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Kopf, als tucCftc er nie wick^r auf die Erde sehen, :tnd jetzt« sich aus seürsn Thron. Mit brx ganzen gesammelten Kraft, derer: er> fähig nmr, ver-senkte er sich in sich selbst-.Jetzt mutz ich «H zwingen," dachte er,ich mutz ich mutz!"

Und sein Heister, verzweifelter Wille fand einer: letzten, furchte baren LSeg und konnte doch die ganze Furchtbarkeit nicht ermessen; saust wäre er vielleicht zurückgeschvcckt.Ich mutz selber brennen," sprach König Sonne vor sich hin,das must das Rechte sein! Und wenn ich sterbe" er jauchzte fastdann sterbe ich an meinem Sieg!"

Es kam nach seinen Willen. Seine herrliche, stolze Seele wurde Kum Flammenmeer, immer Heller, immer leuchtender, strahlte sie aus ihn: heraus schon färbte sich der Saum des Himmels um König Sonnes Thron rot von ihrem Licht. Da ivar es plötzlich ganz dunkel um ihn. Ein namenloses Entsetzen, faßte ihn, er tastete an seine Äugen, er griff um sich und stand plötzlich, als wäre sein Geist gelähmt, und plötzlich wieder wie im Wirbel von tausend furchtbaren tÄdaukan, die nur einen Ausdruck hattenblind bin ich denn blind?"

Da brauste es von fern heran wie Meeresrauschen, wie lauter Glocken- und. JubelftimMen, da stieg eine jauchtzende Welle der Seligkeit unzähliger Herzen zu ihm empor und küßte seine Hände und seinen Mmrtelsaum:Es ist da es ist da?"Was ist da?" 'Zwischen den Zähnen stieß König Sonne die Frage heraus. Und ein einziger, von jubelnder Erlöstheii beseelter Schrei antwortete ihm:Das Licht!" Er fuhr mit der Hand an den Hals, als drückte ihm eine Faust die Kehle zu, er wanktedas Licht!" Er lachte aus, halb wahnsinnig vor Verzweiflung.das Licht!" ries er das Licht!" die Stimme brach ihmund ich bin blind!" Mit rmftcherer, hastender Bewegung griff er um sich, aus seinen erloschenen Augen strömten die Tränen inr Weinen, das ohne Schluchzen ivar.Mcht einmal eine Waffe nicht ein erbärmliches Messer kam: ich finden, das nrir helfen würde nicht mehr^ blind |u sein!" Jedes Wort knirschte zwischen seinen Zähnen wie eint derOveifelter Much. PWtzlich reißt es ihn hoch:Wer wer gibt euch denn das Licht?" Und ivie «ein Donnerschlag kam die Antwort: ,D>u, König Sonne, du leuchtest ja so warm, so herrlich! O Sonne! Sonne!" Und der Name floß durch den erhellten Himmelsrann; wie eine Woge, die bis in die fernste Ferne verrinnt: Sonne Sonne!"Ich" König Sonne stand ganz still ,stchj!t" Utnd mitten in den unseligen Jammer seiner Seele siel die Erkenntnis hart und klar: So muß es also sein so muß man brennen, daß man selbst nicht mehr steht, um anderen das Licht zu geben. Er strich sich über die Stirn und stützte den Kopf müde in die Hand. Bon unten kam wieder die jubelnde Freude bis zu seinem Mhvon und pries ihn und erhob ihn zur Gottheit des Segens. Er Lauschte, t Da setzte sein Herz mit hartem Schlag ein und bäumte sich vor Schmerzen blind blind jund seine Jugend zerrte an der eisernen Fessel ich bin so stark! ich bin so schön ich will leben leben will ich und sehen ach sehen!König! Sonne!" Wie ein Hauch kam der Name an fein Ohr von einer stimme, hie er Unter tausenden erkannh hätte.Seele Seele!" Er fühlte ihre tveichen Atme um seinen Hals und ihr Gesicht. ihr sützes Gesicht an seinem da vergaß er für eines Augenblicks- Länge all sein Leid und es wurde ganz weit und still in ihm. Und in diese Stille hinein tönte ihre Stinune weich und klingend, Der Weltherrscher schickt mich zu dir, er hat dir verziehen und du sollst heimkehren. Ich muß dich nur auf die Augen küssen, dann sind fte wieder Aar, und wir beide können uns ewig aneinander freuen." ^Seele du süße Seele!" Sein zermarterter Sinn versank in den heiligen Frieder: dieses Namens wie in lauter Duft und Wohltat: Und wurde stavk und gesund davon.Was wird derm nun aus denen hie sich jetzt an meinen: Lichte freuen?" Sie tverden die Freude! mit in ihre Dunkelheit hineinnehmen," arttwortete die Seele still, Sv geht das Licht mit nrir vor: ihnen! Und die Dunkelheit und die Sehnsucht und das Leid bleiben ihnen!" König Sonne senkte das Haupt ganz tief, und plötzlich vernahm er rvieder den jauchzen- den Klang Sonne Sonne!Nein, nein, ich will sie nicht ver­lassen," sagte er hastig und laut. Im näch-sten Augenblick sank er stöhnend aus seinen Thvon:Ich bin so jung, Seele ich möchte so gern glücklich sein und die andern, Seele, Seele, schau hinunter, sind sic auch jung und schör:< ist auch die Liebe bei ihnen !vollen sie auch glücklich sein?" Ta faßte die Seele seine Hand:Ja, sie sind jung und schön sie lieber: sich mit «irrer starken, fruchttragenden Liebe nicht so wie mir und ihr Glück ist eben aufgeblüht durch dich!" König Sorme drückte die Seele an sich und küßte sie und sie hielt ganz still. Dann schob er sie von sich:Geh Seele ich kann nicht fort, ich muß bleiben. Zürnst du mir? O sage, daß du rnir verzeihst, rvenrr ich dich verlasse! Hast dri keine Antwort für mich Seele?" Da legte es sich wie tröstende Hände urn sein Herz, wie der Hauch eines Kusses auf seine Lipperr und auf seine Stirn. Ich liebe dich König Sonne ich liebe dich!"

