Ausgabe 
2.3.1918
 
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tateöer, Log dwe Zigarette che sie in cmer Umständlich- Brand imb meinte dümr, sich Hn der Verlegenheit

-^^vr^M^gM,ich habe Sie hier erwartet, Kapt'n vongford/1

Erw ^ .. «ttvartet^

- "Nun ja, ich habe den AjnftrW- Gle W ernpfangew Bsindon erwartet Sie!" ^ ^

Ein Lächeln umspielte die Lippen des Hauptnranns.

: Maim war entweder ein Detektiv oder ein Spion, vwl- ft auch nur ein neugieriger Herr von der Presse, womög- alles zusammen in einer Person London erwartet wich, sagen Sre?A .

icncb, dem Hanptmann der Ottawa-Wisicrere, der aus dc^ veutscherc Gefangenschaft entfloh^ , ^

Wieder lächelte der junge Offtzrer, -- es ,war iAver zu Unterscheiden, ob geschmeichelt oder verächtlich.Ich war

noch nie in London..." . r

Ich weiß Bescheid," unterbrach rhu der cuckere erd-

fertig.Sie haben früher auf Ihrer 'Farm ber Ottawa gelebt, traten dann, als der Krieg ausbrach- wieder ber gSrem Regiment ein, sind zuerst nach Liverpool, dann nach Frankreich verschifft worden, erhielten rm Mandrescherr Gliben einen Schuß in den Unterschenkel. Ms Sie ausder Ohmnacht erwachten, lagen Sie in einem deutschen Feld­lazarett. Ihr Regiment war teils zusammeirgeichAsen, tetts von den Deutschen gefangen, und vor etwa achtDagen sind Sie ncüh Holland geflohen, wo Sie in Rvl.ttrdam ber unserm Konsul rührende Aufnahme fanden. Weiß ich» mcht

gcmÄ gut B^cheid?" 1 w ..

Longford runzelte die Stirn.Gs schernt allerdrngs ßo, als ob Sie Bescheid wüßten. Darf ich fragen, wodurch Ihnen die Möglichkeit ward, in mernerr Erlebnissen wre rn vmern Buche zu Plättern?" Der Mann begann rhm etwas

^Atte^ey^zo^eine Nummer des AmsterdamerTele-

sraas" aus der Dasche. __ ..

Ich erzähle Ihnen nur, was Sie selbst vorgestern AmsterdamerDelegraas" veröffentlichen.' - Die Augen des Haupttuanns bückten hart und finster. h habe in meinem Leben nicht eine Zeile inrDelegraas

^sfentlicht." . . ^

Nun," versetzte der Journalist, rmmer noch rm Tone der Ueberlegenheit, vielleicht haben Sie ernem Mrtarberter der Zeitung einiges erzählt?"

Ich kamr mich auch mcht outsrmren, \t eint Unter- «düng mit einem Mitarbeiter des Blattes gehabt zu haben, abgeseherr vielleicht von einer kurzen Begegnung, von der ich Ihnen auch Mitteilung machen will. Gelegenttrch eines Besuchs, den ich vor ein paar Dagen im brrtrschen Konsulat machte, stellte mir Konsul Humphrey auch erneu widerlichen Burschen vor, der vorgab, Mrtarberter des Delegraas" zu fern. Ick hörte ihn, dann erklärte ich rhm rundweg: MÄn Herr, ich bedauere sehr- rch rerse dieser Tage nach London; ich habe Grunde, Einzelheiten, ans weinen Erlebnissen vorerst nicht preiszugeben." ^

Ich verstehe," unterbrach Atterley>.Sie wollten m London ihre Feldzugserinnerungen niederschreiben Und dafür einen Verleger suchen,

Sie verstehen gar nichts!" brauste der Offizier mrs. .Lassen Sie mich gefälligst ausrederr! Darauf versuchte der Hsrr, also ein Kollege von Ihnen, das Nötige aus mrr herauszuprefsen, indem er sagte: Sie brauchen gar nichts zu erzählen. Ich schreibe eben so. Darauf verließ ich das Zimmer. Folglich kann das Blatt keine Urtterredung mit

^ Der Journalist war unter den scharfen Worten heftig zusammengezuckt. Er blinzelte nervös, wie jemand, der an­haltend in üre Sonne gesehen, zog aber nochmals das hollän­dische Blatt hervor und stammelte:

Aber, Kapt'rr, nehmen Sie doch Vernunft an. . . ich weiß gar nicht . . . ich wolltt Sie gewiß nicht im ent­ferntesten verl^en. . . Hier steht doch wirklich. . .

Langford hörte nur mit halb« Aufmerksamkett zu. Ihr Benehmen kommt mir im höchster Grade merkwürdig vor. Sie scheinen ein Spion zu sein, der die Offiziere, dre von der Front kommen, ausKchorchen versucht."

