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„Alle Geschah soueru ghftchzestig. Befehl zum Feuern durchgehen? Erstes Geschütz — Fckuer?"
§echs SMsse 'krackoden Suez bi nterv inander, lrenlend jagten die sechs Ladungen hinül»er zrrm ^entt* Langsam stieg der Pulver- damps l-ock». , .
Tie Weiße Vi'la drüben in der 3oime lag tu ein Meer von Dampf und -QiUttlm gehättt Gerhard Butten jwr leichonblas; ge- nuorden, das Bl'rtt züngelte ihm an ioett sckjläfen emim’ wie junge Ottern. Langsam iruudte er sich vu den beiden Offizieren um. Kerne RtnMi zuckde in Kinen» Ge acht, nur die Hand hielt er fest anss Herz gepreßt. ^
„Tie weiße Geft-alr dort drüben, die m sahen, war mtme Kran . . . Äks war eilt Volltreffer, Hameruden. . . . "
. vüchertlsch.
— Adolf P a u l. Der b e w n st i c I e man d. Komödie in Akten. Um schlag Zeichnung von Karl Ar«vold. Preis geheftet 2 Man, gelnmden 3F0 Mw?, Verlag von Mbert Langen tu München. Ter Dichter Adolf Paul ist in diesen! Werk ein- echter Lohn des 20. Jahrhunderts, givoi fei süchtig und riet 'überzeugt von der ZweisentiFöeit aller Werte, von der ewigen Relativität Guten urrd Basen. Er h.rt diesmal feine skeptischen 0 ^- danleugünge in eine ait-lübischo K-iubdie versteckt) er tat das. gestützt auf sein schon oft bewiesenes grürrdtta>es historisches Wissen, das den Anschein erlvockt, als dichte er geradewegs aus den» Geist der Zeit und ihren Problemen heraus. So gut und dabrft unaufdringlich ist der mittelalterliche ^-pvechwn festgehalten. mit solcher Sachen ittuis ist das peinliche GerichLÄvefen geschildert, so lebendig bewegen sich Kaufherr und 5)7ndweAer. Geistlicher und Künstler in der bnuLerr Tracht von 1500, dag man die Gegenwart vergibt und nnr Sinn für den. äußerlich ganz dem Mittelalter gehörigen spannenden Vorwurf hat. Es ist die Geschichte des begabten und kecken Malers HMbeen, d».n sich der Teufel, der beivußte Jemand, jum Porträt isten ausgesucht hat. Aber der Maler, empört über den Eingrift in seine küElerisch und nrengchlicha Ueberzeugung, »veigert sich, das uNerlvünschte RLvdell anders denn mit der überlieferten wüsten I-ratze M malen, wenngleich der Teufel ihn den Widersinn seiner Ernpönrng nachveist: hat Hohl- beeu doch, gleichfalls gegen seine Ueberzeugnug, für schnödes Gold die hasst ich? Tochter des Kaufherrn Tvgewten-e-. als Engel darge- stellr. Und aus dieser einen Untreue gszsn sich selbst wird -folgerichtig die ganze .Handlung b'rgeleitet. Ter beleidigte Teufel versengt den 'Maler in schlaf und richtet in dessen HKstalt alles Unheil der Wett an.
Ter Tür nt er >f riegSansgLrbe Herausgeber: I. E. Frh' v. Gvotthnß Biertellührlick (6 Hefte ^ 5 March Einzel Heft A» PfM Pr obeheft portofrei (Stuttgart, Greiner L Pfeiffer). Ans dem Inhalt des ersten September bestes: Tein-tratst: und Mvnar-. ckfte Von I. E. Freihernr twn Grottljuß ^ Meister Thieme. Eine Novelle van Eilhord Erich Pauls. Der Begriff „Belgien". Vor» I. E. Freiherrn van Grottchrst Was ist Wahrheit? Vom Re 'chStagsabgoordueten Prof. Tr. Werner-Niesten „R-evoln-
tionshäfftuing! > Von Johannes — Wanderrrngen. Von H Vast. — Ausgleich? — Bech.nann. - Wie .England leibet, ohne xn klagen. — Tot dem Schlot! Von Kurt Arven. — „Heldenhaiue", Schutzwald und Woldgärten. Von Forslmreister Tielrftb — Türnrers Tagebuch: Der Krieg A-rrf der Wirrte — Kmist- bei lagen.
