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Treben, ein 18jährig-er Junge, der war mrn der ettchige, der das alte dldelsgr schlecht fottpflanzeit sollt«; «er Web bei der Akutter, als der Krieg ausbrach, erst halte er auch eiittreten rvollen, um' gegen die „Barbaren" $u kämpfen. — Die alte Dame sprach dies Wvrt ohne Haß mit Liner leisen iranischen Färbung. — Und dann war der Feired übernras Land gebrauch inttwer naher war er ge-i Lonn.den, bis man deustDonner der großem Schlacht von St. Quentin gehört habe; und dann noch zwei Tag«, da war «irr« deutsche Ka- valleriepatrouille au.ch hier durchs Dorf geritten. Mit glühenden, Augen hatte er sie heimlich beobachtet, und als sie den Ort ver-- lassen hatte, da war die kleine Bevölkerung des Dorfes zusammen-- getommeu, und der Junge hatte sie bewaffnet mvd eine begeisterte Rede gehalten. Und als dann am Abend wieder feindliche Abteilungen sich näherten, da hatten sie sich in den Hinterhalt gelegt-
g es war verabredet worden, daß auf ein Zeichen, das er geben. z, geschossen würde. Aber im entscheidenden Moment hatte er den Mut gehabt, und er war ganz allein vorgesprungen und wollte sich mit dein Degen auf einen Qfsizier stürzen; der aber hatte die Gefahr rechtzeitig erkannt, den Revolver gezogen und ihn medergeschossen. Girre Viertelstunde später brachten deutsche Husaren
t n ins Schloß, und als der Offizier gesehen hatte, wie jung der eine gewesen war, da hatte er aus dein Garten «inen Buschen roter Rosen geholt und hatte ste aus die Brust des Franktireurs gelegt, und ein paar Tränen hatten in seinen Augen gestanden.
„Seher, Sie." schloß die Tome mit ruhiger, gefaßter Stimme, ^heute sah ich nun. wie Sie dort an dem Grabe standen, iurd Sie trugen dieselbe Uniform wie der, der meinen stillen Schläfer erschossen, rmd auch, Si« warfen Rosen auf sein Grab. Darum Hab' ich Sie liebgewonnen. Ach habe noch niemals zu einem Deutschen gesprochen ; ich habe mir hier meine eigene Welt geschaffen. Hier, )vo ' sich immer das Grab des Jungen sehen kann, wohne ich. Tie anderen Muni« des Schlosses betrete ich nie. Sie zerfallen, auch der Park verwildert, doch dieser Raum, der soll bestehen, solange ich noch Me; hier ist alles wie früher, auf dem Tisch liegen immer zwei .Gedecke, eins ist für ihn, der.da schläft; hier sitze ich und lebe meinen Erinnerungen."
Da wurden Stimmen draußen laut; meine Kameraden kamen an. Tie alte Dame stand auf. „Gehen Sie!" sagte sie drängeitd. ,L>ier dürfen die anderen Sie nicht sehen, sonst kommen sie auch herein. ^Das Sck)loß steht Ihnen zur Verfügung,. aber dies hier, das ist mein Reich, Wer will ich ganz, ganz allein sein nur mit meinen Erinnerungen. Leben Sie wohl und denken Sie später einmÄ «n diese Dämmerstunde in Frankreich!"
Stachetdraht.
dorr Reinhard Wie er.
(Nachdruck verboten.)
Es ritten zweie in Frankreich durch die Nacht. Ter eine, dev sich die Begeisterungsft'Mdigkttt der Jugend durch alle Kriegs- Me hindurch gerettet hatte, ries ganz hingerissen: „Welch wnnder- ubller Mondschein!" Wer der andere, ältere, hob dozierend den Finger, so gut er das (als Infanterist) im Sattel fertig brachte, räuspete sich und sagte: „Tür Monnd ist där Freund d^ Kompagnieführers. Wenn där Monnd leuchtet, sieht dar Kvmpagnis- iührer Olles, was in dem Abschnitt vor seinein Graben vor sich geht . . Und so weiter, und so iveiter. Es wurde daraus nämlich ein langer Bortrag a) über die Wirkung des Mondlichts auf das Gelände, b) über den taktischen Wert dieses BeleuchtungsmtttelS.
