Ausgabe 
5.12.1917
 
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n&k rtnwmrt spotte« S.' t*rt fiiro um timm Eierfml«,! Dem,, fitem S«e. bet CKrrtutftrw ift dCfhTÄnc

O. e# ift wirft i*Kf in N «rtrrvtK*it und <rr«bc broboffr acht es fi» lauf wi Ein Kongort Oe* drdcmeTns. ent C'rdrj'ifr ouö* bmfcrnKn Zorns. bösartiger Cinttäufct^unct. KuiunerntHT» Nicht- gkrnbwtiMlcitff Tiefer Mnnn nt f<faoarAem ivrarf. mit dein ver- jnitterden Gesicht des spät Mts den Gipnl der Macht gehobenen Tyrannen. ist der Kvp^llnteister des EbvrS der Flehenden S>irr möchte jeder <ruf ..WteiU" f^teieu. Abi jeder wird crbarnnmgsloS abgeflovit

Int Ernst: Der seltner, der viellcicht einmal ein trefftsttzev Zuschneider war. rrnd nvr wun das wissen bei anderer ZebaiSwendnng am Ende einen brauchbaren Reich >kanzler ab­gegeben dalt'. da! viel zu um. Nur scheint mir das eine leider sicher. gerade znm SVHhter uuubc er nicht geboren. Zur Zeit führt er drei heftige Erörlerimgon ;ugloich An dem Tisch links binten must er erbittert auseinandern'den. er habe nnr ..einmal Birnen" verstanden. Nur einmal. Nicht zweimal. Tenn wenn er ..zweimal" verstanden batte, barat würde er selbswerständlick» . . . 'Fünf M?t?r dai^'N feit er eine ausgiebige Benlmdimg im Ginge, weshalb es zwecktt>s ^e>. mit solcher HartnHcki,i5a.t die Speisekarte zu verlangen. Erskens stände wenig darauf, lind zweitens sei es aestrichm. Ta er taut drittens einem lärmfrohen Stamm- lische ganz vorn rechts luit sehr vielen, dafitr aber auch deutlichen imd ungemein Volts tümlichen Wendungen Narzumacben sucht. daß das Helle frisch angesteckf werde. daß er persönlich. bevor der Hans- tnocht ferne Pflicht getan habe. eS sich nicht ans den Rippen schneiden könne. daß ein le^wes Fast weiß Gott doch min einmal nichts Vergebe nun. so bat der flium ;n tun. Denn er fübrt diese drei Fedden mühsam. aufgeregt, in Absätzen und abwechselnd fort, wodurch seine Ansfüvrumnn wenig mi sliarheit gewinnen und (Besatzr laufe?!. cunziich mr lieber Krtznug zu »cheikern.

Zivischnidnrch bedien, er. Ter l»eschrnlich Befrachtende gewinnt ton dieser Tärigkeil enoa solgcichen Eindouck Ab und zu klingelt'H irgendwo. Ta? ist die >Jikb . es klingeti deftig, anlialtend und un­schön Daraus schreit der schwarze Setbstbeberrilver (die verschiede- neu zäsarisch geiübrten iluöeinandeist^nngen jäb unterbrechend»: .Iawoll! Na. jenüß und sdiirzt ab. Ta nach der Gewalt

des Glockenzeichens jedesmal anq-enommen werden mus^ er werde iqiu mit einem reichbesetzten Brett, umwölü von den üppigen Dämpfen eines Menaisstmremadle», erscheinen, so enttönscht er aus? häßlichste. wenn er nach so gvoßorligem Abgang die Pülme ivieder mit einem winzigen Toller mit Birnen, einer Sch.übe Brot od^n einem sauren Hering betritt. Es lind übriwms keineswegs die Birnen, dir dort brübou ..zweimal" benüli wurden. Der Fall ist noch nicht gektä«. patt» oche die S chnlbfrage nicht ennvandfreö ausgebellt ist. aibts -einen Frieden. gejwoeigc denn Nachtisch, nicht wahr?

Deefk Machte»! (denkt der Kriegs'kellner. der in jedem ande wr Berufe sicher io WuA»n^eichnel«s geleistet hätte. k Diese Menschen! spännen sie einem v»d, die Rüde lasse»? Ta npen sie und bestellen. Bestellen! Kaum haben sie etwas bekommen es ist noch keine halbe Sttrnde der da nwtlen sie stüin wieder etwas, lind meistens drei zu gleich r Zeit. Bin ich Schnei läniec? Bin ich Parterre Wkrvbal? Zwn Sttntdeat sitzt das B?lk hier, mW dann null's auch noch bedien«, sein?

