Roman von Herrn ann Wagnen.

(Fortsetzung.)

25. Kapitel.

Nahezu zehn Jahre waren Lncie und Reisner mitein- Mrder verbunden, und nnn war die Stmrde gekommen, da

S miteinander abrechneten, das Ergebnis ihrer Ehe zogen.

war -eirve bittere Stunde, nicht nur für Reisner, auch für Lncie, die beide erkannten, daß etwas zerbrach, das nie ganz gewesen, war.

Ich gehe, weil ich dich liebe/' sagte Reisner.Um deine! und um des Kindes willen gehe ich"

Du lügst," antwortete sie ihm haßerfüllt.Nicht um Meinet- und um des Müdes willen gehst du, sondern um deinetwillen, weil dich das Gefängnis schreckt, weil du feig Ast!"

Ihre Verachtung erbitterte ihn.Sage mir: würde es dadurch besser, wenn ich das Gefängnis Vorzüge? Wovon solltet ihr leben?"

Vom Geld eines Menschen, an den du uns verrätst?" Er sank auf einen Stuhl und bedeckte das Gesicht mit Heiden Händen.Du hast recht," stöhnte er,du hast . . Aber kann ich es denn verhindern? Ich kann es t Mir fehlt die Kraft. Ich fürchte mich. Ich fürchte vor dem Gefängnis. . . . Noch einmal? . . . Nein, änn nicht! Mich schüttelt die Angst!"

So warst bn schon immer," sagte sie kalt,feig, grau­sam und undankbar. Du blähtest dich auf und warst doch ein Popanz, der jetzt zerplatzt."

Das sagst du nur?"

Ja, ich."

War ich feig, grausam, undankbar gegen dich?"

Dir glühtest so lange für mich, als du mich wolltest.

ßch

ig und kalt und u, daß ich deine Wege

Mts du mich hattest, wurdest btt gingst andere Wege. . . Meinst nicht joefaitnt habe?"

Warum hast du nicht ein Wort gesprochen," klagte er He mit leiser, tastender Stimme an,ein Wort, ein ein- .es? . . . Weißt du denn, wie sehr ich darauf gewartet , auf dieses eine Wort? . . Dieses ungesprochene Wort es, das zwischen uns stand Ich konnte es nicht sprechen, denn ich war zu tief in deiner Schuld. Aber du! Du mußtest g sprechen! Und du hast es nie getan. Nie. . . Und ich An über diesem nngesprocheuen Wort alt geworden, ent- Muscht und gleichmütig. . . Warum spricht sie es nicht zu vrrr? fragte ich mich "immer wieder. Weil sie nnch nicht lieb hat! antwortete es in mir . . . Das Mnd war dir alles. 8ch war dir nichts. Deshalb trieb es rnich auch fort. Weil «h vergessen wollte, trieb es mich fort, denn es gab ja soviel, w# ich vovAsffen wollte. . . Und doch: du hättest mich

retten können, mit einem Wort, mit einem einzigen guten Wort! Und du hast es nicht getan!"

Ich habe eg nicht getan, weil ich gar nicht wollte, daß btt gerettet würdest. Ich sah deinen Untergang, wie ihn andere sahen, nur deutlrcher und sicherer, weil ich wußte, daß er kommen mußte. Und ich habe mich gefreut."

Du hast dich gefreut. .

Ja," sagte sie ausatmend,und nun ist er da."

Nun ist er da . . . Und gibst mir den letzten Fußtritt/'

Den letzten Fußtritt," rief sie,ja!"

Seine Stimme brach mitten entzwei.Hassest du nnch so sehr?" fragte er.

Sie schüttelte den Kopf.Ich wollte, ich könnte dich hassen. Aber ich kann es nicht. Mein Herz ist zu Stein ge- worden. Du hast es dazu gemacht."

Lucia!" rief er aus.

Ja," beharrte sie und stampfte mit dem Fuß.

Er versuchte einen angstvollen Blick nach ihr hin.Gibt

es gar nichts, Lncie," flüsterte er,gar nichts, das-

Könnte ich es nie wieder... gutmachen?"

Nein..."

Es muß etwas geben... Bedenke boch, daß Lu auch mein Kind ist!"

Es ist mein Kind!"

Du hast es mir genommen..."

Du hast es nie besessen," sagte sie mit kalter Genug­tuung,Gott sei Dank!"

Und es gibt nichts, nichts, nichts..murmelte er.

Sie sah ihn höhnisch und lauernd an, ioie eine Katze, die mit ihren: Opfer spielt.Vielleicht doch, vielleicht doch ... eins ..."

Er erzitterte vor banger Erivartung.Du," bat er. sage es mir, sage es!"

Sie inaß ihn in einer Weise, als schätze sie ihn ab. Geh, geh... ins Gefängnis!" sagte sie langsam und scharf,

Er taumelte.Du,i du willst... ?!"

Ich bin, wie ich! bin," rief sie aus,und du bist, wie du bist! Jetzt habe ich dich in meiner Gewalt. Ich verfüge

über dich. Basta."'

Was willst du tun?" fragte «r atemlos.

. SiiZ zögerte und kostete jede Phase jeder einzelnen Sekunde aus. Dann sagte sie Und berechnete genau den Don und Klang ihrer Worte:Ihm vielleicht folge»:,

wenn-"

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Sie lachte heiser mit» häßlich. rverrn er dich doch ins Gefängnis bringt, ja, nur dann!!"

Er knickte irr den Knieen zusammen.Das Wnntest bu tun ?' stamnielte et.

Das werde ich tun, ja!"

Das könntest du... rvirMch tun

Sie nickte heftig.Ja!"

Warum? Warum