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WUT «DMBbcft wird an dem Tage Grütze, »Wdi und Butter

ofwkijt Das Vieh Wtom früher ebenfalls Bvot. Bier unb gal fr. Ter JnsellrEihnachtsklZchen zeigt Tiergestalt und i}t dem Back-, ipcrf in Götzen form äWicft, das /choir 1415 m Lübeck l-ergeMlt wurde, mrd ähnlich bc* in Riga -roch vor nicht allzu langer Zert üblchen jlogciUumtenHemikchen Kuchen". Ans Rmrö wirft man einander am Werhirachtsabeftd Geschenke ins Hans, die gewöhnlich ans Cßwarcn bestehen. _ __ . r *

Jetzt feiern auf dieser Keinen, sageirmMvvbenen OUocrnfel, eben io wie auf Oesel und Dago, unsere tapferen Feldgrmoen. Weihnachten, deutsche Lieder werden sich mit dem alten Estengesmrg v>l»r den Voten Rosem mrf Hullo mischen.

vüchertijch.

Ans Friedbergs KriegSzeit 19141917. Drei heitere dvamatische Bilder von Will) -e l m Philipps. 4 Vs $> 0 * gen 1.50 Mark. Verlag von Carl Bindernagel in Friedberg. Wie vor einiger Zeit der alte Struwivelpeter die Kinder als Kriegs strunnvelpeter" begrüßte, so begrüßt hier die Alten ein ,Frw.nSdatteriä)", als Tatterich Friedberger Geblüts. In gutem Tealekt werden hier alle Fragen der Zeit, soweit sie ein Bürger-, herz berühren, verhandelt. Man mzrß dem Verfasser dankend an-, erkennen, daß er sich nicht zu jenem billigen, erzwungenenHumor" der Witzblätter, der mit wahrem Humor kaum den Namen gemein* tarn hat, verleiten ließ. Tie Gefahr lag amdj sür ihn nicht nvb. Man merkt es diesen ins Schvarze treffenden Bemerkungen und btotligen Einfällen au, dah sie arls einem reichen Strom humo­ristischer Begabung geschöpft sind. Tie Gestalten sind fast durch­weg Plastisch mrd lebenskräftig herausgearbeitet.

Tic Eroberung der Insel Oesel hat sich Vize­admiral Kirchhofs in den soeben erschienenen Heften 156/158 von Dongs Illustrierter KAegsgeschichteTer Krieg 1914/17 in Wort und (TeutÄ-es Berlagshaus Bona & Eo., Berlin W 57,

wöchentlich ein Lest zmn Preise von 35 Pfennig) zum Thema ge­wühlt. Tiefer wohlunterrichtete und fachkundige hohe Marrnsoffrzrev gibt uns yier in anschaulicher Werse eure glänzende Tarstellung des schwierigerr. von unserer Flotte und dem Landheer außer- ordentlich geschickt rmd glücklich durchgefühcten kriegerischerr Unter­nehmens. Ein paar trefflich gewählte Bilder und eine gute Karte sind gewiß hochwillkommene Beigaben. Die Hefte enthalten ferner die vorzüglich illustrierten Artikel:Die Bedeutung des Maschinen­gewehres für den Weltkriegs,Die Ab)vehrs.cl)ilachrt",Die Bersen- bmg in der Hafeneinfahrt",Tie Landschaft am Chcmin des Tames",Deutsche Luftangriffe auf London",Die Munitions­kolonne und ihre Tätigkeit in den Gvoßkampftlman",B-or Ver­dun",Die Fsldpost" und andere mehr. In dem Hauptabschnitt der eiaentli-cstm Krregsoe^hickxte finden wir den Fortgang der Fl andern- fchlacht vom Jult-Äugust 1917, aus der Feder des bekannten MilitärichriftstälerS Wilhelm von Maffow. Hieran schließen sich die lebhaften Erstellungen der Kämpfe im Kaukasus von General­leutnant z. D. Jmmhoff.