— Hans Wettich: Die M a \ d> i u e in der Karr-; Tat uv. Verlag der Lustigen Blätter, Berlin. — Es uoar ein änderst glücklicher Ged-arfte, der den Verfasser veranlagte, dieses für Jeden Laien nnd Fachmann chochirrdere staute Werckä-en der Oestentlichkeit M übergeben. Mit fernem Sinn und Verständnis für die Entwicklung unserer Masckünentechnck sind hier mit trefflich erläuterndem und vockudem Tert die Mri-aturen der Technik aus Iohrlninderten zusturnucngestellt, und bis in die neueste Zeit b'iieiu, zeigt das Buck» die ,rn Papier gebrachten. u.dopWsck^eni Fanlasiegebilde Nichts bleibt serschont. Tie Mseubahnen, da- Fahrrad, der Kraftn.»ageu, der Magn-etisuvrs, die Elektrizität zu- fammeu, sie alte fügen sich in den Rahmen der Karikatur und der Groteske und bei'.»eisen in der Art der Bildniswiedergabe die selbst verspottete Idee des Mensck^en, in der Maschine eine Art lebendes Wesen zu erAicken. Jede«! Freunde der Technik, jedem Liebhrber der Karikatur kann d»os geschnackvoll ausgestittete Bändchen nur empfohlen lverdot».
Gictzener Hausfrauen-Berein. Kochanweispngen.
Eine Frucht, die unsere Hairssrauen immer nock> nicht genügend würdigen, und die manches Geniüse ersetzeu -arm, ist der Kürbis. Wir bringen h.'nte einige Vorschnsten.
r b i s m ü )' e: ^ T-er Kürbis wird gesckKlt, in fingere lange schmale Stücke geschnitten, in .Salzwasser zehn Munten gekocht, und mit Bl»menkohlttcnke. die iuan nrit Buttermilch macht, angerichtet.
Bchri'tleüung: Fr. R. Ze«tj. — Zwilliugsrunddruck und Verlag der
Kürbissatat: Ter Kürbis l-oird geschält, einige ^>trerff» festen Fckeisches L»eransgefchnitten und auf .dem Gurkenl>obel in feine Scheilnlm» gehobelt. Mm» salzt mm den Salat, gibt Ejfta und Oel, etivas Pfeffer und wenig Zm-ke» dazu, mischt gut durch nnd serviert bald Aon besten schmeckt dieser Salat, der dem GuAensalat cchuelr, von dem sogenannten Melonenkürbis, veffdnl - Fleisch zarcker ist als das des ge'.oöh ilich?n Kürbisses.
F a l s ft» e Mirabellen au s K ü r b i s: Ans dem garten Kürbis sticht inau mit dem Bällchen eisen kleine runde Kugebn Ms. Ans ein Pftmd Kürbivl'ugeln nimmt man zweihundert Graumt Zncker, Saft und Schale einer halben Zilrone und ein fingere l-anges Stück Vanille. .'Mit ganz rvelftg Wasser vochi man den Zuckersaft, .legt die Kugeln hinein, nnd docht sie langsam, bis sie glasig^werdeu, gibt das Gewürz dazu nnd füllt sie in die Gläser oder Steintopfe. Aach einigen Tagen schüttet man den Saft ab, Docht ih.r auf und giesst ihn erkaltet wieder daraus: dies loiederholt man noch einmal, und bindet d.rnn gut zu.
Kürbis m a r m e l a d e: Zu einem Pftind gesckstilaen Kürbis-^ schnitzen, vier Omitttm, ein halbes Pfund Zucker. Kürbis und Quitten tverden geschalt, in Stücke geschuitie.i, durch die Fleisch- ntaschiue gepresst und mit dem Zucker und einer Stange Vanille zu nner steifen Marinebade gcstcht. Nimmt ucan ivenigec Zucker, so gebe man nach dem Kock)?n etwas aufgelöstes Beuzoe-Aatronj dazu.
