VKxh euuitof uaHm er ihr« tzeü>«r Hchrde, diesnml aber gaNtz tzlar?- jMd drückte einen Kuß ares die geröteten Stellen. Und> dann «mg sich die Bitte von seinen fiptzen,. widerstrebend«;» Lippen! ^Werdeil Sie m>ein Woibl"
Eva »oünfce wm doch ettvas emifer; das halte sie nicht be-- hbsi-chtigt. Eine Kute Kameradschaft, einen vergnügten sflrrt — wtt,. man war so ftürg, so frei, so froh — die Wett »var so schfer! Aber eine erilskhaffe Fvchl dieses ernsten Mannes — nein, nein, tvern!
Sie nahm ihre Zuflucht -n einer schelmisch »vickstigen Miene: ,^Sv-gen Sic nral, Herr Oberingiemeur Wcüftam, »bie lairge siird Eie mm [djcm in BaLers SB-nf tätig?"
„Seit — sicberr Jahren. Ätzer »veswegen . .
„Also seit sieberr Jahren iJnuieu Sie mich und ivissen iu>d) so wenig von mir. Sie miffcn nufet, da st ich ürtmtr schon ein ftei- -ettsdurstiges Müde! »var und mir von feinem Mensci-en Bor-, schrifteil maclien ließ. Bafer hat es schon lange nicht mehr versucht. Und nun tarnten Sie Und »roll-ea — i—■ - nein, e# D-n bomifch!" Und wieder perlte die silberne DoNleitkr herunter.
Bernd Wolfram aber' stpnd in flammender Räte. „Verzeihen Sie, wenn ich Sie jetzt verlasse." Er verneigte sich förmlich und schritt erst zögernd, dann aber hastig davon.
„Sie sind mir doch nicht böse?" Eva rief es ihm lei.se »vach; er musste es aber wohl nicht gehört: haben, nicht eininal den Kopf NÄndte er mehr z^rrürk.
las »var ja eine dn,mm' Geschickte. A'iur würde Bernd natürlich von hier fortgehen. lind der Vater schätzte ihn so sehr, Wollte ihn. sogar #ir seinen l Teilhaber nrachen.
Mit schleN/ein Geustsftil tzliiMtte Eva nack> dent Temiisplatz herüber-.
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Krieg. Berühmte -und doch lei i ästende Augen, Tückstttvinken.
Tie Woche" flogen die Monde gtirgen — die Jcck're Allichen. Jnrnier noch, innifer noch Klfeg! Gab es je sonnrge Tage, an denen man in sorglos täirzelndem Spiel durchs Leben ^tzil-zte?
Schwer lastete bir Zeit: sie machte Jünglinge ^n Männern |ntb reifte das Aiädchen znnr Weibe heran.
Eva »var nicht Zbrmlfenschlvester geworden; nein, sie »nutzte, dost sie lerne Wunden, kenr Dlltt sehen konnte. Ätzer sie hatte die Fabrikarbeiterckinder zu einem. Hort zilsanrm enge schlossen und tze!Lätigte sich im Bereue mit einigen Freundinnen als Lehrerin, schlecht und recht, wie es gehen »vollte. Jtn Anfang ging es ickcht trnmer gut, aber mit heißem Bencül>Lil arbeitete sie sich in ifrre Würde hinein, und bald hingen die Klein eil »vie Metten an ihr'.
Ms dann die Crimson Namtzler wiedenunr blühten, stand eines Tages ein ernster, bleicher Vcalln tm Part. Dnck>end flog sein Blick niicher. Tort ans dem .Temrisplatz spielte Eva mit ihrer kleinen Schar.- Ihre schlanke Gestalt tauckste bald hier, bald da auf, und ihr silberner Sopran schlvang sich bei den Reigen! ledern ftihrend über die dünnen Kinüer'sttmmckstn.
Bernd Wolftam lehllte sich an die Rosewlaube über die der .Abendschein wieder s-eril goldenes, rubülgeschmückfes Netz gesponnen, hatte. Zlvci Jahre mir tage»: zwisck-en damals und hälfe, ein« kurze Spanne Zeit und bu>d> Elvigfeiten llMfassend.
Tie Augen des Bsoibachfenden »vUrdeil dunfel, seine Züge verlvreir die Weichheit. Wohl »Var er derselbe geblieben — ipib doch ein anderer geworden, tmietlirf) mvd äußerlich. Er sah an sich herab; nie mehr »bürde er mit -flüchtigen! Flch über beit Tennisplatz eilen fehl Gang war schtver und schleppend ge^ ivtorden. Und schtver »var auch sein Sinn — die Jugend lag! hinter ihin.