I m Verlag hon Quelle und Mever, Leipzig, erschienen: Das deutsche Schwert. Kriegserlebnisse deut­scher Oberlehrer. herauSgLgebcn von Professor Tr. P. Hildebrrndt. 155 Seiten. Gebunden 3.20 Mark. Martin Luther als Bokkämpfer deutschen Geistes. Eine Rede zur 400jährigen Jubel- le^r der Reformation. Von Geheimrat Professor Dr. Erich Brau- oviburg. Geheftet 1 Mark. Die evangelischen Kirchen- gemernden in der Kriegs zeit, von Pwf. I). Dr. Martin Schi an. 155 Seiten. Geheftet 2.60 Mark, «Lunden 3.20 Mk. Unsere religiösenErzieher. Eine Geschichte des Christeir-

r ns in Lebensbildern^ herausgegeben von Prof. Lic. Bernhard ß. 2. verb. Auflage. 2 Bände mit zus. 699 Seiten, 20 Tafeln und Buchschmuck. Geburten 14 Mark.

Dr. Hart manns Ju ngm ädch enbü cher (Verlag von Hermann Gesenins in Halle). Band 1. Rotschvanz und Büsch^vhr. von Magda Schelling. Band 2. Kriemhilds Rosen­garten. Alten VolkÄ-agen nacherzählt von Ilse Treu. Band 3. Walhall. Alterr Bolkssagen nocherzähtt von Ilse Treu. Band 4. kvgelgcsellschaft bei Buchfmks, von Magda Schelling. In Hlblbd. geb. l,20 Mark. Band 5. Das Stuttgarter Hutzelmämllerw Eduard Mörike rmcherzahll von Elfriede Kittelm amr Inhalt und Aus- staltmig dieser durch den Lyzealdirektor Tr. Ernst Hartmann her ausgegebenen, für Mädchen von 810 Jahren ber echneten Bändchen (Preis 1 Mk.) ist gut und gediegen. Mit Verständnis für daS Alter imd die Auffasftmgskrast sowie den Geschmack der Reinen Leserinnen sind die altdeutschen Sagen in Band 2 unb 3 wiedergegeben, mrd Band 5 wird die kindlichen Märchenfreun- dt7me.il besonders entzücken. Gmrz reizend aber sind die kleinen natnrtmrdlichen Erzählungen des 1. rmd 4. Bändchens. Sie sind frisch und anschaulich dargestellt unb geben mustergültigen, niemals langweilig oder mrfdrinAich wirkenden Unterrichtsstoff im unter­haltendest ^ewarrde.

Kunstgaben für Schule und Haus. Herausge- -eben von W. Günther-Hamburg. Heft 130. Preis jedes Heft­chens 20 Pfennig. Vertag von Georg Wigand in Leipzig. Wer es chcht mit eigenen Augen gesehen, loer diese kleinen Kunstbilder«

düchn rncht in Hända» gehabt hat. vermag es kaum ZN glauben, daß*

für so geringen Preis etwas so Schönes, ja man darf geradezu sagen. Bollerrdetes, dargeboten werden kann. Für unsere Kinder sind diese Heftchen die köstlichsten Bilderbücher, die wir kennen, und für die Erwachsenen zugleich ein wertvoller, fast kostenlos zu eriverbender Kunst-Hcmsschah von bleibendem Wert. Und gerade in dieser ihrer Döppelcigensckiaft liegt ihre nicht hoch genug zu bewertende Bedeutung. Zrrdem sind sic durch und durch deutsch und geben unserm speziell naftvnalen Empfinden vollkommensten Arts­druck. Ten Mberbesten arrs unsver Mittte, die mit Stift mrd Pinsel geschaffen, ist hier Gelegenheit geboten, zu uns zu sprechen. Vor allem wurde Ludwig Richter daS Wort, oder richtiger getagt, das Bild gegönnt, und immer wieder erstaunt man über die Gemüts­tiefe und Vielseitigkeit dieses Unvergleichlichen. .Wie das singt, klingt, lacht und jauchzt, sobald er vor uns erscheint. Wie er uns- zu rühren, zu bervegen, zu ergreifen vermag! Reizende Märchcnbllder zeigt er uns. Die Meistcrdichtungen Goethes und Schillers legt er aus. Bald stimmt er das hohe Lied des deutschen Hauses an, erzählt uns von Frühling, Sommer. Herbst und Winter: die Hände läßt er uns zum Gebet falten, oder weiß be­haglich mit uns zu plaudern intb *u scherzen. So wird er, der Einzige, Unverglerchilicl/e, gerade in der Jetztzeit der rechte Mann kür uns, der uns mit eindringlicher Freundlichkeit predigt, daß deutsch, sein heißt: gut, rein, treu mrd wahr sein! Ebenbürtig! erscheint neben ihm Moritz von Schwind mit seinen tiesempsmr- denen Wartburgbildern aus dem Leben der heiligen Elisabeth und den poesicersnllten Blättern desAschenbrödel" und demMärchen von den sieben Raben und der treuen Schwester". In reizvollem Gegensatz zu ihm steht Joseph von Führichs schwärmerische Fröm­migkeit, der hier in seinemBethlehem irischen Weg" undEr ist auserstandeu" das Leben mrd Leiden unsres Herrn und Heilandes in eurer Weise schildert, die lhtmn übertrosfen werden kann. Schalk­haften Humor wiederunr zeigen Paul Konewka und Albert Hcnd- Mel ftr ihren urdrolliaen Schattenbildern und Skrzzzen, währ-nd Eduard von Sternle als Romantiker von tiefster Innerlichkeit jov uns erscheint. Aber nicht nnr das 19. Jahrhundert spendet an- seiner überwältigenden Fülle. Auch die alten Meister meiden sich zum Wort. So Dürer mit seinem nie ^enug zu preisenden Marrenleben" und Hans Holbein d. I. mrt seinem großattigeni Totinrtanz" usw. Ettvas Aehnliches wie diese Sammlung besaß Deutschland bisher rwch nicht, mrd wir können Herausgeber^ Verleger und Erwerber nicht genug zu ihr beglürllvünschen. Emp- loblcn zu werden braucht sie nicht erst lange, ,sie tut es für sich selbst und durch sich selbst. Weihnachten naht heran, und eS sei darum sür dieses Fest ganz besonders auf sie hrngewiesen. Sie aehört auf die Gabentische, mrd wer sie den Seinen beschert, ob seinen Kindern oder erwachsenen Angehörigen, darf gewiß sein, ihnen damit eine oollüvm'msnye Freude zn bereitem