Ader er rächt sich.

..Vas mdchten Se? Was Warmes möchten Sie?^ Ja. das möcheeit Se woll?" Und mit der baarigeu Faust die Speisekarte bedettend. pfeffert er -s-obtge Striche durch die dünnen Hefrographon- «iken. ..Da.s is alle. Das is ooch alle. Das is nich mehr da. Uttd das io gestrichen. Zander können Sie **xfi haben 3 Mark. Äano?fdn? (er locht höhnisch), Haben Sie schm mal tosiAn jesedn in st»'ne Zeiten?" Und etwas weicher, mit gernnzek» ter Stirn fugt er hinzu: ..Birnen können Sie »wch fcifreu zu dem Hanbez

Intwi-Äen sind die heistmusn-ittenc-n Fragott vo,t vorbin durch harte Tats«ben unerweuktch aber abschließend beantworiet inotben. Die Birtten smd auch ;,t Ende Die Speisekarte verlangt keiner mehr, da sie überflüssig ist. und das neue Fast bet ton BiereS lvar eine eitte Hoffnung. Das Schrnkfrärtlern bat sich geirrt (»me ge- wöhnlichv Es ist gar kefns mehr da

Der )^rieqske<l.ner siebt süd befriedigt um. Da seht Ihr's. 9ta atst> Wer bat recht?

Mrb dünkt, leider, sie staben jetzt innner rocht, die jeri-egükellner. die Schvarzieber u.td die Mmtsterpräsidenteit. ..Es ist »tichks da?"

Do.s möchtet Ihr roovl??". ..lind wer har recht?" llm> dunkel werde,' die Augon. fottst der spastbaften ttuvotlkamutcn heit der Welt V> weit geöfstsek: der blutige Laietkasten des 6üioves &er« n«rfmt Geist Mrtb Herz ...

»«4*0W.

DaS Seetenleden im Kk c rege. Wer gute Kriegs- berichte Van l-Act-tuage rmsmerHsam liest, dom entgeht nicht, bah sie, mit denen früherer Zeiten v«gli<^en, eirum für unsere Zeit, unsere Wissenschaft und SPunft ker««»etchneswen Zug an sich tragen ; die scharfe psycho>st>gisch^ B«bach!in»g Dieser feine Smtt für die

unenirffcb tMigefwltigen Vrstchei,na^en bei Steif(tldwtfil ist ei» köstlicher o^-uckcht der dmüitt det geistigen ' -.^nchrchWunaen

der Ewgemmrrl llild gerade der Kliog erzoilgt durch die nngewöhu^ Inten und dücvsten 5.pmnvnm<u. in p« ec die menschliche Pspche versetzt. Slmrnrungen und Hmidliuvum von solch seltener, Üder^ raschendcr Farbe, dah sich sowvU - Forscher als Liebhaber der Seeiensimbc kein veirfiet,i$, lolpiendeies Fundgebbi denken röuneni als gitte KlüvgSjichilderiMgt-n Von heutzutage. Welch.- immer wieder neuen Züge von Kvaft, Frischc. ZLhigirit, Härte, ^SeirhhtH, List, Erf«kmng?.vrbr. ,'on Huä^efüdl und tiefster -.Aeder,geschlagene heit, von erhebensp'm Goelmur und nnldesder Grausamkeit: kurz cs tut sich vor uns das bunteste Sp,'?tnlin der Seele auf; die fein* sten llebeiflftrtge treten leuchtend horvor. Schattierungen entzübsn das geistige ?tugc. Taue, die sonst nie in die Ers<tü7rnung traten, ül^rraschen den Beot>achter als tvertvolle Entderkungen. Lies gilt sonwlrl von den Vorgängen. wo Massen sich unter gleichen Ver­bal ln iss en dcnvgen als besonders ailch von den zahlreich geschildert teil Taten und Erkebnissetr eürzelner. Ein neues Feld der Ber- schiedentzeitai rmd der Socüe!n.sffenbarnngen tut sich aus bei der Be* obachtung der mannigfaltigen, anr Krieg beteiligten Böl^-rsehaftirr Leser, du- am Seelischen Genuß finden, mögen sich z. B. die Hefte desBolkerkrieg" (Heranscpüvr Tr. C. H. Baer. Verlag von Julius Hvfsmami in Stuttgart« crnsehen, deren soeben erschienen« ««mmern 145 und 146, die die österreichische Offensive gegen die Italiener vom Frübjobr tstt6 behandeln, ganz besonders reich sind an psml-.'logischen Reizen. Eine Einzelheit mag herauS- gegriffcn lverden. Ter Italiener wird mit seiner im Kriege zutage tretenden Art charafberisiert: ..Alles, was sie tun. ist pathetisch tutb sentimental. Krassere Gegensätze als hier den sensitiven, mich bat wirklichen Affekt abrundendcn Tvagödai gegenüber der säst urwelt- lud fchlillsten. aber feurig«! cctuen Ungarnatur gibt s tvohl an keiner Front. . . . Alles ist klingend, romantisch, ästhetisch llnd eS soll Vorkommen, daß die MMmschrit Beifall klatscht, wie im Tboatcr aitbiaubren, uviut ein Offizier ans dem (straben springt, um mit grastartiger Gebärde das Zeichen zum Sttirm zu gebar" Leser. u»el<t>.' anfangen, die Kriegsschildrnmgen langweilig mld gleichfarniig zu finden, mögen einmal ibr Interesse auf 'dieses Gebier mnfenftu; sic werden übeir-aschr sein, eine stets frische. Qucklr der schönsten Anregungen gcrad? in den Kriegvberichtt»! zu finden.

