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Ein Hunt» lief hinter ihm her. Das Erscheinen des Ritt- Meisters machte unwillkürlich auf alle einen unheimlichen Eindruck und vermehrte das Entsetzen über den toten Mann.

Was ist da los?" fragte der Rittmeister.

Asbjörn Krag gab keine Antwort, er deutete nur auf die Leiche. Der Rittmeister blickte nach dem Baume und> jchauderte.

Großer Gott!" flüsterte er.Das ist ja entsetzlich!"

Er beugte sich über die Leiche, erkannte den Toten und warf Krag einen röschen Blick zu.

Er?"

Krag nickte und nahm den Freund beiseite.

Wie ist das zugegangen?" fragte Rye.

Das weiß niemand."

Ist er ermordet worden?"

Sieh selbst!" sagte der Detektiv.So, wie er da unter dern Baume liegt, ist er gefunden worden. Meinst du, er sei ins Gras gefallen und habe sich dabei so verletzt?"

Nein. Mer es ist ja fürchterlich. Und wann ist das geschehen?"

Wann das geschehen ist? Das will ich dir sagen. Das ist gestern abend geschehen."

Bei dieser: Worten betrachtete Krag seinen Freund for­schend und kummervoll.

Um toelche Zeit?'" fragte der Rittmeister.

Krag rechnete nach.

Advokat Bomann ist gestern abeiid um bald acht Uhr von zu Hause weggegangen. Das Ereignis mutz sich gegen neun Uhr begeben haben."

Das Ereignis?" fragte der Rittmeister.Du betonst dieses Wort so besonders."

Ja, das tue ich mit Absicht."

Der Detektiv deutete auf das Gehölz, dessen Zweige sich im leichten Frühlings wind regten und bewegten, und führte seinen Freund einige Schritte daraus zu.

Dort, jenseits dieser dunkeln Bäume stand ich gestern abend um neun Uhr, Und da hörte ich einen Schrei, der mir durch Mark und Bein ging," sagte er leise.Du weißt, daß ich nicht furchtsam bin, aber rn diesen: Schrei lag eine Lolche Angst und ein solches Entsetzen, daß ich zusammen­fuhr. Dann horchte ich, ob sich der Schrei wiederholen werde, aber ich hörte nichts mehr."

Der Detektiv deutete auf die schweigenden Menschen, die um den Toten herstcnchen.

Bon hier kam der Schrei," sagte er.Der Advokat hat ihn in der höchsten Todesnot aus gestoßen."

Der Rittmeister fuhr zusammen.

Um neun Uhr?" murmelte er.Du bist um halb Kehu Uhr nach Hause gekommen. Warum hast du mir nichts Von dem Schrei erzählt?"

Weil ich ihn mit dieser Sache nichst in Verbindung gebracht hatte."

Plötzlich faßte der Detektiv seinen Freund hart am Arme.

Hast du den Schrei gehört?"

dtein.

Aber du warst doch um jene Zeit im Freien?"'

So?"

Ja, du bist spazieren gegangen. Das hat mir dein eigener Verwalter erzählt. Und du hast also nichts gehört?"

Nein, ich habe nichts gehört," antwortete der Ritt­meister

Welchen Weg hast du gemacht?"

Der Rittmeister runzelte die Stirne.

Das klingt ja wie ein Verhör," sagte er.

Lieber Freund, das ist vielleicht auch ein Verhör," erwiderte Krag sehr freundlich.Jetzt will ich dir erklären, wie sonderbar dieser Fall liegt.

Di: hattest Grund, zwei Männer zu fürchten. Sie beide b:st du nun los, den einen für Monate, den andern für immer. Der eine war der alte Oberst Holger. Er wurde übersalten zu einer Zeit, wo du nachweislich in der Nähe warst. Der andere war der Advokat Bomann hier, der einen Mveren Eid geschworen hatte, dich zur Verurteilung zu br:ngen Er ist gestern abend zwischen acht und neun Uhr errnordet worden. Und genau um diese Zeit hast du dich, auf einem Spaziergang beftlnden. Der Ueberfall auf Bo- mann ist auf dieselbe Weise ausgeführt worden wie der auf bei: alten Oberst Holger. Du mußt zugeben, daß das sonder­bar und unheimlich :st. Meinst du, es sei nicht angebracht, daß ich ennge Fragen an dich richte?" ,

Ich will dir die Antwort nicht verweigern. Ich ging gestern abend in südlicher Richttrng, vielleicht ist das der Grund, daß ich den Schrei nicht gehört habe."