K ü r b i s m a » m e l a d e m i t Brvmbee v c u : Bier Pfnich Kürbis und ein Pfund Bvombeeren, zwei Pfund Zucker. Kürbife und Brombeeren durch die Fleifchmastlnue getrieben und mit Zucker zu einer steifen Marmelade geaoclst.
Pfefferfürbis: Aus de.n festen Fleisch des Kürbisses schneidet .man fingerlange nnd fin-gerdicke Streifen, salzt dlckse ein und lässt sie vierrrndziuaustg Srinweu stehen Am anderen. Tage wird das Wasser abgozossen, die Kürbisse zioisck-eii einem Tuch getrocknet, darrn Äo-cht man .glitten Mein-essig, chesst ihnj etkaltet über den Kürbis, am dritten Tage uoird der Eftig wst-deir aufgeliocht. TM-an schüttet idann de»t Kürbis mit dazu, lässt iün schnell einmal anfftochen und stellt ihn sofort kalt. In einem Steintopf nn'ridöu tz-nn die Kürbisstveifen uiit Pfefserkbrnent- kleinen Zlviebclu, Lorbeerblättern, Till amb Estragon eingeschichtet, daun verbindet man den Topf mit Perganrentpäpier und stellt ihn an einen kühlen Ort. Man achte darauf, daß der Essig sttchs über dein Kürbis steht, da letzsecer sonst schimmelt.
S fii f f li r bis: Der Kürbis wird in breitt', ettva fingerlange Streifen geschuirden, die man mit Salz bestreut. Auf ein Pftnid Kürbis nimmt man zehn Gramm Salz. Machdem die Stücke vier- undzlvailzig.Sturrdeu so gestanden haben, lässt mau sie auf einenr Siel» abtro.ftlen. Sie werden in einen Steintops getan, darru ftucht man guten Weinessig halb mir Wasser vermischt) auf ein Pfrord Kürbis einen viertel Liter Essig, lästt den Essig ertalten und gießt ih.r auf den Kürbis, der.damit ein bis z:vei Tage stehen kann. Am folgenden Tage Dcht mrur den Essig au? rrud gießt ihn kochend ruck den Kürbis. ^Anderen Tages -gibt mau deir Kürbis auf einen Durchschlag und schick»tet ihn mit folgenden Gewürzen in einen Steile dopf: Aus'je em Pfund Kürbis nimmt man zwanzig Gramm Ae ft re Zwiebeln, zchu Pfefstiköruer, zehn Gramm irr Würfel geschnttteuckri. rohen Meerrettich, ein Loabeerblatt, fünf Gramm SenftönreV^ eine halbe Kiüoblauchzel>e, eine Dilldolde, Estragon, zwei Gramm Retten, aus denen man die runveu Köpfchen herauSgelnochQr hat, da diese sckwrrze Flecke verursachen. Der Esftg tvird wach eftuual cmfgeÄcht und auf den Ktirbis geg-ossen, hierauf wird der Twps mit Peraamontpapier z-rlgebmideu mrd an einem kühlen Ort ausbv- tüahrl. Um Schimmelbildung zu verhüten, ist per Essig nach eirriger
Zeit aufznvock»e,k
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Rtihcnriilftl.
1 Teil des BauureS
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S. Wild
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Z. Märchertgestalt
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i. gei ltche Würde
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b. Lustart
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6. Vorname
Die Buchstaben
AAA,
S. l>. LLL. F, G, H, 0, It, 33,
nach deur Muster obiger Fagtzr derart einzutrage«», daß die «vage- rectjten Reiben Wärter vor: der beigefügteu Bedeukftng bilden, «oahrend die mittelste serrkrechte Reihe ein beliebtes Reiseziel im Sonrmer bezeichnet.
(Auflösung in nächster Nrrmmer.)
Auslösung des Ergänznngsrätsels in voriger Nummeri ttatur, Werk, Zlchel, hasse. Lob, Ast, Vers, Lirlde, Brot, Gelst, Orga«, Znave, Perle, Bord. Ente.
Nur lver sich selbst verliert, ist ganz verloren.
Schuppli.
rr"chl*sche,' UnioersrtätS-Brrch' und Steindrnckecei. R. Lange, Olirütn,