Der Gesundbru nnen-Kalender des Dürer«, buikdeö fürs Jahr 1918 (Verlag von Georg D. W. Callwey^ Müirchen) liegt vor. Bor zehn Jahren erschien das erste Bändchen. Im neuen Gesnndbrrurnen ist Heinrick- Hansjakvb Führer, Adalbert Stifter mrd Ierdinmid Avenarins reihen sich mit dichterischen Gaben an. Und mag nun um nur einige Themen zu nennen das Naturtheater oder die Jugendgerichtshilfe, die Auferweckung deS Märchens oder der neue Mv-dellierbogen. der bargeldlose Zah»> lringsver-kehr oder dasMietshaus als Erziel-lurgsstätte" bespro­chen werden, mögen für daS Lebenim engsten Ringe" die Möglichkeiten rreu-er Formen der Geselligkeit oder diegute Stirbc<^ oderUrväterhansrat" behandelt werden ütvcruif treten uni anregende Gedanken ftr fesselnder Form entgogerr, die sich vvrr bloßer Kritik fernhalten, vielmehr stets Wege zum Fortschritt zeigen.

Ms eine der besten dsutfichpn illrrstrierterr Familierrzsid, hchriften für weiteste Krefte empfehlen wir ^,Das Buch füv A < l e", (Union. Teirtsiche Berlagsgesellschaft, Stuttgart), ivn dem vor kurzem der 53. Jahrgmrg zu ers,ch?ftren bogo-rrnen hat. Diese altbewährte und gediegene, auch den Anfocderunacu der Gegenwart vollkommen entsprochcnöe Zeitschrift eitthält als spmm^rden Unteri Haltungsstoff beoeTttende Romane und Erz-älchrngmi, Wissenswerte- urrd Praktisches aus allen Gebieten fflr Haus urrd Familie, ins- bejondere «ruch für die Frau, Kriegsberichte und reichen Bilder- fchmuck Alle 14 Tage erscheült ein Heft Mar Preise von 45 Pf.

Charade.

DaS Erste macht gar mancher Im Leben bald toll, bald schlecht. Daß Zweite steht tm Walde, Doch überleg' es recht.

DaS Ganze dient unß täglich Es schläst im engen Haus.

Jst's erst erwacht, dann läßt fich'S Nicht halten und geht ariS. (Auflösung in nächster NummerJ

Auflösung deß Gleichttangs in voriger Rummir: Faust.

Schrrftlclkimg.' W. Meyer. Zwillingsrunddruck der Brühl'schen Uuiv.-Buch- und Stelndr,ickerei. R. Lange, Dießen,