Plötzlich sab der Rittmeister seinen Fremrd scharf an. Hast du mich tut Verdacht?" fragte er.

Nein."

Du glaubst immer noch fest an meine Unschuld?" Ja, letzt mehr als je,"

Warum jetzt mehr als je? Ich n:eine doch, daß dieser letzte Mord"

Keund, ich will aufrichtig gegen dich sein," sagte Krag.Wenn du mich vor ein paar Stunden gefragt hattest, ob ich wisse, wer der: Ueberfall auf den alten-Oberst geinacht habe, so hätte ich ohne Zögerr:Ja!" gesagt. Ich bin froh, daß ou mich nicht gefragt hast."

Du hast gemeint, der dort habe es getan?"

Ja, ich war fest davon überzeugt. Und ich hatte von d:ejer Voraussetzung aus eine Hypothese ausgestellt, die :n allen Gliedern vollständig stimmte. Ich meinte, es fehl- ntx ^ einige psychologische Züge. Und nun ist plötzlich alles zusammen ge stürzt. Der Tote dort tvird ge- funden. Das beweist hoch, daß der Advokat genau denselben Fe:nd hat wie der Oberst. Dieser gemeinsame Feind kannst entweder du sein, lieber Jvar, ober auch"

Oder?" fragte der Rittmeister gespanrtt.

öbex auch ein anderer, ein geheimnisvolles Wesen, von dem ich n:cht weiß, wer es ist, das aber die Gegend h:er unsicher macht. In diesen beiden Verbrechen sind eii:- zelne Züge von Sinnlosigkeit und Zufall, daneben sehen! s:e aber auch wieder planmäßig aus. Das Sinnlose könnte andeuten, daß ent Verrückter tu: Spiele ist, der vor keiner. Tat zuruckschreckt. Lieber Freund, ich fürchte, daß wir noch auf mehr Rütsel stoße:: werden. Es können noch große Drnge geschehen. Aber nun müssen wir zurück -und den Toten näher betrachten."

b J e Kirche zu der Leiche zurückkehrten, bemerkten sre, daß der Menschenschwarm während ihrer Unterredung ä^^?^vl>rden nmr. Alle starrten mit Neugier und schlecht verhehltem Unwillen den Rtttmeister an, der wie gewöhnlich anscheinend kühl Mid gelassen dastaird. ' *

Es ^war nicht notwendig, besonders aufzupassen, daß SS? 6 ^Ehrte denn die Leute hielten sich in respektvoller Entfernung. Asbjörn Krag knöpfte des Toten Giimmtmantel über seiner Brust Msam'men, imd der stell­vertretende Amtsrichter befahl, daß der Tote in dessen Zimmer gebracht werden solle, damit die vorläufige Leichen- beg:m:en könne. Rasch wurde aus Zweigen eine Art Bahre verfertigt, der Tote daraufgelegt und fortgetraaen. Langsam gingen die Menschen hinterher.

Es war ein seltsamer Leichenzng. lrm Kwag blieb noch eine Weile am Tatort ziirück.

trgenderne SMr Au finden. Er untersuLe den Erdboden sehr genau, lange, beinahe unnötig lange, kam es dem Rittmeister Bot, der daneben stand und Absatz. Als Kraa fertig war, stand er auf und fragte- 0

^ " iS M nt b»i --im.

"ItU Nicht wahr? Einen gelbbraunen Gummimantel?" sehen ^^6- Ich habe ihn oft in diesem Mantel ge-

Bomann?" wie der von Advokat

Der Ritttneister stutzte.

hast recht. Der Advokat hatte auch einen gelblichen Gummimantel an. Es ist :ncht genau derselbe wie der des Obersten. Bomanns Mantel ist neuer und gelber"

Das spielt kerne Rolle." B

Sollten wirklich die Gummimäntel bei der Sackie von Bedeutung fern?" fragte der Rittmeister.

< .Hab den Kopf, als ob er etwas wittere,

und blickte wie geistesabwesend ins Leere.

tu?" Fragte der Rittmeister.

Ich denke ich denke" antwortete Krag immer noch w:e aus werter Ferne.Ach ja, ich denke an die Gummi­mantel.

Mer plötzlich tat er einen Ausruf, der bewies, daß er hatte mC ^ ^^^^^^ßlich nur an die Gumiuimäntel gedacht

M verflucht, das Papier!" :üef er aus.