Er hatte nicht niehr Herkommen nvollen, der Hültenbesitzer aber »bar mit seiner Bitte so dringend gewesen : „Ich ehre Ihre Gründe und wer de es verstellen, daß Sie sich inifeim Hause
S itten, Wenn das Kind Sie verletzt hat. Mer nur der alten rdschaft »villen, die mich mit Ihrem verstorbenen Vater per-, bitte ich Sie, vorläufig »oenigstens die techuische Leitung des Werks »vieder zu übernehmen: ich, bin in großer Verlegenheit."'
»vor er da und ftagte sich, ob er seiner Kraft doch nicht -iuviel zugctraut hatte.
Elm l-atfe nichts von seinem Kommen gemerkt; sie ,v»rr in.it Elfer beim Blindcckuh-Spülen, Kind mtter Kiuderil. Plötzlich »onrde sie durch scheues Flüstern und Dllscheln der Kleinen anfmerk-. sanl gemacht; sie »vandte sich l-astüg nur mrd sah Bernd Wolfram an der Rose»rlanbe stehen.
ihr früherer UebermUt, ilw klingendes Lgck>en, ihre Slcherhelt diesem Mmlne gegeilüber geblieben! Sttirmisch klopfen-, den Herzens ging sie ihm. eu.tgegeil wird lvagte kaum aufzilsehen. Und' vis sie du ersfen schlichfernen Morte der Begrünung gesuildeil hatte, da sah sre eillen so »vielteilfernen Ausdruck ht feinen Augen Jme ifet all dre grauen Heldeil haben, die schoil auf der Lfeücko ^n^A?lsetts stmrden. Treser- Blick erfüllte sie mit Schauenr der Ehrfnrcht, die ihr Trän.en in die Angeil trieben.
Bernd Wolfrjanl sprach ein paar Worte des Tankes für alle sreuudttche Teilnahnre irild die Mblreick>eil Feldpostpäckcheiil und verabschiedete sich bald. Eva aber! ging- versormen zu ihrer kleineil Schar zuüilck, und ihre Gedanken »Wnderbn voll Trauer zu de.u svnrlenübergläilzifen Einst.
Ter stellvertretellde Direktor ivar unerinüdlich tätig. Sein Arbettseifer gestattete ihnl nicht, Evaö wiederholte Svimtagsein- fttdungen mlzmlehnreil. Er blieb fikr die .Billa in»sichtbar.
Was wiar da zu twr? ^
Huschten die FMcheir frühmorgens, ehe die HorMnder kamen, ms Werk. Solch ein Betrieb ist do<l> sehr interessant, nrmr zinlßte ihn m allen seinen Teilen gründlich keimeir serneil. Ja, u»rd dazu brauchte maa, einen sachttnrdigen rHi.hrer.
Ach. der Herr Jngeuienr Kiesel -? lind inmicr »uld immer wieder der Herr Jngeilieur Kiesel —? Aber man jernte immer- hrn bei ihm. Und daiur erchrhr itwnt dock) so mancl^erlei von denr Ahimnasloseu. Wo arbeitete doch der Herr Oberingenieur Wolfram? Ach ja, ini Tirelfeonszimmer'. Und »velche Herren arbeiteten direkt lQrter ihm ? Welelze — Tomen? Das hübsche F-räuleiu Thomas auch, die Justizratstoeiiter oh? Wann der Herr Ober- iugenieur immer käme, wann er Mittagspause mack»ste, wanil cr
.Ich »Verde euch immer ebi paar Btnnren in eure Arbeitszimmer stellen, B^fer. Der Garten bliilst so üprrjg wird in deir Räumen köirnen »vir der Kinder »vegeir so »mmfe Basen unter- bringen," erklärte Eva <rm ?Lbend dem Vater.
Ter nickte und lächelte.
Wockien verging-eir so, sstdonate; die Blumen »relkten nnd der Park färbte sich bi Gold »nrd Not.
