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sfirer ©hinbc nützten, und auf den Erfolg kür die Stands kam es iüm schon längst nur noch an. Er spielte and wartete, wie alle Spieler, uns einen ganz großmr Schlag, der alle kleinen Scharten aiuZwetzte. Mer auch kleine Scharten ergeben schließlich ein großä Loch, in dem man versinkt. Das Loch war da. Viel Geld hatte es schon verschlungen, sein eignes, das seiner Frau, das vieler anderer.

Auch einen großen Teil des Ihren," sagte Behrens.

Nun schickte es sich an, ihn selber zn verschlingen. Und da beschloß er mit denr Fatalismus des Verzweifelten einen letz teil Coup Kn versuchen.

Welchen?" fragte Frau von Marisch.

Er geriet in die Hände eines Wucherers, eines der größten Halunken der Stadt, mit dem er schon lange Ver­bindungen gepflogen hatte, eines Menschen, der im Trüben fischt, eines Fuchses, der nichts riskiert und doch immer große Gewinne einstrdicht, der sich grmrdsätzlich an faule Sachen hält, da diese, rechtzeitig abgestoßen, das meiste Geld ergeben. . . Dieser redete ihm zu, eine verkrachte Terrain-Gesellschaft zu übernehmen, die, mit einem Betrag von anderthalb Millionen neu belebt, Riesengewinne ver­sprechen soll . . . Und er hat gern angebissen."

Und wer, wer gibt das «Geld?" fragte atemlos Uran von Marisch.

Behrens ^ sah sie lächelnd amSie," sagte er sanft.

Behrens nickte.Er kann jede Stunde bei Ihnen er­scheinen, unr Sie für die Sache breitzutweten,> an die er glaubt."

Sie hob angstvoll den Kops.Was tue ich nur?" fragte sie ratlos.

Wisferi Sie das nicht?"

Ich lehne ab," sagte sie leiser,ich lehne ab. .

Wird Ihnen das so leicht werden," fragte er wie bei­läufig.

^ Sie zerrte vor Zorn und Scham an ihrem seidenen -Taschentuch, und plötzlich trat sie vor ihn hin, sich vor Er­regung verschluckend.Helfen Sie mir!" schluchzte sie.

Gern," sagte er sehr weich,wenn Sie versprechen, Mir zu gehorchen, mrr unbedingt zu gehorchen!"

Ja, ja. . ."

Er strich mit der Hand über seinen braunen Anzug hin- mrtsr.Sie werden vor allein eins tim," sagte er be­stimmt,und zwar sofort, längstens bis heute abend. . ."

Was?" klammerte sie sich an ihn.

Cie _ werden verreisen. Weit fort und ohne jemandem außer mir das Ziel Ihrer Reise bekannt zu geben. . . Wohin? . . . Nun, sagen wir: in die Schweiz."

Sie atmete auf.Ja," fügte sie sich wie befreit.

Sie werden mir gehorchet!?"

Unbedingt," versprach sie.

Noch heute?"

Noch heute!"

Und wenn er Sie aufsncht,

Nächsten Stunden?"

. Sie ballte die Fäuste.Ich bin nicht zu sprechen," rref sie aus, blaß und entschlossen,ich schwöre es Ihnen: neul!".

Ich danke Ihnen," sagte er, ihre Hand drückend,und ich verspreche Ihnen, daß alles, alles. . . gut werden soll!"

Draußen zog er die Uhr

Es war Mittag vorüber, aber er hatte keinen Hunger,

! wein, gar keinen Hunger!

Er rref ein Auto heranIn den Grunewald," sagte er,in die Villenkolonie!"

.(Fortsetzung folgt.)

vielleicht schon in den

Bon Charlotte Niese.

' Nachdruck verboten.

Sie hieß Mamsell Glock, und wir nannten sie Bammelchen. Weil alles an ihr bimmelte und bammelte. Me kleine Goldkettei Mit dein Anhänger daran, die drei dünnen goldenen Armbänder, die sie an jelbem Handgelenk trug. Außerdem die langen Ohr-» Lormneln, die 'hin und Her schtvankten, wenn Mamsell Glock den! Kopf bewegte. Was sie oft tat, wenn sie über einem Wäschegegen- stmrd brütete, der ihr Kar Ausbesserung tibergeben war. Entweder schüttelte sie den Kopf, daß die Bammeln flogen, oder sie nicktej Energisch, Darm wachten die Ohrbomnwln dieselbe Bewegung.

,Banunelchen, ivarunt tragen. Sie eigentlich so viel Gold am Leibe?" fragten 11 m- sie wvW, mib sie sah uns ernsthaft mit ihren wrblosen Augen an.

Weil es mich Vergnügen macht, Fräulein' W---^ Hab ich sonst vons Leben? Fünftnal in der Woche gehe ich Kirn Nähen ans«. Sonnabend, mach ich rein und wasche mrd Somrtag gehe ich in die Krrche. Mein Leben is ein büschen gewöhnlich,! nich? Meistens fitz ich doch auch ins Hintersimmer, mit Berlaubnis zn sagen, und da. fey ich auch nix von die Welt. Da freu ich mir denn an mein Gold­kram. Hab mich allens selbst angeschafft von mein Verdienst, nreil tzch for mrr sonst nix brauch. Kleider krieg ich geschenkt von meine Herrlawstens und Unterzeug auch. Worum soll ich mir nich m meine Gold fachen freiten?"