Dem anderen aber kam es vor, als nehme einer seine Begeiste» nmg in beide Hände und zerreiße sie langsam und geivissenhaft in kleine Fetzen.
So geht es uns fast immer int Felde mit unfeven Freuden und Ergriffenheiten. Freut sich einer an einem alten Granatloch von! vorigen Jahre, das wie ein übervoller Blumenkorb mit bunten Blüten prangt, so ist gewiß ein anderer nicht, fern, der ihn ungebeten belehrt: „Dieses Granatloch stammt von einem! Fünszehn-Zentimeter-Ausschlag. Tier Schuß muß aus Richtung Höhe 190 gekommen sein . . ." Und dem Vollmondscheinbegeister- ten fehlt nie der Weggenosse mit dem erhobenen Zeigefinger: „Tür Monnd ist där Freund des Kvmpagnieführers . . .
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Tie Kvmmandeirre von Regiment und Abteilung sind beide geschworene Fvemdwörterfemde und haben sich oft über die Ersetzung landläufiger, fremdsprachiger Ausdrücke durch deutsche Wendungen unterhalten. Bei der Besichtigung einer an eine andere Front ver-, setzten Batterie durch den Divisions kommandeur hält dieser die übliche zündende Ansprache, beglückwünschte die Truppe zu ihren Leistungen und ruft ihr zum Schluß ein „Auf Wiedersehen, siebente Batterie!" zu, der in der hergebrachten Weise von der in Parade stehenden Mannschaft mit einem donnernder „Aus Wichersehen, Exzellenz!" beantwortet wird. Mm ist der Regimentskommandeur an der Reihe, seinerseits di« Batterie zu verabschieden. Am Schlüsse
© st Ansprache stockt «r einen Augenblick. „Auf Wiedersehen!"
, er nicht sagen, die Wiederholung wiirde nngewarrdt klingen; „Odieu" geht auch nicht, denn der Genosse seiner Fremdwörterseind-, ßchaft, der AbteÄuugsßomnrandeur, steht hinter ihm und lauert
zlverfeüos schon, ob er den verpönten französischen Gruß anwendM ^UM-Nem, du sollst mich nicht erwisckpen, deutt er blitzschnell und be;chlreßt schvungooll seine Rede: ,/Sp ruf« ich denn der liebem siebenten Batterie ein herzliches „Lebewohl!" zu.
__ „ Llutzen der Mannschaft? Tiefe Still«. Bis auf einmal iiach Af^unden am äußersten linken Flügel «ine dünne, hohe, in Go, süylstönen zitternde Lttmme sich erhebt: „Lebe wohl, Herr Major!"
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, Im Speisewagen saß ich neben einem Holländer, der vom fernen günstigen Mschlüssen in Kriegslieferungen sprach. Er w«!
.and glücklich über die Ergebnisse seiner geschäftlichen Rührrgkett, laß er große Zahlen nannte, in eurem sonderbar gebrochenen Deutsch von femenr neuen Auto, seiner Villa in Amsterdam und von allerhand kaufmännischen Zuknrrftspläne» sprach. ^ Es ivar erstaunlich zu hören, wie dieser Mann das Wort „Krreg" feinschmeckerisch über die Zunge gleiten ließ; für ihn war E durcharrs gleichbedeutend mit „günstige Konjunktur". Er wies Photographien vor: „Hier mein Auto mein Haus, vom Archiv tefteu Zandvovrde erbaut, hier mein Pferde stall — schöne Kriegst mrdenken, nicht wahr?" Auf einmal bemerkte er eirre gerne Ver-, stümmelung an meiner Hand. „O, diese Hand!" stammelte er ent-, setzt, mrt einem ganz leisen Ausichrei. „Das ist eines meiner Kriegs-, arrdenken , sagte ich trocken. Mit einer seltsam rurbeholfenen, beinah, kindlichen Bewegrmg hielt er sich einen Alkgenblick di« Serviert«! krr dre Augen, als könne er solchen Anblick nicht ertragen. Tis Sachs gmg ihm wirklich nahe; er erzählte nichts mehr.
