Geschlecht zu Geschlecht eines aufrechten markig«! Bauernstammes, der zäh und hart um die Erhaltmrg und Mehrung seines Eigens und seiner Wesensart ringt. Ein Vollsstamm mu Erster Liebe zur Scholle, 250 Jahre deutscher Geschichte in ihrer Wirkung auf ein kerniges Bauerngeschlecht sind hier spannend ge- schWert. Ter Roman paßt trefflich in imsere Zeit.
—• „Meine Laute undi ch", von ElsaLauraFreiifl v. Wolzogen. Deutsche Vereins-Druckerei und BerlagSanstalt Graz, Radetzky straße 15/17, und Leipzig, Talstraße, Theodor Thomas. Ladenpreis 3 Kr. 60 Hl. (Mk. 3,—), mit Zusendung 4 Kr, (Mk. 3,30). — Frau Elsa Laura, dl« tn ihrer Kindheit durch die verschiedensten Vertreter die Welt kennen lernte, zog in diese
S plaudert von dem, waS sie erlebt, erfahren und errungen hat, rnterhaltsam, frohlaunig, meist mitunter traurig oder zornig! .. jeder Leser irgendein Erlebnis „getrost nach Hause tragen" kamt. — Die Schau bühne, Wochenschrift für Politik, 5kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfrred Jacobsohn, enthält m der Nummer 8 ihres vierzehnten Jahrgangs: Wahn und Wille tum GerwamcuS: Hellmut von Gerlach von Johannes Fischart: Z« diesem Krieg, von Pindar; Der siebente Kanzler, von Helnntth Z-uenka; Warnung von Meyrink, von Rudolf Kurtz: Ern auSg» storbenes Rollenfach, von Anton Kuh: Burgthsaler, von Alfvck» Polgar: Malers Daggesang, von Ludtvig MeÜmer: ZS fälsch« stets . . von Gregors Merle: Krflvoy Mg, von Loro-ry».: Aatz« wort«. i
Logogriph.
Mit { in Sturm und Wogenbrau»
Da fühlt er sich zu HanS.
Mit t steht sie gar würdig auS Und emsig schafft sie im Hau».
(Auflösung in nächster Nummer.1
Auslösung deS Rösselsprung» in voriger Numme«. Herbstfäden l
Nun spinnt da» Märchen in blauer Luft,
Silberne Härchen, ob Wald und Klukt.
Schweigende Felder, schlumnrerndeS Land, Sterbende Wälder im Scharlachgewand.
(Lohmey«^
Schritzleitung: W. Meyer. — Zwillmg»runddruck der Brüh l'Zchen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Bietzen.