Darauf konnte rnan nichts erwidern: jeder Mensch muß sein Vergnügen haben, und denr Banrmelchen mit seiner schiefen Hüfte, dem kleinen Vogelwpf und der vorgebeugten Halümg konnte tnav schon ein Vergnügen gönnen.

Wir zogen ans der Gegend fort, in der Bammelchen ihren Wirkungskreis hatte. Außerhalb der Stadt wollte sie keine Kund- ichaft haben.Da graule ich mir, wenn ich allein nach Hans soll!" ^klärte sie. Wir verloren sie also ans den Augen. Dann kam der

daß ich sie vergessen hatte.

,Ich wollt grade mal zn Sie, Fräulein?" sagte sie.Muß

Geld notig hatte, und denn vier Ringens!" Sie zeigte ihre Hand, auf de rep nragern Fingern vier übereiikandergesteckte Goldringä saßen.J's es würklich wahr, daß unser Vaterland mein Gold haben will? Wo ich mich das zusaurmengeispart Hab?"

Sie roischte sich einige Dränen ab.

Haben Sie sonst etwas für unser Vaterland getan?" erkundigte ich mich. l

Sie blieb stehen und dachte nach. ,^Jaivoll! Bei Frau Geheim­rat Hab ich Strümpfens gestrickt, als es noch Wvlle gab. Ich Hab davor Bezahlung gekriegt, umsonst konnte ich! das doch nich tun!"

Warum nicht?"

Sie sah mich unsicher an,Ich bin doch arm nich« mutz meinen!

Verdienst haben!"

Ich erwiderte nichts, und Bammelchen begann zu klagen.Mich deucht, töcvrn ich gestrickt Hab, denn is das doch ganz nett von mich gewesen, nich? Meinshatben kann ich waS umsonstans for mein, Vaterland tun. Vielleicht ein paar Knappe annätzen oder sowas! Weinswegen. Es geht mich nich schlecht, darüber will ich nich klagen, aber, wann ich ÜMmjerLos lche, .daß sie nrein büschkn M l.mben wolln, denn kann ich darüber nich schlafen. Ganz gewiß; ich lieg wach! und denk an meine Ajrm-bänders und an allens, was ich Hab! Was mein Nachbarin is, die sagt immer: Glock, machen! Sie nich solchen Lärm, ich kann da for nich schlafen! Das is eine*,} die aus Ostpreußen gekommen is, wo die Menschen anders schnacken' als unsereins. Sie is krumm, weil sie so lang im Wassergraben! gelegen hat, als die Russen hinter ihr her mären. Nun kann siq bloß wenig arbeiten; is bei die Munitschdn. Oha, ich möcht rftch bei die Munitschon; da schnacken sie inrmer vom Krieg!"

Wenn die Russen nun hierher gekommen wären, und wir alle hätte» flüchten müssen, oder inr Wassergraben liegen, was dann?"

Bammelchen sah mich an, als sprach: ich Unsinn.

Sowas kann hier doch nich passieren, wo wir unsre Soldaten haben Und den Hindenburg! Der kann, ivas!, und den Andre auch, wie heißt er man noch?"

Sie lmrden Ludendorff meinen, Bammelchen. Aber denken Sie einmal nach! Wenn wir unser Heer, Hindenburg und Luden­dorff nicht gehabt hätten, meinen Sie, daß wir zwick 'hier so ge­mütlich auf der Straße zusammen gehen würden? Glauben Sie wirklich, ein so riesenhafter Krieg mit soviel Feinden wäre ganz selbstverständlich siegreich, und können Sie sich nicht denken, daß dieser Krieg unserm Vaterland« viele Millionen kostet, und daß jeder von uns Opfer bringen muß, damit unser Heer täglich satt wird, seine Kleidung erhält und sich wohl befindet!? Muken Sie gar mcht au die vielen Dapferein, die niemals wiederkommlen, weil sie für ihr Vaterland gestorben sind, und glauben Sie nicht, daß das, Vaterland verpflichtet ist> für Tausende von Witwen und Waisen zu sorgen? Dazu braucht das Vaterland aber immer mehr Geld, und deswegen braucht es auch Ihre Goldbammelei!"

/Hatten meine Worte auf Bammelchen Eindruck gemacht? Sn lief weg, ohne ein Wort zn erwidern.

Dann aber erhielt ich vor einigen Tagen folgenden Brief:

Hochgerrtes Freilein! Es is allens futsch'. Habs ans Vater­land gegeben und ganz, viel Geld dasor gekriegt. Ich schlaf besser. Hindenburg und Ludendorf solln hoch leben. Weil mich kein Miss« was getan hat, und ich ihn nich einmal gesehen Hab. Vielen Dank for das Ratschlag! Ernestine Glock."

Das Bammelchen ist doch eine verständige Keine Seele!

Deutsche Lichtmeß. (Zum 2. Februar.) 'Seit über: tausend Jahren< feit dem 8. Jahrhundert feiert man in Deutschland am 2. Februar Lichtmeß. Wie Zommt das 'Fest zu diesem eigentümlichen Namen? Vielfach ist die Ansicht verbreitet,

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