Samstag, dt» 16 . Stbis«

mmm

WMM%

Die Rächer.

Roman von Herrnann WagneQ

bedrücktes Wogsehen genügte ihn.m, )cch ^i _i)ec|tanD.geit Sturmne SSerfpeeujuurgen nmtbeti gegeben, Hvjfnungen wur­den auf Augen blute rege, um sogleich tvieoer zu gerben. Beteuerungen wurden verlangt und nicht oerwngert Und über alledem hing die zitternde Freude des Vertrauens und Bertrau-endürstns.

Kein Wunsch, der brutal war, kern Wort, das pch nutzt geschämt hätte, deutlich zu werden, so keusch war es, ua.ra.l nur ein vages Sehnen lind eine winzige Hoffnung aus eine ferne und unbestimmte Zukunft, echte zarte Pflanze, dre nur gedeihen konnte, weil zwei sie mit vertrauender Luve

pflegten... , ^ .

Es ist alles so fern," sagte sie.und es war alles so

leis, daß ich es vergessen mußte - - "

Aber es war doch da," erwiderte er,es bestand, und wir glaubten daran."

Damals ..." . o

Ich nahm es mit mir, und es war das Ernztge, das rch hatte, als ich im Gefängnis war. Hub dort, in der gren­zenlosen Einsamkeit, blühte es auf. Aus der schwachen Pflanze, die wir beide gepflegt hatten, wurde erne Blume- die mir entgegen dichtete . . . Keines deiner fydtyen Worte hatte ich vergessen, ich erinnerte mich jedes Blickes, stdes Händedrucks,' jedes stummen und doch verstandenen Ver­sprechens. lind aus alledem wob ich eine Welt zu, am mm, in der ich in Wirklich« lebte... Du standest in dem Mittelpunkt dieser Welt. Ich lebte nicht ackern denn rch hatte dich. Tu. sprachst mit mir und tröstetest nncp und sag­test zu mit: fftzarte. Sei geduldig und warte, lieber teden Tag neigt sich ein Abend, und aus jeder Nacht blüht em Morgen. Auch uns wird ein Morgen blühen, lind etrnnal Lomml die Schunde . . . So habe ich gewartet, Dag ctuj jUta, Woche auf Woche, Monat auf Monat, Jahr auf ^ahr, und es wurde mir gar nicht schwer, denn ich lebte rn etnem festen Glauben, der mich völlig ei »schoß, in den keines der br»»- talen Geräusche hineindrang, die die Weit draußen erfüllten. Ich sah, daß Glcmbenkönnen alles ist. Und tch glaubte. Ms . . . bis ein Ton der Welt draußen doch stark getma war, in m-einbn Glauben einMdringen, der plötzlich ch schreckt nrederbrack tmd entsetzt in sein .verzerrtes SpregelbUd starrte... Da starb ich, der ich ein langsames, lautloses Loben geführt hatte, nun eänLn ebekrso langsamen und laut- losen Tod/Tag auf Dag, Woche Mts Woche, Monat auf Monat, Jahr auf Jahr. ALein Tod tvar endlos. Er war ein Leber:, das keines war -und das dennoch eines fern mußte. . . Ich halbe ratn nur mich, m war mir unbe­

nommen, mich zu betrachten, und ich mußte es auch tun, ob­gleich mir vor mir graute, denn es gab sonst nichts, das tch betrachten konnte... So versenke ich mich in mich. Und aus dem Grauen wurde langsam ein Staunen, und aus dein Staunen wurde ein Glück, denn ich erkannte a-lmäh.ich» daß ich gar nicht tot war Ich entdeckte das Leben meiner Seele, während ich früher nur das Leben meiner Triebe gekannt hatte, die, wenn auch von Gefühlen einer zarten und unbestimmten Sehnsucht um'weht, doch nur Triebe ge­wesen waren . . . Bon dieser S.unde an wurde ich weder glücklich Und es war kein Glück süßer Me ancho ie, sondern hatte eit« sanfte blaue Heiterkeit, jene Heiserkeit, die die Blumen haben dürfen, wer. sie sich ihrer Triebe nicht ve-. mutzt sind Es war die Heiterkeit der Unschuld, dir muh der schuldige Mensch wieder erlangen kann, wenn er über seine Schuld hinauswächst. Ich warf meine Schuld hinter mich und war ihrer ledig Bor mir lag nertes. Land . .. Und von neuem dachte ich jetzt an die Stturde, die konnnsu mußte, eines Tages, gebieterisch und sicher, aber mm dachte ich aus eine andere Art mr sie als zuvor. Ich wollte dich unedel finden. Nrü> ich wolcke dich auch besitzen, mein Hrwz schrie noch nach dir, wenn es auch meine Triebe nicht mehr taten. . . Sie hat geirrt, dachte ich. und sie hat Zeit. das zu erkennen. Eines Tages wird sie es sehen. Eines Tages wird sie schm, daß sie mir etwas schuldig ist, und ihr Ge­wissen wird ihr keine Ruhe lassen, bevor sie sich nicht enb» schlossen hat, es mir zurückz g den Den Glauben «n sie. den sie mir genommen hat, ist sie mir schuldig S^e wird frei« willig kommen und mir sagen: Du, du hast dich nutzt ge- täirsäp. Eine Zeitlang war ich abwesend, war in in der Fremde, in einer Wildnis, in der ich mich »ich! zu.recy.sa.no, aber jetzt bin ich wieder daheim Ich bin wieder die Alte, die du gekannt hast, aber ich bin es nicht blind, sondern be­wußt. Berzeitz mir meinen Irrweg! Ich gehöre wreder duk, mit meiner Seele wieder dir!"

Et schsviog und sah sie an Ihre Augen waren sehr groß geworden und hatten einen tiefen Glanz Sie waren wie forr Spiegel eines Wassers, das keinen Grund hat. Er sah WessSoele in ihren Augenl

Sie griff nach seiner Hand, küßte sie, preßte ihre Lippen darauf und ließ sie auf ihnen liegen.

So verharrten sie eine lange Zeck.

Lrrcie," sagte er weich,jetzt kann ich wieder an dich

glarcken"

Und dock wollte ick, ich Mrs tot."

Rede," forderte er sie leise aus.Em. Wort, ern gutes Wort zur reck.eu Stunde, zündet Helle in uns an und ver­brennt' alles Dunkle und Schwere."

Ein gutes Wort . . ., zrtr rechten Zelt . . . wiederholt« sie tteftranrig.

Glaubst du nicht daran?"

Ich, --- ich habe es . . . verpatzt.. /'

Er schüttelte den Kops.Du überfchchesr die Ier^, VE du fts nicht kennst. Ich hatte reichlich Gslegenheit, die Zeit