Büchertisch.
— Kristallseelen, Studien über düs aniorganischs Leb«« von Ernst Haeckel. Verlag Alfred Kröner, Leipzig, geh. 4 ML Kristallographie, Mineralogie, Physik, Chemie, Morphologie, Physiologie, Zoologie. BotmrÄ, Psychologie und Matl-enratik reichen sich vereint die Hand in dieser tiefgründigeir Untersuchung des Forschers Haeckel. In das Gebiet der reinen Naturphilosophie gehört das interessante Merk, in dem der Verfasser zu beweisen sucht, daß alle Substanz Leben besitzt, daß alle Tinge beseelt sind: auch schon Goethe stellt« diese These auf. Das Studium der Kristalle soll angeregt werden, Kristallotik, Probiontik, Radiotik und Pshchonatik sollen belebt und die Untersrvchlrngen auf diesen Wissensgebieten durch seine Hinweise, Fingerzeig« und Ergebnisse bereichert werden.
, T Die Schön heit. Verlag der Schänhett, Dresden A 24: Heft 9 des XIV. Bandes eitthält u. a. Tie vier Lebeirsolter, Echo merner Tage, Sein« Mutter, Vom külrUerttchen Tanz, Gedanken über das „Amüsement" von gestern und über die „Geselligkett" von morgen. Von der schwarzen Kimst usw. — Jährlich erscheine» 12 Hefte, Bezugspreis halbjährlich 6 Mark.
— TaS literarische Echo. Halbmonatsschrift für Litera* freunde. (Begründet von Tr. Josef Ettlinger. Herausgegeben von A.r. Ernst Heilbörn.) Verlag: Egon Fleische! L Co., Berlin W 9 Das 2. Februarhest ist soeben mtt folgendein Inhalt erschienen! Friedrich Brie: Disraelis „Tancred"; Richard Rieß: Armin Tc- Wegner: Josef Körner: A. W. Schlegel: Brief an eine Dam«: Kurt Münzer: Schweizer Art und Kunst — Echo der Bühner! Men, Bremen) — Echo der Zeitungen (Engelbert Pernerstvrftr, Wilhelm Busch, Verschiedenes) — Echo der Zettschiften (Di« Grenzboten, Kantstudien, Masken, Di« Schweiz, Das neue Deutsch, land) — Echo des Auslandes (Belgischer Brief, Englischer Brief) — Kurze Anzeigen von Paul Leppiu, W. E. Qestering, Erwtttz H. Rarnalter, Kurt Münzer, Helnrolt, Robert Ziemons, H. Wi. Kerm, HanS Fvcmck, Mfred Mayer, C. Th. Kaempf, Artur Brausewetter — Notizen — Nachrichten — Ter Büchermarkt.
— Die Weltliteratur, Nr. 6: Max Halbe: „Tokio« Sieverings Heimfahrt", „Ter Kämpfer" (Fettig), „Das letzt, Rezept.
ALteilriitsel.
.I-I-I.I.
Tie Buchstaben ▲ A A A, B, D D, E E E, F, I, K, L, N N N N, 0, R R, S, U ordne man so, daß sie nach obigem Muster abgeteilt, Wörter von folgender Bedeutung ergeben: I. arabischer Titel; 2. Verbrechen; 3 Gebirge in Amerika; 4 nordische Götter; 5, Auszeichnung. Wird jeder Trennungsstrich um einen Buch aben nach link, vorgeschoben, also nach untenstehendenl Muster, müssen fünf andere Wörter entstellen, die bedeuten: 1. wichtiges Mineral, 2. menschliches Wesen, 3. Zusammenrottung, 4. Teil des Gesichts, S. Himmelsrichtung.
-I-i.I-t--
(Auflösung in nächster dttnnmer.)
Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger stlumnrer. Fiedler, Gesetz, Elend, Pandur, Dolde, Kunst, Wille. Edle Seelen dulden still.
Schristleitung: W. Meyer. — ZwillingSrunddruck der Brühl'scheu Unio.-Birch- und Stsindrncksrei. R. L
an ge, Gießen.