Und ehe Atters es Verbindern konnte, war er aufge-

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ftmttcQen und hatte die Notleine gezogerr. Dann riß er ftinaE

dock einmal sehen, ob Sie sich über Ihre Person auSKiweiseNl imstande sind." , r _

Währenddessen hatte die Maschine scharf gebremst. MV Zugführer trat heran. ^

Schaffner!" rief ihm der Haupttnann zu,kourmeu Sw hereiir und nehmen Sie diesen Herrn in Verwahrung! Ich will nicht geradezu behaupten, daß er ein Spion rst-aber sein Verhalten komntt mir nicht ganz geheuer vor. Wann

halten wir demnächst wieder an?" ,

Wir werden in zehn Mrmtten m Chelrnsford eitt*

fahren."

Es ist gut! Dort iverden wir weiter sehen!"

Der Zeitungsmann ergabt sich in fern Schicksal UnN folgte schweigend dem Zugführer. Tie Maschine zog wieder mr, uiid alsbald flog der Zug mit verdoppelter Geschwindig­keit dem nahen Cheuns ford zu

Als der .Hauptmann allein war, bückte er sich und griff nach dein holländischen Blatt Tatsächlich, da stand eine Unterredung, die er mtt einem Mitarbeiter der Zettung gehabt haben sollte:Der Held, der den Hurmen entrann!' Verächtlich schürzte er die Lippen. Auch sein Bttd hattet sie gebracht. Die Aufnahme zeigte ihn in dem Augenblick, da er aus dein britischen Konsulat heraustrat. Er lachte lautlos in sich hinein. Reklame hatten sie ja nun genug für ihn gemacht.... ^ . ..

Der Zug hielt im Bahithof von Chelmsford. , Longford ging auf den Vorsteher zu und entnahm seine« Brieftasche einige Papiere.

Hier mein Paß. Sie sehen, das Signalement sttnmtt... Augen braun, Haare schwarz, Nase scharf, Mund gewöhnlich,

Barttracht" , _ ..

Mer bitte, bitte," unterbrach ihn der Beamte,womit

kaim ich Ihnen dienen?" _

.Ja, mir ist da eine unangenehme Geschichte widere

fahren. Ich habe" ..

Im selben Augenblick betrat wich der Schaffner mtt seinem Gefangeiien den Dienstraum. Er erstattete Meldung, und der Bahnhofsvorsteher ersnch'te Mterley, sich über sein« Person anszuweisen. Ohne zu zögern, legte dieser firnen Paß vor. Die Angelegenheit war in bester Ordnung. Er hieß wirklich James Atterley, war verheiratet, Zeitungsbericht­erstatter und wohnte in Paddiugton-Loudon. Der vermeint­liche Spion lachte über das ganze Gesicht. Auch der Hmipb mami lachte jetzt, streckte dem Journalisten beide Hände hin und bat:Seien Sie mir um Himmels willen nrchk böse! Aber schuld ist der gute Konsul Humphrey in Rotter­dam. Er hat mich noch eindringlich vor allen Spionen ge­warnt. Ich bitte tausendmal um Entschuldigung."

Aber keine Ursache," wehrte Mterley bescheiden ab. Ich mag selbst an dem Mißverständnis nicht ganz unschul­dig sein. ^ Die Geschichte gehört jedenfalls zu meinen hetter» sten Erlebnissen!" .

Also, Sie such mrr nicht bche! . ^ t ^

Dann darf ich Sie vielleicht bttten, mrr für den Reg der Fahrt Gesellschaft zu leisten?"

Ich wüßte nichts, was nttr angenehmer wäre."

Und arr dem verwunderten Zugführer vorüber, dem der Offizier ein paar Silberstücke gleichsam als Schwmge- geld in die Haüd drückte, schritten beide auf ihr Mteil zu. Sie nahmen ihre alten Plätze ein und der Haupttnann be­gann das Gespräch:Um eine Gefälligkeit möchte ich Sie gebeten haben: Veröffentlichen Sie die Gefckftchte nicht; das wäre doch außerordentlich peinlich für mich" ,

Sie tan!" widersprach der Zeitungsmann.Das wird Ihren Ruhm noch vergrößern! Lassen Sie mich nur machen!

Sie tun mir zuviel Ehre an. Mich, hat ja mrr de« brave Humphrey in Rotterdam vorsich,ttg g^acht. Uebrigens er faßte sich wie in plötzlicher Erleuchtung an die Sttrni

E phrey scheint dem Arttkel imDelegraas" nicht ganz zu stehen . . . aber freilich, schließlich konnte der che die Einzelheiten nur von ihm haben und ... 4 jetzt fällt's mir wie Schuppen von den Augen . ... <at Humphrey haben Sie sich vermutlich gervendet, um -u er- fahren, wann und mit welchem Schiff ick hier eintteffil Dann sind Sie mir entgegengefahren, um für Ihre Zeitung «me möglichst zugkräfttge Unterhaltung zu erlangen, unü