Eva hatte einen große»» Herbststranß gepflückt mrd wunderte durch die frühe Tüunn.erimg nach dein Merck. Sie schartte m den Fenstern des Direktorzimwers ans — dunkel! Gitt, also Bernd schon fort. Jetzt warezr »vvhi die Reinemachesranen an der Arbeit; es schadete nichts, »wim ihr- eine von ihnair begegnete; Etm verfeiltt^ihre Bttunenspendeir ja sehr korrxckt aus vier Zimurer, der zloeite Jngerttsnr und der kanfmänntsche Direktor bekäme,: auch chreu Strauß
Mer dennoch giiu» sie mit klopft.ndem Herzen durch die nur sctiivach beleuchteten Gänge. Bor der Tür des DirektorzimMÄs Merte sw ein paar dhrkgenbltcke, dann drückte sie l>cherzt die Klnike nieder.
O, so dunkel! Nur nnderrrttch l-vben sich die Konturen der Möbel vom hellen Mlsschrritt der abendlichen Fenster ab. All- »nähllch aber mttersck>ied sie besser, llnd dorck — gch Gott, Eva wur rncht schreckhaft, aber sie fühlte doch ihre Knie »rxrnkeir Bo»l Lchreibtisch erhob sich eine l^stalt, und eine weiche ©ttmme ftagte: „Hciben Lie sich sehr erschreckt, Eva? Watten Sie, ich sckmlte gleich das LickK ein."
"idyt antnwtten, ihr Herz jchtttg hörbar. Erst als die Lchrelbttschlmiipe chr grtiugedämtvftes Licht aufflammen lreß, kehrte ihr Mut^einigernraßen zurück.
„Wofür haben Sie mich »vobt gehalten, 'Bernd: Erilbrnher oder Lchenerfran?"
^ ,,Die Frage tau ich Ihnen zueiickgeben, Fräulein
Eva 9lber Lue scheil »a noch ga»rz blaß ans. Einen .Augenblick —. rch gebe Ihnen schilell ent Glas Notivein. — So, jeht haben Sie
»Meder Farbe.-llmt) beit schönen Strauß soll ich Oeßommen?
^ns ist lief) voll Ihnen." Seine Stimine wiar unsicher.
„-'fein, lasse»» eie mich ihn in die Base ordnen, das ver-^ sfehe-il^ Lre »ncht so vcd>t »uemi Sie muh sollst alles verstehen."
Er »tand dabei .»ritd sah den» Apiel der lleillen Firrger #n.
„Ach bitte, setzen Sre sich docl> noch. Wenn Sie mir so znsclMlen, bln yi) ungesckstckt."
Gehorsam nahm er »meder seinen Platz am Schieibtisch dach seine Züge »vnrden ernst, fast düster, und in seine A ttat »räedcr jener Blick, vor denr Eva ersclvuert »var.
Auch jefei überkam sie »vieder ein Gefühl gceuzenloser Trauer, als sfe die Veränderung in feinem Gesicht wahttrahm. Und in ihrer Ltimme zittetten verhaltene Tränen: ,J>ch hatte immer nc= hvsst. Sie »vürden .ejuimil zu uns taunen,' Bernd. Sind Sie mir denn nock sv böse Un>»en n»egen damals?"
„Nein, Eva, böse bin ich Ihn eil nickst mehr. Solcl^ Kleinlich leiten löscht der Ktteg ans."
„Weswegen meiden Sie denn unser Haus so vollständig?"
„Ich habe ivench» Zeit Kl Msuckstn übrig."
„Auch Lomltags arbeiten. Sie am Nachmittag?"
„Setze häufig."
Panse.
„Wie geht es eigentlich . . . Fran Justiz rat Thomas? Sir »var doch krank?"
„So, war sie das? Davon hat Fräulein Thomas nichts gesagt."
Panse ....
„Fräulein Tl-omas ist lvoht fureMar trug und fleißig?"
„Ja, das ist sie. Eine Dame, die uh sehr Inniv schäm."
War Eva etwas Staub in die Augen geflogen? Sie bückte sich nach einem hrrabt»efalleneit Z.ee!g und tupfte dabei schnell mit denr Tasckielttnch über das Gefickst.
Beim Aufblicken erschrak sie über Bernds Au-,-sehen: „?«ein, »Um müssen aber mich Sie lwch einen Sckstnck Wein trinken. Sie silch gttviß sehr abgespanilt. Bitte, >vl> ist ein anderes Glas? Sie haben nur dies eine augenblicklich hier? Ach "
„Gießen Sie mir ein, Eva. Ich trinke gern, aus Ihrem Glas."
Sie brachte e§ ihm, über und ühcr in Glut getaucht.
em; dslkgeu.