in meiner Liebs getragen!"Tann, Herr, laß mich König Sonne blerben!"Ja!"-

Ter löntg, der Gewaltige des Lichts, sitzt aus seinem Thron, Und alles Leben alle Wonnen alle Wärme und alle Schön­heit, blühen aus seinen toten Augen. Er sitzt unwandelbar in seiner Majestät, und alles Geschehen wandert in seinem Bannkreis und sehnt sich in seine Nähe, bis es dereinst in seinem Glarrze untergeht.

Büchertisch.

Die Schaubühne, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegebkn von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Mummvr 6 ihres' vierzehnten Jahrgangs; Grundsätze oder Ziele? von Germanieus; Das Wörterbuch, von Cnrtrus; Ernst Graf zu Reventlow, von Johannes Fi schart; Vorschlag, von Gregors Werte; Die Hermannsschlacht, von S. I.; Tier neue Mplnar, von Alfred Polgar; In entern urchekannten W in kel, von Fritz Reck-MalleczewKr; Weltstreik? von Lorarius; Autworten.

Meßerrer Hausfrauen-Verer«.

Kochanw ei jungen.

Mer einen kleinen Vorrat Bohnen bar, den: sei ßolgendeZ Rezept empfohlen:

- Bohne n -orte. IM Gramm tveiße Bv'hnen weicht man über Nacht ein,^Zocht sie dann weich und schüttet die Brühe ab. die man als Suppe verwenden kann. Tann treibt man di« Bohnen erkaltet (am besten am sagenden Tag) durch die Hach, nraschü«. IM Gramin Zucker werden mit 2 Eigelb schaumig ge­rührt, mit 8 gerieben m MandÄn oder Mffser:, etwas abgerie, bener Zitrionenschale oder Vanille, 3 /± Päckchen Backpulver, den Bohnen vermischt, das zu Schnee geschlagene Eiweiß darunter ge- geben und 3/ 4 Stunden gebacken.