K ' r s i z Hofm. Herz i st T r «i mns. Mman Umschlag Zeichnung von Olaf (-illbranssou. EinbanEtwurf ovn sfelger. Prris geh. 5 Mari. Vcring von Atdert Lanaen in München. Es ist ein humoristischer Atzmuru im schönsten Sinn des Won cs. ein Werk, das übermütige Ästigkeit mit innerlichem Ernst, fimbcln- den Wiv mit narl5en?ticb?r Lebensweisheit .u küirstl-erischer Horr. monie vereinigt.

Meister bei deutschen Lnrik (von Ktovstock bis Lillencron. HerMisgegelien von O Ska r La ng l^l»S. Verlag von Otto Hendel. Halle.» 3 Mt Diese neue Gedichtsammlung, nicht nach swfflichen Gesicktspimiten. sondern lchigliw nach der künstlert-- scheu MeisterstlMft hin auspe.vghlt, bict« ein lückcnbases Bild bet 4vrisch.-n Entwikkbmg von Kl-opswik bis Liliencwn, m etwa 45-0 Gedichten.

Die Schädigungen der Nerven und des gei^ stigcn Lebens durch den Krieg. Bon Prof. Tr. :>lbolf Strümpell. Tirei'tor dei med. Klinik in Leipzig. Berlag tarn F E W Bogei in Leidig. Preis 1.60 Mark,

Die Weltliteratur. Nr 47: Marie von Ebnere Eschen buch: EModwig.

Aietzener Hanbfrauen-Berem. Kochanweisungen

falsche Makronen. 300 Gramm Haserilorten durch dke Maschine getrieben, 2 Eier mit 200 Gramm Zucker schiumig ge^ rührt, dazu Schale und Saft einer Zitrone. 812 geriebene bittere Mandeln. Die Masse niust 2 Stunden stehen, damit sie dnrchziehl. Ifl sie zu flüssig, kmmnen noch geriebene Haserslocke«! lnnzzi.

ßkeks mit Sirup. Biund Äriegs- oder anders Meh^ Jt Pfund Grieß ober Maisgrieß oder Hasermedl, y U Pfund Zucker^ 1 Ei, 3 Eßlöffel Sirup, l großer .Kaff<-elöfst:t Natron, nach Gr^ schmack gesvoßenor Zimt, ein nwnig Anis. Mes dteo tttzhtW geknetet, ansgerollt. .stfks ansgestochen, ans gefettetem, bewebltem Blech gebacken.

Falsches Gehirn ans Haferftocken Man vermische 1 Tasse (60 Gramm) Haserslocken mit ! Ei, 7« Liier foltern, Wasser, Salz. Pst'sfer nack Geschmack und einem zerdrückten Brüh, würfet. Diese Mischung gibt man zu zwei klein zerschnittenen ge* dampften Zwiebeln nrto läßt diese Masse 3 Minuten unter Um« rühren durchkockicn. bis sic dick ist. Mau kann dieses Gericht in Mnscholn füllen, mjt geriebener Samuiel ü^rstreuai. SBufcfca* flöckchen da tauf und kurze Zeit nb?rbacken. Auch ctn-aS Zittvnen^ saft darauf ist gut.

Bchr».stlei',mg Megrr. ZwülingSrnnddenck der Brüh''scheu ttn v.-Buckv und Steindvuckerei. R. Lange, Gtrtzen.