. Kölner-Schnitz tl Weißkohl wird tveich gekocht, an: basten :n der Kochkiste, auf ein Sieb gegeben, damit alle Flüssigkeit ab- läust, nnd dmm durch die Röaschine getrieben. Ter Menge des Koh­les entsprechend röstet :nan einige Löffel Mehl in der Pfanne trocken selb (darf nicht anbrenn-en) rührt alles rmt ellvas.Salz zu.eines festen bidndigen Masse, formt SckMitzel und bäckt sie in Fett. Es können auch geriebene mehlige Kartoffeln anstatt'Mehl genommen! werden.

Richtige Behandlung von Dörrgemüse und Dörrobst. Borbedürgung für eure richtige Zribeveitung der Ge­müse ist das Einweichen am Dag« vor ihrer Veciverrdung. Wik wir ja aus oigeirer Erfahrung wissen, ist das Trocknen der Gemüse nichts anderes, als ein Entziehen des Wassers. Dieses Wasser uu:ß bem Gencüse vor dem Kochen itfkbec zugesetzt Hierbei:, timb zrvar soll die MffauMngsdau-er ein« möglichst lang« sein. Je härter das Wasser ist, desto sthiwevsr kann es in die Gemüse ein« dringen; deshalb soll :nan dem Wasser, um es weich zu' machen, immer etwas Natron zusetzen. Vor dein Einweichen ist das Genrüse selbstverständlich gut zu waschen, damit man es mit dem gleichen Wasser aufsetzen kann. Zweckmäßig ist es, Trockengemüse in der Kochkiste zu kochen, da die in ihr erzielte stete Einwirkung des Hitze auf , die durch das Trockrren sehr verhärteten Zellnloseteilchen lösend wirkt. Tie lange Hitzeeinwirkung befördert auch eine be­sonders innige Bindung des Gemüses mit dem zugesetztei: Fett. Setzt man dein Tvockengemüse etwas Fleisch am besten in zer­kleinertein Znstarrde, zu, so gibt man ihm den uns angenehmen und gewohnten FleischZeschnmck und erzielt so die Täuschung eines ausgiebigeren Fleischgennsfes.

Für die Zuberellung des getrockneten Obstes gÄt das gleiche.

Tie jeweils erforderlichen Gemüsemei:gen sind der Art ent­sprechend verschieden. Wan muh z. B. von Spinat viel mehr verwenden, als von Karotten, die auf ein kleineres Maß emgetrock- net sind. Das Gefäß, in dem das Trocker:gen:nse Mffgeiveüht wird, muß immer iimverhÄtnisümtzig groß sein, da mmt dem Ge- mnse^ Platz lassen muß, sich richtig aufzurollen.

Diese Regeln müssen bn der V»rbereit::ug von Dörrgeinüss und -obst befolgt werden, sollen gute Speisen entstehen.

Lrgäkzungrrütle!.

E er, 0 tz, -nd, Pa-r, Do, La, We.

- Statt der Striche sind jedesmal drei passende Buchstaben einzusetzen, so daß bekannte Hauptwörter entstehen. Tie eingefügter» Buchstabengruppeir müssen tm Zusammenhang einen Sinnjpruch ergeben.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auslösung des Wortspielrätjels in voriger Nummer: a. Harke, Hund. Anker, Kain, Meile, Weste, Hanne, Bein, Wange,

Halm.

d. Barke, Hand, Acker, Kahn, Meise, Wette, Henne, Beil, Wanz«^

Helm,

Bachstelze.

Er richtete sich auf, überstark und herrlicher dem: je zuvor, Und feirte Stimme dnrchdraug den Rauln und kain an den Thron des Weltherrschers:Herr, habe ich nun gesühnt?''Ja, mehr als das tausendmal mehr!"Verzeihst du mir?"Ich habe dich stets

SchrffUeitilng: W. Ais-»«:-- ZMÜingsruuddruck der Vrühl'schen Un'v.-Bnch- und Steindruckerei. R. Sange, Gießen.